contrapunkt 26: Ungarn - Die Insel der (Un)Glückseligen?

04.06.07 - „Uns, die lang das Unglück schlug, schenke wieder Freuden. Denn wir büßten hart genug, Schuld für alle Zeiten…." Schon die ersten Zeilen des 1823 von Dichter Ferenc Kölcsey verfassten Himnusz klingen weitaus weniger nationalistisch als in anderen Nationalhymnen Die Zeilen drücken aus, wie sich das Volk Magyaren damals fühlte: Seit Jahrhunderten zermahlen zwischen Großmächten – den Türken auf der einen, den Habsburgern auf der anderen Seite.
Doch im 20 Jahrhundert spielte diese sprachliche und kulturelle „Insel" in Europa dann immer wieder Schlüsselrollen: Der Aufstand von 1956 war ein erster Versuch, den Stalinismus demokratisch zu überwinden; der spätere „Gulasch-Kommunismus" eine pragmatische wirtschaftliche Annäherung an Westeuropa, und das Durchschneiden des Grenzzauns zwischen Österreich und Ungarn am 27. Juni 1989 nicht bloß der Anfang vom Ende des Ostblocks, sondern zugleich der Aufbruch in die Europäische Gemeinschaft.
Die Gesprächsrunde fragt nach Befindlichkeiten gestern und heute, nach Visionen für morgen – nach den Konditionen, unter denen das Alltägliche zu leisten ist.
 

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Es ist nie zu spät - Musizieren 50+

01.06.07 - Die demographische Entwicklung mit einem signifikanten Zuwachs bei der älteren Generation bietet Chancen und Risiken. Mit ausgesuchten Experten wollte der Deutsche Musikrat auf dem Kongress und Orchesterkurs "Es ist nie zu spät - Musizieren 50+" vom 1. -3. Juni in Wiesbaden und Mainz erstmals die Auswirkungen des Demographiewandels für unsere Musikkultur erörtern. Ziel war es, mit diesem Kongress die Kreativpotentiale der älteren Menschen und die daraus folgenden Chancen für unsere Gesellschaft bewusster zu machen und Rahmenbedingungen für den politischen Entscheidungsprozess zu formulieren.

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VdM Musikschulkongress '07 in Mannheim - Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Christian Pfeiffer

23.05.07 - Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) und früherer Justizminister Niedersachsens (2000 bis 2003) hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Frage auseinander gesetzt, welche präventiven Wirkungen von einer breit angelegten Musikerziehung ausgehen. Die empirische Basis seiner Aussagen sind Repräsentativbefragungen von 9.500 Schülerinnen und Schülern vierter Klassen und 27.000 aus neunten Klassen, die vom KFN in den Jahren 2005 und 2006 in sechs Bundesländern durchgeführt wurden. Gestützt auf die Befunde dieser Untersuchungen zeigt Prof. Pfeiffer auf, welch große Risiken damit verknüpft sind, wenn Kinder und Jugendliche frühzeitig in einen extensiven Medienkonsum hineinwachsen und welche Chancen darin liegen, sie möglichst bereits in Kindergarten und der Grundschulzeit an aktives Musizieren heranzuführen.

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Das SPARDA-PreCollege der Musikhochschule Karlsruhe stellt sich vor

19.05.07 - Seit November 2006 ist die Hochschule für Musik Karlsruhe um eine Einrichtung reicher: Das SPARDA PreCollege bietet besonders begabten Vorschülern eine umfassende musikalische Ausbildung. Bisher konnten Schüler vor dem Abitur an der Hochschule nur in einem Fach Instrumentalunterricht nehmen. Schüler, die an dem neu eingerichteten PreCollege teilnehmen, werden jetzt auch in den Nebenfächern Musiktheorie und Improvisation unterrichtet. Wahlweise können sie außerdem Klavier- oder Gesangsstunden nehmen. Finanziell unterstützt wird dieses Studienangebot von der SPARDA-Bank.

