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Kurz-Schluss: Wie ich einmal einer Abschiebung entkam, um die nächste irrtümlicherweise zu erleben

28.05.20 (Theo Geiẞler) -
Gewiss entsinnen Sie sich der Schilderung meiner verzweifelten Situation in der vergangenen Ausgabe unserer Kulturzeitschrift: Ich hatte meine Dienste als Quereinsteiger-Hilfslehrer von Herzen sozial engagiert dem Kultusministerium angedient – und war im Kittchen gelandet. Völlig zu Unrecht wegen angeblich verschwiegener Inkompetenz und offensichtlicher Versuche, meine Schülerinnen und Schüler linksradikal zu indoktrinieren. Beides natürlich totaler Quatsch. Ich hatte mit meinem Unterricht noch gar nicht begonnen, als ich von einer Rotte rechtsnational verdorbener Glatzen in den üblichen „sozialen“ Netzen aufs Übelste geshitstormed und dank Fake News via Twitter und Instagram unter jeder Gürtellinie verleumdet wurde. Kurz vor der Abschiebung trotz deutscher Staatsbürgerschaft in ein ungarisches Grenzlager – „innerhalb der EU aus Kostengründen durchaus üblich“, so der Staatsanwalt – erhielt ich noch mal die Chance, meine Kompetenz und Harmlosigkeit als des Deutschen mächtiger Altpädagoge unter Beweis zu stellen.

100 Jahre Händel-Renaissance: Göttingens digitale Festspiele

26.05.20 (Roland H. Dippel) -
Einige Festivals trifft die Pandemie-bedingte Absage besonders hart. Zu ihnen zählen die Internationalen Händel Festspiele Göttingen 2020. Es sollte groß und besonders opulent gefeiert werden. Vor hundert Jahren startete im Deutschen Theater Göttingen die Händel-Renaissance unter Mitwirkung begeisterter Opern-Quereinsteiger, professioneller und semiprofessioneller Mitwirkender, Intellektueller und bürgerlicher Musik-Enthusiasten. Sie wurde nach 1920 neben Malipieros Monteverdi-Ausgabe und der Stilrichtung des musikalischen Neoklassizismus ein entscheidender Impulsgeber für die Reaktivierung Alter Musik im internationalen Repertoire des 20. Jahrhunderts.

Unübersehbar #4 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 22.5. bis zum 28.5.2020

22.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Mit unsere Autoren-Tipps in der Ausgabe Nummer 4 empfehlen wir Ihnen Online-Angebote aus dem Brüsseler Opernhaus „La Monnaie“, von den Wittener Tage für neue Kammermusik 2020, György Kurtágs „Fin de Partie“, Domenico Cimarosas „Il matrimonio segreto“ aus Turin und Musik und Kunst mit dem ensemble recherche.

Streiterin für Neues: Die Musikwissenschaftlerin Marion Saxer ist tot – Ein Nachruf von Julia Cloot

20.05.20 (Julia Cloot) -
Diskussionen mit ihr konnten lange dauern. Was könnten thematische Schwerpunkte sein und welche Künstler/innen und Wissenschaftler/innen lädt man ein? Sind der klassische Vortrag, die Podiumsdiskussion oder die frontale Konzertsituation noch zeitgemäße Formate oder sollte man nicht einmal ganz anders denken? Mit Marion Saxer ein Symposium oder eine Konzertreihe zu planen, war immer eine kreative Bereicherung, lehrreich, aufregend, eine energische Aufforderung zum Nachdenken. Ihre Projekte verfolgte sie mit Ideenreichtum und Hartnäckigkeit.

Unübersehbar #3 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 15.5. bis zum 21.5.2020

15.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Mit unseren Autoren-Tipps in der Ausgabe Nummer 3 empfehlen wir Ihnen Online-Angebote der Münchener Biennale, der Oper Graz, der Dresdner Musikfestspiele, des BKA Theaters, der Komischen Oper Berlin und des Theaters Freiburg.

Die (Musik-)Hochschulen in den neuen Bundesländern (Corona-Regelungen im Überblick)

11.05.20 (Roland H. Dippel) -
Wir haben uns umgehört wie die Musikhochschulen in den neuen Bundesländern jeweils auf die Situation unter den Bedingungen der Corona-Epidemien agieren. Wie sieht es aus mit der Semesteranrechnung, wie mit Präsenzunterricht, wie mit den Fristen für Prüfungen. Es gibt da keine allgemeinen Vorgaben. Alles Hochschulen finden ihr eigenes Vorgehen, da auch überall jeweils besondere Grundsituationen gegeben sind. Die Daten geben den Stand Ende April 2020 wieder. Gegebenenfalls treten bereits neue Regelungen in Kraft.

