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Alle Artikel kategorisiert unter »Bayerischer Kulturrat«

Musik-Erleben auf gleicher Augenhöhe

01.07.08 () -

Der KISUM e.V. wurde im Jahr 1999 gegründet, um Kinder und Jugendliche in ihrer musikalischen Entwicklung zu unterstützen. Eltern, ehemalige KISUM-Schüler, Freunde und Förderer finden sich in ihm zusammen, um die Arbeit des KISUMs zu unterstützen. Seit 2003 ist der KISUM e.V. außerdem Träger des KISUM-Musikkindergartens in Niedergrunstedt. Er unterstützt die kulturellen und künstlerischen Aktivitäten des KISUMs, fördert regelmäßige Kinder- und Jugend-Musikfreizeiten und hilft finanziell benachteiligten Familien.

Max und Moritz und die Katzenjammer-Kids

01.06.08 () -

Zum 100. Todesjahr und als Beigabe zum 13. Internationalen Comic-Salon Erlangen erinnert das Stadtmuseum Erlangen zeitgleich in zwei Ausstellung­en, die noch bis 03.08.08 dauern, an das Multitalent Wilhelm Busch – also an den Bild-Erzähler, Dichter, Zeichner und Maler.
Ich wurde geboren 1832 in Wiedensahl. Im Herbst 1847 kam ich auf die Polytechnische in Hannover. Zu Anfang der fünfziger Jahre war ich im Antikensaal in Düßeldorf und in der Antwerpener Malschule. Darauf ging ich nach München, arbeitete für die Fliegenden [Blätter], zeichnete meine Bilderbogen und machte mit Max u. Moritz den Anfang der längeren Bildergeschichten. Daß sie zunächst gezeichnet und dann erst geschrieben wurden, also die Anschaulichkeit, mag wohl eine von den Ursachen ihrer weiten Verbreitung sein. Im Verhältniß zu ihnen haben [die Lyrik- und Prosabände] Kritik des Herzens, Eduards Traum und der Schmetterling nur bei Wenigen Beifall gefunden. So gut wie all meine Sachen sind in der Stille von Wiedensahl entstanden. Seit drei Jahren [1898] wohn ich in Mechtshausen am Harz.“ Hier starb Busch im Alter von 75 Jahren. Buschs Karriere als humoristischer Zeichner begann in München im Herbst 1858. Nach drei vergeblichen Anläufen, akademischer Maler zu werden, lieferte er als Mitarbeiter der „Fliegenden Blätter“ und „Münchener Bilderbogen“ des Verlegers Kaspar Braun die erwarteten illustrierten Witze, gezeichneten Wortspiele, Scherzgedichte und Moritaten-Parodien. Bald aber gestaltete er mit bemerkenswert zeichnerischer Raffinesse und treffenden Reimen die zeittypische harmlose Komik zur neuartigen Bild-Erzählung um. Immer mehr von Buschs unsterblichen Figuren tauchten in Druckwerken auf: in ebenso anarchisch anmutenden wie auf gerechten Ausgleich hinwirkenden Handlungskontexten. Berühmt wurde er mit „Max und Moritz“, „Der hl. Antonius“ und „Die Fromme Helene“. Nun, bei gesicherter Existenz, publizierte er statt „Kurzgeschichten“ Bilderromane und Episodenreigen mit einem feinen Zusammenspiel von Zeichnung und Dichtung. Um 1875 befand er sich auf dem Höhepunkt dieser Kunst und hatte genug Geld, nur das zu machen, was ihm gefiel. Das Finale dieser 25 Jahre gab er mit dem verhinderten Dichter „Balduin Bählamm“ und dem gescheiterten „Maler Klecksel“. Der Ruf des legendären Humoristen behagte Busch nicht, da er spürte, wie wenig sein Publikum vom Kern und der Ironie seiner „Konturwesen“ verstand. Verbarg er auch deshalb sein unabhängiges, malerisches und zeichnerisches Werk, das ihn 40 Jahre lang beschäftigte?

