Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 09.10. bis 15.10.2017


(nmz) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 41. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Patricia Alessandrini, Turgut Erçetin, Ensemble Phace, Brigitta Muntendorf, Giorgio Battistellis Oper „Lot”, composedconfusion von Andreas Trobollowitsch, Amerikanische Komponistinnen, Barry Guy & Peter Herbert im Duo, Hommages à Feldman +++ Wenn Komponisten ins Kreuzfeuer politischer Ideologien geraten, Weltliteratur als Opernlibretto, Werkzeuge der Neuen Musik: Stimme, Das Künstlerpaar Josma Selim und Ralph Benatzky, Live Coding, Zeitgenössische Kommentare zum Reformationsjubiläum, Das musikalische Ausrufezeichen +++ musikprotokoll 2017, Musik 21 Festival, Palma Ars Acustica, Yiddish Summer Weimar und 10 Jahre Moozak.
08.10.2017 - Von mh


09.10.2017


21:04-22:00 | kulturradio vom rbb
Die Komponistin Patricia Alessandrini

Mit Barbara Eckle. Die junge italienisch-amerikanische Komponistin Patricia Alessandrini arbeitet multimedial und theatral, und sie beschäftigt sich in ihrer Musik mit Fragen der Wahrnehmung und Erinnerung. Oft nimmt sie alte Aufnahmen historischer Musik, analysiert die Resonanzen der spezifischen Interpretationen und macht sie zur Grundlage neuer Stücke.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Verfolgt, vertrieben, verboten – Wenn Komponisten ins Kreuzfeuer politischer Ideologien geraten

Von Ellen Freyberg. Komponieren setzt nicht nur Handwerk, Können und Inspiration, sondern künstlerische Freiheit voraus. Doch diese Freiheit wird heute wieder zunehmend in Frage gestellt. Nicht selten geraten Künstler in unserem scheinbar aufgeklärten Europa in den Fokus religiöser Fanatiker oder politischer Ideologen. Vor 50 Jahren wurde der südkoreanische Komponist Isang Yun aus dem damaligen Westberlin vom südkoreanischen Geheimdienst entführt und zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Nur unter Druck internationaler Solidaritätsaktionen kam Yun wieder frei. Diesen noch immer nicht restlos aufgeklärten Fall nimmt Ellen Freyberg zum Anlass, um nach den Bedingungen heutigen Komponierens zu fragen. Wie ist es heute bestellt um die künstlerische Freiheit? Die Sendung wirft Schlaglichter auf die Neue-Musik-Szene in Ungarn, Russland, Iran und der Türkei.

23:03 | Ö1
Uraufführung mit drei Chören und zwölf Dirigenten musikprotokoll 2017. Das Eröffnungskonzert mit Peter Jakobers raumfüllendem Werk „Primen“

Gestaltung: Rainer Elstner. Zur Eröffnung des heurigen ORF musikprotokolls hat Komponist Peter Jakober ins Volle gegriffen – ganz dem Anlass entsprechend, denn das traditionsreichste österreichische Neue-Musik-Festival feierte heuer 50. Geburtstag. Jakobers neues Werk „Primen“ wurde für drei Chöre und zwölf Subdirigenten konzipiert.

Ein ewiges Licht an den Beginn einer Festivalgeschichte zu setzen, kann wohl nur eine an Verschlagenheit grenzende symbolträchtige Absicht sein: 1968 wurde die erste Ausgabe des Festivals musikprotokoll im steirischen herbst mit der damals noch jungen 16-stimmigen Motette „Lux Aeterna“ von György Ligeti eröffnet.

Die Faszination des Instruments Stimme bleibt auch im Jahr 2017 so zeitlos wie zeitgemäß. Drei Grazer Chöre, der Dirigent Gerd Kenda, gleich zwölf Subdirigenten, vier Instrumentalisten und ein Literat eröffneten am Mittwoch, 4. Oktober 2017 das musikprotokoll mit dieser raumfüllenden Uraufführung. Dabei haben die Dirigenten jeweils unterschiedliche Tempi dirigiert und durch deren Überlagerung ein ganz besonderes Klangerlebnis herbeigeführt. Der Sprech-Part kam vom Autor Ferdinand Schmatz selbst, das Grazer ensemble zeitfluss gab instrumental den Ton an, und die vielseitigen Stimmen des chor pro musica Graz, des Vocalforum Graz und der Domkantorei Graz versuchten sich ganz ungeniert in einer offenen Manipulation der Hörerschaft.

