Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 12.02. bis 18.02.2018


(nmz) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 7. Schwerpunkte: In Memoriam Wolfgang Zamastil, Christian Lindberg zum 65. Geburtstag, Seth Cluett, Trompeter Simon Höfele, Tonmeister Christoph Amann, Chaya Czernowins ,Etudes in Fragility', Audiokünstler und Lyriker Gerald Fiebig +++ Festival 'Zeitimpuls', NDR Chor beim Festival Greatest Hits, Ultraschall Berlin, ECLAT 2018: Stuttgarter Kompositionspreis, Donaueschinger Musiktage, Musikfest in memoriam Wilhelm Killmayer, Sommerliche Musiktage Hitzacker 2017 +++ México lindo, Die Suche nach einer neuen Harmonik, Das Klangforum Wien auf der Suche nach einem „grenz.wert“, Der Klang der Seele – Warum uns Musik berührt, „Hier bist du sicher vor Musik“ – Heinrich Heine braucht Ruhe, Das Paris des Fin de Siècle und die katalanische Musik.
11.02.2018 - Von mh


12.02.2018


21:04 bis 22:00 | kulturradio vom rbb
Musik der Gegenwart: Neue Musik im Pierre Boulez Saal

Mit Margarete Zander. Der Name wurde nicht von ungefähr gewählt: Der Gründer des Pierre Boulez Saals, der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim, sieht diese Wahl als Verpflichtung, an diesem Ort regelmäßig zeitgenössische Musik aufzuführen, darunter Uraufführungen der Boulez-Schüler Benjamin Attahir und Johannes Boris Borowski.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: México lindo

Von Jonas Reichert. Wenn über Mexiko berichtet wird, ist von Korruption, Erdbeben, Gewalt und Drogen die Rede. Dabei gibt es ein reiches kulturelles Leben und viel Neue Musik, die in Europa oft kaum bekannt ist. Die JetztMusik begibt sich in die bunte Szene der zeitgenössischen mexikanischen Musik und lässt alte und junge Meister zu Wort kommen. „Hear that sound!“ statt „Build that wall!“

23:03 | Ö1
Gärten unter Wasser. Mit Helmut Jasbar. In Memoriam Wolfgang Zamastil

Der österreichscher Cellist, Komponist und Produzent Wolfgang Zamastil, geboren am 13. März 1981 wurde nur 36 Jahre alt, er starb nach 14 monatigen Kampf an einer Krebserkrankung am 26. November 2017. Der gebürtige Salzburger lebte schon des Längeren in Deutschland, zuletzt in Berlin. Zamastils Musik reicht von zeitgenössischer Kammermusik und Filmmusik bis hin zu Pop. Von 2010 bis 2014 war er Cellist beim Kölner Asasello Quartett. Seit er denken konnte, schrieb Zamastil Songs, am liebsten saß er tüftelnd in seinem Studio und erschuf seine wunderlichen musikalischen Miniaturgärten, die eine Mischung aus Indie pop, King Crimson und Schumann sein könnten, wären sie nicht so unverwechselbar.


13.02.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Jenseits der Klangspuren – Komponistinnen und Komponisten aus Tirol organisieren sich

Von Florian Neuner. Mit neuen Initiativen wie dem Festival 'Zeitimpuls' kommt Bewegung in das Tiroler Musikleben.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Volker Nickel: Drei kurze Szenen (Xsemble München); Johannes X. Schachtner: „Symphonischer Essay“ (Ensemble Zeitsprung: Markus Elsner); Alexander Strauch: „So what? – putin & tchaikovsky“ (Johannes Gutfleisch, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier); Rodion Schtschedrin: „Die Fresken des Dionysios“ (Ensemble Zeitsprung: Markus Elsner); Moritz Eggert: „Ausklang“ (Thomas Berau, Bariton; Moritz Eggert, Klavier); Christoph Reiserer: „Vier Quartette – eins“ (Xsemble München); Nicolaus Richter de Vroe: „Avenir“ (Wolfgang Mitterer, Orgel; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Johannes Kalitzke)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Verehrter Maestro Bach – Der NDR Chor beim Festival Greatest Hits

