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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Auch letzte Dinge brauchen alle Kraft

26.09.18 (Georg Beck) -
Die eigentliche Entdeckung dieser Produktion ist ihr Spielort. Ökonomiegebäude und Orangerie der ehemaligen Deutschordenskommende gehören zu jener verschwinden­den Sorte Architektur, die groß ist, ohne angeberisch sein zu müssen.

Ableitung der Ableitung: Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ an der Oper Zürich

24.09.18 (Peter P. Pachl) -
Wenn eine Produktionsdramaturgin in der Einführungsveranstaltung vor der Premiere einer Neuinszenierung das Publikum auffordert, „Schließen Sie die Augen und hören Sie zu!“, dann scheint im Zeitalter des Regietheaters Vorsicht geboten – insbesondere, wenn eine mit Spannung erwartete szenische Neudeutung eines der spannendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts ansteht.

David Alden präsentiert an der Flämischen Oper in Gent einen düsteren „Lohengrin“

22.09.18 (Joachim Lange) -
Bei diesem Lohengrin-Vorspiel an der Flämischen Oper in Gent geht es mitunter arg laut zu. Der Argentinier Alejo Pérez und das Orchester der Oper brauchen bei der Premiere schon eine Weile, um den manchmal vorwitzigen Ehrgeiz von Blech und dunklen Streichern zu zügeln. Vor allem im zweiten Aufzug beweist er dann aber, dass die Musiker sich auch zurücknehmen können, ohne den Verwandlungsszenen und Aufmärschen ihre opulente Wucht zu nehmen.

Kompositionsauftrag aus höchsten Regierungskreisen

21.09.18 (Andreas Kolb) -
Mitte Mai vor einem Jahr lud der chinesische Staatschef Xi Jinping Vertreter von mehr als hundert Ländern nach Peking. Aus Berlin kam die damalige deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Die Kommunistische Partei feierte damit den Entwicklungsplan „Neue Seidenstraße“, eine von Xi Jinping ausgerufene Initiative, welche die Staaten entlang Chinas alter Handelsrouten zu Lande und zur See enger an das Reich der Mitte binden soll. Kulturell fand dieser Entwicklungsplan „Neue Seidenstraße“ unter anderem in einem Auftrag an den deutschen Komponisten Enjott Schneider Ausdruck. Ziemlich genau ein Jahr nach dem Seidenstraßen-Gipfel fand in Guangzhou und anschließend in Peking die Uraufführung seiner Oper „Marco Polo“ statt. Schneider vertonte ein chinesisches Libretto des Stoffs und stellte dem abendländisch-klassischen Orchester ein chinesisches Ensemble zur Seite. Andreas Kolb stellte ihm einige Fragen zum neuen Reich der Musik.

Uraufführung zum Fest: Bayerische Staatsoper feiert Doppeljubiläum

20.09.18 (dpa) -
München - Für die Bayerische Staatsoper gibt es in diesem Herbst einiges zu feiern. Der Neubau des Nationaltheaters wurde vor 200 Jahren eröffnet und seit 100 Jahren gibt es die Staatsoper. In den kommenden Tagen ist an dem renommierten Haus in München deshalb einiges geboten.

Der Zauber des Anderen – Castellucci verblüfft mit einer radikalen Zauberflöte in Brüssel

20.09.18 (Joachim Lange) -
Bei den Salzburger Festspielen trübte ausgerechnet die „Zauberflöte“ die eindrucksvolle Premierenbilanz des Opernspielplans. Zumindest die Kritik war nicht begeistert. Andererseits gab es für Romeo Castellucci und seine rätselhaft bilderstarke „Salome“ samt ihrer verbleibenden Restgeheimnisse Jubel von allen Seiten. Aus dieser Festspiel-Ungleichung machte Peter de Caluwe jetzt in Brüssel am La Monnaie eine Stagione-Gleichung: Zauberflöte plus Castellucci. Die ging schon deshalb auf, weil der Italiener – ästhetisch gesehen – gleich zwei Inszenierungen ablieferte, die beide in ihrer Radikalität auf ganz unterschiedliche Art verblüfften.

Londons Royal Opera will für alle da sein

19.09.18 (Anna Tomforde, dpa) -
London - Das Londoner Opernhaus Covent Garden wird transparent: Mit neuen Eingängen, eleganten Foyers, Restaurants und einem Operncafé will die Royal Opera künftig rund um die Uhr Besucher anziehen - ob Operngänger oder nicht.

„Von wegen Metaphysik“ – „Tristan und Isolde“ am Staatstheater Hannover

18.09.18 (Dieter David Scholz) -
Friedrich Nietzsche nannte den „Tristan“ mit gutem Grund Wagners“ Opus metaphysicum“. Egal, ob man diese Charakterisierung des „inkommensurablen“ Werks auf den Text oder die Musik bezieht: In beiden Fällen straft die Hannoversche Neuproduktion Nietzsche Lügen, denn regielich banaler, musikalisch weltlicher hat man den „Tristan“ selten erlebt. „Weltlich“ durchaus nicht negativ gemeint, denn was ist schon gegen Triebe und Liebe, Kraft und Sinnlichkeit zu sagen?

Knallbunte Schicksale – Axel Ranischs „Nackt über Berlin“ im Opernhaus Halle

18.09.18 (Roland H. Dippel) -
Ein halbes Jahr nach dem Erscheinen gelangt der Debütroman „Nackt über Berlin“ von Axel Ranisch schon auf die Bühne und erweist sich dabei als im höheren Sinne außergewöhnliches Musiktheater neben der Spur. Denn durch klassische Musik artikuliert sich der übergewichtige Schüler Jannik und eröffnet damit nicht nur dem Vietnamesen Tai, in den er verliebt ist, das Tor zu einer idealen Welt. Mitten in Berlin. Ein spannender Theaterabend auf Sebastian Hannaks Raumbühne BABYLON im Opernhaus Halle

Abigaille stellt sie alle in den Schatten: Giuseppe Verdis „Nabucco“ am Theater Regensburg

16.09.18 (Juan Martin Koch) -
Als erste Opernpremiere der neuen Spielzeit ging am Theater Regensburg Giuseppe Verdis „Nabucco“ über die Bühne. In der enttäuschenden Inszenierung von Rares Zaharia glänzte vor allem eine Sopranistin als heimliche Protagonistin. Juan Martin Koch berichtet:
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