Tauben-Salat – die Politik & Kultur-Trump-Fakes


(nmz) -
+++ Köln: Serientod von Hans Beimer in der „Lindenstraße“ +++ Berlin: Farid Bang und Kollegah – „Platin war gestern, Nowitschok ist morgen“ +++ Bremen: HfK-Professor für Kreation und Interpretation +++ Gütersloh: Bertelsmann-Stiftung übernimmt Gestaltung und Verantwortung aller Lehrpläne und Hochschul-Studienangebote +++
29.08.2018 - Von Theo Geißler

Köln:  Zum Serientod von Hans Beimer in der „Lindenstraße“ gibt es ein besonderes musikalisches Ereignis: Das WDR-Funkhausorchester wird die Filmmusik zur Folge „Die Ruhe nach dem Sturm“ live einspielen. Die TV-Zuschauer hören die Live-Übertragung aus dem Großen Sendesaal des WDR in Köln. Der Schauspieler Joachim H. Luger, der seit dem Start der ARD-Serie vor mehr als 30 Jahren den Hans Beimer verkörperte, hatte im Mai seinen Ausstieg aus der „Lindenstraße“ angekündigt. Im Film wird er als Geiger vom Dirigenten wegen eines falschen Tones vor laufender Kamera erwürgt.

Berlin: Aktuell stehen die Deutschrapper Farid Bang und Kollegah auf Platz eins der deutschen Albumcharts mit ihrem neuen Album „Platin war gestern, Nowitschok ist morgen“. Das haben sie auf ihrem Label Banger Musik veröffentlicht, ohne Vertriebshilfe des einstigen Kooperationspartners BMG – dafür vorab beworben mit einem Video zu dem Stück „In die Unendlichkeit“, das mit der Zertrümmerung ihrer Echo-Trophäen endet. Eigentlich sollte ihr drittes „Jung, Brutal und Gutaussehend“-Album ihr letztes gemeinsames sein, zumindest offiziell. Inoffiziell arbeiten sie unter dem Titel „Arbeit macht frei“ an einer Parteihymne für die AfD, die sich von dieser Kooperation mehr Akzeptanz vor allem bei der intellektuellen und musikalisch gebildeten Jugend erhofft.

Bremen: An der Hochschule für Künste (HfK) Bremen wurde eine neue Professur besetzt, die das interdisziplinäre Profil der Lehre aller Studiengänge schärft. Der Künstler Raphael Sbrzesny ist seit August 2018 neuer HfK-Professor für Kreation und Interpretation mit den Schwerpunkten Sound, Performance, Konzept, Influencing, Waterboarding, Kaugummi-Plastik und #metoo. Auf diesem Weg will der Stadtstaat seinen miserablen Ruf als Bildungswüste aufbessern.

Gütersloh: In Übereinstimmung mit allen Bildungs- und Kultusminister*innen der Länder übernimmt künftig die Bertelsmann-Stiftung Gestaltung und Verantwortung aller Lehrpläne und Hochschul-Studienangebote. „De facto hat sie dies mit ihren wortreichen Studien ja längst getan“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel, die darüber nachdenkt, ihr Kabinett durch den Bertelsmann-Stiftungsvorstand zu ersetzen. 

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