Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 17.09. bis 23.09.2018


(nmz) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 38. Schwerpunkte: International Rostrum of Composers 2018, Musik und Sex, Mauricio Kagel zum 10. Todestag, Echolot-Festival für Neue Musik auf Schloss Kempfenhausen, Science Fiction und Musik, Ritual und Zyklus, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, Musizieren mit der linken Hand, Das Internationale Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden, ,Revisited‘ Forum neuer Musik 2007, Waidmanns Ruf und Widerhall, Filmmusik von Dmitri Schostakowitsch, Witten 1969 – 2018 (1) und John Bischoff.
16.09.2018 - Von mh


17.09.2018


21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: International Rostrum of Composers 2018, Teil 1

Mit Andreas Göbel. Organisiert vom International Music Council und mit finanzieller Unterstützung der teilnehmenden Rundfunkanstalten findet in jedem Jahr das Internationale Rostrum of Composers statt. Ziel ist der Austausch von zeitgenössischer Musik. Ein Überblick über die Gewinnerwerke und über neueste Trends in der zeitgenössischen Musik. Teil 2 am 19. September

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Musik und Sex – Zu den Berührungspunkten zweier heißer Kommunikationsmedien

Von Bastian Zimmermann. Musik und Sex sind zwei ästhetisch besonders intensive Bereiche der Kommunikation: Ein Mensch oder zwei oder sogar mehrere treten nah zueinander, um sich zu begegnen, auszutauschen, sich zu inspirieren oder zu stimulieren. Manche folgen Skripten, Partituren, manche vertrauen ganz der spontanen Begegnung, der Improvisation. In welche Situationen und in welchen Werken können sich diese beiden Sphären der musikalischen und erotischen Erwartungen, Versprechungen, Imaginationen und Realisationen überschneiden? Und welche Geschichten entstehen dabei? Im Radioessay von Bastian Zimmermann kommen verschiedene KünstlerInnen zu Wort und führen u. a. mit Fieldrecording aus dem Innern des Körpers und Musiken von Olivier Messiaen, RIN, Mark Barden, PC Music, Kaffe Matthews u. a. in eine Welt voller Hingabe zur Lust und zum Klang.


18.09.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: The Date of Data – Der amerikanische Komponist John Bischoff

Von Hubert Steins. Als Gründungsmitglied der „League of Automatic Music Composers“ und des live-elektronischen Sextetts „The Hub“ prägte John Bischoff die Geschichte der Computermusik.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Peter Kiesewetter: „Sphinxes“, op. 100 (Ensemble für Neue Musik der Hochschule für Musik und Theater München); Nikolaus Brass: „Der Garten“ (Neue Vocalsolisten Stuttgart; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Péter Eötvös); Nicolaus Richter de Vroe: Fünf Stücke (Korbinian Altenberger, Susanna Pietsch, Violine; Wen Xiao Zheng, Giovanni Menna, Viola; Jaka Stadler, Samuel Lutzker, Violoncello); Heinz Winbeck: Symphonie Nr. 1 – „Tu solus“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Muhai Tang)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Instrumentales Theater – Mauricio Kagel zum 10. Todestag

Von Margarete Zander. Dialoge, Monologe, Eulenspiegeleien und viel Musik – ein Hörbild des Komponisten in 10 Teilen – zu seinen „Zehn Märschen, um den Sieg zu verfehlen“. Wir erinnern an den argentinischen Eigenbrötler in Wort und Musik und fragen, welche Türen er für die heutige Generation der Komponisten aufgestoßen hat.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Sinnlich, experimentell und grenzüberschreitend – Das Echolot-Festival für Neue Musik auf Schloss Kempfenhausen

Eine Sendung von Uta Sailer


19.09.2018


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Hermann Seidl: Trio (Walter Himmler, Flöte; Barbara Seeliger, Violoncello; Hermann Seidl, Klavier); Drei Interludien (Michael Eckerle, Orgel); Fünf kleine Stücke (Hermann Seidl, Klavier); Duett (Walter Himmler, Flöte; Hermann Seidl, Klavier, Steine, Elektronik); Cornelius Hummel: Acht Musiken (il capriccio: Friedemann Wezel); Matthias Schmitt: Sechs Miniaturen (Katarzyna Mycka, Marimbaphon); Rolf Rudin: „Erscheinungen II“ (Andreas Ticozzi, Viola; Marita Balk, Klavier); Christoph Wünsch: „Zwischen Tag und Traum“ (Novalis Quartett)