„Primen“ – das Wort kommt aus der Psychologie, leitet sich aus dem Englischen ab und meint die Grundierung des Denkens durch sanften Druck – beschäftigt sich mit Phänomenen, die unser Sein bestimmen, ob wir es uns eingestehen wollen oder nicht: mit der Manipulation des Wortes und der damit einhergehenden Manipulation des Menschen, der zarten Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Zwischen Sinn und Sinnlichkeit von Sprache und Stimme liegt ein schmaler Grat und doch ein weites Land.


10.10.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Musik der virtuellen Räume – Ein Porträt des Istanbuler Komponisten Turgut Erçetin

Von Matthias Richard Entreß. Räumliche Strukturen gewinnen in Erçetins Musik einen Ausdrucksgehalt, der weit über die Abstraktion des Entwurfs hinausgeht.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Hans-Jürgen von Bose: „Befragung“ (piano possibile: Christian Günther); Moritz Eggert: „Lasst uns ungereimt sein“ (Christoph Prégardien, Tenor; Moritz Eggert, Klavier); Jan Müller-Wieland: „Weiß trennt sich von schwarz“ (Tamara Stefanovich, Klavier); Wilhelm Killmayer: „Fin al punto“ (Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair); Isabel Mundry: „falten und fallen“ (Minas Koutsambasopoulos, Klavier; Georgios Panagiotidis, Noah Bendix-Balgley, Violine; Julie Risbet, Viola; Anna Khubashvili, Violoncello); Günter Bialas: „Hai Ku“, Folge 2 (Spyros Sakkas, Bariton; Georg Kouroupos, Klavier); Enjott Schneider: Klavierkonzert – „Evolution“ (Angela Gassenhuber, Klavier; Mitglieder der Münchner Philharmoniker: Enjott Schneider)

23:03 | Ö1
Die musikprotokoll-Premiere des Ensemble Phace. musikprotokoll 2017. Das Ensemble Phace erschließt poetische Welten

Gestaltung: Nina Polaschegg. Ein Klangkörper, dessen Form sich ständig ändert und mit den durchlebten Phasen reift: Der Name des Ensembles Phace ist Programm für ein Programm wie jenes, mit dem es sein musikprotokoll-Debüt absolviert: von sinnlich bis gestisch, von spielerisch bis streng, von Hannes Kerschbaumer und Pierre Jodlowski über Francesco Filidei bis Christof Dienz.

Von Letzterem präsentiert das Ensemble eine Uraufführung nach Texten des österreichischen Literaten und Bestsellerautors Christoph Ransmayr. Zu hören ist also Neue Musik eines Komponisten, dessen künstlerische Lebensphasen schon eine Zeit als Fagottist im Orchester der Wiener Staatsoper, die Mitgliedschaft in der legendären Weltmusikformation „Die Knödel“ und fruchtbare Experimente mit der Zither umfassten.

Salvatore Sciarrino schrieb einst: „Es geht nicht um intellektuelle Lösungen, sondern um das Erschließen einer kostbaren, poetischen Welt.“ Mit diesen Worten beschrieb er wiederum die Klangwelt des 1973 geborenen Komponisten Francesco Filidei. Auch seine gestisch poetische Musik gehört zu den vier sehr unterschiedlichen zeitgenössischen Positionen, die das Debüt-Programm des Ensemble Phace beim musikprotokoll am 5. Oktober 2017 prägen.


11.10.2017


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Claus Kühnl: „Lausche den Winden“ (Mutare-Ensemble Frankfurt: Gerhard Müller-Hornbach); Viera Janárceková: „Quadratura“ (Bianca Breitfeld, Violoncello); Karola Obermüller: „in zwischen“ (Petra Hoffmann, Sopran; Ensemble avantage); Klaus Treuheit: „teretisma“ (Klaus Treuheit, Orgel); Rainer Rubbert: Concertino in Es (Ulrich Krieger, Saxophon; Universal Ensemble Berlin: Gerald Humel)

20 – 21 Uhr | SRF2Kultur
Musik unserer Zeit: Expeditionen ins Offene. Brigitta Muntendorf

