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Ralfs rosa Riesenteufel: Das Bundesjugendorchester bei „Young Euro Classic“

22.08.17 (Roland H. Dippel) -
Im Konzerthaus Berlin feiert man vom 17. August bis zum 3. September die achtzehnte Ausgabe von „Young Euro Classic“. Nach dem Attentat in Barcelona hat dieses „Festival der besten Jugendorchester der Welt“ über Nachwuchspflege und künstlerische Inhalte eine Appellfunktion für die freiheitlichen Werte. Im Festivalheft ist die Spannweite der Positionen fassbar: Man blättert nach der Ankündigung des Moldavian National Youth Orchestra (27. August) und der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei (28. August) weiter und findet die ganzseitige Anzeige des queeren Stadtmagazins „Siegessäule“.

Ruhrtriennale: Erik Saties „Socrate“ mit Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw

22.08.17 (Georg Beck) -
Ein bukolischer Frieden liegt über dieser Performance. Ein alter Mann am Klavier, ein Junge als Umblätterer, eine Sopranistin als Sokrates-Nachruferin. Alles glüht. Dazu ein milde gestimmter, freilich nicht unironischer Komponist. Mit Erik Saties „symphonischem Drama in drei Teilen“, charmante Übertreibung für eine zurück­genommene kammermusikalische Abschiedsmusik, kehrte in die Bochumer Jahrhunderhalle nach einer kräfteraubenden Debussy-Oper wieder die Stille ein.

Vom Blumenmeer ins Blutbad – Aribert Reimanns „Lear“ wird zum triumphalen Schlusspunkt der aktuellen Salzburger Festspiele

22.08.17 (Joachim Lange) -
Zum guten Schluss ist die Rechnung des neuen Salzburger Festspielintendanten Markus Hinterhäuser aufgegangen: Aribert Reimanns längst zum Klassiker der Moderne avancierter „Lear“ aus dem Jahre 1978 setzte ein Ausrufezeichen hinter das sommerliche Opern-Programm an der Salzach. Dabei glänzen die Wiener Philharmoniker als „Hausorchester“ der Festspiele mit Franz Welser-Möst am Pult mit dieser ambitionierten und höchst erfolgreichen zeitgenössischen Oper. Was aufs Schönste belegt, dass diesen Musikern auch nichts Modernes fremd ist. Zumal sich die Felsenreitschule in den letzten Jahren noch jedes Mal bei den Großwerken der Moderne akustisch bewährt hat. Auch die aus der Not geborene Platzierung des Schlagwerks an der Seite der Bühne erweist sich als Glücksfall für die dadurch entstehende Pointierung der Musik.

„Musik muss ein Zeugnis seines Schöpfers ablegen“ – Wilhelm Killmayer im Gespräch mit Burkhard Schäfer

21.08.17 (Burkhard Schäfer) -
Wilhelm Killmayer darf man getrost als Urgestein der deutschen Musiklandschaft bezeichnen. Der Komponist aus München hätte gegen eine solche Bezeichnung wohl selbst nichts einzuwenden, zumal die Landschaft in seinem alle Gattungen umfassenden Œuvre eine zentrale Rolle spielt. Dem etablierten Musikbetrieb ist der große Einzelgänger stets aus dem Weg gegangen, „angesagten“ Modeströmungen hat er sich konsequent und souverän verweigert. In Zeiten, als das Komponieren mit Clustern, Mikrointervallen und Geräuschen en vogue war, hat er unbeirrt tonal geschrieben – und dabei trotzdem einen ureigenen, ästhetisch hoch komplexen Beitrag zur neuen Musik geleistet, der sich auch in zahlreichen Klavierwerken niedergeschlagen hat. Am Rande des Stuttgarter ECLAT-Festivals 2010 sprach piano news mit dem in Würde gealterten Künstler, der beim Interview aus seiner Skepsis gegenüber der von ihm so genannten „typischen Festivalmusik“ keinen Hehl machte.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 21. bis 26.08.2017

20.08.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 34. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Bruno Strobls Kirchenoper „Hemma“, Kopfhörermusik von Steven Takasugi, 90. Geburtstag des Komponisten Wilhelm Killmayer, Zesses Seglias' Kammeroper „To the Lighthouse“ (UA), 60. Geburtstag des Komponisten Rainer Pezolt, Michel van der Aa, Morton Feldman, V:NM Festival 2017, Klangkunst: documenta 14, Trio Sora, Nickelsdorfer Konfrontationen, Werke der Chinesin Ying Wang auf CD, eine musikalische Klimaparty, den vergessenen Romantiker Sigismund Thalberg, das vielgestaltige Klanguniversum der ICAS Plattform Shape und das ARD Radiofestival 2017 Radio Lab.

