Musik als Wirtschaftsfaktor - Kongress im Bundesministerium für Wirtschaft


27.02.02 -
Musik - man kann sie einfach mit Schöngeist, Unterhaltung oder Entspannung in Verbindung bringen. Doch ob man will oder nicht - Musik ist nicht zuletzt auch eines: ein bedeutender Wirtschafts- und Exportfaktor unseres Landes.
27.02.2002 - Von Webwatch, KIZ

Welche wirtschaftliche Bedeutung der deutsche Musikbetrieb hat und wie man diese in Zukunft noch zu steigern vermag, ist Thema eines internationalen Kongresses in Berlin mit dem Titel “Musik als Wirtschaftsfaktor”. Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V. (idkv) und die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. laden am 21./22. April 2002 zu dieser hochkarätig besetzten Veranstaltung in den dafür sicher geeignetesten Tagungsort - nämlich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nach Berlin ein.
“Nicht nur unseren Kulturpolitikern, sondern vor allem unseren Wirtschafts- und Finanzpolitikern scheint die Bedeutung der Musikwirtschaft bis heute nicht in vollem Maße bewusst zu sein” meint idkv-Präsident Jens Michow. “Wir haben mit unserer Verbandsarbeit auf politischer Ebene in den letzten Jahren durchaus Erfolge verbuchen können - z.B. die aktuelle Änderung der sog. Ausländerbesteuerung, die Einführung des Ausbildungsberufs des Veranstaltungskaufmanns oder auch eine für unsere Branche akzeptable Reform des Künstlersozialversicherungs gesetzes. Dennoch ist auf allen Gebieten noch weitaus mehr zu tun. Und unsere deutschen Politiker haben im Vergleich zum Ausland das Potential der Branche noch längst nicht umfassend erkannt. Es wird nämlich immer noch übersehen, dass Musik ein Wirtschaftsfaktor ist, der in erheblichem Maße einen Beitrag für unser Bruttosozialprodukt leistet. Doch um im internationalen Wettbewerb erfolgreich mithalten zu können, müssen die kultur-und wirtschafts politischen Rahmenbedingungen verbessert werden.”
Unterstützung fand Michow beim Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft, Dr. Oliver Scheytt: “Wir brauchen mehr partnerschaftliches, auf Kooperation zielendes Denken, um die Potentiale der Kulturpolitik und Kulturökonomie zusammenzubringen.”
Auch bei vielen Experten aus dem In- und Ausland liefen die beiden veranstaltenden Verbände für ihren Kongress “Musik als Wirtschaftsfaktor” am 21./22. April 2002 offene Türen ein. So werden unter anderem zu Gast sein: Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin (Beauftragter für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien), Siegmar Mosdorf (MdB), Monika Griefahn (MdB), Dr. Norbert Lammert (MdB), Dr. Antje Vollmer (MdB), Dieter Gorny (Viva-TV), Peter Schwenkow (Deutsche Entertainment AG), Gerd Gebhardt (Bundesverband der Phonografischen Wirtschaft), André Selleneit (BMG Ariola), Viviane Reding (EU-Kommission), Prof. Dr. Andreas Wiesand (Zentrum für Kulturforschung), Louis Meyers (SwSW und A2A, USA) und Keith Harris (International Music Managers Forum).
Kongressthemen sind unter anderem:
- Die Musikindustrie in Zahlen: Daten, Fakten und Trends
- Musik als Wirtschafts- und Standortfaktor
- Kultur und Wirtschaft - derselbe Kampf?
- Die internationale Dimension: Was können wir vom Ausland lernen?
- Musik und Politik: Wieviel Staat braucht unsere Kultur?
- Nutzung und Verwertung von Musik. Die aktuellen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
- Musik als Exportartikel
Aufttakt des Kongresses bildet am Sonntag, 21. April 2002 um 17 Uhr ein Empfang im Berliner Varieté “Wintergarten” mit einem Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit.
Unterstützung erhalten die Veranstalter vom Beauftragten für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, von der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages sowie vom Land Berlin. “Wir freuen uns, dass wir - Politik und Wirtschaft gemeinsam - diesen Kongress organisieren. Wir hoffen, dass deutlich wird, dass wir beide gemeinsam die Musik in ihrer Vielfalt - ob E oder U, klassisch oder modern - fördern” sagt Monika Griefahn, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag.
idkv, Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V. Lenhartzstr. 15 . 20249 Hamburg . Fon: 040/460 50 28 . Fax: 040/46 88 14 17 e-mail: idkv@idkv.com . internet: www.idkv.com















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