Künstlerinnen und Künstler heute sind zu Ikonen für alle Nicht-Künstler geworden, weil sie die Selbstverwirklichung auf die Spitze getrieben haben. Als narzisstische Vorzeigeschilder eines neuen Kapitalismus: anstatt uns gegenseitig zu helfen, werden wir immer schöner. Brigitta Muntendorf, Vertreterin einer neuen Komponistengeneration, geht dagegen an: sie will nicht den Narzissmus kultivieren, sondern im Gegenteil dafür kämpfen, dass sich das «Selbst» verflüchtigen kann und soll – durch eine Art multi- und transmediales «social composing», durch die spartenübergreifende Kombination von Performance, Theatralik, Elektronik, Ton und Bild.

21 – 22 Uhr | SRF2Kultur
Neue Musik im Konzert: Nicht umdrehen! – Giorgio Battistellis Oper „Lot” (UA)

Libretto: Jenny Erpenbeck. Gott ist ein afrikanisches Kind und bastelt Menschenfiguren, ist aber unzufrieden mit seinen Schöpfungen, insbesondere über das, was in Sodom stattfindet – und wirft alles in den Papierkorb. Inzwischen sind Sara und Abraham gekommen. Abraham verhandelt mit Gott, wieviele Menschen in Sodom verschont werden sollen, denn dort lebt sein Neffe Lot…. Doch Giorgio Battistellis Oper über diesen alttestamentarischen Stoff  (Libretto: Jenny Erpenbeck) ist kein Bibeldrama, sondern gebrochenes, witziges, hintergründiges, sarkastisches und zudem noch aktuelles Musiktheater.

21:04-22:00 | kulturradio vom rbb
Neue Musik auf Basis Alter Musik

Mit Ulrike Klobes. Die Systematik und Formen der Alten Musik haben zahlreiche zeitgenössische Komponisten zu neuen Werken inspiriert. Darin haben die alten Klänge oft eine ganz bestimmte Funktion. Unter anderem mit Musik Heinrich Poos, Carlos Indeerhes und Salvatore Sciarrino.

21:16 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Weltliteratur als Opernlibretto

Von Margarete Zander. „Pelléas und Mélisande“ ist das heute bekannteste Drama des belgischen Schriftstellers Maurice Maeterlinck (1862 Gent – 1949 Nizza). Für seine neunte Oper hat der Meister der Literaturoper Aribert Reimann drei nicht minder packende Dramen des Nobelpreisträgers gewählt. Sie zeigen den Menschen in seiner Hilflosigkeit gegenüber dem Tod. Wir fragen nach der Wirkung dieses Operntryptichons „L'Invisible“ des 81-jährigen Komponisten, das am 8. Oktober seine Premiere an der Deutschen Oper Berlin feiert.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Juan Allende-Blin

Gerd Zacher: Explosiva (1973) für Orgel (Uraufführung); Juan Allende-Blin: Letztes Geleit – 2 Briefe von Hanns Stein – Hörspiel (1995); Juan Carlos Paz: Galaxia (1964) für Orgel; Juan Allende-Blin: Tmesis (2016) für Flöte, Trompete und Posaune (Uraufführung). E-MEX Ensemble – Matthias Geuting (Orgel). (Konzert vom 15. Januar 2017 in der Evangelischen Kirche Essen-Rellinghausen)

Der Komponist und Autor Juan Allende-Blin ist nicht nur einer der fundiertesten Kenner der Neuen Musik und Teil ihrer Geschichte, er ist auch ein erfindungsreicher Konzertveranstalter und -dramaturg. Für eine Kirche in Essen-Rellinghausen konzipierte er einen Konzertnachmittag, in dem auch ein neues Werk von ihm selbst zur Uraufführung kam.

23:03 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen – Zeit-Ton Magazin

Gestaltung: Astrid Schwarz. Mit Beiträgen über die Uraufführung von Aribert Reimanns Oper „L'invisible“ in der Deutschen Oper Berlin und über das „Crystal Sounds Lab“ der AVL Cultural Foundation beim diesjährigen musikprotokoll im steirischen herbst.


