Musikhochschulen in München und Moskau wollen enger kooperieren


17.03.17 -
Moskau - Die Münchner Hochschule für Musik und Theater und das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium wollen ab sofort noch enger zusammenarbeiten. Am Rande der Delegationsreise von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in die russische Hauptstadt unterzeichneten der Rektor des Staatlichen Tschaikowski-Konservatoriums, Alexander Sokolow, und der Präsident der Hochschule für Musik und Theater München, Bernd Redmann, am Donnerstag einen Partnerschaftsvertrag.
17.03.2017 - Von dpa, KIZ

 Ziel sei ein stärkerer Austausch in den Bereichen Musikwissenschaft, Neue Musik, Chorleitung und Historische Aufführungspraxis sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte. «Das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium ist eine der renommiertesten und traditionsreichsten Ausbildungsstätten für Musik weltweit», sagte Redmann nach der Unterzeichnung. In politisch unruhigen Zeiten sei es umso wichtiger, dass die lebendigen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland im Kulturbereich gestärkt würden.

Bayern und Russland wollen ihre kulturelle Zusammenarbeit im allgemeinen verbessern, wie anlässlich der Delegationsreise zwischen Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) und seinem russischen Kollegen Wladimir Medinski am Freitag vereinbart wurde. Beide unterzeichneten ein Memorandum, das die Förderung unter anderem in den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Film, Bildende und dekorative Kunst zum Ziel hat. Zudem geht es um Austausch von Ausstellungen, Schutz des Kulturerbes und Restaurationsarbeit.

Demnach wollen beide Seiten sich für Ausstellungen wie «Die Pracht des russischen Zarenhofes. Die Romanovs und die Imperator-Residenz Peterhof» aus der Sammlung des Staatlichen Museums und Naturschutzparks «Peterhof» (St. Petersburg) in München sowie die Ausstellung über den klassizistischen Maler Leo von Klenze in Sankt Petersburg einsetzen. Darüber hinaus sollen die Kooperationen im Tourismus, von Filmproduktionen und anderen Kulturträgern intensiviert werden. Beide Seiten betonten, dass der illegale Kunsthandel eingedämmt werden soll. Das Memorandum hat eine Gültigkeit von drei Jahren, kann aber verlängert werden.

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