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!

Bregenz blüht und boomt – Ein Rückblick auf die Bregenzer Festspiele

19.08.17 (Peter P. Pachl) -
Eine Festspiel-Pressekonferenz, kurz vor Ende der Bregenzer Festspiele 2017, wusste von neuen Rekorden zu berichten, von einer Saison mit voraussichtlich 262.000 Besuchern, einer sich anschließenden Präsentation des „Carmen“-Bühnenbildes im Victoria und Albert Museum in London und von Plänen für das nächste Jahr.

Leuchtturm ohne Strahlkraft – Uraufführung der Kammeroper „To the Lighthouse“ in Bregenz

17.08.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Literaturkenner nennen Virginia Woolfs 1927 erschienenen Roman „Die Fahrt zum Leuchtturm“ in einem Atemzug mit „Ulysses“ von James Joyce und Prousts „Recherche“: in der Technik des nur teilweise ordnend gefilterten Bewusstseinsstroms wird das Innenleben einer Sommergesellschaft auf der Isle of Skye vor und nach dem Ersten Weltkrieg dargestellt. Auf der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses wurde nun der Versuch einer „Bewusstseinsstrom-Oper“ des griechischen Komponisten Zesses Seglias (* 1984) uraufgeführt.

Union Deutscher Jazzmusiker: Erste Förderrunde des Musikfonds belegt Bedeutung von Jazzförderung

17.08.17 (PM - UdJ) -
Der neue Musikfonds fördert in seiner ersten Förderrunde 86 Projekte aus allen Bereichen der zeitgenössischen Musik mit insgesamt rund 900.000 Euro. Mehr als ein Drittel der bewilligten Projektanträge entstammen den Bereichen des zeitgenössischen Jazz und der Improvisation oder sind als sparten- und genreübergreifende Projekte konzipiert.

Futuristische Groove-Gefühle: Moor Mother im Münchner „Milla-Club“

15.08.17 (Alexander Mathewson) -
Ein schwarzer Körper rast hin und her durchs Publikum unter Strobolichtern und nimmt alle auf eine Reise von den amerikanischen Plantagen im 19. Jahrhundert bis zu den neusten Protesten in Ferguson, Missouri mit – sie bewegt sich wie ein Geist, gequält, manchmal schreiend, manchmal schweigend, manchmal flüsternd, während riesige Schallwellen die Zuhörer bombardieren.

Auf dem Spielplatz: Das Davos Festival 2017 und der Homo ludens

14.08.17 (Michael Kube) -
Reto Bieri ist ein Intendant mit Ambitionen. Doch hat er es nicht auf die Phalanx großer Namen abgesehen, die wie von selbst auch im abgelegensten Nest für ausverkaufte Säle sorgen – egal was gespielt wird, wenn nur gespielt wird. Vielmehr nimmt Bieri das jährlich wechselnde Motto seines Festivals sehr ernst: Hier begegnet man nicht nur „Young Artists in Concert“, sondern auch einem Programm, das diesem Begriff alle Ehre macht.

Muti und die Musik, die Macht und andere Metaphern – Aida in Salzburg

13.08.17 (Frieder Reininghaus) -
Giuseppe Verdis „Aida“ gehört zum kernigsten Kern-Repertoire des Opernbetriebs. Manches Sommerspektakel in vormals antiken Arenen oder anderen touristisch erschlossenen Steinbrüchen täte sich weit schwerer, wenn es dieses Werk von 1870/71 nicht gäbe. Auch die Salzburger Festspiele wollen an der großen musikalischen und ökonomischen Zugkraft der „Aida“ teilhaben. Sie machen daher der Arena di Verona und künstlerisch vergleichbar wertvollen Institutionen Konkurrenz. Intendant Hinterhäuser sorgte für maximale Attraktion im Großen Vorderhaus, indem er mit Riccardo Muti einen der renommiertesten Verdi-Dirigenten verpflichtete, dazu top-teures Sänger-Personal und mit Shirin Nashat eine in der interkulturellen FotografInnen- und -FilmerInnen-Szene absolut angesagte Regisseurin. Der Erfolg gibt ihm recht.

Umfrage zur Bundestagswahl 2017: Bildung und Forschung – Was wollen die Parteien?