12.10.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Musik 21 Festival – Künstlerhaus Hannover

Matthias Kaul (*1949): „SUNFISH“ (2016); Roman Pfeifer (*1976): „Sleep, the mouth and the dream screen II“ (2010); Helmut Oehring (*1961): „Gestern/ wehte“ für Bassklarinette und Percussion (2016); Steffen Krebber (*1976): „Laufzeitumgebung“ (2013). Solisten: Sabine Akiko Ahrendt, Lluisa Espigolé, Steffen Krebber, Astrid Schmeling, Nele B. Nelle, Matthias Kaul. Aufzeichnung vom 19.8.2017

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Johannes X. Schachtner: „Trois mouvements“ (Ensemble Schwerpunkt); Gloria Coates: Symphonie Nr. 14 (Münchener Kammerorchester: Christoph Poppen); Tobias PM Schneid: „Manchester-metrics“ (Jörg Widmann, Klarinette); Eva Sindichakis: „Tohuwabohu“ (via-nova-Chor München; Münchner Rundfunkorchester: Anu Tali); Rudi Spring: „Visionen“, op. 6 (Rudi Spring, Klavier); Konstantia Gourzi: „Süd-Wind“, op. 43, Nr. 1 (Michalis Cholevas, Ney)

20:04 bis 21:30 | hr2-kultur
Neue Musik aus dem hr-Archiv. Totgeglaubte leben länger

Für die Neue Musik stimmt das, so widersinnig gerade für diese das Sprichwort zu sein scheint, auf jeden Fall. Unkte die Avantgarde nach 1945 noch, das Streichquartett sei tot, widerlegte sie sich selbst – mit starkem Nachhall.

John Cage: „Apartment House 1776“ (1976). Fassung für Streichquartett – Arditti Quartet (Aufnahme Darmstädter Ferienkurse 2000); Michael Reudenbach: „und aber“. Musik für Streichquartett (2004) – Kairos-Quartett (Aufnahme Darmstädter Ferienkurse 2004); Werner Linden: Streichquartett op. 1 (1982) – Buchberger-Quartett (Aufnahme Offenbach 1989); Iannis Xenakis: „Tetras“ für Streichquartett – Jack Quartet (Aufnahme Frankfurt am Main 2011)

Lange galt das Streichquartett in der Neuen Musik als tot. Nur wenige avancierte Komponisten, etwa György Ligeti oder Gottfried Michael Koenig, schrieben in den 1950/60er Jahren für die „Königsklasse der Tonkunst“, manche sogar mehrfach. Doch der bis heute anhaltende Boom, Werke für zwei Violinen sowie je eine Bratsche und ein Cello zu erfinden, setzte erst in den Achtzigern ein. Seither sind unzählige Quartette entstanden: als aufzuführende Literatur mit herausragenden Klanggedanken und als Ensembles, denen die Musik unserer Zeit keine performative Bürde ist, sondern eine sozial-ästhetische Verpflichtung.

Mit Streichquartetten von so prominenten Komponisten wie Iannis Xenakis (1922-2001) und John Cage (1912-1992) sowie von (noch) nicht so bekannten Komponisten wie Werner Linden (* 1957) aus Gelnhausen und Michael Reudenbach (* 1956) aus Aachen, seit kurzem Kompositionsprofessor an der Frankfurter Musikhochschule, zeigt dieser Konzertsaal eine große Spannweite künstlerischer Innovationen. Und das als ein bloß winziger Ausschnitt eines riesigen Biotops von Musik für vier Menschen, die weitaus mehr tun, als sich nur vernünftig mit ihren Instrumenten zu unterhalten.

23:03 | Ö1
Trobollowitschs komponierte Konfusion beim musikprotokoll – musikprotokoll 2017: composedconfusion von Andreas Trobollowitsch

Gestaltung: Susanna Niedermayr. Gitarre spielende Ventilatoren, Melodika spielende Kompressoren, Basstrommel spielende Zitronenbäume, zeichnende Walkmans – es sind die Grenzbereiche, die Andreas Trobollowitsch in seiner künstlerischen und musikalischen Arbeit interessieren; jene Spannungsfelder, die sich auftun, wenn Theorie auf Praxis, Konkretes auf Abstraktes, Physisches auf Konzeptionelles und Visuelles auf Auditives trifft. In dem Stück „composedconfusion“, das Trobollowitsch Anfang 2016 während eines mehrwöchigen Artist-in-Residence-Aufenthalts in Buenos Aires entwickelt hat, greifen einige der in den letzten Jahren entwickelten Techniken nun ineinander.

