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Alle Artikel kategorisiert unter »Rezension«

Vorsichtige Anerkennung für einen Visionär

17.11.21 (Gerhard Dietel) -
Den Begriff „neue wege“ führt die Schriftenreihe des in Regensburg beheimateten „Sudetendeutschen Musikinstituts“ im Titel, und besonders gut passt dieses Motto zum eben im Rahmen dieser Reihe erschienenen Band mit der Nummer 18. Er ist dem tschechischen Komponisten Alois Hába (1893–1973) gewidmet, der mit einem guten Teil seines Werks Pionierarbeit leistete und klangliches Neuland erschloss. Ursprünglich angeregt durch die Volksmusik seiner mährischen Heimat und wohl auch beflügelt durch einschlägige Gedanken in Ferruccio Busonis „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ begann Hába nämlich, mit einem erweiterten Tonsystem zu experimentieren, das die gängige zwölftönige Skala um Mikrointervall-Zwischenstufen bereicherte: um Viertel- oder sogar Sechsteltöne.

Buch-Tipps 2021/11

17.11.21 (Michael Wackerbauer) -
Das linke Ohr. Der Komponist Jacques Wildberger +++ Tonhalle Zürich 1895–2021 +++ Krise – Boykott – Skandal. Konzertierte Ausnahmezustände

Noten-Tipp

17.11.21 (Philipp Lojak) -
Es ist Anfang Dezember im Jahr 1858. Gaspard Deguerry, Priester der Pfarrkirche La Madeleine im 8. Arrondissement von Paris, bittet Camille Saint-Saëns um Musik zur Begleitung der Mitternachtsmesse für das Weihnachtsfest desselben Jahres. Saint-Saëns, gerade einmal 23 Jahre jung und bereits seit einem Jahr Organist in der prunkvoll-klassizistischen Madeleine-Kirche, stürzt sich sofort in die Arbeit… Nur zwölf Tage dauerte die Entstehung der ersten sechs Sätze des „Oratorio de Noël“ op. 12, welches nun, 100 Jahre nach dem Tod von Camille Saint-Saëns am 16. Dezember 1921, in einer kritischen Ausgabe von Bärenreiter erscheint.

«Überrascht mich!» - Heinz Rudolf Kunzes neue Versionen alter Songs

16.11.21 (Christina Sticht, dpa) -
Hannover - Seit 40 Jahren steht Heinz Rudolf Kunze auf der Bühne, 46 Studioalben hat er herausgebracht, daneben Bücher, Essays und Geschichten verfasst. Ist der Musiker mit der markanten Brille ein Workaholic? Woher kommt seine Schaffenskraft? «Spieltrieb», sagt Kunze im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Irgendwann findet mich ein Einfall, meldet sich zu Wort.» Dann schreibe er das auf.

Abba sind zurück - Erstes Studioalbum seit 40 Jahren veröffentlicht

05.11.21 (dpa, Steffen Trumpf) -
Stockholm - Sie sind zurück: Die schwedische Pop-Gruppe Abba hat ihr erstes Studioalbum seit knapp 40 Jahren veröffentlicht und darin ihren typischen Sound der 1970er Jahre wiederaufleben lassen. Seit Mitternacht in der Nacht zum Freitag ist «Voyage» sowohl online als auch auf CD, Vinyl und Kassette erhältlich.

Spätwerk-Ökonomie

21.10.21 (Dirk Wieschollek) -
Der 2019 verstorbene Georg Katzer war auch nach der „Wende“ eine der interessantesten Stimmen der älteren Komponistengeneration. Die bemerkenswerte Vielseitigkeit seines Schaffens dokumentiert in komprimierter Form diese CD mit Stücken aus Katzers letzten beiden Lebensjahren.

Spiegel der Pandemie in Deutschland – Der Kulturrat zieht mit einem Sammelband Bilanz

06.10.21 (Christian Bachmann) -
Die Corona-Chroniken Teil 1 – Corona vs. Kultur in Deutschland. (Aus Politik & Kultur 18), hrsg. v. Olaf Zimmermann/Theo Geißler, Berlin 2021, 483 S., € 20,80, ISBN 978-3-947308-32-3

Link-Tipps

05.10.21 (Martin Hufner) -

Vom Girl Next Door zur Hollywoodlegende

05.10.21 (Ursula Gaisa) -
„Ich heiße Beverly Boyer und bin ein Schwein“, noch mindestens 40 Jahre später könnte ich mich kugeln über diesen Versprecher von Doris Day in dem Film „Was diese Frau so alles treibt“ (1963). Sie spielte darin eine ihrer Paraderollen als typisch saubere amerikanische Hausfrau, die durch eine Patientin ihres Mannes, einem Frauenarzt gespielt von James Garner, zu einem Werbevertrag für „Happy“-Seife kommt. Im Fernsehstudio sieht sie kurz vor ihrem Live-Auftritt einen Nazifilm, daher der Versprecher. Natürlich hätte sie sagen sollen: „… und bin eine Hausfrau“. 

Fusion-Pioniere

Je nach Herkunft und Neigung einzelner Musiker oder Bands wurden im Jazz diverse Einflüsse assimiliert, meistens aus internen Ressourcen. In etwa der Dekade zwischen 1968 und 1978 nun wirkten andere, als spektakulär apostrophierte Genres auf die bis dahin selbstreferentielle Jazzszene ein, vor allem Impulse aus der Jugendkultur, genauer: Rockmusik, woraus eine Fusion genannte Stilrichtung entstand.
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