Von Margarete Zander. Keine Frage, dass der argentinische Komponist Mauricio Kagel das Genie des Barock Johann Sebastian Bach verehrte – dennoch wollte er sich von einer allzu devoten Anhörung des Meisters distanzieren. Was Kagel aus den Bach-Chorälen gemacht hat, wird nicht jeden zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Zum „Trost“ schenkt Philipp Ahmann uns mit dem NDR Chor nach diesen launigen Bearbeitungen einige Originale. Neue Musik nicht immer bierernst, präsentiert vom NDR Chor. Wir senden Auszüge vom 3. November 2017.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Die Suche nach einer neuen Harmonik

Drei Fallbeispiele: Hans Zender, Bettina Skrzypczak und Younghi Pagh-Paan. Eine Sendung von Max Nyffeler

23:03 | Ö1
Traum und Wirklichkeit: Das Klangforum Wien auf der Suche nach einem „grenz.wert“

Gestaltung: Reinhard Kager. Wie verhält es sich mit Subjektivität und Objektivität, mit Traum und Wirklichkeit in der Musik? Wie objektiv sind die Geräuschklänge, die Edgard Varèse bereits 1931 in seine legendäre „Ionisation“ für dreizehn Perkussionisten mit zwei Sirenen und Klavier integrierte? Wie subjektiv die erfundene Sprache, die Claude Vivier die Sopransolistin in seinem 1981 entstandenen Liebeslied „Bouchara“ singen lässt? Lässt sich objektiv noch verstehen, was der kanadische Komponist in seinem verklausulierten Text vermitteln will? Ist die Musik stark genug, emotionale Gehalte auch ohne semantisch sinnvolle Sätze spürbar zu machen?

Das sind die Fragen, denen das Klangforum Wien im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses im Zyklus „grenz.wert“ diesmal nachgeht. Auch zwei zeitgenössische Stücke stehen auf dem Programm dieses Abends unter dem Titel „Traum und Wirklichkeit“: Der zypriotisch-niederländische Komponist Yannis Kyriakides spürt in „dreams of the blind“ für Ensemble, Soundtrack und Video-Text der Frage nach, inwieweit Musik in der Lage ist, imaginierte Bilder zu erzeugen. Und Johannes Maria Staud ließ sich in seinem Ensemblestück „Auf die Stimme der weißen Kreide“ von Texten des Kärntner Dichters Josef Winkler zu einem surrealistischen Monolog zwischen Zorn und Zärtlichkeit inspirieren.


14.02.2018


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Peter Gahn: „ink, colours and gold on paper I + II – surroundings 2“ (Felix Kroll, Akkordeon; Ensemble Reflexion K); Bernhard Weidner: „dunkellied“ (Harald Lillmeyer, Wolfgang Ostermeier, Gitarre); Stefan Hippe: „Annacamento“ (ars nova ensemble nürnberg: Werner Heider); Uwe Strübing: „Im Schutze der Dunkelheit“, op. 32 (Nürnberger Akkordeon-Orchester: Stefan Hippe); Claus Kühnl: „Duplum“ (Mitglieder des Kammerorchesters Schloss Werneck: Claud Kühnl); Volker Blumenthaler: „Glasnacht“ (Ensemble L'art pour l'art: Stefan Schäfer)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Ein Holländer im Kurpark – Lach mal mit Hindemith

