Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Offener Brief des Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon, zum ZEIT-Kommentar von Christine Lemke-Matwey

24.02.17 (offener Brief) -
Verblüfft und erschrocken lese ich die Glosse von Christine Lemke-Matwey, der Musikkritikerin der ZEIT, die die von ihr beanstandete mangelnde Qualität der Oper ‚Edward II.‘ in der Deutschen Oper Berlin kurzschließt mit der Homosexualität des Regieteams, ja überhaupt einiger Verantwortlicher in der Deutschen Oper. Das Ergebnis: „jämmerlich“, die Verantwortlichen: „schwul“.

Alternatives Klangbild, moderat flexibel

24.02.17 (Götz Thieme) -
Sie schreiben den Namen ihres Ensembles klein, musizieren aber in Versalien: ascolta. Die siebenköpfige Formation aus Stuttgart, gegründet 2003, hat sich bescheiden, aber stetig zu einer der führenden deutschen Neue-Musik-Gruppen emporgespielt. Das ensemble ascolta gehört zur Enkelgeneration der Spezialensembles fürs Brandneue.

Bitte nicht diese Stacheldrahtmusik! – Die Düsseldorfer Tonhalle kuratiert sich ein „Schönes Wochenend“-Festival

23.02.17 (Georg Beck) -
Düsseldorf, im Februar – „Einfach fühlen“ empfiehlt das Logo der städtischen Tonhalle. Was man bei „Music. Mix. Mashup“ gefühlt hat, war vor allem eine tiefe Verunsicherung. Wie tief diese inzwischen sitzt, signalisiert ein chronisch gewordener Marketingsprech, mit dem dieser landeshauptstädtische Jahres­beitrag zur Deutung, Sichtung, Förderung der Gegenwartsmusik um Aufmerksamkeit heischt. Hauptsache, keinen Trend verpassen! Hauptsache, flott rüberkommen! Was natürlich nicht ohne Kollateralschäden abgehen kann. Damit der „Schönes Wochenende“-Music-Mixer ans Laufen kam, hatten Kunst, Kunstübung die Rolle des Futtermittel-Lieferanten zu übernehmen. Undankbar.

Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung an Michael Pelzel, Simon Steen-Andersen und Lisa Streich

21.02.17 (PM) -
Die drei Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung gehen 2017 an die Schwedin Lisa Streich, den Dänen Simon Steen-Andersen und den Schweizer Michael Pelzel. Die Auszeichnung für vielversprechende junge Komponisten ist jeweils mit 35.000 Euro dotiert und wird ergänzt durch die Produktion einer Porträt-CD. Die Ernst von Siemens Musikstiftung vergibt 2017 erstmals insgesamt 3,5 Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern. Der größte Anteil – über 3 Millionen Euro – entfällt auf die weltweite Unterstützung von Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik. Der Ernst von Siemens Musikpreis, der 2017 an den französischen Pianisten Pierre-Laurent Aimard geht, ist mit 250.000 Euro dotiert.

Von Orgelsafari bis Dunkeloper - Litauisches Programm zur Leipziger Buchmesse

20.02.17 (dpa) -
Leipzig - Litauen will als Gastland der Leipziger Buchmesse die Aufmerksamkeit auf seine Literatur richten. Die Litauer beginnen ihr Rahmenprogramm zum Auftritt auf der Leipziger Buchmesse (23. bis 26. März) bereits im Februar. Insgesamt seien mehr als 50 Veranstaltungen geplant, sagte Ausrine Zilinskiene, Direktorin des Litauischen Kulturinstitutes. Dazu gehören verschiedene Ausstellungen und musikalische Aufführungen.

Nachwuchsfestival bei Donaueschinger Musiktagen

20.02.17 (dpa) -
Donaueschingen - Zwei Jahre nach der Premiere planen die Donaueschinger Musiktage eine Neuauflage ihres eigenständigen Nachwuchsfestivals «Upgrade - Neue Musikvermittlung». Der Festivalkongress in Donaueschingen im Schwarzwald mache in diesem Jahr zeitgenössische Vokalkompositionen zum Thema, teilten die Veranstalter mit.

Ich tu, was ich will – Peter Konwitschny inszeniert Werner Egks „Peer Gynt” im Theater an der Wien

19.02.17 (Frieder Reininghaus) -
Es war fürwahr nicht alles schlecht, was die deutschen Musiktheater zwischen 1933 und der kriegsbedingten Schließung der Theater hervorbrachten. Zu den markantesten Arbeiten auf hohem handwerklichem Niveau gehörte „Peer Gynt“. Der Komponist, der 1901 bei Donauwörth geborene Werner Mayer, nannte sich in seinem Willen zu einer zeitbedingt karrierefördernden Schnittigkeit Werner Egk. Der als hochbegabt eingestufte Musiker, seit 1936 an der Berliner Staatsoper als Kapellmeister tätig, reduzierte das einst im Theaterrepertoire fest verankerte dramatische Gedicht Henrik Ibsens mit Geschick und schrieb ihm eine neusachlich inspirierte, moderat moderne Musik zu, die erst im neunten und letzten Bild dem kompositorischen Über-Ich Richard Strauss offen huldigt.

Disparates in Einklang gebracht – Tobias PM Schneid und Johannes Kalitzke in München

18.02.17 (Reinhard Palmer) -
Die Bayerische Akademie der Schönen Künste stellt neue Mitglieder sowie das österreichische ensemble für neue musik vor. „Ein Konzert ist eine Singularität“, hob Nikolaus Brass gleich zu Beginn die Einmaligkeit des Live-Erlebnisses hervor. In seiner Moderation lag ihm viel daran, wieder an die grundsätzlichen Dinge zu erinnern. Nicht dass es hier bei der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Münchner Residenz jemand nicht längst gewusst hätte.

Hast du das wirklich so gewollt?

16.02.17 (Moritz Eggert) -
Als mein Kollege Jan Müller-Wieland einmal als junger Student in Darmstadt zu Besuch war, fragte ihn ein gestrenger Dozent: „In Ihrem Klavierstück, nach diesem langen Tremolo, wiederholen Sie das exakt gleiche Tremolo eine Oktave höher. WARUM AUSGERECHNET EINE OKTAVE???“. Jan zögerte nur kurz und sagte dann trocken: „Weil ich es so gewollt habe“.

Kaske-Preis 2016 für Georges Aperghis

Im November vergangenen Jahres verlieh die Christoph und Stephan Kaske Stiftung Ihren alljährlich ausgelobten Preis an den Komponisten Georges Aperghis. Die musikalischen Beiträge kamen von der Sopranistin Julia Mihály und dem Trio Coriolis. Die Laudatio hielt Minas Bobourdakis.

Inhalt abgleichen