Westlich orientierten Künstlern droht in Afghanistan Verfolgung und Tod


16.01.17 -
Augsburg - Dem afghanischen Künstler Ahmad Shakib Pouya droht die Abschiebung, obwohl er als Hauptdarsteller bei der Mozartoper ZAIDE. EINE FLUCHT. mit anderen Geflüchteten in der Alten Kongresshalle in München auf der Bühne steht. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, hat sich Pouya nun ein Flugticket für den 20. Januar selbst besorgt, um einer Abschiebung und der damit verbundenen Wiedereinreisesperre zu entgehen.
16.01.2017 - Von PM-DOV, KIZ

Pressemeldung der DOV

DOV fordert Schutz für afghanischen Künstler Ahmad Shakib Pouya

13.01.2017

Westlich orientierten Künstlern droht in Afghanistan Verfolgung und Tod

Dem afghanischen Künstler Ahmad Shakib Pouya droht am 15. Januar die Abschiebung, obwohl er derzeit als Hauptdarsteller bei der Mozartoper ZAIDE. EINE FLUCHT. mit anderen Geflüchteten in der Alten Kongresshalle in München auf der Bühne steht. „Wir fordern von den zuständigen Behörden, für Herrn Pouya im Rahmen einer Härtefallentscheidung die Ausreiseanordnung aufzuheben und subsidiären Schutz zu gewähren“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). Dafür setzte sich die DOV auch in Schreiben an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (beide CSU) ein.

Pouya gilt aufgrund seiner herausgehobenen künstlerischen Tätigkeit und seiner sozialen Einbindung in Deutschland seit sechs Jahren als Musterbeispiel gelungener Integration. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass Herr Pouya trotz der unhaltbaren Sicherheitslage in Afghanistan die Rückreise antreten soll. „Gerade westlich orientierten Künstlerinnen und Künstlern droht in Afghanistan Verfolgung und Tod, weil die Taliban Musikausübung strikt ablehnen“, sagt Mertens.

Viele Orchester und Ensembles haben in den letzten Monaten Veranstaltungen und Projekte mit und für Geflüchtete als Gesten des Willkommens und der Menschlichkeit organisiert. Auch die Inszenierung, in der Pouya mitspielt, reflektiert Flucht vor Krieg und Gewalt sowie Isolation und Irritation in der Fremde.

Es gibt eine Petition für ein dauerhaftes Bleibereicht für Pouya, die Sie hier zeichnen können.
Eine Übersicht zum Fall Pouya, unter anderem eine umfangreiche Sammlung von Presseartikeln, können Sie hier finden.

 

 

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