Paul Hindemith galt als Schöpfer respektlos neuartiger Klänge, gleichzeitig war er ein Verfechter von schlichter „Gebrauchsmusik“. So unterschiedlich seine Werke auch sein mögen, eine Kategorie ist ihnen fast allen gemein: der musikalische Humor. Von der verschlafenen Kurkapelle, die die „Holländer“-Ouvertüre verhunzt, bis zur lustvollen Wiederbelebung des Küchenlieds; von den Geigen, die als Mistfinken wie Piccoloflöten tirilieren, bis zum „wohltemperierten“ Ragtime: Das Hindemith'sche Humorpotential ist vielfältig. Moderation: Niels Kaiser

21:02 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: The King's Singers zum 50-jährigen Jubiläum – Renaissance bis Popmusik

21:04 bis 22:00 | kulturradio vom rbb
Musik der Gegenwart: Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2018

Mit Ulrike Klobes. Zu den erfolgreichsten jüngeren Ensembles der zeitgenössischen Musik gehört das 2010 gegründete LUX:NM contemporary music ensemble berlin. Die sechs Musikerinnen und Musiker der Stammbesetzung verstehen sich als undirigiertes Ensemble auch als Initiatoren für neue Musik und haben diesen Ansatz bei ihrem Ultraschall Berlin-Debüt mit sechs Uraufführungen von Werken vorwiegend jüngerer Komponisten präsentiert, die aber längst – wie das Ensemble selbst – zu festen Größen der Neue Musik-Szene geworden sind. Aufnahme vom 18.1.2018 im Heimathafen Neukölln

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: ECLAT 2018: Stuttgarter Kompositionspreis

Juliana Hodkinson: „Lightness“ für 3 Akteure mit verstärkten Streichhölzern; Malte Giesen: „88 $ or the poetry of capitalism“ für 3 Solisten und Ensemble; sowie Werke von Lisa Streich, Kirsten Reese und François Sarhan. (Konzert vom 31. Januar 2018 im Theaterhaus Stuttgart)

Juliana Hodkinson und Malte Giesen erhalten den Stuttgarter Kompositionspreis 2017. Im Preisträgerkonzert mit dem Berliner Ensemble Mosaik ist ihr Stück „Lightness“ zu hören: eine hypnotische Performance mit verstärkten Streichhölzern. Malte Giesen wiederum diente der Inhalt einer Spam-Mail als textliche und formale Grundlage seiner Komposition „88 $“, die sich von kleinen, vereinzelten Elementen hin zu monolithischen Klangblöcken entwickelt – „vielleicht als Assoziation an die Tendenz global-kapitalistischer Systeme“. Daneben stehen Stücke von Lisa Streich, Kirsten Reese und François Sarhan auf dem Programm.

23:03 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen: Zeit-Ton Magazin

Gestaltung: Nina Polaschegg. Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


15.02.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Donaueschinger Musiktage

Chiyoko Szlavnics: „Memory Space (appearances)“ für 14 Streicher (Uraufführung); Sebastian Claren: „Kaleidoskopvillemusik II“ für 14 Streicher und Playback (Uraufführung). Solistenensemble Kaleidoskop /// Bunita Marcus: „White Butterflies“ für Posaune und Orchester (Uraufführung). Abbie Conant, Posaune; SWR Symphonieorchester; Leitung: Pablo Rus Broseta

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Martin Christoph Redel: „Mo(ve)ments“ (Ensemble Musica Viva Hannover); Nikolaus Brass: „Tranströmer-Lieder“ (Matthias Winckhler, Bariton; Jan Philip Schulze, Klavier); Richard Heller: Streichquartett, op. 24 (Augsburger Streichquartett); Isabel Mundry: „Gesichter“ (Salome Kammer, Claudia Barainsky, Sprechgesang; Christian Dierstein, Françoise Rivalland, Schlagzeug; Joachim Haas, André Richard, Isabel Mundry, Klangregie); Minas Borboudakis: „Unisono“ (Thomas März, Claudio Estay, Schlagzeug)

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Virtuosität und Neugier – Dem Posaunisten Christian Lindberg zum 65. Geburtstag

Expressiv und eklektisch. Der amerikanische Komponist John Corigliano wird achtzig

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Disappearing Boxes.