Einblick in die Arbeitsweise eines Freskanten

01.05.08 () -

Im ehemaligen Benediktinerkloster Asbach (zwischen Bad Griesbach und
Rotthalmünster gelegen) findet von Mai bis August 2008 unter dem Titel „Vom Akt zum Fresko“ eine Ausstellung mit Werken von Joseph Schöpf statt. Die Kunstgeschichte hat in den vergangenen Jahren verstärkt ihren Blick auf die Zeit des frühen Klassizismus gerichtet. Opulente Monographien (wie Steffi Roettgens Band zu Anton Raphael Mengs oder Edgar
Baumgartls Werk über Martin Knoller) widmeten sich einzelnen Künstlern, ambitionierte Ausstellungen (wie der „Herbst des Barock“) ganzen Dynastien und deren Umfeld.
Bisher wenig beachtet blieb der Tiroler Maler Joseph Schöpf (1745–1822), der im deutschsprachigen Raum als eine der interessantesten Künstlerpersönlichkeiten dieser Zeit gelten muss. Schöpfs frühe Biographie ist bewegt wie kaum eine andere. Aus dem noch dem Barock verhafteten Umfeld seiner Heimat kommend, wurde er Schüler von Martin Knoller, erfuhr die eigentliche Prägung aber schließlich an der Römischen Accademia di San Luca. Die Prinzipien der Akademie wurden ihm zur unbedingten Grundlage seines eigenen künst­lerischen Schaffens. Nach sieben Jahren in Rom kehrte er nach Tirol zurück. Sein Oeuvre als Freskant und Tafelbildmaler wurde bereits von Zeitgenossen stark beachtet und gelobt. Werke finden sich vor allem in Nordtirol, Südtirol und Süddeutschland. Dem Münchner Generalinspektor Georg von Dillis galt Schöpf 1810 als der „erste damalige Freskomaler“ in Tirol. Eine Besonderheit macht Joseph Schöpf zum faszinierenden Forschungsgegenstand: Sein künstlerischer Nachlass ist vollständig überliefert. Annähernd 3.000 Objekte dokumentieren vor allem seine Arbeitsprojekte. Der im Kloster Stams verwahrte Nachlass spiegelt in eindrucksvoller Weise die Biographie des Malers wider. Am umfassendsten ist darin aber der Werkprozess zur Ausmalung der Klosterkirche Asbach im Rottal belegt. Mit weit mehr als 60 Entwürfen dürfte das 1784 kurz nach Schöpfs Rückkehr aus Rom geschaffene und bereits von Zeitgenossen hoch gelobte Hauptwerk des Tirolers in seiner Entstehung so gut dokumentiert sein wie kaum ein anderes Werk der Kunstgeschichte. Asbach und Schöpfs Nachlass eröffnen damit eine nahezu einzigartige Gelegenheit, einen detailgenauen Blick auf die Arbeitsweise eines aus barock-er Tradition kommenden, akademisch gebildeten Freskanten zu gewinnen. Verblüffend wirkt die aus dem akademischen Denken stammende Arbeitsstrategie, systematisch jede Figurenkomposition über Aktstudien nach dem lebenden Modell vorzubereiten. Die Ausstellung „Vom Akt zum Fresko“ widmet sich einführend der Thematik, Joseph Schöpf als Maler des Frühklassizismus darzustellen. Den Schwerpunkt bildet aber der Nachvollzug des gesamten Werkprozesses für die Freskierung der Klosterkirche Asbach, der prototypisch für andere Werkkampagnen Schöpfs, seiner Zeitgenossen und Vorläufer stehen kann.

Schlösser, Schlüssel, Truhen, Kästchen

01.04.08 () -

Das ehemalige Benediktinerkloster Asbach (zwischen Bad Griesbach und
Rotthalmünster gelegen) blickt auf eine Geschichte von mehr als 800 Jahren zurück. 1127 gegründet, war es bis zu seiner Auflösung im Jahr 1803 kulturelles und geistiges Zentrum im Rottal. Nach der Säkularisation im Jahre 1803 blieb nur die um 1770/80 vermutlich von Francois Cuvilliés d.J. erbaute Klosterkirche unversehrt erhalten, da sie als Ersatz für die abgebrochene Pfarrkirche Verwendung fand. Die barocken Abteigebäude hingegen kamen in private Hände und wurden teilweise abgerissen oder in ein landwirtschaftliches Anwesen verwandelt. Nur ein als Pfarrhof dienender Trakt blieb weitgehend intakt, während die übrigen als Stall, Scheune und Abstellräume genutzten Bauten immer mehr verfielen.

Wie wirkt Kultur im Alter?

01.03.08 () -

Die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. hat bundesweit circa 1.500 Mitglieder und repräsentiert als Personennetzwerk alle Ebenen kulturpolitischen Handelns. Sie setzt sich seit über 25 Jahren für eine moderne und dezentral organisierte Kulturpolitik ein, die das Bürgerrecht Kultur beim Wort nimmt. Sie ist Trägerin des Instituts für Kulturpolitik sowie (gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat) des Cultural Contact Points, der deutschen Kontaktstelle für Kulturförderprogramme der EU.