13.08.17 (dpa) -
Das deutsche Bildungssystem gehört zu den besseren in der Welt, aber längst nicht alles ist gut. Vom Kindergarten bis zum Uni-Abschluss oder zur Meisterprüfung: Die Parteien legen dafür im Wahlkampf teilweise sehr unterschiedliche Pläne vor.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 14. bis 20.08.2017

13.08.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 33. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Gustav Mahler Kompositionspreis 2017, Analogue Natives – Alte Medien in der Neuen Musik, 25. Todestag des Komponisten John Cage, Wendejahr 1967 – Aufbruch aus der Nachkriegs-Musikwelt, Experimentelle Musik in Neu Delhi, 20 Jahre ensemble mosaik, V:NM Festival 2017, Klangkunst: documenta 14, Tubist Constantin Hartwig, Nickelsdorfer Konfrontationen 2017, Forum neuer Musik 2005, „Gelebter Fado“ – Mit dem Eselskarren unterwegs in Portugal, Das Shape Jahr 2017 in ICAS Radio und ACOUSTIC.SPACE.LAB.

Auszeit aus der Normalität: Die Trinkhallen-Tour Ruhr lebt weiter und wächst!

10.08.17 (Stefan Pieper) -
„Eine Trinkhalle ist ein Verkaufsstand für Wasser, alkoholische und nichtalkoholische Getränke und Dinge des sofortigen Bedarfs wie Tabak, Süßwaren (und ähnliche Genussmittel), Lebensmittel und auch Medien“ sagt Wikipedia. Die Trinkhallen-Tour Ruhr macht die kleinen Büdchen, die gerade im Ruhrgebiet lebendiges Zeugnis der Arbeiterkultur sind, zu Spielstätten der musikalischen Gegenwart. Auf Betreiben des Esseners Florian Walter und seiner Band „Die Verwechslung“ kommt hier freie, unerhörte Musik ohne Umwege zu den Menschen.

Urteil des Bundesfinanzhofes: Gemeinnützigkeit von Frauenchören und Männergesangsvereinen in Gefahr?

09.08.17 (Martin Hufner) -
Mit einer gewissen Panik wird zurzeit (zum Beispiel in der WELT) auf ein Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) reagiert. Dort wurde einer Freimaurerloge die Gemeinnützigkeit abgesprochen und damit Steuerbefreiung aberkannt. In der Pressemeldung dazu hieß es dann: „Die Entscheidung ist zu einer traditionellen Freimaurerloge ergangen. Das Urteil des BFH könnte sich aber auch auf Vereine auswirken, die die Gemeinnützigkeit in Anspruch nehmen, aber wie z.B. Schützenbruderschaften, Männergesangsvereine oder Frauenchöre Männer oder Frauen ohne sachlichen Grund von der Mitgliedschaft ausschließen.“

Salzburger Festspiele: Die göttliche Anna brilliert in altbackener „Aida“

09.08.17 (dpa) -
Ein bisschen kam man sich vor wie in der Arena von Verona. Die Trompeten schmetterten beim allbekannten Triumphmarsch, dass es eine Freude war, die Menschenmassen wallten hin und her, und die Sänger verausgabten sich an der Rampe. Fehlten nur noch die Elefanten.

Die löblich Kunst des A-cappella-Singens: die 13. Stimmwercktage auf dem Adlersberg bei Regensburg

08.08.17 (Juan Martin Koch) -
Zum 13. Mal lud das Ensemble Stimmwerck zu seinem Wochenend-Festival auf den Adlersberg bei Regensburg. Der Alten Musik – aus den Annaberger Chorbüchern – stellten die vier Sänger mit ihren Gästen Werke des Komponisten Max Beckschäfer gegenüber und gedachten John Cage zu seinem 25. Todestag mit einer Matinee. Juan Martin Koch berichtet:

Brünnhilde in der Bagdad-Bahn – erstmals „Ring“-Klänge bei den Nibelungenfestspielen Worms

06.08.17 (Roland H. Dippel) -
Vor dem Wormser Dom rundet sich bei den Nibelungenfestspielen 2017 nach „Gemetzel“ und „Gold“ mit „Glut – Siegfried von Arabien“ die Trilogie des Dramatikers Albert Ostermaier (geb. 1967). In jeweils veränderten Rahmen packte er das in Worms so vertraute Sujet, verdrehte überraschend Perspektiven und Rahmensituationen. Was diesmal herauskommt, ist echt unerhört. Erstmals erklingt bei diesen Festival mit dem „schönsten Theaterfoyer Deutschlands“ (so Worms Oberbürgermeister Michael Kissel beim Promi- und Premierenempfang im Park des Heylshof) auch echter Richard Wagner: Erst live in ungewöhnlichstem Klanggewand, dann „full score“ als Zuspielung „Music Minus One“ mit umso mehr authentischem, echtem dramatischen Heroinensopran. Stargast vom Musiktheater in einer markanten Sprechtheater-Ensembleschar keine Geringere als Nadja Michael.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 07.08. bis 13.08.2017