Hörspiel von Ergo Phizmiz. Realisation: Ergo Phizmiz. (Produktion: WDR 2011). Gute Stücke gewinnen über die Jahre, legen die Patina Ihrer Aktualität ab und strahlen ohne Altlasten, so wie „Disapearing Boxes“. Die Jury der Akademie der Darstellenden Künste kürte dieses genreübergreifende Stück zum „Hörspiel des Monats“ Juni 2011. Aus der Begründung: „Phizmiz skurrile, autofiktionale Operngeschichte handelt von einem schüchternen Jungen, der angefeuert von seiner Verehrung für Monteverdi im Alter von zehn Jahren beschließt, Opern zu komponieren – geradeso wie er als Vierjähriger davon überzeugt war, Popeye zu sein. Mit 16 Jahren gab er das Komponieren bereits wieder auf, wurde Standup-Comedian und kehrte erst über vielfältige musikalische Experimente mit 30 zum Opernschreiben zurück. Ergo Phizmiz findet für seine selbstironische Erzählung, die wie nebenbei auch eine geniale Dekonstruktion der hochkulturellen Gattung Oper ist, eine wunderbare Balance zwischen Text und Musik. Diese Faszination für die flüchtige Existenz der Musik durchzieht die schillernde, sich aus scheinbar unerschöpflichen Quellen speisende Sound- und Musikcollage, die dieses Hörspiel zu einem einzigartigen, akustischen Vexierspiel macht.“

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: „Im Freien“ – Musikfest in memoriam Wilhelm Killmayer

Wilhelm Killmayer: „Kaskaden“; „Fantasie“; Oscar Strasnoy: „Flashbacks“; Wilhelm Killmayer: Per nove strumenti; Kammermusik für Jazz-Instrumente. Aufnahme vom 8. Dezember 2017 im Carl-Orff-Saal im Münchner Gasteig. Am 20. August 2017 starb der Münchner Komponist Wilhelm Killmayer, genau einen Tag vor seinem 90. Geburtstag. Wie kein zweiter steht er für einen konsequent undogmatischen und eigenständigen Weg innerhalb der Pfade der Neuen Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Im Freien“ würdigt nun das Schaffen des Komponisten in einer Werkschau. Neben Werken Killmayers aus sechs Jahrzehnten erklingen Kompositionen von Weggenossen, Freunden und Schülern. Auftragswerke, die auf das Œuvre Wilhelm Killmayers Bezug nehmen, spiegeln seine Musik im Kontext der Jetztzeit.

23:03 | Ö1
Formbare Erfahrung – der Komponist Seth Cluett

Brüchige Zeitlosigkeit – der amerikanische Soundartist Seth Cluett. Gestaltung: Astrid Schwarz. Der amerikanische Klangkünstler und Komponist Seth Cluett erforscht alltägliche Handlungen in extremer Vergrößerung, er untersucht die Funktionsweise des Gedächtnisses und thematisiert die Rolle der Sinne in einer zunehmend technisierten Gesellschaft.

In seinen Live Performances verwendet er neben aufgenommenen Klängen vor allem elektronisch erzeugte und gesungene Sinustöne, um raumakustische Phänomene herauszuschälen. Eine scheinbar zeitlose und dennoch konzise Klangwelt entsteht. Seine Arbeiten reichen von Fotografie und Zeichnung bis hin zu Installation, Konzertmusik und kritischen Texten und wurden an Institutionen wie dem Palais de Tokyo in Paris, Whitney Museum und MoMA PS1 in New York und STEIM in Amsterdam präsentiert. Er ist als Künstler und Theoretiker eine zentrale Figur der New Yorker Soundart-Szene und unterrichtet am Institute of Technology in Hoboken, New Jersey.


