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(nmz) -

Einen Leckerbissen für alle Elvis-Fans gibt es seit kurzem auf DVD als UK-Import, nämlich die Konzertdokumentation „That’s the Way it is“ aus dem Jahr 1970. Elvis Presley befand sich zu dieser Zeit in einer schicksalhaften Übergangsphase: „Nach einem Jahrzehnt selbst auferlegter Abwesenheit von der Konzertbühne versuchte er, seine Position als größter Musikstar der Welt zurückzuerobern... im Rückblick erscheint dieser Karriereschritt noch weitaus kurzlebiger als zum damaligen Zeitpunkt.“ (Sam Sutherland). Für diese Special Edition wurde die Dokumentation der Proben für die sechs Auftritte der Show ausgeweitet, sie zeigt einen Elvis, der stimmlich wie körperlich bestens in Form ist, unverzichtbar... ug

Ein Artikel von Eckart Rohlfs

Der King lebt
Einen Leckerbissen für alle Elvis-Fans gibt es seit kurzem auf DVD als UK-Import, nämlich die Konzertdokumentation „That’s the Way it is“ aus dem Jahr 1970. Elvis Presley befand sich zu dieser Zeit in einer schicksalhaften Übergangsphase: „Nach einem Jahrzehnt selbst auferlegter Abwesenheit von der Konzertbühne versuchte er, seine Position als größter Musikstar der Welt zurückzuerobern… im Rückblick erscheint dieser Karriereschritt noch weitaus kurzlebiger als zum damaligen Zeitpunkt.“ (Sam Sutherland). Für diese Special Edition wurde die Dokumentation der Proben für die sechs Auftritte der Show ausgeweitet, sie zeigt einen Elvis, der stimmlich wie körperlich bestens in Form ist, unverzichtbar… ug
Neu bei Arthaus Musik
Cecilia Bartoli: Viva Vivaldi!, Konzert Giardino Armonico 2000, 100 228 (siehe nmz 9/01, S. 20!)
Kiri Te Kanawa, Porträt von Nigel Wattis, 100 226
Marilyn Horne, Porträt von Nigel Wattis, 100 218
Rossini: La Cenerentola, Salzburg 1982, 100 262
Meyerbeer: L’Africaine, San Francisco 1988, 100 216
Puccini: Manon Lescaut, Flemish Opera 1991, 100 224
Famous jazz duets, 100 334

Facettenreiches Bild

Sergej Rachmaninoff gehört zu den vielseitigen Gestalten der russischen Musikgeschichte und konzentrierte sich als Komponist vor allem auf Klaviermusik. Sein oft orchestraler Klaviersatz inspiriert unter anderem Filmmusiken im Hollywood der 30er-Jahre. Nicht zuletzt deshalb haftet dem Komponisten auch das Image eines virtuos-glamourösen Salonmusikers an, ein Vorurteil, mit dem sich Rachmaninoff selbst zu keinem Zeitpunkt identifizieren konnte und wollte. Im Mittelpunkt dieser detaillierten Biografie über Rachmaninoff steht die Bedeutung des Menschen, Komponisten, Dirigenten und Pianisten für die Musikgeschichte. Die lebendige Darstellung entwirft mittels Briefen, Aussagen zahlreicher Zeitgenossen, Interviews und Zeitungsberichten ein facettenreiches Bild der Persönlichkeit und stellt diese gleichzeitig in kulturelle, politische und soziale Zusammenhänge. Die Entwicklung des kompositorischen Œevres wird anhand von zahlreichen Notenbeispielen dargestellt. Ferner ist viel zu erfahren über Rachmaninoffs Dirigenten- und Pianistentätigkeit in Europa und den USA. Der Autor Ewald Reder will zum besseren Verständnis der Person und seines kulturpolitischen Umfeldes beitragen, so wie es Mozart in einem Brief an seinen Vater 1782 formulierte: „Dem Kenner Satisfaktion, dem Liebhaber aber zugleich Unterhaltung bieten!“ yd

