Kulturmanager Heintz plädiert für wirtschaftlichere Kultur


18.04.02 -
Der ehemalige Chef des Gasteig-Kulturzentrums und derzeitige Geschäftsführer des Instituts für internationales Kulturmanagement, Eckard Heintz fordert einen wirtschaftlicheren Umgang mit staatlichen Kulturgeldern.
18.04.2002 - Von Webwatch, KIZ

Subventionen für kulturelle Einrichtungen würden vielfach durch falsche Planung und unzureichende interne Kommunikation der Kulturschaffenden verschwendet, sagte Heintz. Viel Geld könne gespart werden, wenn ein Controller “zum Beispiel die Produktion einer Oper vom Entwurf über die Musik bis zur Bühne steuern und koordinieren würde”.

Heintz wandte sich zugleich gegen eine Privatisierung aller öffentlichen Institutionen, aber “die Kulturschaffenden müssen für ihr Produkt eine Marktlücke und einen Konsumenten finden”. Es gebe immer noch Kulturinstitute, für die Kundenfreundlichkeit ein Fremdwort sei. “Manche Museen sitzen da und warten auf Besucher. Man kann Dürer oder Altdorfer nicht mehr einfach an die Wand hängen, sondern muss auch mal themenbezogen umstrukturieren.”

Eine Grenze sehe er, wo das “Gewinnstreben zur Hauptsache wird, da wird die Situation pervertiert”. Diese Gefahr lasse sich nur einschränken, wenn kultureller und kaufmännischer Direktor auf “unterschiedlicher hierarchischer Ebene” stünden, sagte Heintz im Vorfeld eines internationalen Kongresses über Konzeptionen und Strategien zum Thema Festspiel- und Festivalmanagement am kommenden Wochenende in München.





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