16.02.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Semelles de vent – Von Bruno Letort

Komposition und Realisation: Bruno Letort. Stimme: Ghédalia Tazartès, Eténèsh Wassié; Pauline Vernet, Violine; Sylvie Carasco, Viola; Myriam Teillagory, Cello. Bruno Letort, Gitarre und Elektronik. Produktion: Deutschlandradio Kultur / INA-GRM / France Musique / France Culture 2011. Länge: 50'04. (Wdh. v. 02.09.2011)

Die Reisen von Arthur Rimbaud anhand seiner Briefe. Von seinem Geliebten Paul Verlaine wurde er einst als der ‚Mann mit den Windsohlen' bezeichnet. Und in der Tat: Arthur Rimbauds Leben ist unstet und voller Bewegung. Bereits in jungen Jahren entwirft er wundersam-fantastische Welten, nur um kurz darauf endgültig mit der Schriftstellerei zu brechen. Fortan führen ihn seine Wege über mehrere Kontinente, er reist von Java bis nach Ostafrika und quer durch Europa. Akustisch behutsam zeichnet Bruno Letour die Stationen einer rastlosen Existenz nach, die sowohl geistig als auch körperlich immer wieder an ihre eigenen Grenzen stößt.

Bruno Letort, geboren 1963 in Vichy, ist Komponist, Gitarrist und Produzent. Für Radio France schuf er das Plattenlabel „Signature“ und die Musiksendung „Tapage Nocturne“. Seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des Festivals „Ars Musica“ in Brüssel.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Konstantia Gourzi: „Prometheus“ (Münchener Kammerorchester: Christoph Poppen); Jakob Stillmark: „Flashback“ (ensemble oktopus für musik der moderne); Henrik Ajax: „Nexus“ (Brigitte Helbig, Klavier); Tom Sora: „Triaden“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Lucas Vis); Richard Ruzicka: „Relikt“ (ensemble oktopus für musik der moderne); Michael Hirsch: „Schatten“ (Ute Wassermann, Stimme; Kammerensemble Neue Musik Berlin); Johannes X. Schachtner: „Quatre tombeaux de vent“ (Thérèse Wincent, Sopran; Ensemble Zeitsprung)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Der Klang der Seele – Warum uns Musik berührt

Von David Koch. Gänsehaut, Herzklopfen oder gar Tränen: Solche starken, emotionalen Reaktionen erleben wir nicht nur, wenn wir verliebt sind, sondern auch beim Musikhören. Dabei wissen wir nie genau, wann und mit welcher Intensität ein solcher Moment kommt. Wenn er dann auf einmal da ist, ist er unvergleichlich. Es sind jene Augenblicke eines Konzertbesuchs, bei denen die Zeit still zu stehen scheint und an die wir uns immer wieder gerne zurückerinnern. Aber warum übt die Musik auf uns Menschen überhaupt so einen magischen Reiz aus? Wie reagiert unser Körper auf Klänge und wie gehen wir damit um? Wie funktioniert die geheimnisvolle Beziehung zwischen dem Menschen und der Musik? (Übernahme vom Institut LernRadio Karlsruhe)

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: William S. Burroughs: Last Words

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: „Das Neu-Erfinden macht mir wahnsinnig Spaß“ – Der Trompeter Simon Höfele

György Ligeti: Mysteries oft he Macabre; Toshio Hosokawa: Im Nebel; HK Gruber: Exposed Throat. Simon Höfele, Trompete; Eriko Takezawa, Klavier; Kai Strobel, Perkussion. Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018

23:03 | Ö1
Der Tonmeister der neuen Klänge: Ein ruhiger Mensch mit spitzen Ohren: Ein Porträt des Tonmeisters Christoph Amann, verantwortlich für unzählige Tonträger- und Filmproduktionen