Ewald Reder: Sergej Rachmaninow. Leben und Werk (1873–1943), Triga Verlag, Gelnhausen 2001, 600 Seiten, 48 Mark

Weitere Neuerscheinungen:
Tobias Debuch: Anna Amalia von Preußen (1723–1787). Prinzessin und Musikerin, Logos Verlag, Berlin 2001, 151 Seiten, 45 Mark
Siegfried Mauser: Beethovens Klaviersonaten. Ein musikalischer Werkführer, Beck Verlag, München 2001, 160 Seiten, 14,80 Mark
Matthias Henke: Arnold Schönberg, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001, 159 Seiten, 19,50 Mark
Günter Wolter (Hg.): Schostakowitsch-Studien, Bd. 2, Verlag Ernst Kuhn, Berlin 2000, 274 Seiten, 48 Mark
Wolfgang Korb und Friedrich Spangenmacher (Hg.): Musik im 20. Jahrhundert. 1970–2000 – Eine Dokumentation, Pfau Verlag, Saarbrücken 2001, 215 Seiten, 48 Mark

Domenico Gabrielli: Balletti, Gighe, Correnti, Allemande e Sarabande, à Violino, e Violone, con il secondo Violino à beneplacito. Opera prima. Bologna 1684, vorgelegt von Jürgen Müller. Musica Instrumentalis, Heft 6. Hug, Ed. Pelikan 2045

Stilisierte Tanzmusik per camera nennt der Herausgeber diese zwölf Doppeltänze, also eigentlich nicht zum Tanzen, sondern (nur) als Gebrauchsmusik gedachtes Spielmaterial traditioneller Tanztypen, in Dur und Moll wechselnd, und auf ein oder zwei Violinen mit Cello oder mit Spinett (B.c.) wiederzugeben. Diese als Partitur und Stimmhefte erfolgte erstmalige und sehr gewissenhafte Neuedition lässt alle im Titel zum Ausdruck kommenden Spielmöglichkeiten offen. Damit wird aus frühbarocker Zeit vorwiegend leichte, aber amüsante Violinmusik zugänglich, die von dem weniger bekannten Gabrielli stammt, der aber, zwischen Kirchen- und Hofdienst in Bologna und Modena wechselnd, als ein zu seiner Zeit hoch angesehener Cello-Virtuose galt.

Ronald J. Autenrieth (geb. 1959): Late pleasures. Serenade für Sopranblockflöte und Violine. Moeck ZfS 742, ISMN M-2006-0742-0

Zwei kurzweilige Vergnüglichkeiten, bei denen das Flötenlied von einer unaufdringlichen Streicherbegleitung getragen wird. Aber im Finale jagen sich die beiden Stimmen pizzicato wie auf feurigen Nägeln um die Wette. Schwierigkeitsgrad 3

Daniel Paul Finkbeiner (geb. 1975): Kinderlieder, 7 kleine Stücke für Klavier (1990/94). Tonger 2679-1 PJT, ISMN M-005-26791-1

Hans Georg Pflüger war sein Kompositionslehrer, mit17 Jahren bei „jugend komponiert” ausgezeichnet, und jetzt, ein paar Jahre danach, fanden er und andere seine „Kinderstückchen” gar nicht so schlecht, als dass man sie nicht weiter empfehlen sollte: einfach, mutig in den Klängen, beschwingt, einprägsam. Kein Problem im zweiten Klavierjahr. Schwierigkeitsgrad 1–2

Kate Waring: Fauna. Fünf Miniaturen (1995) für Klarinette, Violoncello und Klavier. Dohr E.D: 95249, ISMN M-2020-0249-0

Fauna steht nicht etwa für Bio-Musik, sondern für die Initialien der fünf Sätze, Beispiele eines sehr persönlichen und ausgeprägten Kompositionsstiles: eine vitale, die Triopartner im melodisch-rhythmischen Geschehen mitreißende Musik von der aus Amerika stammenden, jetzt in Europa wirkenden Komponistin, die sich mit mehreren Werken verschiedener Gattungen und auffälligenProjekten neuer Musik einen Namen gemacht hat. Schwierigkeitsgrad 4–5

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