Proben mit professioneller Distanz: Forschungsstand und praktische Auswirkungen

11.05.20 (Patrick Hahn) -
Blasinstrumente sind keine Virenschleudern – Abstand halten tut dennoch Not. So kann man verschiedene Studien zusammenfassen, die sich aktuell mit der Frage beschäftigen, mit welchen Schutzmaßnahmen größere Ensembles und Orchester in Zeiten der Corona-Pandemie den Probenbetrieb wieder aufnehmen könnten. Patrick Hahn mit einer Übersicht zum Stand der Forschung und der Empfehlungen:

Unübersehbar #2 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 8.5. bis zum 14.5.2020

10.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Unsere Autoren-Tipps in der Ausgabe Nummer 2 führen Sie zum „a cappella“-Festival Leipzig, den Onlinekonzerten aus dem Ella & Louis Mannheim, zum Filmkonzert mit Lesung und Stepptanz „Serenade trifft Blues“, dem 1. Online-Liederabend der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie, zu Ensemble Modern und medico international: „On Air“, sowie zum Acht Brücken Freihafen.

Subtile Synkopen und swingende Synapsen – Keith Jarrett wird 75

08.05.20 (Michael Ernst) -
Keith Jarrett, das ist die Kunst der Improvisation, zugleich aber auch die Improvisation der Kunst. Der Pianist verkörpert die Freiheit des Spiels, das Spiel mit der Freiheit, er ist der Lyriker unter den Jazzern, findet unser Autor Michael Ernst.

Ein Rückkehrer für den Neustart – Der Neue in Meiningen: Jens Neundorff im Gespräch

05.05.20 (Joachim Lange) -
Jens Neundorff von Enzberg wird am 1. August 2021 Intendant des Meininger Staatstheaters. Er tritt die Nachfolge von Ansgar Haag an, der 16 Spielzeiten die Geschicke des traditionsreichen südthüringer Hauses lenkte. Für die nmz sprach Joachim Lange mit dem neuen Intendanten.

Unübersehbar #1 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 1.5. bis zum 7.5.2020

01.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Das Internet ist in diesen Zeiten zu einem wesentlichen Hauptmedium für die Verbreitung künstlerischer Inhalte geworden. Um unseren Leser*innen ein wenig Orientierung zu bieten, wo sich das Einschalten, Zuschauen und Zuhören besonders lohnt, starten wir eine wöchentliche Rubrik mit kommentierten Tipps unserer nmz-Autor*innen. Ausgabe Nummer 1 führt an die Theater Hagen und Halle, bringt Jazz mit dem Lorenz Kellhuber Trio, macht bekannt mit dem Tagebuch von Nico & The Navigators mit dem Kuss-Quartett sowie Alexander Schuberts KI-Projekt „Av3ry“, besucht Thomas Gansch und seine Gäste und lädt ein zum Konzert des Fauré Quartetts.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal als Quereinstiegs-Lehrer wirklich helfen wollte und ins Kittchen geriet

27.04.20 (Theo Geißler) -
Es ist schon fast wieder komisch, was einem so alles widerfährt, wenn man im hochseriösen redaktionellen Umfeld einer glaubwürdigen Kulturzeitschrift gewissermaßen der Hofnarr ist, zuständig für ein wenig Fun und viel Fake: Etliche Menschen haben mein Glösschen in der Ausgabe 4/20 unserer geschätzten PuK wohl allzu ernst genommen. Jedenfalls erhielt ich mit Hinweis auf meine angebliche Börsenkompetenz – gelogen wie gedruckt – an die 20 mehr oder weniger eindeutige Partnerschafts- und Heiratsangebote jedweden Geschlechtes. Ich antwortete natürlich sehr freundlich, aber ablehnend, obwohl da schon zwei, drei Sahneschnitten jedweden Geschlechtes dabei waren. Na ja, das Alter …

In Klanggewittern – Die Oper Halle streamt die Sarah Nemtsovs Oper „Sacrifice"

26.04.20 (Joachim Lange) -
Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt ist die Oper Halle auch dabei und bereichert den virtuellen Notspielplan, mit dem sich die Theater und Opernhäuser in Erinnerung halten. Für eine andere, eher bizarre lokale Schlagzeile jenseits jeder Kunstanstrengung sorgte kürzlich der Geschäftsführer der Theater, Oper und Orchester GmbH (TOOH) Stefan Rosinski.