Gestaltung: Nina Polaschegg. Wien, Neustiftgasse. Ruhig ist es hier hinten, im Hinterhof, der Eingang fast unscheinbar. Das Studio nicht gerade riesig. Das Herzstück der Amann-Studios, der Aufnahmeraum, der immer wieder auch für Live-Mitschnitte mit ein paar Sesselreihen als Konzertraum fungiert und das mit diesem per Glasfenster verbundene „Studiokammerl“. Christoph Amann hat hier im Laufe von über zwanzig Jahren unzählige Tonträger aufgenommen und produziert. Er sorgt in Filmen und Hörspielen für guten Ton. Musikalisch vor allem in zeitgenössischen Klangfeldern. Für die Jeunesse steht er regelmäßig u.a. auch bei Konzerten im Porgy & Bess hinterm Mischpult. Christoph Amann berichtet in einem „Zeit-Ton“-Porträt über seine Arbeit, über Besonderheiten des Aufnehmens und Mischens, über Mikrophone und Vintage-Equipment.


17.02.2018


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Der Klang der Seele – Warum uns Musik berührt

Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal – Chaya Czernowins ,Etudes in Fragility'

Am Mikrofon: Barbara Eckle. In verborgene, unsichtbare Gebiete vorzustoßen, war schon immer Triebfeder für Chaya Czernowins Komponieren. Instrumente, Stimmen, Räume – all das sind für die israelisch-amerikanische Komponistin Hilfsmittel, um an diese versteckten Orte zu gelangen, die uns sonst verschlossen sind. Ihr Stück ,Hidden' für Streicher und Elektronik beispielsweise führt in eine fiktive Sphäre jenseits von Zeit und Raum. Einen ähnlich unwirklichen Ort erkundet Czernowin in ihren ,Etudes in Fragility'. Hier zeigt sie, wie voll von akustischem Leben die meist unbeachtete und fragile Welt zwischen Atem und Stimme ist. Das New Yorker Jack Quartet und die israelische Sängerin Inbal Hever haben diese zwei besonderen Werke im Rahmen des Forum neuer Musik 2016 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal produziert – in Zusammenarbeit mit dem Pariser IRCAM und dem Label WERGO.


18.02.2018


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: „Hier bist du sicher vor Musik“ – Heinrich Heine braucht Ruhe

„Wir wissen nicht, was Musik ist, aber was schlechte Musik ist, das wissen wir.“ So ätzte einst Heinrich Heine, der auch als Musikjournalist tätig war.

In seinen Glossen und Kolumnen lästert er über das „Bravourgepolter“ der großen Oper und den Katzenjammer der romantischen Musik. Er beschreibt die Folterqualen, die das Klavierspiel junger Damen bewirken kann und die Fluchtreflexe, die Webers „Jungfernkranz“ in ihm auslöst. Ruhe  findet er nur in den schlichten Gesängen des Volkslieds.

22:00 bis 00:00 | NDR Kultur
Soirée: Sommerliche Musiktage Hitzacker 2017

Rebecca Saunders: The Under Side of Green. Shadow / Stirrings Still I; Tristan Murail: Les Ruines circulaires; Oliver Schneller: Soleil in memoriam Iannis Xenakis; Franz Schubert: Oktett F-Dur D 803.

Claudia Chan, Klavier / Kilian Herold, Klarinette / Marie Luise Neunecker, Horn / Theo Plath, Fagott / Benedict Ziervogel, Kontrabass / Parker Quartet / Das Neue Ensemble. Aufzeichnung vom 1. August 2017 im Konzertsaal VERDO

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Capricho catalan“ – Das Paris des Fin de Siècle und die katalanische Musik

Von Richard Schroetter. Katalanische Komponisten in Paris, porträtiert von dem Philosophen Vladimir Jankélévitch. In seiner legendären Studie über die ‚Gegenwart der Ferne' hat der französische Musikologe und Philosoph Vladimir Jankélévitch drei Komponisten exemplarisch vorgestellt: Isaac Albeniz, Deodat de Séverac und Federico Mompou. Alle drei verbindet ein enges Verhältnis zu Paris als Zentrum der frühen Moderne und Katalonien als entlegene Provinz der „Stille“. Und das gilt auch für Filipe Pedrell, Enrique Granados, für Ricardo Viñes und Pablo Casals, allesamt Katalanen, die es nach Paris gezogen hat.

