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Alle Artikel kategorisiert unter »Rezension«

Michael Kubes HörBar 48 – Josquin 500

28.12.21 (mh) -
Nachdem im 14. und 15. Jahrhundert zahlreiche Komponisten (die zugleich wohl auch immer Sänger waren) zusehends aus dem Dunkel der Namenlosigkeit getreten waren, bildete sich an der Wende zum 16. Jahrhundert um Josquin Desprez und sein Schaffen ein geradezu modern anmutender Kult. Michael Kube hat für seine 48. HörBar fünf aktuelle Aufnahmen unter die Hörlupe genommen.

Link-Tipp 2021/12

21.12.21 (Martin Hufner) -
Auf die Ohren gibt’s nie genug. Interessant ist es, wie andere Länder andere Sitten praktizieren. Zum Beispiel in Sachen Radiozukunft. Denn die hat bereits begonnen. Nicht in USA, nicht in Portugal oder Deutschland, sondern in den Niederlanden. Was können die, was andere nicht auf die Reihe bringen? Sie basteln uns einen Concertzender.

Victor Hollaenders Heimkehr

21.12.21 (Friedemann Beyer) -
Im Frühwerk der späteren Hollywoodlegende Ernst Lubitsch (1892–1947) nimmt sein Film „Sumurun“ (1920) eine Zwitterstellung ein: er gehört weder zu den zahlreichen Milieu-Burlesken, die Lubitsch ab 1914 meist in Berlin drehte, noch zu seinen ambitionierten Melodramen über Frauenfiguren wie Carmen, Madame Dubarry oder Anna Boleyn.

Anspruch und Wahrhaftigkeit

21.12.21 (Jürgen Oberschmidt) -
Es war einmal im Jahre 1897, als der Komponist und Volksliedforscher Franz Magnus Böhme in seiner zweibändigen Sammlung „Deutsches Kinderlied und Kinderspiel“ das Ergebnis seiner Sammelleidenschaft nüchtern zusammenzufassen wusste: „Von der Musik der Volks-Kinderlieder darf man sich freilich keine hohe Vorstellung machen. Der wahre Kindergesang ist im Ton und Takt höchst einfach. Alle Kindermelodien haben in allen Gegenden Deutschlands und so in anderen Ländern eine stereotype Form. Der Kindergesang […] kennt eigentlich nur eine einzige Melodie. Diese geht aus Dur, hat zwei Zweivierteltakte und ist die beständige Wiederholung von zwei Takten.“ Wie weit entfernt ist diese Situationsbeschreibung vom Kinderlieder-Maxi-Mix unserer Tage, der uns täglich davon erzählt, welche erstaunlichen Klangfarben das Singen annehmen kann und uns immer wieder dazu ermuntert, den einfachen und wesentlichen Lebensäußerungen den nötigen Raum zu schenken. Seit dem Orpheus-Mythos hat das Singen die Philosophie und Literatur geprägt, warum sollte es sich nicht auch mit entsprechenden Mitteln am Niedergang des Abendlandes beteiligen wollen?

Aus dem musikalischen Kanon gefallen

21.12.21 (Dirk Klose) -
Beim Namen Engelbert Humperdinck (1854–1921) spürt man fast immer etwas Behagliches. Man denkt an „Hänsel und Gretel“ und an freundliche Aufführungen der Oper zumal in der Weihnachtszeit. Gleichwohl ist das Werk dieses immens fleißigen Komponisten heute fast unbekannt. Humperdinck teilt das Schicksal vieler „Ein-Werk-Komponisten“ wie Max Bruch (g-moll-Violinkonzert) oder Ruggiero Leoncavallo („Bajazzo“); nur ein einziges Werk von diesen wird wieder und wieder gespielt, darüber hinaus kaum etwas.

Buch-Tipps 2021/12

21.12.21 (Michael Wackerbauer) -
Handbuch Konservatorien. Institutionelle Musikausbildung im deutschsprachigen Raum des 19. Jahrhunderts +++ Anna-Christine Rhode-Jüchtern: Maria Leo (1873–1942). Pionierin einer neuen Musikpädagogik +++ Christoph Schäfer: Dirigieren Plus. Dirigiertechnik. Persönlichkeitsentwicklung. (Selbst-)Organisation

Leidenschaft versus Verinnerlichung

21.12.21 (Christoph Schlüren) -
Die Kritische Ausgabe von Werken Richard Strauss’ schreitet in einem Tempo voran, das solch ambitionierten, hochkomplexen, von Detailproblemen und kleinen bis kleinsten zu beseitigenden Flüchtigkeitsfehlern wimmelnden Aufgaben natürlicherweise gesetzt ist.

Noten-Tipps 2021/12

21.12.21 (Philipp Lojak) -
Hagen Barz: Berliner Skizzen II. Edition Dohr E.D. 18923 +++ Alois Bröder: Sentieri. Für drei Gitarren. Partitur und Stimmen. Verlag Neue Musik NM3158

Strawinsky-Boxen in der nmz HörBar · Von Michael Kube

14.12.21 (mh) -
In diesem Jahr jährte sich der Todestag von Igor Strawinsky zum 50. Mal. In unserer nmz-HörBar hat sich Michael Kube fünf dicke CD-Boxen zur Rezension vorgenommen. Sie stammen von den Plattenschwergewichten Warner Classics, Deutsche Grammophon, Decca und Sony (2 mal). Strawinsky, soweit das Ohr reicht.

Traurige Zeiten, helles Leuchten

10.12.21 (nmz-red) -
Quadro Nuevo: Odyssee – A Journey Into The Light +++ Moritz Eggert: Die Tiefe des Raumes – ein Fußballoratorium +++ Robert Seethaler: Der letzte Satz +++ Daniel Martin Feige: Musik für Designer +++ Steffen Schleiermacher. Der Avantgartainer. Texte und Gespräche +++ Bernd Feuchtner: Die Oper des 20. Jahrhunderts in 100 Meisterwerken +++ Johann Sebastian Bach: Stumme Seufzer, Stille Klagen +++ Manfred Hermann Schmid: Beethovens Streichquartette +++
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