Am 13. September 2018 wäre er sechzig geworden, doch unerwartet verstarb er am 11. Mai dieses Jahres an seiner langjährigen Wirkungsstätte Kitzingen: Hermann Seidl, ein Komponist, Dirigent, Pianist und Schulmusiker aus Franken. 1958 wurde er in Würzburg geboren, dort wuchs er auf, dort machte er Abitur und dort studierte er auch – von 1979 bis 1984 Schulmusik an der Musikhochschule und Musikwissenschaft an der Universität. Nach dem Studium war er dann bis Ende 2011 Musiklehrer am Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen. Daneben wirkte er als Referent in der Lehrerfortbildung in den Bereichen Schulspiel, Komposition und Computer. Seit dem Wintersemester 2002/03 war er zudem Lehrbeauftragter für Tonsatz an der Würzburger Musikhochschule. Als Komponist schrieb Hermann Seidl Werke fast aller Formen und Gattungen und für die verschiedensten Besetzungstypen: vom traditionellen Instrumentarium über das von Jazz-Rock-Formationen bis zur Elektronik. Dabei umfasst sein Werkverzeichnis Orchester-, Ensemble- und Kammermusik, Solostücke u.a. für Orgel, Klavier, Gitarre, Akkordeon und Schlagzeug, Chorkompositionen, dazu experimentelle Werke für das Musiktheater und audiovisuelle Installationen in Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern. Unsere Concerto-bavarese-Ausgabe kombiniert repräsentative Werke von Hermann Seidl mit Musik von fränkischen Generationsgefährten.

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: 2001 Odyssee im Weltraum – Science Fiction und Musik

Vor 50 Jahren schrieb der Regisseur Stanley Kubrick mit seinem Science Fiction-Klassiker „2001 – Odyssee im Weltraum“ auch Filmmusikgeschichte.

Statt einen neuen Soundtrack schreiben zu lassen, setzte er vertraute Orchestermusik von Klassik bis Moderne ein. Unvergessen, wie Astronauten zum „Donauwalzer“ schwerelos durchs Weltall schweben, oder wie das Raumschiff zu den statischen Klängen von György Ligetis „Atmosphères“ in neue Bewusstseinsdimensionen vordringt. In „Kaisers Klänge“ ertönt heute der komplette Filmscore.

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: International Rostrum of Composers 2018, Teil 2

Mit Andreas Göbel. Organisiert vom International Music Council und mit finanzieller Unterstützung der teilnehmenden Rundfunkanstalten findet in jedem Jahr das Internationale Rostrum of Composers statt. Ziel ist der Austausch von zeitgenössischer Musik. Ein Überblick über die Gewinnerwerke und über neueste Trends in der zeitgenössischen Musik. Teil 3 am 24. September

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: SWR JetztMusik – Ritual und Zyklus (2/2)

Wolfgang Rihm: Tutuguri – Bild IV. SWR Symphonieorchester, SWR Vokalensemble Stuttgart (vom Band). Leitung: Emilio Pomàrico | Alberto Posadas: Erinnerungsspuren, Zyklus für Klavier 2. Anklänge an La cathédrale engloutie (2015). Florian Hölscher (Klavier). (Konzerte vom 2. Juni im Theaterhaus Stuttgart)

Der Ursprung aller Musik kann im Ritual gesucht werden. Wolfgang Rihm war am Beginn seiner kompositorischen Karriere auf der Suche nach diesem wieder zu gewinnenden Ursprünglichen. Seine „Tutuguri“-Musik ist dabei der gewaltigste und explosivste Ausbruch eines Klangrituals, das die jüngere Musikgeschichte zu bieten hat. Pate stand ihm dabei der französische Dichter und Schauspieler Antonin Artaud, der 1936 mit seiner Reise zu den mexikanischen Ureinwohnern deren Rituale für ein zeitgenössisches „Theater der Grausamkeit“ fruchtbar machen wollte. Wolfgang Rihm realisierte schließlich mit „Tutuguri“ eine Version dieser Utopie der Entgrenzung zwischen Klang und Theater: eine magische Herausforderung ersten Grades, aus der der letzte reine Schlagzeugteil zu hören ist.

