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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Dunkel getönte Ringelspiel-Oper – Johanna Doderers „Liliom“-Vertonung am Münchner Gärtnerplatztheater uraufgeführt

06.11.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Giacomo Puccini wollte – und durfte nicht: Ferenc Molnár lehnte die Vertonung seines Sprechtheater-Welterfolg „Liliom“ ab. Verfilmungen stimmte er ab 1930 zu und nach langem Drängen auch der Musical-Fassung von Rodgers&Hammerstein als „Carousel“ am Broadway 1945. Nach Molnárs Tod 1952 verweigerte der nach ihm benannte Trust allen Kompositionsanfragen die Rechte. 2011 durfte John Neumeier zur Musik Michel Legrands eine Ballettfassung kreieren. Nach langen Verhandlungen bekam erfreulicherweise das Staatstheater am Gärtnerplatz die Zustimmung zur Vertonung.

„Am liebsten wäre ich selbst Musik“

06.11.16 (Rainer Mohrs) -
Malerei, Musik, Natur, Menschen – das sind die Inspirationsquellen der Komponistin Barbara Heller. Am 6. November 1936 in Ludwigshafen als Tochter des Restaurators für Kirchenkunst Eugen Heller geboren, fühlt sich Barbara Heller besonders zur bildenden Kunst hingezogen.

Musikalische Rituale von suggestiver Kraft

03.11.16 (Max Nyffeler) -
Unter Beobachtung: Morton Subotnick, Jo Kondo, Meredith Monk, Brice Pauset und die Donaueschinger Musiktage 2015.

CD-Tipp 2016/11

03.11.16 (Juan Martin Koch) -
Wolfgang Rihm: Gedicht des Malers; Pascal Dusapin: Aufgang; Bruno Mantovani: Jeux d’eau. Renaud Capuçon, Wiener Symphoniker, Orchestre de l’Opéra National de Paris, Philippe Jordan; Orchestre Philharmonique de Radio France, Myung-Whun Chung. Erato

10 Jahre chiffren. kieler tage für neue musik und das Ende

31.10.16 (PM) -
Die 6. Biennale chiffren kieler tage für neue musik hat im Mai 2016 mit großem Erfolg stattgefunden. Dennoch werden dem Projekt chiffren ab 2017 die Landesmittel entzogen. Das auch überregional bekannte chiffren Ensemble (LandesJugendEnsemble Neue Musik Schleswig-Holstein) wird auf Betreiben der Kulturabteilung des Schleswig-Holsteinischen Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa an den Landesmusikrat übergeben. Damit wird dem Projekt chiffren die finanzielle und inhaltliche Basis entzogen.

Musik und …

28.10.16 (Rainer Nonnenmann) -
Musik ist ohne „und“ samt allem, was sich an diese harmlose Konjunktion dranhängen lässt, immer seltener zu haben: Immer mehr Festivals, Konzert­reihen, Tagungen und Zeitschriften geht es um: Musik und Philosophie, Musik und Politik, Musik und Gesellschaft, Musik und Technik, Musik und Natur, Musik und Architektur, Medien, Malerei, Film, Video, Licht, Text, Tanz, Tod, Glaube, Liebe, Hoffnung, Gott und die Welt … Zweifellos kann und sollte Musik kontextualisiert werden, zumal Neue.

Mikrotonale Antworten auf Mega-Kriegsverbrechen

28.10.16 (Albrecht Dümling) -
Die nordsyrische Stadt Aleppo, von deren Zerstörung die Medien fast täglich berichten, wurde 1986 durch die UNESCO­ zum Weltkulturerbe erklärt. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Stadt unter französische Kolonialherrschaft geraten.

Durch choreographisches Denken entsteht Musik

28.10.16 (Hans-Peter Graf) -
Auch wenn der Begriff Choreographie im Titel auftaucht: mit Tanz hatte die Veranstaltung rein gar nichts zu tun. Nichts lag Labor Sonor, dieser Plattform für Konzerte und Experimente aus der Berliner Echtzeitmusik-Szene ferner, als mit „Moving music“ einen Beitrag über Tanz/Bewegung zu Musik zu liefern.

Körper-Krassheit und Gedächtnis-Sondermüll

28.10.16 (Gerhard R. Koch) -
Am mythischen Anfang der Musik stehen polare Figuren für Verklärung und Grauen: der verklärend-entrückte Sänger Orpheus und der Satyr Marsyas – der sich erdreistete, Apoll zum Wettgesang aufzufordern, und schmählich unterliegen musste. Doch der Strahlegott war kein großmütiger Sieger, sondern ließ dem Frevler zur Strafe bei lebendigem Leib das Fell über die Ohren ziehen. Die „hässliche“ Stimme des Halbmenschen und der Schmerzensschrei des Geschundenen sind gleichsam die Kehrseite, der Abgrund aller „orphischen“ Erhabenheit: Elementar-Symp­tome einer in mehrfacher Hinsicht wahrhaft kruden Ästhetik. Doch der Apoll-Marsyas-Mythos ist auch Urbild musikalischer Wettbewerbe: Wer sich dabei bewirbt, riskiert Versagen, Niederlage, Ausscheiden. Zwar geht es nicht gleich um Kopf und Kragen, aber der Misserfolg kann schon schmerzen, auf jeden Fall die Karriere vermasseln.

Einsatz für zeitgenössische Werke

28.10.16 (jmk) -
„In der persönlichen Rückschau scheint mir der angestrebte Weg, ein breites Feld zwischen ernst und heiter, zwischen Einfachheit und Komplexität, zwischen Oper und Konzert, zwischen Auftrag und eigenem Schaffensantrieb, zwischen vokal und instrumental zu bestellen und dabei den Hörer nicht zu vergessen, relativ ausgewogen verlaufen zu sein.“ Als sich der ungarische Autor Bálint András Varga für die erweiterte deutsche Ausgabe seines Buches „Drei Fragen an 73 Komponisten“ im Jahr 2014, 34 Jahre nach dessen ersten Antworten, noch einmal an Gerhard Wimberger wandte, schrieb der über 90-jährige Komponist und Dirigent ein ausführliches Nachwort. Darin schaute er noch einmal mit klarem, distanziertem Blick auf einige Aspekte seines Schaffens zurück: auf seinen individuellen Umgang mit der Dodekaphonie in den 1950er-Jahren etwa und seine spätere Abkehr von dieser Kompositionstechnik oder auf die Phase, in der er sich mit elektroakustischer Musik beschäftigte.
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