Zwei Vizepräsidenten an der HMT Hamburg bestätigt


08.10.04 -
Nachdem Prof. Elmar Lampson sein Amt als Präsident der Hochschule für Musik und Theater am 1. Oktober 2004 offiziell angetreten hat, wurden gestern auf Vorschlag des Präsidenten Prof. Dr. Michael von Troschke und Prof. Volker Banfield als Vizepräsidenten für die Amtszeit von drei Jahren im Hochschulsenat bestätigt.
08.10.2004 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

- Michael von Troschke
Der Komponist, Musikwissenschaftler und Pianist Michael von Troschke lebt mit Frau und drei Kindern in Lübeck. Er studierte in Würzburg und Freiburg u.a. Musikwissenschaft, Schulmusik mit den Hauptfächern Klavier (bei Robert-Alexander Bohnke) und Harfe (bei Eva Schacht) sowie Musiktheorie und Komposition (bei Peter Förtig). 1986 promovierte er in Musikwissenschaft bei Prof. Dr. H.H. Eggebrecht über “Der Begriff musikalischer Expressionismus in der Musikliteratur des 20. Jahrhunderts”.
Zu seinen Kompositionen zählen Klaviervariationen (1990). Miniaturen für Klavier (1992), die Sonate für Cello und Klavier (1993), die Sonate für Violine und Klavier (1994), Expression für Großbassflöte und Trio für Violine, Violoncello und Klavier (1995).
Seit 1987 ist Michael von Troschke freier Mitarbeiter des Handwörterbuchs der musikalischen Terminologie sowie seit 1992 Autor mehrerer Artikel für die Neuauflage des Lexikons “Musik in Geschichte und Gegenwart”.

Dekan, Beauftragter für internationale Hochschulbeziehungen, Vizepräsident
Nach Stationen als Hochschullehrer seit 1981 an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Trossingen und Freiburg wurde von Troschke 1988 auf eine Professur für Komposition/Musiktheorie an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater berufen. Von 1990 bis 1996 war er Sprecher des Fachbereiches Komposition/Theorie, Musikwissenschaft und Dirigieren, seit 1994 Beauftragter des Präsidenten für internationale Hochschulbeziehungen. 1996 war er bereits zum ersten Mal für zwei Jahre zum Vizepräsidenten gewählt worden, 2000 erneut für drei Jahre. Seit April 2004 leitete er als Geschäftsführender Präsident die Hochschule.

- Volker Banfield
Bereits im Alter von 14 Jahren wurde Volker Banfield mit einem Stipendium des Bayerischen Staates an die Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold zum Klavierstudium geschickt, mit 16 war er der einzige deutsche Preisträger im internationalen Wettbewerb der “Jeunesses musicales” in Berlin. Mit einem Stipendium des DAAD ging er 1965 in die USA, studierte zunächst bei Adele Marcus an der Juilliard School in New York, später bei Leonard Shure an der University of Texas in Austin. Die von beiden Lehrern vermittelte Verbindung von deutscher Tradition der Schnabel-Schule und russischer Virtuosität hat ihn geprägt.
Seit seiner Rückkehr in die Bundesrepublik hat Banfield in den großen Musikzentren regelmäßig konzertiert. Ausgedehnte Konzertreisen führten ihn in die UdSSR, die USA, alle Hauptstädte Hispano-Südamerikas, Iran und europäische Länder. Seine Auftritte bei großen Festivals (u.a. Berliner Festwochen, Donaueschinger Musiktage, Bonner Beethoven Fest, Warschauer Herbst, Wien Modern, Münchner Klaviersommer, Southbank Festival London, Biennale Zagreb) wurden von europäischen Rundfunkanstalten übertragen.
Neben über 90 Aufnahmen an allen Sendern der ARD (sowie u.a. ORF, BBC, Radio France) nahm er das Es-Dur Klavierkonzert von Liszt für das ZDF und für das Schweizer Fernsehen das 2. Konzert von Frank Martin sowie d'Albert's 2. Konzert auf. Die Aufnahme des Martin Konzerts wurde 1988 mit der Goldmedaille des New Yorker TV-Film Festivals ausgezeichnet (die SRG-Produktionen sind auch auf RCA-Victor VHS-Cassetten erhältlich). Das bayerische Fernsehen strahlte einen Mitschnitt des Ligeti Klavierkonzerts sowie der Burleske von Strauss aus einem Konzert der Münchner Philharmoniker aus.
Banfield war Solist in Produktionen wie öffentlichen Konzerten mit den Sinfonieorchestern fast aller Rundfunkanstalten der ARD, darüber hinaus in Italien, England, Polen, Estland, Lettland, Argentinien und Korea.
Für WERGO produzierte Banfield vier CD's mit Werken von Skriabin, Fiser, Killmayer, Villa-Lobos, Müller-Siemens, Ligeti und Messiaen. Bei cpo erschienen bisher sieben CD's, darunter die Welt-Ersteinspielung des Pfitzner Klavierkonzertes Es-Dur (Münchner Philharmoniker), das Klavierkonzert von Busoni (SO des Bayerischen Rundfunks) sowie die zwei Klavierkonzerte von Hermann Goetz (Radio Philharmonie Hannover). Drei CD's sind Werken von Robert Schumann gewidmet. Diese CD's haben in der Fachpresse Europa's wie der USA Aufsehen erregt (u.a. Platte des Monats FONOFORUM sowie DIAPASON d'OR, Paris).
Neben seiner Konzerttätigkeit ist Banfield auch ein renommierter Pädagoge, lehrte von 1972 an der Hochschule für Musik München und ist seit 1975 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie gefragter Juror bei internationalen Wettbewerben.
Im Rahmen seiner langjährigen Hochschultätigkeit war er Sprecher der Fachrichtung Tasteninstrumente, Beauftragter des Präsidenten für Internationale Kontakte und Prodekan des Fachbereichs Instrumentalmusik.


















Themen:

Tags in diesem Artikel