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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

In der Heimat: Barenboim mit «Tristan und Isolde» in Buenos Aires

10.07.18 (dpa) -
Berlin/Buenos Aires - Auch für Daniel Barenboim gibt es noch Debüts: An diesem Mittwoch führt der Dirigent Richard Wagners Oper «Tristan und Isolde» in Buenos Aires auf. «Zum ersten Mal werde ich in meiner Heimatstadt eine Operninszenierung leiten», sagte Barenboim (75) vor der Premiere im legendären Teatro Colón.

Ein Amerikaner in Bayreuth – Joachim Lange im Gespräch mit „Lohengrin“-Regisseur Yuval Sharon

09.07.18 (Joachim Lange) -
Amerikaner trifft auf Malerpaar, einen Wagnerspezialisten und auf den Schwanenritter – Yuval Sharon (39) inszeniert den neuen „Lohengrin“ in Bayreuth. Der ist auf noch ganz andere Weise „neu“, als die Wahl von Malerstar Neo Rauch als Bühnenbildner und des ersten US-Regisseur auf dem Grünen Hügel sowieso schon erwarten ließ. Zur allseitigen Verblüffung über dieses Maß an Unprofessionalität hat Roberto Alagna die Titelpartie knapp einen Monat vor der Premiere zurückgegeben. Der von der Festspielleitung präsentierte Retter Piotr Beczała ist (wie man spätestens seinem Auftritt mit Anna Netrebko als Elsa in Dresden weiß) eine ausgezeichnete Wahl! Für den Regisseur ist er, wie er nach dem Beginn der Arbeit mit ihm sagt, „ein reiner Glücksfall!“

Hommage a Kroll-Oper – Opern von Ibert, Poulenc und Ravel an der UdK Berlin

06.07.18 (Peter P. Pachl) -
Die UDK zeichnet sich dadurch aus, dass sie den durch die drei großen Opernhäuser in Berlin ohnehin weit gefächerten reichen Spielplan durch überaus originelle Produktionen bereichert. Unter dem Titel „Trois Femmes“ hat der ebenso rührige wie einfallsreiche Dirigent Errico Fresis einerseits einen im Jahre 1930 von Alexander Zemlinsky an der Kroll-Oper realisierten Opernabend in der Abfolge adaptiert und zugleich noch eigenwillig angereichert.

Das Don Giovanni-Syndrom – David Martons Version von Mozarts „Don Giovanni“ in Lyon

06.07.18 (Joachim Lange) -
Dieses Spielzeitfinale passt gut zu Serge Dorny und der Oper in Lyon: „Don Giovanni“ in der Inszenierung von David Marton. Die Zuschauer, die dort in die Oper gehen und auch die Folgevorstellungen einer Premiere füllen, sind längst daran gewöhnt, dass sie etwas Bekanntes in einer neuen Sichtweise präsentiert bekommen. Mozarts „Don Giovanni“ trägt nicht nur das Bonmot von der „Oper der Opern“ vor sich her, sondern gehört tatsächlich zum Kernbestand der populären Mozart-Opern. Also des Genres überhaupt. In Lyon ist das eine spannende Angelegenheit.

Piotr Beczala singt Lohengrin bei Bayreuther Festspielen

05.07.18 (dpa) -
Bayreuth - Drei Wochen vor der Eröffnung haben die Bayreuther Festspiele einen neuen Lohengrin gefunden: Die Titelpartie in der gleichnamigen Richard-Wagner-Oper singt zum Auftakt des Festivals am 25. Juli nun der polnische Startenor Piotr Beczala, wie die Festspiele am Mittwoch mitteilten. Beczala sei einer der gefragtesten Tenöre unserer Zeit und regelmäßiger Gast an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt.

Schafft Neues  !

04.07.18 (Juan Martin Koch) -
Unser Titelbild zeigt die Szenerie. Wie eine Miniatur-Staatsoper stand sie da vor dem Münchner Nationaltheater auf dem Max-Joseph-Platz: die „Tonhalle“, die im Rahmen der Biennale für neues Musiktheater bespielt wurde (siehe Seite 10). Das sollte wohl auch eine Diskrepanz augenfällig machen – vom sympathisch-subversiven Musiktheaterlabor auf der einen und dem selbstgefällig-saturierten Opernbetrieb auf der anderen Seite. Die Argumente hierfür sind schnell zusammengetragen.

Fesselnde Reise in eine gottlose Welt

03.07.18 (Andreas Hauff) -
Er war wohl einer der größten Exzentriker der abendländischen Musikgeschichte: Rued Langgaard, 1893 in Kopenhagen geboren und 1952 als Domorganist in Ribe (Nordschleswig) verstorben, schrieb über 400 Werke für verschiedenste Besetzungen, von denen zu seinen Lebzeiten ein Zehntel publiziert und allenfalls die Hälfte aufgeführt wurde – einige davon in Deutschland. Seine 1930 fertiggestellte Oper „Der Antikrist“ kam erst 1999 in Innsbruck auf die Bühne. 19 Jahre später ist das sperrig-sinnliche Stück als deutsche Erstaufführung in Mainz zu erleben.

Im Gegenwind der Barbarei

03.07.18 (Joachim Lange) -
Als Komponist ist Peter Ruzicka, der im Juli seinen 70. Geburtstag feiert, nicht der Mann für’s Leichte. Wenn er seinen Opern über Celan (2001 in Dresden) und Hölderlin (2008 in Berlin uraufgeführt) jetzt in Hamburg eine dritte über Walter Benjamin folgen lässt, dann darf man mit etwas Grundsätzlichem und musikalisch Schwergewichtigem rechnen. In der Art jenes Sturms, der uns vom Paradiese wegtreibt. In eine Zukunft, der wir in Wahrheit den Rücken zukehren. Mit dem Blick auf die Trümmer, die sich in der Vergangenheit immer höher vor uns auftürmen.

Musikalische Vielfalt, globale Einfalt

03.07.18 (Roland H. Dippel) -
In faszinierender Reinheit singt die Internationale Chorakademie Lübeck Verse auf Sanskrit und Chinesisch. Klar klingen die Gruppen im Kulturpalast über den geschlagenen Steinen und durch ein Sieb tropfendes Wasser der Schlagzeuger.

Stets sollst du dich befragen!

03.07.18 (Rainer Nonnenmann) -
Die Spielzeit war lange und reich, mal aufregend, mal lau. Nun neigt sie sich dem Ende zu. Und in sanftem Übergang zu Sommerpause und quirligen Musikfestivals sind hier wie dort Novitäten zu erleben. Die Staatsoper Stuttgart präsentiert nach Mark Andres 2014 uraufgeführtem Musiktheaterwerk „wunderzaichen“ nun am 1. Juli wieder einmal eine Weltpremiere. Diese letzte Neuproduktion unter der Intendanz von Jossi Wieler ist Toshio Hosokawas „Erdbeben. Träume“ nach einem Libretto von Marcel Beyer, verfasst nach Heinrich von Kleists Novelle „Das Erdbeben von Chili“. Die Inszenierung übernimmt einmal mehr das alteingespielte Regieteam von Wieler und Sergio Morabito mit Bühnenbildnerin Anna Viebrock.
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