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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Das Werk der Stunde – Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper beeindruckt mit Menottis „Der Consul“

29.03.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Kein Schiff, kein Strand für den, der im Meer ertrinkt – Müssen wir erst sterben, weil es von uns so viele gibt?“ – kein gewollt aktualisierender Einschub oder gezielte „Neuübersetzung“: so steht das im Libretto von Gian Carlo Menottis Musikdrama. Angesichts so vieler bemühter Versuche, die Problematik um Flüchtlinge jeglicher Art auf die Bühne zu bringen, bewies das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper: hier ist das gespenstisch aktuelle Werk - uraufgeführt 1950!

Opernstar Domingo muss seine «Aida»-Stadiontour verschieben

29.03.17 (dpa) -
Wien/Gelsenkirchen - Verdis Triumphmarsch auf großer Bühne muss warten: Die monumentale «Aida»-Inszenierung von Starsänger Plácido Domingo (76), die im Mai in Gelsenkirchen starten sollte, muss wegen technischer Schwierigkeiten um ein Jahr verschoben werden. Die Tour starte nun erst 2018, sagten die Organisatoren am Mittwoch.

Mix Dir was … Am DNT Weimar gibt Intendant Hasko Weber sein Opernregiedebüt mit Beethovens „Fidelio“

28.03.17 (Joachim Lange) -
Hasko Weber war von 1990 an regelmäßig am Staatsschauspiel in Dresden und bleibt hier als der bis 2001 die Ästhetik des Hauses prägende Schauspieldirektor in guter Erinnerung. Nach Jahren am Schauspiel Stuttgart ist er seit 2013/14 Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Dort hat er als gestandener Schauspielregisseur natürlich schon Goethes „Faust“ gestemmt. Das gehört bei seiner Biographie in dem Job einfach dazu. Aber Weimar ist auch das führende Opernhaus in Thüringen. Da lag für den Chef ein Operndebüt sozusagen auf der Hand: Beethovens „Fidelio“.

Archaischer Abend – Iannis Xenakis‘ Musiktheater „Oresteia“ in Basel

26.03.17 (Georg Rudiger) -
Eine Frau liegt, nur mit einem Slip bekleidet, reglos im Wasser. Die Projektion zu Beginn von Iannis Xenakis‘ Musiktheater „Oresteia“ in dieser Schweizer Erstaufführung am Theater Basel erinnert an den syrischen Jungen, der im Herbst 2015 tot an den türkischen Strand gespült wurde. Am Ende des rund hundertminütigen, ohne Pause gespielten Musiktheaterabends lässt Regisseur Calixto Bieito dieses Bild nochmals an die Leinwand werfen (Video: Sarah Derendinger, Kostüme: Ingo Krügler), ohne zuvor diesen Bogen inhaltlich vorbereitet zu haben.

Edle Einfalt – Rossinis „Elisabetta“ im Theater an der Wien

24.03.17 (Frieder Reininghaus) -
Rossinis „Elisabetta“ leibhaftig auf der Bühne! Das ist eine Rarität. Sie erinnert an jene Zeiten, in denen sich nicht nur die Yellow Press, sondern auch das Musiktheater noch für Royals interessierte. Und nicht nur das: Die Anteilnahme der Oper ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts über die bloße Neugier und Beschönigung weit hinaus.

Villazón und Damrau an der Deutschen Oper - Acht Premieren

22.03.17 (dpa) -
Berlin - Gesangstars wie Diana Damrau und Joseph Calleja stehen in der nächsten Spielzeit in der Deutschen Oper Berlin auf der Bühne. Für die Saison 2017/18 plant das größte Berliner Opernhaus acht Neuproduktionen, wie Intendant Dietmar Schwarz am Dienstag ankündigte. Dazu gehört eine Uraufführung des Komponisten Aribert Reimann.

Erinnerungen an die Zukunft – Opernpremieren in Lyon

22.03.17 (Joachim Lange) -
Mit dem Festival „Memoires“ poliert Serge Dorny an der Opéra de Lyon Prunkstücke der Operngeschichte wie Heiner Müllers Bayreuther „Tristan und Isolde“ und die Dresdner „Elektra“ von Ruth Berghaus wieder auf.

Hector Berlioz‘ „La Damnation de Faust“ in Bremen

21.03.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Wenn man in den Zuschauerraum kommt, ist Faust längst da, er ist einer von uns. Auf einem Steg, mitten in das Foyer hineingebaut, irrt der weißgekleidete Rothaarige unsicher umher und es ist von vornherein klar: mit dem Goethe‘schen Intellektuellen und dessen Sinnsuche hat dieser hier nichts zu tun. Es ist mit einem kleinen Bonsai-Baum im durchsichtigen Rucksack der eher depressive Versager von Hector Berlioz, der seiner „dramatischen Legende“ den Titel „La Damnation de Faust“ gegeben hat.

Ferruccio Busonis „Doktor Faust“ an der Semperoper Dresden

21.03.17 (Roland H. Dippel) -
Nach Berlioz und Gounod sollte eigentlich Schnittkes „Historia“ die „Faust“-Trilogie des Regisseurs Keith Warner an der Semperoper Dresden vollenden. Doch dann entschied man sich für „Doktor Faust“ von Ferruccio Busoni, der mit einer Bearbeitung des Puppenspiels die Nähe zu Goethe entgehen wollte. Jetzt kam die Oper erstmals nach 1925 am Uraufführungsort heraus.

Benjamin Brittens „Death in Venice“ an der Deutschen Oper Berlin

20.03.17 (Peter P. Pachl) -
Während die Uraufführung „Edward II.“ gerade seitens schwuler Rezensenten und Besucher als ein fragwürdig anachronistisches Einrennen offener Türen rezipiert wurde, kann man diesen Vorwurf der jüngsten homophilen Produktion der Deutschen Oper Berlin nicht machen: denn während der Paragraph 175 aufgehoben wurde, ist Päderastie weiterhin ein internationales Strafdelikt. Die in mehreren Bühnenwerken Benjamin Brittens thematisierte Knabenliebe geht einher mit dem in Großbritanniens Künstlerkreisen offenen Geheimnis, dass Benjamin Britten und Peter Pears sich auf ihren Konzert-Tourneen häufig Knaben mit in ihr gemeinsames Hotelzimmer nahmen.
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