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Alle Artikel kategorisiert unter »Absolute Beginners«

 Absolute Beginners - Kolumne von Moritz Eggert

„Das macht man heute nicht mehr“

23.05.19 (Moritz Eggert) -
Brave Studenten hören auf das, was ihre Lehrer sagen. Gute Studenten hören NICHT IMMER auf das, was ihre Lehrer sagen. Es ist schon seltsam – einerseits ist es jedem klar, dass Kunst keineswegs eine abgezirkelte Sache ist, die nach klaren und immer gleichen Regeln funktioniert.

Tiefes Komponieren

25.04.19 (Moritz Eggert) -
Jede Komponistin, jeder Komponist weiß, dass manchmal Tage dahingehen können, in denen man rumwerkelt und Dinge ausprobiert, ohne dass etwas Konkretes dabei herauskommt. Es gibt angefangene Stücke, die ewig Fragment bleiben, man probiert Kompositionstechniken aus, aber vor allem lauscht man in sich hinein, um die Musik zu finden, die in einem steckt. Das braucht Zeit und Hingabe. Und vor allem darf man von diesen fürs kreative Arbeiten essentiellen „Schaffenskrisen” nicht abgelenkt werden, man muss sie erleben und sich selber dabei kennenlernen.

Kompositions-Handwerk

27.03.19 (Moritz Eggert) -
Wenn Handwerker wie Kompositionsstudenten (und ihre Kompositionen wie Aufträge) wären…

Die Wiederentdeckung der Gefühle

17.02.19 (Moritz Eggert) -
Eines der Hauptprobleme beim Komponieren ist es, die musikalische innere Welt so in Noten zu übertragen, dass sie von anderen verstanden und umgesetzt werden kann. Wie schwierig das ist, beweist schon die Interpretationsgeschichte von berühmten klassischen Werken. Je weniger dasteht, desto freier ist der Interpret, deswegen kann zum Beispiel Bach so unterschiedlich gespielt werden (meistens allerdings leider immer unterschiedlich langweilig im mezzoforte und gepflegtem, his­torisch falschen Pedallegato). Wenn mehr drinsteht, mag der Interpret zwar auf den ersten Blick weniger Freiheiten haben, in Wirklichkeit sind aber auch die Interpretationen ausführlich bezeichneter Werke so unterschiedlich wie deren Interpreten.

Der fließende Übergang

09.01.19 (Moritz Eggert) -
Für viele Kompositionsstudenten sind die letzten Studienjahre von einer gewissen Unruhe geprägt: Kurz bevor man ins Berufsleben „entlassen“ wird, ist den meisten Studenten nämlich gar nicht klar, wie dieses Berufsleben eigentlich aussehen wird. Ähnlich wie beim Philosophiestudium ist ein Kompositionsstudium ja keineswegs ein Garant für ein gesichertes Berufsleben. Wird man je davon leben können, Musik zu komponieren? Und dann auch noch vielleicht Musik, die keineswegs dem Mainstream entspricht, anders als Filmmusik auch keinerlei „Zweck“ erfüllt, vielleicht auch noch sperrig, schwer zu spielen oder anspruchsvoll ist?

Planerfüllung

21.11.18 (Moritz Eggert) -
Viele Menschen stellen sich das Komponieren als eine Art freies Fabulieren vor – die Töne fliegen einem zu (sodenn man inspiriert ist), und man muss es alles nur aufschreiben, damit schöne Musik draus wird. Diese vollkommene Freiheit ist natürlich eine idealisierte Vorstellung. Eine begabte Schriftstellerin zum Beispiel kann sicherlich auch einfach mal drauf los schreiben, irgendwann wird aber auch sie anfangen, das Geschriebene zu strukturieren, zu ordnen und zu unterteilen. Selbst im komplett spontan improvisierten Free Jazz gibt es keine vollkommene Freiheit, da sich das, „was in den Fingern liegt“ oder durch die Instrumente „angeboten“ wird, oft als bestimmender für die Musik erweist als die eigentliche Phantasie der Interpreten.

Biografie und Ausbruch

09.10.18 (Moritz Eggert) -
Irgendwann kommt der Punkt, an dem ehemalige Studenten selber zu Kompositionslehrern werden. Der akademische Kreislauf beginnt von neuem – Lehrer unterrichten Schüler, die wiederum zu Lehrern werden, ad infinitum. Wird es irgendwann nur noch Musikhochschulen und Konservatorien geben? Wenn auch nur jeder vierte Kompositionsstudent selber zum Lehrenden wird – natürlich um finanziell ein wenig Sicherheit zu bekommen – kommt ein immer größer werdendes Häuflein zusammen, ein komplexer und sich verästelnder Stammbaum, wie in dem Gleichnis mit dem Schachbrett und den Reiskörnern.

Wo sind die Frauen?

12.09.18 (Moritz Eggert) -
In einer Kritik der nmz-Ausgabe 7/8-2018 über eine Opernveranstaltung mit Kompositionsstudenten der Münchener Musikhochschule im Rahmen der Münchener Biennale wurde „das vollständige Fehlen von Nachwuchskomponistinnen“ unter den Reihen der Komponisten bemängelt. Es stimmt: Keine einzige Komponistin wirkte bei diesem Projekt („Liminal Space“) mit. Benachteiligung von Frauen? Regie des Projektes machte eine Frau, auch im Orchester spielten zahlreiche Frauen, auf der Bühne wirkten mehr Sängerinnen als Sänger mit. Aber dieses wie auch letztes Jahr gab es bei den Aufnahmeprüfungen im Fach Komposition fast keine weiblichen Bewerbungen.

In diesen heil‘gen Hallen…

27.06.18 (Moritz Eggert) -
Vor kurzem fragte ich im Bad Blog ironisch, ob es überhaupt Komponistinnen gibt. Inzwischen müsste ich fragen, ob es überhaupt junge deutsche Komponisten gibt, und zwar beiderlei Geschlechts.

Mühsam komponiert das Eichhörnchen

31.05.18 (Moritz Eggert) -
Genauso wie viele andere Künste haben die handwerklichen Aspekte des Komponierens in den letzten Jahrzehnten eine enorme Beschleunigung durch die digitale Revolution erfahren. Hierbei spielen natürlich die inzwischen schon von quasi 99 Prozent aller Komponisten verwendeten Notenprogramme eine große Rolle.
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