Auf der Suche nach gemeinsamen (Klang-)Texturen werden die eingesetzten Gegenstände und Materialien auf ihre Belastbarkeit überprüft. Dabei geraten die fünf Performerinnen und Performer, die in diesem semi-installativen Setting in ein kompositorisches Regelwerk eingespannt sind, immer wieder an ihre körperlichen und spieltechnischen Grenzen – unter ihnen der Komponist selbst, der sich in die komponierte Konfusion mit Verve hineinstürzt. Andreas Trobollowitsch ist eine jener drei Musiker/innen, die 2017 vom musikprotokoll für die ICAS Plattform Shape nominiert wurden.

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: CD-Neuheiten

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik: Stimme, Teil 4 | Von Julia Mihály

Schon die Alten wussten, Musik ist erst Musik, wenn sie klingt. Das ist in der zeitgenössischen Musik nicht anders als in der davor komponierten. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur Denkbaren oder einer bloß Sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet.

Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither.

In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Die Maschine – Hörspiel von Georges Perec

Aus dem Französischen von Eugen Helmlé, Regie: Wolfgang Schenck, (Produktion: SR 1968)

Wer kennt es nicht, Goethes „Wandrers Nachtlied“ mit der berühmten Anfangszeile „Über allen Gipfeln ist Ruh“ von 1815. Das Hörspiel analysiert das Sprachmaterial systematisch. Dabei wird das Gedicht gegliedert und verändert zusammengefügt. Neue Sinnbezüge entstehen. Das Spiel über die und mit der Sprache zeigt den inneren Mechanismus der Poesie auf, mit Witz und Sinn für Ironie.

Dieser Klassiker des „Neuen Hörspiel“ sollte die Arbeitsweise eines Computers simulieren, was aus späterer Perspektive vielleicht etwas altbacken und naiv erscheint. Geblieben ist hingegen ein Stimmenspiel der überraschenden, nicht gealterten poetischen Vielschichtigkeit. Vielleicht weil der humane Faktor „Autor“, eine trotz allem dezidiert subjektiv-künstlerische Konzeption die Feder führte – und kein Cyborg im Spiel war. Dieser intelligente Hör-Spaß ist wohlweislich vom bloßen Computer-Schabernack und der Pointe zu unterscheiden.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Amerikanische Komponistinnen (I)

Barbara Kolb: „Rebuttal“ (Beate Zelinsky, David Smeyer, Klarinette); Joan Tower: „Sequoia“ (Nürnberger Symphoniker: Horst Neumann); Tania León: „Momentum“ (Dorothea Hofmann, Klavier); Libby Larsen: „Slow Structures“ (Meininger-Trio)


13.10.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Palma Ars Acustica – Fragments of An Unfinished Tale (A Cinematic Story) – Von Alfredo Costa Monteiro

Produktion: Catalunya Ràdio 2017. Länge: 51'31. Das Gewinnerstück des internationalen Radiokunstwettbewerbs.

Ein Mann springt aus einem fahrenden Zug. Der Mann ist Zbigniew Cybulski, ein zentraler Schauspieler des polnischen Avantgardekinos. Sein Sprung im Film „Salto“ von Tadeusz Konwicki eröffnet eine ungewöhnliche Hommage an die osteuropäische Filmkunst: Ausschnitte aus den Soundtracks zeigen die poetische Kraft und Experimentierfreude der Filmemacher hinter dem Eisernen Vorhang. Zusammengefügt hat sie der portugiesische Klangkünstler Alfredo Costa Monteiro für den katalanischen Rundfunk. Seine Arbeit erhielt den Palma Ars Acustica der EURORADIO Ars Acustica Group 2017.