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Symposium "frühkindliche Musikalisierung im Kindergarten - Plan und Wirklichkeit"

17.04.07 -  „Nur noch etwa zehn Prozent der Kindergartenkinder können ein Lied singen“, erklärte Martin Vogel, Präsident des Bundesverbands Deutscher Gesangspädagogen. Er fordert ein zusätzliches Gesangsangebot bei der Ausbildung von Kindergärtnerinnen. „Singen ist eine natürliche Lebensäußerung und darf nicht weiter vernachlässigt werden.“ Eltern haben heute trotz der Allgegenwart von Musik kein abrufbares Liedgut für die Kommunikation mit ihren Kindern parat, sie wissen nicht, was und wie sie mit ihren Kleinkindern spielen oder singen könnten. Bekannt ist, dass frühkindliche Musikalisierung das Sozialverhalten und die Sprachkompetenz fördert. Beide Faktoren sind bedeutsam für jeden Bildungsprozess und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Kindertagesstätten und Kindergärten sind für die Bildungskarriere ebenso wichtig wie Schulen.

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Symposium "Auch im Alter: Musik!"

12.04.07 - Die Frage nach einem sinnerfüllten Leben entscheidet sich bereits in einem sehr frühen Lebensalter – weit vor der Schule; Musik bietet diese Sinnerfüllung an. Dies hat die Musikpädagogik in den vergangenen Jahren immer wieder betont und deswegen massive Veränderungen in unserem Bildungssystem gefordert, auch weil das Musizieren entscheidende Auswirkungen für das Alter hat. Ältere Erwachsene (Senioren) entdecken für sich selbst beispielsweise die Musik, die sie bereits in frühen Jahren fasziniert hatte, mit der sie sich dann aber für einen längeren Zeitraum nicht beschäftigen konnten, als prägendes Element ihres Alltags. Deswegen kann das aktive Musizieren, Singen oder Tanzen bis ins sehr hohe Alter hinein wieder zu einer lebendigen Erfahrung werden. Gleichzeitig aber erleben diese Menschen, wie sehr ihr soziales Netz durch die Musik gesichert werden kann. Doch nicht nur dies: Das Musizieren spielt auch in der medizinischen Rehabilitation und Sterbebegleitung eine entscheidende Rolle. Hierfür entsprechende Beispiele und Erfahrungen mitzuteilen, bemüht sich die Gesprächsrunde mit unten genannten Gästen.

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Präsentation des Musikalmanachs 07/08

03.04.07 - Seit nun 20 Jahren erscheint der Musik Almanach des Deutschen Musikrats, das große Standard-Nachschlagewerk für das Musikleben in Deutschland. Anlässlich der Neuauflage 2007/08 präsentierte der ConBrio Verlag auf der Frankfurter Musikmesse das 1.500 Seiten schwere Buch mit detaillierten Informationen zu Tätigkeiten, Arbeitsergebnissen und Leistungsstrukturen von über 10.000 Einrichtungen aus allen Bereichen der Musikkultur, statistischem Material und Aufsätzen namhafter Autoren. Geladen waren Martin Maria Krüger (Präsident des Deutschen Musikrats), Hans-Herwig Geyer (GEMA), Gerald Mertens (DOV), Ortwin Nimczik (VDS), Heinz Stroh (Beirat Deutsches Musikinformationszentrum), Hans-Willi Hefekäuser (Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände) und Margot Wallscheid (Redaktion Musik Almanach). Es moderierte Theo Geißler (ConBrio Verlag, nmz).

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Bundesschulmusikwoche 2006

27.03.07 - Die 26. Bundesschulmusikwoche stand vom 27. – 30. September 2006 in Würzburg unter dem Thema „Stimme(n) …“.
Mit 1.250 Teilnehmern, mehr als 200 Veranstaltungen und 130 Referenten war sie eine ideale Plattform für den intensiven Austausch über innovative Ansätze in der schulischen und außerschulischen Musikpädagogik. Ausgangspunkt für das Kongressthema war die Tatsache, dass gerade bei Kindern und Jugendlichen eine Verlust der stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten festzustellen ist.
Sehen Sie einen kurzen Trailer der in Kürze erscheinenden DVD-Dokumentation.
 

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taktlos #109 - Volksmusik. Tradition und Anarchie

07.03.07 - Gerade erhielten sie den großen Karl-Valentin-Preis. Christoph, Hans und Michael Well sind die Biermösl Blosn. Seit 1976 präsentiert die Blosn bayerische Folklore und Dialekt auf eine besondere subversive Art. Sie verbindet ursprüngliche bayerische Volksmusik mit bissigen satirisch-politischen Texten. Als ausgewiesene Volksmusikkennerin war außerdem die Journalistin Ulrike Zöller geladen. Es moderierte wie immer nmz-Herausgeber Theo Geißler.

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