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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper«

Gold und noch mehr Gold: Bayreuths Unesco-Welterbe öffnet wieder

11.04.18 (dpa, Kathrin Zeilmann) -
Bayreuth - 73 000 Einwohner - und zwei weltweit einzigartige Opernhäuser: In Bayreuth ließ Richard Wagner sein Festspielhaus errichten. Doch prachtvoller ist das Markgräfliche Opernhaus - nach jahrelanger Sanierung wird es jetzt wieder geöffnet.

Bekenntnis für Diversität und Toleranz – „Il viaggio a Reims“ in Graz

09.04.18 (Roland H. Dippel) -
Dreißig Jahre nach der legendären Produktion unter Claudio Abbado an der Wiener Staatsoper kommt Gioachino Rossinis „Die Reise nach Reims“ endlich zur Grazer Erstaufführung. Seine erste Oper für Frankreich, uraufgeführt drei Wochen nach der Krönung von Karl X. zum König Frankreichs am 19. Juni 1825, umjubelte das Premierenpublikum des zweitgrößten österreichischen Opernhauses mit immer höhersprudelnden Applausfontänen.

«Staatsoper für alle» mit Anna Netrebko und Plácido Domingo

09.04.18 (dpa) -
Berlin - Bei dem traditionellen Open-Air-Ereignis «Staatsoper für alle» sind in diesem Sommer Anna Netrebko und Plácido Domingo in Berlin zu hören. Unter Leitung von Daniel Barenboim singen sie am 17. Juni die Hauptrollen in Verdis Oper «Macbeth». Die ausverkaufte Premiere wird live auf den Bebelplatz übertragen. Der Eintritt ist frei.

Semperoper mit Uraufführung einer Kinderoper

06.04.18 (dpa) -
Dresden - Für große Oper ist kein Publikum zu klein: Die Semperoper in Dresden will im Mai ein Musiktheater für Kinder uraufführen. Die Oper «Das Rätsel der gestohlenen Stimme» stammt von Johannes Wulff-Woesten und wird von dem Schauspieler Tom Quaas in Szene gesetzt, teilte die Oper am Donnerstag mit.

„Tannhäuser“ in Görlitz: Zwischen Muse und Mätresse

05.04.18 (Roland H. Dippel) -
Am gleichen Tag, an dem die Oper Leipzig nach der Absage Katharina Wagners mit dem dritten Remake der „Tannhäuser“-Produktion von Calixto Bieito herauskam, gab es am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz die Neuinszenierung der gleichen Oper: Schnörkellos auf dem Punkt und musikalisch gekonnt mit zwei beeindruckenden Protagonisten. Der Ausflug in die Lausitz lohnt sich.

Im Zentrum Wotan und das Orchester: Eine neue „Walküre“ für Chemnitz

03.04.18 (Roland H. Dippel) -
Monique Wagemakers stellt in Frage, ob es einen spezifisch weiblichen Blick auf Wagners „Ring des Nibelungen“ geben kann. Ihre Inszenierung der „Walküre“ ist Teil des neuen Zyklus, den das Theater Chemnitz mit vier Regisseurinnen innerhalb des Kalenderjahres 2018 zum Stadtjubiläum 875 Jahre herausbringt. Die musikalische Leitung der vier Premieren teilen sich der neue Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo und der zur „Walküre“ antretende erste Kapellmeister Felix Bender. Musikalisch ist diese Produktion ein satter Wurf.

Janáček verunklärt – „Aus einem Totenhaus“ an der Oper Frankfurt

02.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Uraufführungen schmücken ein Opernhaus, aber auch Interpretationsmaßstäbe setzende Inszenierungen. Die Oper Frankfurt kommt da immer wieder mit der „Neuenfels-Gielen-Aida“ und dem „Berghaus-Gielen-Ring“ ins Gespräch. Für ein bildlich „quer im Repertoire“ stehendes Werk wie Leoš Janáčeks „Aus einem Totenhaus“ gilt das auch: 1994 ließ Frankfurts damaliger GMD Sylvain Cambreling eine schon legendäre Brüsseler Produktion neu einstudieren: die bis ins Detail geformte psychische Deformationsstudie des medizinisch vorgebildeten Peter Mussbach für rund 30 Sängerdarsteller – eine unvergessliche „Wegemarke“.

„Die geile Herzogin“ – „Powder Her Face“ von Adés am Theater Magdeburg

02.04.18 (Roland H. Dippel) -
Im Magdeburger Theater am Jerichower Platz brachten Mathias Husmann und Anja Sündermann „Powder Her Face“ („Ihre letzte Maske“) 1996 ein Jahr nach der Weltpremiere zur deutschen Erstaufführung. Im Schauspielhaus dort erlebt das seither zu einem Hit der jüngsten Operngeschichte gewordene Opus über die 1963 in einem Sensationsprozess geschiedene Margaret Camphell, Herzogin von Argyll, eine Neuinszenierung. Am Pult steht der Komponist Hans Rotman und Leiter des IMPULS Festivals, dessen Zukunft derzeit zur Diskussion steht. Der große Applaus am Ende zeigt den Bedarf an mehr Musik der Gegenwart in Sachsen-Anhalt, selbst wenn die Darstellung der „Sex-Queen“ etwas eindimensional gerät.

Der Mensch, ein Strandläufer am Meer der Ewigkeit

30.03.18 (Georg Rudiger) -
Die Musik beginnt ohne bewussten Anfang. Zarte Arpeggios auf der Harfe, dem Zymbal und dem Klavier vermischen sich mit Liegetönen in den Bläsern, gesummten Akkorden und Glockenschlägen zu einem Klangstrom, der immer in Bewegung bleibt. Heinz Holligers neue Oper „Lunea“, die bei ihrer Uraufführung am Opernhaus Zürich von ihm selbst dirigiert wird, bleibt nie stehen. Die Musik ist ein einziges Fluidum.

Im Trockendock – Der „Fliegende Holländer“ geht in der Oper Erfurt in der Inszenierung von Hausherr Guy Montavon an Land

30.03.18 (Joachim Lange) -
Beim neuen „Fliegenden Holländer“ in Erfurt ist das Bühnenbild der Clou und gibt die Richtung von Guy Montavons Zugang deutlich vor. Hank Irwin Kittel hat ein Trockendock auf die Bühne gesetzt, das aber genauso gut ein imaginärer Innenraum sein könnte. Er folgt damit dem, was Harry Kupfer einst mit seiner Bayreuther Senta in die Rezeption eingeführt hat. Nämlich die ganze Geschichte als eine starke Wunschvorstellung beziehunsgsweise fixe Idee Sentas aufzufassen und sie sozusagen vor ihrem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das geht natürlich bei der konkreten Umsetzung nicht völlig ohne gewisse Rempeleien mit dem Erzählfluss. Aber es hat einen gewissen, durchaus auch stringenten Reiz.
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