Irgendwo dazwischen – Pearl Jam veröffentlichen „Gigaton“

23.04.20 (Sven Ferchow) -
Wie immer, wenn Pearl Jam seit Ende der 1990er Jahre ein Album veröffentlichen, spricht man von der „letzten verbliebenen Grunge-Band“, von den „Urgesteinen des Grunge“ oder wahlweise der „letzten Rockband, die die Welt verändern könnte“. Am 27. März 2020 war es nun soweit. Nach sieben Jahren Studiopause erschien „Gigaton“. In den Zehnerjahren nur ein einziges Studioalbum (Lightning Bolt, 2013) zu veröffentlichen, muss man sich leisten können. Offenbar können sich Eddie Vedder, Mike McCready, Stone Gossard, Jeff Ament, Matt Cameron das erlauben.

Rosa und sein Opernteam: ARTE zeigt „Operndiven – Operntunten“

19.04.20 (Roland H. Dippel) -
Auf seine „Männerfreundschaften“ Made in Weimar folgen die „Opera Queens“. Der schwule Filmemacher Rosa von Praunheim (77) bestätigt stellenweise bleischwere Klischees. Sein Dokumentarfilm „Operndiven – Operntunten“ bringt ein Wiedersehen mit echten Primadonnen wie Edda Moser und Dagmar Manzel, bekennenden Musikexperten wie Kevin Clarke und Tilman Krause sowie dem Opernnerd Axel Ranisch und der halben Operettendiva Christoph Marti.

Sehnsucht nach Unerreichbarem – Die Menschendarstellerin Anja Silja feiert ihren 80.Geburtstag

17.04.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Bühne leer bis auf ein Gefängnisgitter. Aus dem Dunkel schleppte sich eine schlanke Gestalt in grauer Montur nach vorne, mit schweren Ketten beladen – es war zum Erstarren auf dem Sitz – ein atemverschlagendes Abbild aller Mühseligen und Beladenen dieser unserer Erde. Das war Anja Silja 1972 in Stuttgart in einer „Fidelio“-Inszenierung von Wieland-Wagner aus dem Jahr 1954: Keine mühsame, weil abgespielte Wiederbelebung; kein Star-Auftritt, vielmehr Wahrheit vom Zustand unserer Welt. Unser Kritiker Wolf-Dieter Peter hat singuläre Eindrücke vor Augen.

nmzMedia: Professionelle Umsetzung von Konzerten ins Bewegtbild unter Krisenbedingungen

16.04.20 (Jörg Lohner) -
Alle Welt bleibt gerade zu Hause und beinahe ebenso viele, möchte man meinen, streamen aus den eigenen vier Wänden in die selbige hinaus. Die „Wohnzimmer-Konzerte“ sind im Netz allgegenwärtig und mittlerweile ist eine rege Diskussion entbrannt über Sinn und Unsinn solcher Performances - nicht zuletzt aufgrund der meist unzulänglichen technischen Qualität. Letztere ist aber gerade im klassischen Bereich für das Konzerterlebnis essenziell.

Musik auf Abstand – Spielräume zwischen 1,50 und Hörweite – Ein Essay von Bernhard König und Alon Wallach

14.04.20 (Alon Wallach) -
Alles ist anders – dazu gehört auch, dass das Große und Spektakuläre auf einen Schlag als „verzichtbar“ gilt, während die kleine Geste, das Alltägliche, die Arbeit der Supermarktverkäuferin oder des Altenpflegers wertgeschätzt wird wie nie. Auch in der Kultur findet eine solche Umwertung statt. Dass es dieses Jahr eigentlich ein Beethovenjubiläum, ein Montreux Jazz Festival, einen Eurovision Song Contest hätte geben sollen, ist mit einer kurzen Meldung abgehakt. Stattdessen erhalten private Kleinst-Initiativen – das Singen vom Balkon oder vor dem Altenheim, der Geigenunterricht per Livestream – plötzlich den Rang einer ARD-Brennpunkt-Nachricht.

Mediales Ereignis und emotionale Größe: Bachs „Johannes-Passion“ aus der Thomaskirche Leipzig

11.04.20 (Roland H. Dippel) -
Die Johannes-Passion in außergewöhnlicher Form in außerordentlicher Zeit. Roland H. Dippel hat das gestreamt und meint: „Das wird Medien- und Kulturgeschichte schreiben, weil es verschiedene Sendeformate und Genres zur düster-monumentalen Hybridform vereinen konnte.“

Róbert Wittinger zum 75. Geburtstag – Von Stefan Pohlit

10.04.20 (Stefan Pohlit) -
„Jetzt soll es auch schön klingen.“ So betitelte Albert-Peter Bitz am 24. Oktober 1968 in der Saarbrücker Zeitung sein Resumé der Donaueschinger Musiktage. „Keines dieser Werke brachte entscheidend Neues, auffallend war nur, in welchem Maß sich die Komponisten bemühen, gut, ja angenehm klingende Musik zu schreiben.“ Serialismus und Aleatorik befanden sich in der Auflösung, experimentelle und live-elektronische Musik dagegen noch vor der Blüte. Angesichts der Ratlosigkeit, die solch ein Vakuum mit sich zieht, war in der Frankfurter Neuen Presse von „Enttäuschung“, in der Süddeutschen von „Sorge“, in der Stuttgarter Zeitung gar von „tabula rasa“, und in der Zeit von „Frustrationen“ zu lesen.

