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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Stimmen darf man nicht stehlen! – „Das Geheimnis der gestohlenen Stimmen“ in Dresden

15.05.18 (Michael Ernst) -
Dresdens Semperoper – einst gab sie mit Opernuraufführungen in Deutschland den Ton an – hat eine kleine Bühne für Experimente. Semper Zwei heißt diese Stätte, auf der „Das Rätsel der gestohlenen Stimmen“ gestellt (und gelöst) worden ist.

Doofer Alter und dummer Diener – „Don Pasquale“ in Chemnitz

14.05.18 (Michael Ernst) -
Vor gut einem Jahr durfte das Publikum abstimmen: Welches Regieteam sollte im Chemnitzer Opernhaus „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti inszenieren? Mehrheitlich fielen die Stimmen auf Regisseur Nils Braun und Ausstatter Oliver Burkhardt. Beide hatten sich am „Ring-Award“ Graz beteiligt und ihr bereits erarbeitetes Konzept dieser Oper zur Diskussion gestellt.

Erotischer Opern-Traum – Händels „Semele“ an der Komischen Oper Berlin

14.05.18 (Peter P. Pachl) -
Der drei-dreiviertelstündige, aber in seinen szenischen Erfindungen und Umsetzungen überaus kurzweilige Premierenabend, durchwegs mit sängerischen Spitzenleistungen, erntete einhellige Begeisterung.

Oper als Steinbruch – Johann Adolf Hasses „Artaserse“ zwischen Bayreuth, Berlin und Münchens Cuvilliéstheater

13.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Sie steht zurecht im Mittelpunkt des Abends: Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Die 1731 dorthin, ins „Paradies der Langeweile“ zwangsverheiratete Hohenzollerntochter, war künstlerisch hochbegabt und wertete ihre Residenz mit dem „Markgräflichen Opernhaus“ zu einem europäischen Opernzentrum auf. Im April 1748 wurde dieses Barock-Juwel mit Hasses „Artaserse“ eröffnet. Nach Wilhelmines Tod folgten fast 270 Jahre schleichender Verfall. Nach hochdifferenzierter Renovierung durch europäische Spezialisten übernahm Münchens Theaterakademie die Wiedereröffnung mit „Artaserse“. Nach Bayreuth und Budapest-Gastspiel kam die Produktion nun ins konkurrierende Rokoko-Juwel des Münchner Cuvilliéstheaters.

Zeitplan der geplanten Opernsanierung steht auf der Kippe

11.05.18 (dpa) -
Stuttgart - Bei der geplanten Sanierung der Stuttgarter Oper sind neue Schwierigkeiten aufgetaucht. Der Plan, die Oper und das Ballett während des anstehenden Umbaus der bisherigen Spielstätte vorübergehend in einem alten Paketpostamt unterzubringen, kommt wohl nicht zustande. Ein Sprecher der Stadt Stuttgart bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten».

«Maria by Callas» - Bewegender Dokufilm über die «Göttliche»

11.05.18 (Dorothea Hülsmeier, dpa) -
Vor gut 40 Jahren starb die griechisch-amerikanische Opernsängerin Maria Callas. Ein französischer Dokumentarfilm lässt sie nun noch einmal persönlich zu Wort kommen. «Maria by Callas» zeigt bisher unveröffentlichtes Videomaterial der legendären Sängerin aus einem Interview mit dem britischen Star-Journalisten David Frost. Callas gab das Interview 1970 - es wurde aber nie gesendet. In dem Gespräch gibt Callas, die 1977 im Alter von nur 53 Jahren in Paris starb, einen schonungslosen Blick in ihre zerrissene Seele.

Staatskapelle Weimar will nahezu vergessene Liszt-Oper uraufführen

08.05.18 (dpa) -
Erfurt (dpa) - Eine nahezu in Vergessenheit geratene, unvollendete Oper von Franz Liszt (1811-1886) will die Staatskapelle Weimar am 19. August konzertant uraufführen. Das 111-seitige Manuskript zur Oper «Sardanapalo» habe weitgehend unbeachtet im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar gelegen, teilte das Deutsche Nationaltheater am Dienstag mit.

Das Neue vom Tage: Schwerin zeigt Paul Hindemiths kabarettistische Opernglosse

08.05.18 (Arndt Voß) -
Paul Hindemiths „Neues vom Tage“ ist nicht veraltet, so wie es diese „Lustige Oper in drei Akten“ nach 90 Jahren sein dürfte. Das Theater Schwerin bewies das in seiner pfiffigsten Inszenierung in dieser Saison. Allerdings ist ihr Komponist, neben Schönberg, Strawinsky und Bartok zu einem der Klassiker der Moderne gezählt, offensichtlich für viele immer noch der Bürgerschreck, zu dem er einst gestempelt wurde. Einige Plätze blieben leer, sehr zu Unrecht.

Die Soldaten sind wir alle: Zum Kölner Acht-Brücken-Festival

07.05.18 (Stefan Pieper) -
Bei der Kölner Uraufführung von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“ im Jahr 1969 hatte der damalige Dirigent Michael Gielen mit starken Widerständen seitens des Orchesters zu kämpfen. Zu nachhaltig sprengte diese vielschichtige und in ihrer Aussage radikale Oper alle Traditionen und Gewohnheiten im Nachkriegs-Konzertbetrieb. Beim Kölner „Acht Brücken Festival“ im Jahr 2018 stehen heute umso mehr Musiker und Ensembles bereit, sich mutig in alle Klangabenteuer zu stürzen – und für die liefern Bernd Alois Zimmermanns Kompositionen nach wie vor unverbrauchtes Notenmaterial.

Virtuell in der Oper: Das Theater Wuppertal wagt ein Experiment mit Francesca Caccinis „La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina“

06.05.18 (Andreas Hauff) -
Es ist schon erstaunlich: Seit langen Jahren kreisen Diskussionen und Forschungen in Kulturszene und Kulturwissenschaften immer wieder um die Gender-Frage. Doch Francesca Caccinis Oper „La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina“ – soweit bekannt, die erste von einer Frau komponierte Oper – bringt kein Theater auf die Bühne. Fast keines, muss man sagen, denn die Wuppertaler Oper hat jetzt einen Versuch gemacht. Aber sie verschiebt den Fokus des Stückes und versteht „liberazione“ (Befreiung) als Lizenz zur Digitalisierung.
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