Kooperationsprojekt von Tanzschaffenden

01.02.08 () -

Im Rahmen der diesjährigen „Access to dance“ - Saison, einem 2006 ins Leben gerufenen Kooperationsprojekt verschiedener Münchner Tanzschaffender und Tanzinstitutionen, dessen Ziel eine breite und langfristige Förderung des zeitgenössischen Tanzes in München und Bayern ist, gastiert Meg Stuart mit „Blessed“ am 28. und 29. Februar 2008 in der Münchner Muffathalle. Die amerikanische Tänzerin und Choreographin Meg Stuart und ihr portugiesischer  Kollege Francisco Camacho arbeiteten bereits 1991 in Stuarts Debüt-Choreographie zusammen und markierten mit Disfigure Study den Beginn einer neuen Tanzästhetik. „Blessed“ ist das Ergebnis einer erneuten Kooperation der beiden Künstler sowie dem Sounddesigner Hahn Rowe und der Bühnenbildnerin Doris Dziersk. Die im März 2007 am Kunstzentrum Vooruit in Gent (Belgien) uraufgeführte Performance verbindet Bewegungs-, Ton- und Bildsprache und erzählt von der Sehnsucht des Menschen nach Sicherheit und Glück und seinen verzweifelten Versuchen, sich gegen Untergang, Bedrohung und Schicksal zu wehren. Obwohl „Blessed“ zu den dunkleren Stücken von Meg Stuart zählt, fokussiert das Werk das unerbittliche Ringen um das Leben und tröstet mit der sinnlichen Kraft der Ästhetik der Zerstörung. Ein immer wiederkehrendes Element in Meg Stuarts Arbeiten ist die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers, seine Abhängigkeit und zugleich Abkehr von gesellschaftlichen Normen. „Blessed“ hinterfragt die Sicherheiten und Unsicherheiten des menschlichen Lebensraums – die von Doris Dziersk geschaffene Rauminstallation, eine Scheinidylle aus Pappe, die sich im Verlauf der Performance zunehmend in sintflutartigen Regenfällen auflöst, steht als Sinnbild für Hoffnung und Zerstörung. Zur Klangkulisse von Hahn Rowe stellt Francisco Camacho in einem speziell für ihn choreographierten Solo die Frage nach Leben und Überleben, nach der Konstruktion und Dekonstruktion der Welt. Der Macht der Naturgewalt ausgeliefert sucht der Darsteller seinen Platz zwischen Pfützen und Pappe, skizziert gelegentlich Fragmente der Ballettgeschichte und tanzt sonst eher minimalistisch gegen die realen und imaginären Bedrohungen der menschlichen Existenz an. Die Modeschau-Einlage der in grelle Töne gekleideten Tänzerin Kotomi Nishiwaki am Ende des Stückes fungiert als Bruch und Kontrast: Wie viele Illusionen brauchen wir, um überleben zu können? Ist es der Luxus der Privilegierten, sich in den Traum der Utopie flüchten zu können? Und ist Hoffnung eine Frage der Lebensumstände, in denen man sich befindet? Infos unter: www.accesstodance.de

Leuchtende ausgewogene Farbigkeit

01.12.07 () -

Noch bis zum 6. Januar 2008 dauert eine Ausstellung mit dem Titel „Stationen eines Künstlerlebens“ im Passauer Museum Moderner Kunst (MMK). Die aktuelle Herbst/Winter-Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in das künstlerische Schaffen des Passauer Künstlers Georg Philipp Wörlen, dessen Werke zu einem großen Teil vom Museum Moderner Kunst Passau, Stiftung Wörlen, beherbergt werden, das vom Sohn des Künstlers, dem Architekten Hanns Egon Wörlen gegründet und 1990 eröffnet wurde.

Tendenz zum Wagnis erkennbar

01.11.07 () -

Die mit je 5.000 Euro dotierten Bayerischen Kunstförderpreise in den Sparten Darstellende Kunst, Bildende Kunst und Literatur wurden von Kunstminister Thomas Goppel in München bekannt gegeben. „Der Preis ist zugleich ideelle wie materielle Unterstützung und soll Motivation bei der weiteren künstlerischen Arbeit sein“, betonte der Kunstminister. Die Preisträger müssen über eine außergewöhnliche Begabung verfügen und durch hervorragende Leistungen hervorgetreten sein.

Kulturelle Kooperationsprojekte im Fokus

01.10.07 () -

Kulturförderprogramme gibt es im Rahmen der EU seit der Mitte der 90er-Jahre, seit im Maastrichter Vertrag 1992 mit dem Artikel 128 (heute Artikel 151) die rechtliche Grundlage dafür geschaffen wurde.

Den Körper und die Stimme befreien

01.07.07 () -

Von 1. bis 11. August treffen sich dieses Jahr zum 17. Mal Tanzbegeisterte aus aller Welt, um während der TANZWERKSTATT EUROPA (TWE) das Spektrum von Tanz und Bewegung zu erkunden. Veranstaltet von JOINT ADVENTURES, gemeinsam mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, verwandelt sich die TWE München im Sommer elf Tage in ein Zentrum zeitgenössischer Tanzkunst. Tagsüber bieten international renommierte Dozenten ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Workshop-Programm für Profis und Amateure an. Abends werden Choreografen, Performancekünstler und Kompanien aus der ganzen Welt ihre aktuellen Arbeiten präsentieren. Gezeigt werden innovative Stücke des zeitgenössischen Tanzes und der Performance. Die folgenden Veranstaltungen geben einen nur kleinen Einblick in die Vielfalt des Angebotenen.

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