MaerzMusik präsentiert im zehnten Jahr neun Uraufführungen


09.02.11 -
Vom 18. bis 27. März 2011 findet MaerzMusik in Berlin statt. Das internationale Festival für aktuelle Musik der Berliner Festspiele feiert sein 10-jähriges Bestehen. Der künstlerische Leiter Matthias Osterwold widmet die Jubiläumsausgabe dem Thema KLANG BILD BEWEGUNG.
09.02.2011 - Von PM, KIZ

Präsentiert werden neun Uraufführungen, darunter experimentelle Intermedia Performances und Installationen von Christoph Gallio / Beat Streuli, Michael Wertmüller / Lillevan, Bernhard Lang / Alter Ego / Philip Jeck, Phil Niblock und Shintaro Imai. Außerdem stehen zehn deutsche Erstaufführungen auf dem Programm, unter ihnen vier Stummfilm-Klassiker mit neuer Musik: Metropolis (1927) von Fritz Lang mit neuer Musik von Martin Matalon für die bei der Berlinale 2010 bejubelte Fassung, der Anti-Kriegsfilm J’accuse (1919) von Abel Gance vertont von Gary Lucas und Reza Namavar, Ein Sechstel der Erde (1926) von Dziga Vertov mit Filmmusik von Michael Nyman und Die seidenen Fäden des Wasserfalls (1933) des japanischen Regisseurs Kenji Mizoguchi, für den Misato Mochizuki komponiert hat.

Raumszenische Musikprojekte und audiovisuelle Performances sind ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen MaerzMusik. Zur Eröffnung am 18. März wird die aus England stammende Komponistin Rebecca Saunders mit der musikFabrik eine neue Version ihres räumlich inszenierten Werkes Chroma im MOSKAU aufführen. Weitere Projekte sind Monodramas von Lotta Wennäkoski und Perttu Haapanen aus Finnland, Sandglasses der litauischen Komponistin Justė Janulytė und ein szenisches Konzert mit Werken von Elena Mendoza, Jennifer Walshe und Pei-Yu Shi. Raumgreifende „Instrumentenzoos“ sind bei Intonarumori mit 16 futuristischen Klangerzeugern und bei Tiere sitzen nicht mit über 200 Instrumenten von Enno Poppe und Wolfgang Heiniger zu besichtigen.

Beim Debüt des gefeierten jungen Pianisten Ralph van Raat und bei den international hochkarätig besetzten Kammermusik- und Ensemblekonzerten kommen Werke u. a. von Jonathan Harvey, Magnus Lindberg, Wolfgang Rihm, Helmut Lachenmann, Mark Andre, Toshio Hosokawa, Aurelio Cattaneo, Ondřey Adámek und Pei-Yu Shi zur Aufführung. Ein Porträtkonzert widmet sich Ken Ueno.

Die nächtliche Sonic Arts Lounge findet diesmal in angesagten Berliner Clubs statt: Im MOSKAU, Berghain und TRAFO entstehen Multimedia-Projekte und Klang-Bild-Experimente u. a. von Michael Vorfeld, alva noto aka Carsten Nicolai und aus Japan Ryoji Ikeda, Yutaka Makino und Shintaro Imai.

Aufgrund der weiter andauernden Modernisierungsarbeiten im Haus der Berliner Festspiele finden alle Veranstaltungen von MaerzMusik 2011 an anderen, teils außergewöhnlichen Spielorten in ganz Berlin statt.

  

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