Die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union (EBU) ist ein Zusammenschluss europäischer Klangkunst-Redaktionen. Seit 1989 treffen sich die Mitglieder einmal im Jahr, um herausragende Produktionen auszutauschen und neue Entwicklungen in der Radiokunst zu diskutieren. Im Mai 2017 lud der österreichische Rundfunk nach Wien. Hier vergaben die Mitglieder zum vierten Mal den Prix Palma Ars Acustica an die beste Klangkunst-Ursendung des Vorjahres.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Karl Amadeus Hartmann: Symphonie Nr. 1 (Kismara Pessati, Alt; Netherlands Radio Philharmonic Orchestra: Markus Stenz); Philippine Schick: Liederkreis, op. 15 (Ildikó Fezer, Mezzosopran; Annemarie Hollo, Klavier); Jörg Widmann: „Nachtstück“ (Jörg Widmann, Klarinette; Jan Vogler, Violoncello; Ewa Kupiec, Klavier); Elke Tober-Vogt: „Klezmer-Suite“ (Marcel Steinrichter, Klarinette; Florian Stadler, Akkordeon; Bayerisches Landeszupforchester: Gerhard Vogt); Hans-Henning Ginzel: „Echo“ (ensemble oktopus für musik der moderne: Felix Bönigk); Ruth Zechlin: „Musik zu Bach“ (Orchester der Komischen Oper Berlin: Rolf Reuter); Josef Anton Riedl: „Condition Nr. IV“ (Johannes Göhl, Peter Michael Hamel, Nikolaus A. Huber, Michael Lewis, Michael W. Ranta, verschiedene Instrumente und Stimmen)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Wenn Du treulos bist!“ – Das Künstlerpaar Josma Selim und Ralph Benatzky – Zum 60. Todestag des Komponisten am 16. Oktober

Von Stefan Frey. „Immer wieder sehe ich den rechten Mundwinkel, die rechte Gesichtshälfte von Josmali hinaufzucken … wie damals. Ich werde das nie, nie, nie verwinden! Nie verwinden! Nie verwinden! Ver-win-den …!“

Als er am 11. November 1929 sein Tagebuch aufschlug, wollte der Komponist Ralph Benatzky endlich Rechenschaft ablegen über „das erschütterndste Ereignis“ seines Lebens, den Selbstmord von Josma Selim drei Monate zuvor. Sie war seine Frau gewesen, seine Muse, seine bevorzugte Interpretin. Für sie hatte er hunderte von Chansons geschrieben, wegen ihr hatte er auf Operettenerfolge verzichtet, mit ihr war er fünfzehn Jahre auf Tournee durch ganz Europa getingelt, jeder Auftritt eingeleitet mit den Worten: „Hier Josma Selim – am Flügel der Komponist.“ Benatzkys kühle Abrechnung mit sich selbst ist nicht nur eines der fesselndsten Zeugnisse der Zeit, sondern ein Stück Literatur: eine schonungslos ehrliche Reflexion über die Liebe, ihre Grenzen, ihre Unvereinbarkeit. Aus dem bisher unveröffentlichten Tagebucheintrag hat Stefan Frey einen Monolog für den Schauspieler Johannes Silberschneider zusammengestellt.

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Valentino Worlitzsch, Violoncello; Elisabeth Brauss, Klavier

Robert Schumann: Adagio und Allegro As-Dur op. 70; Eugène Ysaye: Grave aus der Sonate für Violoncello solo op. 28; Benjamin Britten: Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur op. 65

23:03 | Ö1
Barry Guy & Peter Herbert beim musikprotokoll – musikprotokoll 2017. Barry Guy & Peter Herbert im Duo

Gestaltung: Astrid Schwarz. Die beiden Kontrabassisten Peter Herbert und Barry Guy kennen und verehren einander seit langem. Immer wieder sind sie einander in allen möglichen Weltgegenden auf ihren jeweiligen Tourneen begegnet. Doch noch nie haben sie miteinander konzertiert. Dieses aussergewöhnliche Ereignis war am musikprotokoll 2017 zu erleben. Das Spektrum des siebzig-jährigen Briten Barry Guy reicht von Free Jazz bis Alte Musik von Kooperationen mit Derek Bailey über Evan Parker, dem London Jazz Composers' Orchestra bis zu Christopher Hogwoods Academy of Ancient Music. Seine innovativen und experimentellen Spieltechniken paart Barry Guy ebenso mit Groove wie der in Vorarlberg geborene und in Paris beheimatete Peter Herbert. Den ersten gemeinsamen Auftritt dieser großartigen Improvisatoren beim musikprotokoll 2017 präsentieren wir ihnen im Zeitton.


