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Alle Artikel kategorisiert unter »Klassik«

unüberhörbar 2018/02

15.02.18 (Andreas Kolb) -
Carl Schuricht dirigiert (Schumann, Delius, Grieg, Pfitzner u.a.). Urania Records (2 CDs) +++ Andreas Hammerschmidt: Chor-Music auf Madrigal-Manier. Ensemble Polyharmonique, Alexander Schneider. Querstand +++ Milica Djordjevíc: rocks – stars – metals – light. col legno +++ Boris Bergmann: Sonate 1, Sonate 3 „Hölderlin“ u.a.; Alexander Scriabin: 24 Préludes op. 11, Etüde Es-Dur op. 42 / Nr. 8, 5 Préludes op. 74. Boris Bergmann, Klavier. SAMM (2 CDs)

Noten-Tipps 2018/02

14.02.18 (Eckart Rohlfs) -
Ludwig van Beethoven: Streichquartett in Es op.127. Urtext, Herausgegeben von Jonathan Del Mar. Bärenreiter Stimmenausgabe BA 9029, Studienpartitur TP 929 +++ Jaques Offenbach: Cancan aus Orpheus in der Unterwelt, bearbeitet von Thomas Stapf für Streicher oder sinfonische Besetzung ad lib. Musikverlag Andrea Wiegand, TM 1743, ISMN 979-0-2059-1743-2

Die Sommeliers für digitale Musikkonserven

13.02.18 (Barbara Volkwein) -
Wer sich mit Streaming-Angeboten von klassischer Musik beschäftigt, stellt fest: Hier geht es bestenfalls um Inhalt versus Klang, um Qualität versus Quote, um kuratierte Angebote klassischer Musik versus beliebige Klassik für jedermann. Ein handreichender Streifzug durch die jüngeren Streaming-Dienste Idagio, Takt 1 sowie durch Spotify.

Franz Schubert auf der Reise nach Hamburg

08.02.18 (Joachim Lange) -
Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg präsentieren Franz Schuberts Schauspielmusik „Rosamunde“ mit dem neuen Text „Es kommt ein Schiff gefahren“ von Ulla Hahn. „Mozart auf der Reise nach Prag“ ist ein Mörike-Titel, der es zum geflügelten Wort gebracht hat. Vielleicht widerfährt es ja der jüngsten Reise Schuberts nach Hamburg so ähnlich? Zumindest in Hamburg und für die Besucher der Elbphilharmonie. Diese Reise hat den Komponisten, der 1823 die Schauspielmusik zum romantischen Schauerstück „Rosamunde“ komponierte und der (auch) seine Sinfonie Nr. 8 C-Dur, die den programmatischen Beinamen „Große“ führt, nie selbst hören konnte, jetzt in die Stadt an der Elbmündung geführt.

Des Pudels Kern: „Die Hochzeit des Figaro“ am DNT Weimar

28.01.18 (Roland H. Dippel) -
Michael Tolke wurde während der Vorbereitungs- und Probenzeit zu dieser Inszenierung am Deutschen Nationaltheater Weimar von der Realität überrollt: In „Die Hochzeit des Figaro“ geht es bekanntermaßen um das Recht der ersten Nacht, das Graf Almaviva auf seinem Landsitz wenige Jahre vor Ausbruch der Französischen Revolution aufgibt. Dann macht er aber bei der wirtschaftlich von ihm abhängigen Zofe Susanna massiven Druck, um ans Ziel seiner erotischen Begierden zu gelangen. Bei Mozart kommt dieser Fall nicht vor die Justiz, die Graf Almaviva schuftig instrumentalisiert. Die Figuren in der Oper nach Beaumarchais wehren sich und drehen den Spieß um. Mozart ist also nach wie vor brisant und in Weimar überdies ein trendiger Spaß mit Tiefgang.

Die Gehirnwäsche der Erziehung – „Die Zauberflöte“ an der Staatsoper Hannover

15.01.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Nicht wenige Regisseure haben gesagt, dass Mozarts „Die Zauberflöte“ das schwerste Stück überhaupt sei. Wo sind wir und wer sind die Protagonisten: die Frage stellt sich immer wieder neu. Es gehört zum 1791 entstandenen Stück, der „Oper aller Opern“, dass sie nicht beantwortbar ist, dass immer offen bleiben muss, ob es sich um Märchenposse oder Götterritual, um Volksstück oder Mysteriendrama, um Matriarchat gegen Patriarchat, um Absolutismus gegen Aufklärung (mit durchaus zweifelhaften Fortschrittsversammlungen) oder auch um eine Parabel übers Erwachsenwerden handelt.

Im alten Wohnhaus des Komponisten: Neues Beethoven-Museum in Wien

23.11.17 (dpa) -
Wien - Er gehört zu den meistaufgeführten Komponisten der Welt und ist aus der Klassikwelt nicht wegzudenken: Ludwig von Beethoven (1770-1827) wird nun in Wien mit einem neuen Museum gewürdigt. Die Ausstellung befindet sich in einer ehemaligen Wohnung des Künstlers. Beethoven bezog sein Heim im 19. Wiener Gemeindebezirk im Jahr 1802.

(K)ein Blick aufs Meer … – Anthony Pilavachi entfesselt in Meiningen Mozarts Cosi fan tutte

20.11.17 (Joachim Lange) -
In der Rezeptionsgeschichte der letzten Jahrzehnte hat sich auf den Bühnen eine Art Konsens über die Modernität von Mozarts dritter DaPonte Oper herausgebildet. Dem prüden 19. Jahrhundert war dieses Laborexperiment über erotische Anziehungskraft, ihr Auflodern und Abebben, den beständigen Konflikt zwischen Konvention und Leidenschaft zu unmoralisch.

DVD-Tipps 2017/11

14.11.17 (Juan Martin Koch) -
+++ Elbphilharmonie Hamburg. Das Eröffnungskonzert. C Major +++ Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion. Accentus Music +++ Junge Deutsche Philharmonie: Neue Wege (Varèse, Beethoven). Ensemble Modern Medien +++

Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs: Mozarts „Le nozze di Figaro“ an der Münchner Staatsoper

27.10.17 (Juan Martin Koch) -
Figaro traut seinen Augen nicht. Was anfangs noch eine überschaubare Puppenbühne war, ein Nationaltheater en miniature, hat sich Akt für Akt zu einem Mammutbühnenbild (von Johannes Leiacker) ausgewachsen. So wie dieser „tolle Tag“ ihm und allen anderen zunehmend über den Kopf wächst.
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