06.08.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 32. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Gérard Grisey, Bertold Hummel, Luigi Nono, 20 Jahre ensemble mosaik, Alexander Goehr, Jana Winderen, documenta 14: Every Time A Ear di Soun, Bernd Baader, Nickelsdorfer Konfrontationen 2017, Ulrich Leyendeckers Streichquartetten, Musik der Welt, Gerd Schuller, Antonio Soler, ICAS Radio und ARD Radiofestival 2017 Radio Lab.

„Sündenfall in der Kunst“: Symposium „Diskurs Bayreuth“ im Festspiel-Programm

05.08.17 (Peter P. Pachl) -
Erstmals veranstaltet die Bayreuther Festspielleitung in Zusammenarbeit mit dem Richard Wagner Museum Bayreuth und mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e. V. ein jährliches Symposion, den „Diskurs Bayreuth“.

Erinnerungen an eine postsozialistische Vergangenheit: Umjubelte „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

04.08.17 (Peter P. Pachl) -
Gut zehn Minuten langer, heftiger Beifall mit Füßetrampeln und rhythmischem Klatschen, brandete am Ende der „Götterdämmerung“ für ausgezeichnete sängerische Leistungen und für den Dirigenten Marek Janowski auf. Selbst als Frank Castorf mit seinem kompletten Regieteam vor den Vorhang trat, legte sich der Jubel nicht: geballte Buhs hielten sich mit Bravorufen im Applaus die Waage. Somit ist für die Bayreuther „Ring“-Produktion des Wagner-Jahres 2013 zu konstatieren, dass sie sich letztendlich durchgesetzt hat – wenn auch nicht mit einem so grundlegenden Wechsel der Meinungen wie beim Jahrhundert-„Ring“ in der Inszenierung von Patrice Chéreau.

Gediegener Sozialrealismus mit einer guten Dosis Theaterhumor – „Lady Macbeth“ bei den Salzburger Festspielen

03.08.17 (Frieder Reininghaus) -
Lange sah man im 20. Jahrhundert Katerina Ismailowa, die tragische Heldin Dmitri Schostakowitschs, eingesargt in das ländlich-rückständige Russland. Dem entstammt die Figur – einer Novelle von Nikolai Leskow aus dem Jahr 1864. Die Bühnenbilder, wenn sie nicht weitgehend abstrahierten, griffen in der Regel optische Elemente der Landarmut auf, illustrierende Motive einer patriarchalischen Kaufmannsgesellschaft am Rande der Zivilisation, der Folklore und Usancen des Zaristischen Polizeivollzugs bzw. Deportationssystems, die mit satirischer Lust überzeichnet wurden. Das funktioniert allemal, da die Sicherheits- und Ordnungskräfte fast überall nicht nur beliebt sind.

Sieben Krokodile suchen Futter: „Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen als umjubeltes Sängerfest

02.08.17 (Peter P. Pachl) -
Wagners C-Dur-Jubel am Ende des „Siegfried“ schwappte über ins Publikum, das auch den dritten Teil der „Ring“-Tetralogie bei den Bayreuther Festspielen mit lang dauerndem, frenetischem Beifall alle Solisten und Dirigent Marek Janowski uneingeschränkt bejubelte. Regisseur Frank Castorf hat auch diese Inszenierung merklich modifiziert und in der Personenregie intensiviert. In Publikumsgesprächen wird allerdings klar, dass seine ungewöhnliche Lesart von Wagners „Ring des Nibelungen“ weiterhin auf nur wenig Zuspruch stößt.

Neuburger Kammeroper 2017: Entdeckungen von Francesco Gardi

01.08.17 (Roland H. Dippel) -
Kaum zu glauben: 2018 begeht die Neuburger Kammeroper um Horst und Annette Vladar bereits ihr 50jähriges Jubiläum! Geplant ist dafür ein personenintensives Werk, weil mehrere auch der früheren Solisten mitwirken sollen. Und natürlich wieder eine Entdeckung, die eigene Ideenschmieden und auch die renommierter Festivals beflügeln wird. Wie schon so oft in Neuburg mit Opern von Simon Mayr, Ferdinando Paër oder Marcos António Portogallo.
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