14.10.2017


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK

Das Musik-Feature: „Wenn Du treulos bist!“ – Das Künstlerpaar Josma Selim und Ralph Benatzky – Zum 60. Todestag des Komponisten am 16. Oktober

Von Stefan Frey. „Immer wieder sehe ich den rechten Mundwinkel, die rechte Gesichtshälfte von Josmali hinaufzucken … wie damals. Ich werde das nie, nie, nie verwinden! Nie verwinden! Nie verwinden! Ver-win-den …!“

Als er am 11. November 1929 sein Tagebuch aufschlug, wollte der Komponist Ralph Benatzky endlich Rechenschaft ablegen über „das erschütterndste Ereignis“ seines Lebens, den Selbstmord von Josma Selim drei Monate zuvor. Sie war seine Frau gewesen, seine Muse, seine bevorzugte Interpretin. Für sie hatte er hunderte von Chansons geschrieben, wegen ihr hatte er auf Operettenerfolge verzichtet, mit ihr war er fünfzehn Jahre auf Tournee durch ganz Europa getingelt, jeder Auftritt eingeleitet mit den Worten: „Hier Josma Selim – am Flügel der Komponist.“ Benatzkys kühle Abrechnung mit sich selbst ist nicht nur eines der fesselndsten Zeugnisse der Zeit, sondern ein Stück Literatur: eine schonungslos ehrliche Reflexion über die Liebe, ihre Grenzen, ihre Unvereinbarkeit. Aus dem bisher unveröffentlichten Tagebucheintrag hat Stefan Frey einen Monolog für den Schauspieler Johannes Silberschneider zusammengestellt.

22.04 – 00.00 Uhr | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik – Techné [74]: Live Coding

Live Coding ist Programmieren in Echtzeit. Anfang des Jahrtausends ist es zur musikalischen Performance-Praxis geworden. Live Coder gehen der digitalen elektronischen Musik und ihren Algorithmen auf den Grund.

Live Coder kontrollieren kleinste klangliche Details via Programmiersprache und geben sich in improvisierten Live Performances gleichsam dem Moment, dem Zufall hin. Über Projektionen bekommt das Publikum dabei Einblick in den Programmcode. Es gibt Solo-Nerds und live codende Laptop-Bands, abstrakten Noise und betanzbaren Algorave. Studio Elektronische Musik erklärt die Technologie und stellt eine wachsende Szene vor.

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: „Reformation quergedacht“ – Stichwort Luther – Zeitgenössische Kommentare zum Reformationsjubiläum

Von Rainer Schlenz. War Luther der bissige Spötter? So stellt ihn der Leipziger Komponist Bernd Franke in seinen ,Luther Madrigalen' dar. Oder der Mann, der das Volk ernst nahm? Darauf hebt Uros Rojko in seinem Klarinettenstück ,Auf' s Maul geschaut' ab. Wie aktuell, wie universell die 500 Jahre alte Gesellschaftskritik des Reformators ist, das zeigt der Zyklus ,Von menschlichen Schwächen' des Leipzigers Günther Neubert. Unbestritten sei aber auch die „verhängnisvolle Rolle, die Luther durch seinen Antijudaismus in der deutschen Geschichte eingenommen hat“, wie Iris ter Schiphorst bemerkt.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt. Impulse aus Israel

Neues vom Yiddish Summer Weimar (II). Von Friederike Haupt


15.10.2017


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Deutscher Herbst 1977 – Notturno für die trauerlos Sterbenden

Der Oktober 1977 war der Höhepunkt des RAF-Terrors in Deutschland. Dieser fand auch seinen musikalischen Niederschlag.

Nicht nur Liedermacher von Wolf Biermann bis Schobert & Black, auch Rock- und Schlagersänger wie Marius Müller-Westernhagen und Udo Jürgens sangen über Terroristenangst, Sympathisantenjagd und Berufsverbot. Rolf Riehm komponierte ein „Notturno für die trauerlos Sterbenden“, und Helmut Lachenmann verarbeitete Texte seiner einstigen Kammermusik-Partnerin Gudrun Ensslin in der Oper „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“. Moderation: Niels Kaiser.