„Das Freiburger Barockorchester spielt bei jedem Konzert ums Überleben“

09.04.20 (Georg Rudiger) -
Seit zehn Tagen war Hans-Georg Kaiser nicht mehr im Ensemblehaus im Freiburger Osten. Die Eingangstür macht er mit dem Ellenbogen auf. Der lange Gang, den sonst in Probenpausen des Freiburger Barockorchesters bei groß besetzten Projekten wie den Beethoven-Symphonien rund 50 Personen beleben, ist leer und still. Durch das gekippte Fenster im Besprechungsraum scheint die Sonne, und man hört Vogelgezwitscher. Aber die Idylle trügt.

Kein neuer Callas-Tod - Schließzeit an der Bayerischen Staatsoper verhindert Abramović-Uraufführung

04.04.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Keine Welt-Performance der „7 Deaths of Maria Callas“ von und mit Marina Abramović. Da bleiben nun zwei Jubelstürme aus – der eine von der PR-Agentur Marina Abramovićs: über den praktisch ohne eigenen Arbeitsaufwand kostenlos und weltweit zugänglichen Auftritt ihres Stars auf der Bühne „eines der besten Opernhäuser der Welt“. Unser Kritiker Wolf-Dieter Peter empfindet keinen Verlust beim Wegfall so vieler Todesarten.

Axel Köhler: „Jetzt ist nicht die Zeit für unsolidarisches Verhalten“

01.04.20 (Michael Ernst) -
An der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden herrscht Ruhe. Wo sonst, wie an Musikschulen allenorts üblich, instrumentale Vielfalt und Stimmengewirr durch die Flure dringt, ist es still. Der Lehrbetrieb ruht, bis vorerst zum 10. Juli sind auch sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Der Studienbetrieb solle nach Möglichkeit Anfang Mai wieder aufgenommen werden, sagt Rektor Axel Köhler. Über die Konsequenzen für Ausbildung und Personal – insbesondere für die nicht festangestellten Honorarkräfte – hat Michael Ernst mit Axel Köhler gesprochen, dem Rektor der Hochschule.

Kurz-Schluss: Wie mir in einer mittlerweile sattsam bekannten Situation der Isolation Bruchstücke meines Werdegangs ins Gedächtnis rieselten

27.03.20 (Theo Geißler) -
Wer, wie ich, in den späten Vierzigern des vergangenen Jahrhunderts von einem Mischlings-Ehepaar – Vater Sachse, Mutter Berlinerin – beide auch noch evangelisch – als Geburtsort eine bäuerlich christsoziale oberbayerische Gemeinde zugewiesen bekam, hat ein abenteuerliches Leben vor sich. Ich überspringe frühe eigentlich charakterfestigende, prägende Vorschuljahre und entsinne mich meiner ersten Flucht: Aus der ersten Zwergschul-Klasse im Rahmen der Einschulung. Alle 50 oder 60 Mitschülerinnen und Mitschüler präsentierten stolz ihre prächtigen Schultüten. Ich konnte nur – selbst gewähltes Elend – eine Plastikkamera im Streichholzschachtel-Format vorweisen, die statt eines belichtbaren Films beim Durchgucken zwölf kleine bunte Ansichten der reizvollen landschaftlichen Umgebung präsentierte. Was für eine Schmach. Wie der Blitz flitzte ich ins Freie, um von der überlichtschnellen Lehrerin – schwupps – eingefangen zu werden. Viel später besuchte ich, vermutlich um diese Scharte auszuwetzen, die Münchener Hochschule für Fernsehen und Film …

Gotthold Schwarz: „Es geht nicht um Personen, es geht um den Chor“ – Portrait des Thomaskantors

25.03.20 (Michael Ernst) -
Vor fünf Jahren ist der Sänger und Dirigent Gotthold Schwarz bereits interimistisch im Amt des Thomaskantors gewesen, weil sich sein Vorgänger Georg Christoph Biller aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückziehen musste. Seit 2016 bekleidet Gotthold Schwarz, der dem Chor bereits seit Jahrzehnten eng verbunden ist, offiziell dieses Amt und würde das wohl auch gern in Zukunft noch bleiben. In früheren Zeiten ist das Thomaskantorat ja oft eine Aufgabe fürs Leben gewesen, siehe Johann Sebastian Bach. Doch die Stadt Leipzig will jetzt einen Nachfolger suchen, der im Juni nächsten Jahres die Leitung des traditionsreichen Chores übernehmen soll.
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