Seit 2014 arbeitete Posadas seinem Zyklus „Erinnerungsspuren“ für Klavier, der alle Kräfte und Fähigkeiten des Pianisten fordert, an dieser Auseinandersetzung mit Komponisten, die wie hier Claude Debussy das Schreiben für Klavier und den Klang des Instruments verändert und bestimmt haben.

Die beiden Werke des SWR JetztMusik-Konzertes verkörpern als „Ritual und Zyklus“ zwei Grundaspekte von Musik als gegenwärtiger Klang und Geschichte. Sie führen zu allem Ursprung von Musik als ritueller Aktion zurück und verweisen auf ihre jahrhundertealte Geschichte und Überlieferung, die zum kulturellen Gedächtnis der Menschheit zu zählen ist. Vor allem entfalten sie sich nicht zuletzt als wesentliche Qualität von Musik: und das ist die ihrer Emotion.


20.09.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik

Lichtenbergschule. Aufzeichnung vom 22.07.2018. Brian Ferneyhough: „In Nomine after Christopher Tye“ für Violoncello solo | Younghi Pagh-Paan: „Horizont auf hoher See“ für Streichquartett | James Clarke: String Quartet No. 4 (Uraufführung). Arditti Quartet: Irvine Arditti, Violine; Ashot Sarkissjan, Violine; Ralph Ehlers, Viola; Lucas Fels, Violoncello

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Erna Woll: „Sola gratia“ (Siegmund Nimsgern, Bariton; Neues Saarländisches Kammerorchester: Helmut Haag); Kerstin Thieme: Klaviersonate Nr. 1 (Hertha Buren-Kübler, Klavier); Gertraud Kaltenecker: Introduction, Variationen und Fuge über „O Haupt voll Blut und Wunden“, op. 74 (Heinrich Wimmer, Orgel); Ruth Zechlin: „Kristalle“ (Varvara Manukyan, Cembalo; Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie: Mark Mast); Philippine Schick: Fünf Liebeslieder, op. 28 (Margarethe Kiessling-Rothärmel, Sopran; Fritz Sonnleitner, Ludiwg Baier, Violine; Siegfried Meinecke,, Viole; Fritz Kiskalt, Violoncello); Gloria Coates: Lyrische Suite (Peter Sheppard Skaerved, Violine; Neil Heyde, Violoncello; Roderick Chadwick, Klavier)

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
67. Internationaler ARD-Musikwettbewerb: Preisträgerkonzert mit dem Münchener Kammerorchester

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Das grüne Auge von Falun – Suchlauf auf einer vergangenen Skala – Hörspiel von Stephan Krass

Regie: Ulrich Lampen. (Produktion: SWR 2013). Mit den Erinnerungen verhält es sich wie mit den Gedanken. Wir können sie nicht herauf beschwören, sondern sie kommen zu uns und scheren sich nicht um die Frage, ob sie uns gerade im rechten Augenblick antreffen. Sie blitzen am Firmament der Memoria auf und streuen von weit her ein Wort oder ein Bild in unsere Gegenwart. So entsteht ein Netz von Erinnerungssegmenten, die sich keiner chronologischen Ereignisstruktur beugen, sondern eine eigene Ordnung aus verborgenen Verknüpfungen bilden. Mal streifen die Erinnerungssplitter signifikante Ereignisse, mal banale Begebenheiten, mal kreisen sie um biografische Daten, mal um Momente der Zeitgeschichte. In dem Hörspiel „Das grüne Auge von Falun“ wird diese Vorlage als Einladung verstanden, die Spur der eigenen Erinnerung aufzunehmen.

„Sounds of Still Lifes“ von Catherine Milliken und Dietmar Wiesner nach Gedichten Pablo Picassos wird voraussichtlich im Januar 2019 ausgestrahlt.


21.09.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: ISM Hexadome – Klangkunst mit Werken von Brian Eno, Frank Bretschneider und Peter Van Hoesen

Produktion: Autorenproduktion 2018. Länge: ca. 54'30. Immersion durch Klang: Kompositionen für eine Wanderausstellung des Berliner Institute for Sound and Music.

