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Alle Artikel kategorisiert unter »Absolute Beginners«

 Absolute Beginners - Kolumne von Moritz Eggert

Wo sind die Frauen?

12.09.18 (Moritz Eggert) -
In einer Kritik der nmz-Ausgabe 7/8-2018 über eine Opernveranstaltung mit Kompositionsstudenten der Münchener Musikhochschule im Rahmen der Münchener Biennale wurde „das vollständige Fehlen von Nachwuchskomponistinnen“ unter den Reihen der Komponisten bemängelt. Es stimmt: Keine einzige Komponistin wirkte bei diesem Projekt („Liminal Space“) mit. Benachteiligung von Frauen? Regie des Projektes machte eine Frau, auch im Orchester spielten zahlreiche Frauen, auf der Bühne wirkten mehr Sängerinnen als Sänger mit. Aber dieses wie auch letztes Jahr gab es bei den Aufnahmeprüfungen im Fach Komposition fast keine weiblichen Bewerbungen.

In diesen heil‘gen Hallen…

27.06.18 (Moritz Eggert) -
Vor kurzem fragte ich im Bad Blog ironisch, ob es überhaupt Komponistinnen gibt. Inzwischen müsste ich fragen, ob es überhaupt junge deutsche Komponisten gibt, und zwar beiderlei Geschlechts.

Mühsam komponiert das Eichhörnchen

31.05.18 (Moritz Eggert) -
Genauso wie viele andere Künste haben die handwerklichen Aspekte des Komponierens in den letzten Jahrzehnten eine enorme Beschleunigung durch die digitale Revolution erfahren. Hierbei spielen natürlich die inzwischen schon von quasi 99 Prozent aller Komponisten verwendeten Notenprogramme eine große Rolle.

Das zischende Geräusch der Schockstarre

19.04.18 (Moritz Eggert) -
„Ich liebe Abgabetermine. Ich liebe das zischende Geräusch, dass sie beim Vorbeiziehen machen.“ So sprach Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“), der berüchtigt dafür war, bei Abgabeterminen in eine Art kreative Schockstarre zu verfallen.

Tückische Vorzeichen

23.03.18 (Moritz Eggert) -
Es gibt ein Thema, das einen großen Teil meines Kompositionsunterrichts einnimmt, gleichzeitig wünsche ich mir aber sehr, dass das nicht so sein müsste. Es ist das Thema der Enharmonik.

Lehrerchen wechsel Dich

07.02.18 (Moritz Eggert) -
Immer wieder ein Thema an Musikhochschulen ist der Lehrerwechsel. Die Gründe dafür sind für die Studenten ganz unterschiedlich und reichen von „einfach nicht mit dem Lehrer können“ bis zu „neue Impulse suchen“. Es gibt auch den einen oder anderen Lehrer, der Studenten zum Lehrerwechsel auffordert, weil er seinen Studenten noch neue Einsichten gönnt. Dahinter könnte aber natürlich auch stecken, dass wiederum der Lehrer nicht mit dem Studenten kann.

Bewältigung der Überwältigung

14.12.17 (Moritz Eggert) -
Ein ganz typisches Phänomen: Da hat man gerade erst die Aufnahmeprüfung bestanden im Fach Komposition, vor einem liegen 4 bis 6 oder noch mehr Jahre Kompositionsstudium, man ist am Ziel seiner Träume angelangt … und fällt plötzlich in eine komplette Sinnkrise, ganz zu Anfang des Studiums, wo es doch nun eigentlich erst richtig losgehen sollte.

Allein, allein

22.11.17 (Moritz Eggert) -
Komponieren ist ein einsames Geschäft. Wer sich Musik ausdenkt, braucht Ruhe und Konzentration und ist meistens allein. Schon ein Strawinsky wurde panisch, wenn ihm jemand beim Komponieren auf dem Klavier zuhörte, und ganze Generationen von Filmleuten scheitern immer wieder daran, einen Komponisten glaubwürdig beim „Komponieren“ zu filmen – denn es wirkt immer unecht und gestellt.

Der ewige Lehrer

13.10.17 (Moritz Eggert) -
Nach der Studienordnung beginnt ein Kompositionsstudium im Bachelor (4 Jahre), wird im Master fortgesetzt (2 Jahre), eventuell gibt es noch Meisterklasse oder diverse andere Postgraduiertenstudien (1+ Jahre) … aber irgendwann ist unweigerlich Schluss: man entlässt die Studenten in die wilde, weite Welt der Musik, wo sie auf sich allein gestellt im Dschungel der Stipendienbewerbungen und hoffentlich Kompositionsaufträge überleben müssen. Man sagt ihnen auf Wiedersehen und wünscht ihnen alles Gute, zumindest ist das an normalen Unis so. Nicht aber an Musikhochschulen.

Wo die wilden Talente wohnen

08.09.17 (Moritz Eggert) -
In seinem Buch „Die digitale Revolution der Musik“ schreibt Harry Lehmann über den Wandel der Bedeutung von Institutionen durch die zunehmende Demokratisierung der künstlerischen Medien durch „Eplayer“. Als ich dadurch angeregt kürzlich im Bad Blog über die „akademische Blase“ schrieb, bekam ich von akademischen Kollegen eins auf den Deckel, von den nicht-akademischen sehr viel Lob.
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