Musikfest Berlin würdigt Hector Berlioz


13.04.19 -
Berlin - Das Musikfest Berlin würdigt in diesem Jahr den französischen Komponisten Hector Berlioz (1803-1869), der vor 150 Jahren starb. So werden das französische Orchestre Révolutionnaire et Romantique und der Monteverdi Choir auf historischen Instrumenten (Leitung: John Eliot Gardiner) Werke von Berlioz aufführen.
13.04.2019 - Von dpa, PM, KIZ

Das Musikfest präsentiert sich vom 30. August bis 19. September als Festival mit Künstlern und Orchestern aus aller Welt. Zu Gast sind neben zahlreichen Solisten auch das London Symphony Orchestra, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, die Münchner Philharmoniker, das BBC Symphony Orchestra und die Berliner Philharmoniker.

 

Pressemeldung des Musikfests Berlin:

 

Musikfest Berlin 2019: 
Hector Berlioz und die europäische Moderne

Das Musikfest Berlin, veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker, hat sein Programm veröffentlicht. Der Kartenvorverkauf beginnt heute, 12. April 2019 um 14 Uhr. 

Das Musikfest Berlin 2019 feiert den französischen Komponisten Hector Berlioz zu seinem 150. Jubiläumsjahr. Ausgehend von seiner Musik und seinen visionären Ideen lädt das Festival zu einem Programm ein, das Schlaglichter auf die französische und europäische Moderne wirft. Das Spektrum reicht von Jean-Philippe Rameau über Arthur Honegger, Edgard Varèse, Olivier Messiaen, Iannis Xenakis, Gérard Grisey bis zu den Komponist*innen der Gegenwart: dem Ungarn Peter Eötvös, der Österreicherin Olga Neuwirth und dem Niederländer Louis Andriessen, denen jeweils ein Fokus im Festival mit mehreren Konzerten gewidmet ist. 

Nach einem Vorabend, einer langen Klaviernacht mit der Aufführung des gesamten„Catalogue d´Oiseaux“ von Olivier Messiaen, eröffnet das Musikfest Berlin 2019 am 31. August mit Hector Berlioz' Opera comique „Benvenuto Cellini“. Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique und der Monteverdi Choir widmen sich der halbszenischen Aufführung auf historischen Instrumenten unter der Leitung ihres Gründers Sir John Eliot Gardiner. Neben weiteren großen Werken von Hector Berlioz – der „Symphonie fantastique“„Roméo et Juliette“„Harold en Italie“ und Ausschnitten aus „Les Troyens“ – werden anknüpfend an seine Idee einer riesigen Orchesterbesetzung bei mehreren Konzerten im Festival große orchestrale Formationen das Podium der Philharmonie füllen: bei den Aufführungen „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss durch das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der ersten Sinfonie von Alfred Schnittke mit den Münchner Philharmonikern und Valery Gergiev, „Amériques“ von Edgard Varèse mit den Berliner Philharmonikern und Peter Eötvös sowie „Éclairs sur l’Au-delà“ von Olivier Messiaen, das das London Symphony Orchestra bei seinem ersten Gastspiel mit seinem Chefdirigenten Sir Simon Rattle mit nach Berlin bringt. Zu den Orchester- und Kammermusikkonzerten sowie den Opern in halbszenischer und konzertanter Aufführung wird die Weltpremiere der restaurierten 7-stündigen Fassung des Stummfilms „La Roue“ von Abel Gance mit Live-Musik im Konzerthaus Berlin zu erleben sein. Außerdem ist das berühmte Ensemble der Umewaka Kennokai Foundation aus Tokio mit Nō-Theater aus dem 15. und 17. Jahrhundert anlässlich der seit 25 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft Berlin Tokio und 50 Jahre Japanisches Kulturinstitut in der Philharmonie zu Gast. 

Außer dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique und dem London Symphony Orchestra reist aus London Großbritanniens erstes Rundfunkorchester, das BBC Symphony Orchestra mit seinem Chefdirigenten Sakari Oramo an. Als zweites Ensemble historischer Aufführungspraxis feiert das Orchester Les Sièclesaus Paris mit François-Xavier Roth sein Debüt beim Festival und seinen ersten Auftritt in der Philharmonie Berlin. Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestramachen auf ihrer letzten gemeinsamen europäischen Farewell-Tournee in Berlin Station. Aus den Niederlanden kommt das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam mit Tugan Sokiev, aus München die Münchner Philharmoniker mit Valery Gergiev, aus Frankfurt die Junge Deutsche Philharmonie mit Jonathan Nott und das Ensemble Modern mit Brad Lubman. Aus Köln reist das Ensemble Musikfabrik mit Peter Eötvös an, der auch als Gastdirigent der Berliner Philharmoniker die deutsche Erstaufführung seines für Isabelle Faust geschriebenen Violinkonzertes „Alhambra“ dirigieren wird. Ein weiteres Mal sind dieBerliner Philharmoniker unter der Leitung von Daniel Harding beim Festival zu erleben, und zum ersten Mal ist auch die Karajan-Akademie unter der Leitung von Susanna Mälkki mit einem Konzert beim Festival dabei. Von den weiteren prominenten Berliner Orchestern beteiligen sich am Programm des Musikfest Berlin 2019 das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit Chefdirigent Robin Ticciati, das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Juraj Valčuha, dasOrchester der Deutschen Oper Berlin mit Chefdirigent Donald Runnicles und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit Chefdirigent Vladimir Jurowski.

Das Musikfest Berlin findet vom 30. August bis zum 19. September statt. An den 21 Festivaltagen werden in der Philharmonie und deren Kammermusiksaal sowie im Konzerthaus Berlin 26 Veranstaltungen mit über 65 Werken von 30 Komponist*innen präsentiert. Am Festivalprogramm beteiligen sich insgesamt 22 Klangkörper. Über 50 internationale Solist*innen sind zu Gast, darunter die Sänger*innen Susanna Andersson, Alice Coote, Nora Fischer, Juliet Fraser, Susan Graham, Barbara Hannigan, Andrew Staples, Yuko Kakuta, Georg Nigl, Shenyang und Klaus Florian Vogt sowie die Sänger*innen der hochkarätig besetzten Opernaufführungen. Weitere Solist*innen sind: der Trompeter Håkan Hardenberger, der Flötist Emmanuel Pahud, die Pianist*innen Pierre-Laurent Aimard, Alexander Melnikov und Olga Pashchenko, die Geiger*innen Isabelle Faust, Gil Shaham und Valeriy Sokolov sowie die Bratschistin Tabea Zimmermann. Das IPPNW-Benefizkonzert findet am 22. September um 16 Uhr im Kammermusiksaal mit dem WuWei Trio statt.

Insgesamt ist die Übertragung von 16 Konzerten des Musikfest Berlin 2019 sowie des „Quartett der Kritiker“ von Deutschlandfunk Kultur und rbb Kulturradiogeplant. Weitere Medienpartner des Festivals sind FAZExberliner und Monopol.

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