Immersion ist das neue Zauberwort der Kunstszene: Das Publikum soll im Werk versinken wie in der wirklichen Welt. Klang eignet sich besonders gut für diese Arbeitsweise, denn er breitet sich automatisch im Raum aus. Diese These setzt das Berliner Institute for Sound and Music in die Tat um: Es hat ein immersives audiovisuelles Instrument entwickelt, den Hexadom. Im Auftrag des ISM bespielt eine Reihe von Musikerinnen und Bildkünstlern die Konstruktion mit Installationen und Performances. Erste Station des Hexadoms war im April 2018 der Gropius Bau in Berlin, weitere folgen. Wir senden eine Auswahl aus den Soundtracks der Ausstellung.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Eberhard Klemmstein: Violoncellokonzert (Mark Kosower, Violoncello; Bratislava Symphony Orchestra: David Hernando Rico); Elke Tober-Vogt: „La nuit et la lumière“ (Lela Mtchedlidze, Violine; Nino Ivania, Klavier); Uwe Strübing: „Artotop“, op. 100 (Nürnberger Symphoniker: Alexander Shelley); Heinrich J. Hartl: „Klangspiele“, op. 14 (Eckhard Kopetzki, Marimba); Antonín Dvorák/Stefan Hippe: Streicherserenade E-Dur, op. 22 (Nürnberger Akkordeonorchester: Stefan Hippe)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Seitenwechsel – Musizieren mit der linken Hand

Von Bettina Mittelstraß. Ein Linkshänder spielt eine für Rechtshänder gebaute Geige nicht mit links. Weder kann er das Instrument einfach auf die andere Schulter nehmen und den Bogen mit der linken Hand führen, noch spielt er das Instrument von Anfang an problemlos mit der rechten. „Beim Lernen eines Instrumentes muss sich ein Linkshänder für die Bewegungsabfolge viel mehr Zeit nehmen – er muss „übersetzen“, sagt die Flötistin Caroline Renner, die zahlreiche Linkshänder unterrichtet. Obwohl Querflöten inzwischen auch für Linkshänder gebaut werden – im Orchester kann man ein Instrument nicht einfach in die andere Richtung halten. Platzmangel, Klang und Tradition gebieten streng einheitliche Bewegungsabläufe. Ohne von Beginn an „umzulernen“ haben Linkshänder, die Orchestermusiker werden möchten, keine Chance. Im Instrumentenbau und beim Instrumentalunterricht aber ist ein Seitenwechsel möglich – Die leise Revolution von links.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Jack Finney: Körperfresser

Komposition: zeitblom. WDR 2017. Auf einem einzigen Blatt Papier. – Fiktion eines immerwährenden Neuanfangs. Christine Grimm im Gespräch mit Mirna Funk (Autorin)

Aus dem Sci-Fi-Klassiker der 1950er Jahre machen wittmann/zeitblom einen Thriller über eine nah erscheinende Zukunft, in der entfesselter Optimierungswille und nicht mehr zu kontrollierende Gentechnik die Menschheit zu vernichten drohen. Daniel ist Wissenschaftler am Institut für Infektionsbiologie. Eines Tages erzählt ihm seine Kollegin Hannah, dass ihr Ehemann nicht mehr er selbst sei. Er sehe zwar noch aus wie „ihr“ Franco, sei aber definitiv eine andere Person. Daniel besucht Hannah und Franco, um sich selbst ein Bild vom vermeintlich „ausgetauschten“ Franco zu machen. Doch er findet Franco eigentlich ganz normal. Vielleicht sieht Hannah Gespenster? Als dann aber auch noch Daniels Freund Keiji eine halb fertige Kopie seines eigenen Körpers in seinem Atelier findet, beginnt für alle Beteiligten ein paranoider Horrortrip.

Jack Finney (1911-95), amerikanischer Schriftsteller für Thriller, Kriminalromane, Komödien und Science-Fiction-Romane. Romane u.a. „Das andere Ufer der Zeit“ (1970), „Im Strom der Zeit“ (1995).

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Handverlesen – Das Internationale Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden

Von Margarete Zander. Wer sind die Sängerinnen und Sänger, die morgen auf der Bühne Herzen brechen und uns mit ihren Stimmen trunken machen werden? Daniel Barenboim und sein Internationales Opernstudio in Berlin suchen seit 2007 in der ganzen Welt nach diesen Stimmen und geben ihnen die Chance, sich zu entwicklen. Mit Unterstützung der Liz-Mohn-Stiftung haben die Sängerinnen und Sänger drei Jahre Zeit, ihr Talent in der Praxis zu beweisen. Welche Voraussetzungen bringen sie mit? Was passiert im Internationalen Opernstudio? Margarete Zander blickt hinter die Kulissen.