22:08 | Ö1
Produced by Christoph Amann: Die Lieblingsstücke von Tonmeister Christoph Amann

Gestaltung: Nina Polaschegg. Christoph Amann zählt zu den wichtigsten Tonmeistern experimenteller Musik nicht nur in Österreich. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker vertrauen seinen Ohren und seinem Können, um im Amann-Studio die Grundlage für ihre Tonträger zu legen. Der heutige „Zeit-Ton extended“ präsentiert eine Auswahl aus den mehr als 20 Jahren seiner Arbeit, ausgewählt von Christoph Amann selbst.

23:00 | Ö1
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio: „Gestohlenes Band (retourniert) / Tape Stolen and Returned“ des deutschen Audiokünstlers und Lyrikers Gerald Fiebig

In Gerald Fiebigs Plattensammlung findet sich die LP „Strategien gegen Architekturen 80-83“ der Einstürzenden Neubauten und auf dieser Platte gibt es auch den ganz kurzen Track „Gestohlenes Band (ORF)“. Dieser ist Ausgangspunkt der radiokünstlerischen Retournierung des Bandes an den ORF und zwar genau 36 Jahre später.

Am 18. Februar 1982 nahm Blixa Bargeld während eines Interviews im ORF-Funkhaus ein Tonband aus dem Studio mit. Einen kurzen Auszug daraus platzierte er als akustisches Readymade unter dem Titel „Gestohlenes Band (ORF)“ auf einer Platte seiner Band Einstürzende Neubauten. Am selben Tag genau 36 Jahre später gibt Gerald Fiebig das Band durch eine Sendung im ORF symbolisch an diesen zurück: Das nur 17 Sekunden lange Stück, von dem Bargeld behauptete, „das zentrale musikalische Element ist die Tatsache, dass es am 18. Februar 82 in Wien gestohlen wurde“, wird bei Fiebig zum einzigen Ausgangsmaterial eines 19-minütigen Radiostücks. „Gestohlenes Band (retourniert)“ oszilliert zwischen Remix und Neukomposition, zwischen Hommage und Parodie und wirft dabei Fragen nach dem Status von Autorenschaft, geistigem Eigentum und Medienwandel auf.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: fast forward

Johannes Schöllhorn: éste, que ves für Kammerorchester; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Jean-Michaël Lavoie. James Clarke: String Quartet; Arditti String Quartet. Christophe Bertrand: Scales für Kammerorchester; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Baldur Brönnimann

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Pansori – der gesungene Roman Koreas

Pansori ist unter den traditionellen Künsten Koreas die lebendigste und weit davon entfernt, als Kulturerbe unter musealer Aufsicht zu verstauben, aber Koreaner wundern sich sehr über die heftige Begeisterung, die es bei deutschen Zuhörern auslöst. Ein Sänger und ein Trommler – das ist das ganze Personal, und im Wechsel von Gesang und Erzählung, immer in persönlicher animierter Ansprache ans Publikum, entfaltet sich in dessen Phantasie die romanhafte Handlung wie große Oper. Ist es die maximale Wirkung schlichter Mittel, oder ist es das besondere Talent der koreanischen Sprache, menschlichen Emotionen unmittelbaren Ausdruck zu verleihen, die diese Faszination erklären könnte? Über die Herkunft dieses Gesangs, wie man ihn lernt, wie die Geschichte ihn formte, wie man ihn aufführt und über die ersten Versuche westlicher Komponisten, sich ihn anzueignen, davon unter anderem handelt unsere Einführung in eine ferne Kunst, die einem so überraschend nahegeht. Eine Sendung von Matthias Entreß

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