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Fetischisierung oder Entzauberung ?

Im April 2021 richtete Fabien Lévy kritische Fragen an die Ausbildung und zur Rolle deutscher Musikhochschulen (nmz 4/2021). Seine Verwunderung bezieht sich auf die stark kodierte und eng am westlichen kulturellen Erbe ausgerichtete Instrumental- und Gesangspraxis in diesen Institutionen. Die Tendenz, dass demzufolge Absolventinnen und Absolventen von Musikhochschulen ein „eher konservatives bürgerliches Publikum“ bedienen, das kaum bereit ist, „andere Repertoires, andere Autor*innen und andere Hörweisen“ als die der sogenannten europäische Kunstmusik zu rezipieren ist offensichtlich. Für Fabien Lévy sind Lehre und Praxis der „ernsten Musik“ an Musikhochschulen wesentlich bestimmt von Virtuosität und von der Kontinuität einer bestimmten Aufführungstradition, die er beschreibt und kritisch hinterfragt.

Wie gegenwärtig kann Oper sein ?

01.06.22 (Juan Martin Koch) -
Die diesjährige Münchener Biennale für neues Musiktheater überraschte mit mehreren Produktionen, in denen aktuelle politisch-gesellschaftliche Themen aufgegriffen wurden. Konnte das gut gehen? Und was ist daran eigentlich so überraschend? Ein kleiner Blick zurück und einer zur Seite mag bei der Einordnung hilfreich sein.

Hunger-Tuch

01.06.22 (Barbara Haack) -
Es war kein neues Phänomen, Corona hat es aber offengelegt: Die Kulturbranche ist ein unsicheres Pflaster für diejenigen, die doch ihr Fundament sind. Deutlich wurde vor allem, auf welch wackeligen Füßen freie Kulturschaffende stehen. Viele von ihnen hatten weder Finanzpolster noch Arbeitslosenversicherung, als es von heute auf morgen keine Aufträge mehr gab. Jetzt dürfen Kunst und Kultur wieder stattfinden. Die Freude derjenigen, die durchgehalten haben, ist groß; allerdings zerbrechlich angesichts der drohenden variantenabhängigen Herbstwolken.

„Es ist an der Zeit!" - VdM fordert angemessene Personalstruktur an Musikschulen

17.05.22 (PM-VdM) -
Bonn/Regensburg - Zu den drängenden Personalproblemen an den öffentlichen Musikschulen hat die Bundesversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) am Wochenende in Regensburg die „Regensburger Erklärung des VdM“ verabschiedet mit dem Aufruf „Es ist an der Zeit! An der Zeit, Nachwuchs zu gewinnen, um Musikschulen zu sichern. Es ist an der Zeit, Abwanderungen in andere Berufsfelder entgegenzuwirken. Es ist an der Zeit, Studierende mit der Perspektive auf eine berufliche Zukunft zu gewinnen, in der die Arbeitsbedingungen den Qualifikationen entsprechen.“

Geiz macht uns alle arm

05.05.22 (Roland Spiegel) -
In den letzten zwei Jahren wurde es deutlicher als je zuvor: Menschen brauchen Kunst und Kultur. Und dies nicht als Luxusgut, sondern als Mittel zum Überleben. Die Musik spielte da eine besondere Rolle. Man brauchte sie zum Durchstehen langer Durststrecken – und zum Stiften eines Gemeinschaftsgefühls. Die „Ode an die Freude“ als Sound, der von Balkon zu Balkon trug, die Videokonzerte von Popstars, Orchestern und Chören als kulturelle Kommunikation zwischen Städten, Ländern und Kontinenten, während Flugzeuge am Boden und Konzertsäle leer blieben: Die Musik bewegte Gemüter in einer Zeit des Erstarrens und bot Halt in einer zermürbenden Phase der Ungewissheit.

Polyphem-View?

01.05.22 (Theo Geißler) -
Er hat sich überraschend lange gehalten, der ZDF-Claim „Mit dem Zweiten sieht man besser“. Dabei hält sich Protagonistin/Protagonist schon mal ein Auge zu und grinst, was das Ganze noch etwas absurder geraten lässt. Mit den Ohren hat es der Sender werbetechnisch gesehen deutlich weniger. Sieht man vom verbreiteten Easy-Listening-C-Stargesäusel ab, verdünnisiert sich Anspruchsvolleres – eher konventionell gestrickte Aufzeichnungen – in die Nachtstunden. Musikalische Kulturberichterstattung kommt in einschlägigen Magazinen gestelzten Schrittes und optisch bis an die ästhetischen Grenzen der Kino-Zigarettenwerbung aufgepeppt zwischen Zeitgeist-Philosophenschmand und literarischer Rasterfahndung nach geschlechtergerechter Hyperkomplexität eingeklemmt eher selten daher.

Wie gefährlich ist russische Musik?

01.04.22 (Albrecht Dümling) -
Auf dem Weg vom Brandenburger Tor zur Komischen Oper passiert man die riesige, weiträumig abgesperrte Russische Botschaft. Im Innern des Opernhauses beginnt dann „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ von Jaromir Weinberger, einem jüdischen Komponisten, der aus seiner tschechischen Heimat fliehen musste. Der Regisseur Andreas Homoki hat deshalb in die Höllenszene dieser Oper Hitler und Stalin eingebaut. Nach dem Schlussbeifall wendet sich der Sänger der Titelfigur ans Publikum und spricht von dem merkwürdigen Gefühl, in diesen Zeiten ein unbeschwertes Happy End zu erleben. So bittet er um Spenden für Ukraine-Flüchtlinge. Zu Tausenden treffen sie täglich am Berliner Hauptbahnhof ein.

Das Positive

01.04.22 (Barbara Haack) -
Regensburg, Ende März: In einer Kooperation zwischen Theater und Sing- und Musikschule wird das Musical „Emil und die Detektive“ (ur)aufgeführt. Der stadtbekannte Cantemus-Chor der Musikschule stemmt seit vielen Jahren solche Groß-Events mit allem, was zum Musiktheater dazu- gehört: Regie, Bühnenbild, Kostüm, Choreografie, Technik…
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