22.09.2018


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Seitenwechsel – Musizieren mit der linken Hand

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds

Inter artes et naturam – Oiseaux d´artifice – une nature morte. Von Harald Muenz. Aufnahme des WDR 2018. | Cetacea: Von Michael Fahres. Mit Doudou N´Diaye Rose, dr. Aufnahme des WDR 2006

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: ,Revisited‘ Forum neuer Musik 2007

Anatol Vieru: Fluire | Violeta Dinescu: Sonnenstrahl | Dan Dediu: Grasshopper | Dan Dediu: Klaviersonate Nr. 4, op. 60 | Dan Dediu, Klavier.

Aufnahme vom 25.3.2007 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln. Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Dan Dediu, Jahrgang 1967, langjähriger Leiter der Kompositionsabteilung der Bukarester Musikuniversität, ist ein wichtiger Fürsprecher und Vermittler Neuer Musik aus Rumänien. Diese formte sich unter dem Druck wechselnder Diktaturen – ob ihrer Substanz und Reichhaltigkeit gebührt ihr eine Sonderstellung in ganz Europa. Im März 2007 gastierte Dediu als Pianist erstmals beim ‚Forum' und spielte im Deutschlandfunk eigene Werke für das Label NEOS ein. In seinem Musikverständnis gibt es zwischen Avantgarde und Tradition keinen Bruch, alle Tradition, insbesondere die ethnische, steht zur Verfügung als kompositorisches Material – wie insbesondere die vierte Klaviersonate belegt, die ein Steinbruch von (Musik-)Geschichte sein möchte. Unter dem Motto ,Revisited' passieren alle Konzerte des ‚Forum neuer Musik' aus heutiger Sicht noch einmal Revue.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist's Corner | Robin Hoffmann: Waidmanns Ruf und Widerhall

In seinem neuen Hörstück formt der Frankfurter Komponist Robin Hoffmann (*1970) einen tönenden Kunst-Wald. Die perfekten Instrumente dafür: Kleinstgeräte zur Tierlaut-Imitation wie Vogelrufe, Schwarzwildlocker, Rehblatter, Hasenklage.

Herkunft dieser Instrumente ist die Jagd, das angestrebte Klangideal der Jagenden die naturgetreue Nachahmung. An der Tongebung darf der Mensch nicht erkannt werden, will er erfolgreich seine Beute vor die Flinte locken. In Hoffmanns Hörstück aber emanzipieren sich – musikalisch durchgestaltet – die geraubten Stimmen der Gejagten: Wie man in den Wald ruft, so schallt's zurück. Naturlaut in der Feedbackschleife – ergänzt um Texte aus den Federn von Ludwig Tieck und Ferdinand Maximilian Klinger sowie um Passagen aus dem Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (1927-42). Mit fauchenden, fiependen und quäkenden Klangwolken handeln sie alle vom Verhältnis zwischen Mensch und Tier, zwischen Ruf und Widerhall.

23:05 bis 24:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Fiddle, Tin Wistle und Uilleann Pipe – Traditionelle Musik von der Willie Clancy Summer School an der Westküste Irlands

Eine Sendung von Robert Jungwirth


23.09.2018


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Propaganda und Experimente – Die Filmmusik von Dmitri Schostakowitsch

Die Musik zu fast 40 Spielfilmen schrieb Dmitri Schostakowitsch nicht immer freiwillig. Diktator Stalin erlaubte ihm zeitweilig nur noch die Arbeit fürs Kino.

Schostakowitsch komponierte für zahlreiche Propagandafilme, von denen man heute nur noch seine Musik kennt. Er schrieb aber auch die Soundtracks zu frühen Experimentalfilmen wie „Das neue Babylon“ und zu den Shakespeare-Klassikern von Grigori Kosinzew. Dass er damit bleibenden Eindruck hinterlassen hat, hört man sogar noch späterer Filmmusik an wie der „Star Wars“-Melodie.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Witten 1969 – 2018 (1)

Pascal Dusapin: Microgrammes, Ausschnitt aus „sept pièces pour trio á cordes“; Swiss Chamber Soloists | Georg Kröll: Wir besitzen keinerlei Fähigkeit aus der Klosterneuburger Straße wegzugehen, für Stimme und Ensemble; Janet Cobb; Bonner Ensemble für Neue Musik, Leitung: Volker Wangenheim | Adriana Hölszky: Hängebrücken – Streichquartett an Schubert, für Doppelquartett; Nomos Quartett und Pellegrini Quartett.