Gemeinsame Deutsch-Französische Erklärung zum EU-Urheberrecht


12.09.18 -
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat gefordert, die Position der Urheber gegenüber digitalen Plattformen zu stärken. „Künstlerinnen, Künstler und Kreative müssen von ihrer Leistung auch in einer komplexen digitalen Wirklichkeit leben können“, sagte sie vor der Abstimmung des Europäischen Parlaments über die EU-Urheberrechtsreform am Mittwoch. „Nur so werden wir unsere kulturelle und journalistische Vielfalt erhalten und die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa stärken.“
12.09.2018 - Von dpa, KIZ

Zur Unterstützung der EU-Urheberrechts-Richtlinie hat Grütters am Dienstag mit der französischen Kulturministerin Françoise Nyssen eine Erklärung veröffentlicht. Ihr haben sich auch Kultur- und Medienminister aus Belgien/Wallonie, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Spanien und Rumänien angeschlossen.

„Wir sind der Ansicht, dass wir uns auf europäischer Ebene für die Unabhängigkeit der Presse und für den Medienpluralismus einsetzen müssen, gerade in Anbetracht der Gefahren, die Desinformation für die Demokratie darstellt“, heißt es darin. Es sei nicht akzeptabel, dass eine Handvoll global agierender Unternehmen den größten Teil des Wertes abschöpften, den andere durch ihre Arbeit in einer digitalen Umgebung erzeugten. Grütters sagte, die Anpassung des EU-Urheberrechts an die Herausforderungen der digitalen Welt sei überfällig, dabei müsse ein fairer Ausgleich zwischen Kreativen, Verwertern und Nutzern das oberste Ziel sein.

 

Ähnliche Artikel