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Das musikalische Ausrufezeichen

Die Fanfare als akustisches Signal, musikalische Gattung und ästhetisches Experiment. Von Leonie Reineke

22:13 | Ö1
Das Wiener Label Moozak feiert 10jähriges Jubiläum – 10 Jahre Moozak

Gestaltung: Marlene Schnedl. Die Geschichte von Moozak beginnt im Jahr 2007: Clemens Hausch, Benedikt Guschlbauer und Gerald Krist fassen den Plan, einen Raum für Klangexperimente und freie Musik zu schaffen. Ziel ist es, ein neues Publikum, abseits der „eingeweihten“ Experimentalmusik-Kenner/innen durch freien Eintritt und Einbettung ins Klubkonzept mit DJ-Line, Musik entdecken zu lassen, die es sonst nicht gehört hätte. Das Wiener Szenelokal Fluc wurde als Partner gewonnen; im September 2007 fand die erste Ausgabe des Klub Moozak statt. Der Klub Moozak hat in 90 Ausgaben in zehn Jahren mehr als 90 Künstler/innen und Bands aus Österreich und 100 internationale Projekte aus 32 Ländern präsentiert, sich so in der regionalen Szene etabliert und auch in der internationalen Szene für Aufmerksamkeit gesorgt.

Vieles hat sich aber auch verändert in zehn Jahren: die Veranstaltungsszene in Wien für experimentelle Musik ist heute um ein vielfaches belebter als zur Gründungszeit von Moozak. Und auch bei Moozak hat sich einiges getan: Clemes Hausch leitet nunmehr die Plattform alleine, seit sich die ehemaligen Kollegen Benedikt Guschlbauer (jetzt sama recordings) und Gerald Krist in den Jahren 2012 und 2014 aus dem Betrieb zurückgezogen haben. 2008 wurde die monatliche Veranstaltungsreihe durch ein Platten-Label (Moozak bzw. das Sublabel Kazoom) ergänzt, auf dem bisher 17 Veröffentlichungen auf verschiedenen Trägermedien (CD, Vinyl, Tape, IDE Harddisk und sogar Buch) erschienen sind. Zum 10-jährigen Jubiläum hören wir uns gemeinsam mit dem Moozak-Leiter Clemens Hausch durch den bunten Label-Katalog.

23:00 | Ö1
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio – Der Tod des Anthropozäns von Julian Bonequi, mit Stefan Kaminski, Textregie Götz Naleppa

Die Welt geht nicht zum ersten Mal unter. Dreißig Minuten vor der Apokalypse reist ein Überlebender aus dem Weltall auf die Erde um den letzten Menschen den Spiegel vorzuhalten – während diese noch schnell ein Selfie mit dem Atompilz machen. Dieses Radiohörstück entstand im Rahmen des CTM Radio-Labs, das jährlich zwei Produktionspreise vergibt.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik – Hommages à Feldman – Barbara Eckle

Johannes Maria Staud: Wheat, not oats, dear. I'm afraid für 7 Instumente; ensemble recherche – Peter Ablinger: Morton Feldman, aus „Voices and Piano“; Nicolas Hodges, Klavier – Mike Svoboda: Lalala, lalala for voice and 3 trombones; Morton Feldman, Stimme; Mike Svoboda, Posaune – Luca Francesconi: Hommage à Morton Feldman, aus „Herzstück“ für 6 Stimmen; Neue Vocalsolisten Stuttgart – James Tenney: Part I „Some Recent Thoughts for Morton Feldman“, aus „Quintext I-V“; Quatuor Bozzini – Walter Zimmermann: Ausschnitt aus „Voces abandonadas“, Segunda serie „Für Morton Feldman zum 80sten“; Nicolas Hodges, Klavier

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Hora tanzen in Zece Prăjini – Unterwegs zu den Quellen traditioneller Musik in Rumänien

Die Romabands Fanfare Ciocarlia mit ihrer virtuosen Blasmusik und der Taraf de Haïdouks mit Balladen aus der Walachei kennt man im Westen gut, doch kaum jemand weiß, wie diese Musiker leben, ob die Tradition an eine nächste Generation weitergegeben wird oder einfach nur verschwindet. Seit einigen Jahren kann man „Rumänien und Romamusik“ auf einer neuntägigen Reise entdecken. Musikinteressierte Touristen erleben in Zece Prãjini in der Region Moldau, wie sich das Leben dort anfühlt und einige Mutige tanzen Hora mit den Einheimischen zur Musik der Fanfare Ciocarlia. Die nächste Station ist ein ungarisch geprägtes Dorf in Siebenbürgen mit Streichermusik, dann folgt Clejani im Süden des Landes. Bei Bukarester Manelemusik endet die Reise, sie verspricht Blicke hinter die Kulissen, die Autorin Grit Friedrich war schon mehrmals dabei.

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