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Alle Artikel kategorisiert unter »Bayerischer Kulturrat«

The Penal Colony – die Todesmaschine

01.10.02 () -

Philip Glass’ 2000 in Seattle uraufgeführte Oper setzt sich mit Franz Kafkas berühmter Erzählung „In der Strafkolonie“ auseinander. In dieser Erzählung prangert Kafka Unmenschlichkeit und Mitleidlosigkeit in einer scheinbar rationalen und geordneten Welt an. Alles erscheint logisch und klar und doch ist nichts absurder, als dass einer sich aufschwingt, den andern scheinbar nach Recht und Gesetz zu morden: die Todesmaschine. „Umbringen müsste man den, einfach hinrichten“ – wie oft hört man heutzutage diesen Satz. Leichtfertig dahin gesagt, aber dahinter versteckt sich eine Haltung, die unmenschlich und grausam ist – und: wie schnell wendet sich eine Situation gegen den Urteilenden und er wird selbst hingerichtet von der öffentlichen Meinung, die er vorhin so eloquent vertreten hat! Genau diese Situation begreift Kafka in seiner zunächst scheinbar abstrusen Erzählung, die der berühmte amerikanische Komponist Philip Glass für sein neuestes fulminantes Werk ausgesucht hat. Schon in seinen berühmten Opern „Satyagraha“ und „Echnaton“ – grandios an der Stuttgarter Oper inszeniert – hat Glass gezeigt, wie er kühl und völlig distanziert mit Musik umgehen kann; keine romantische Gefühlsduselei, sondern eiskalt sezierte Gefühle.

Thank You America

01.07.02 () -

Das Museum Moderner Kunst Stiftung Wörlen zeigt im Rahmen der 50. Festspiele Europäische Wochen Passau, die unter dem Motto „Thank You America“ stehen, drei verschiedene Ausstellungen mit amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern. In der Hauptausstellung „Americans“ sind Meisterwerke der amerikanischen Fotografie von Richard Avedon bis Andy Warhol zu sehen, mit James Sullivan wird ein unkonventioneller Repräsentant amerikanischer Bildhauerei gezeigt und mit Loren Munk und Philip Smith zwei junge New Yorker Maler. Zusätzlich präsentiert das Museum in Würdigung des 50-jährigen Bestehens der Passauer Festspiele Fotografien von Rudolf Klaffenböck. Alle Ausstellungen sind vom 15. Juni bis 18. August 2002 zu besichtigen.

Sekundärliteratur zeugt Tertiärliteratur

01.06.02 (Peter Zwey) -

Der Leiterin des Paul-Ernst-Archives (Sammlung Karl August Kutzbach), Frau Hildegard Blanke, ist die Erleichterung deutlich anzusehen. Sie hat es geschafft, die umfangreiche Sammlung von Schriften und Büchern, dazu einen Großteil des Nachlasses samt Bildern, Grafiken und Fotos des Dichters unterzubringen – alles geht jetzt in die Universitätsbibliothek Regensburg.

PUK und KIZ informieren rund um die Uhr

01.05.02 () -

Der Deutsche Kulturrat bietet verschiedene Möglichkeiten, sich aktuell über die neuesten Ereignisse in Kunst und Kultur zu informieren: Der Informationsdienst PUK (Politik und Kultur) erscheint seit dem 1. März 2002 viermal jährlich im Zeitungsformat und berichtet über Neues aus dem Deutschen Kulturrat und aus der Kulturpolitik. Die neue Zeitung, die in Zusammenarbeit mit dem ConBrio-Verlag erscheint, ersetzt den Infodienst „Deutscher Kulturrat – aktuell“, in dem seit 1997 die Arbeit des Deutschen Kulturrats vorgestellt wurde. Das gegenüber dem früheren Infodienst größere Format ermöglicht die umfangreichere Berichterstattung über die verschiedensten Themen des Kulturlebens.

„Begehrlichkeit nach Neuem“

01.04.02 () -

Das Pfingstsymposion ist ein internationales Forum, das seit 1990 jährlich in München stattfindet. Es bietet Gelegenheit zu einem interdisziplinären Austausch zwischen renommierten Referenten/-innen aus Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Inspirationsquelle für die zeitgemäßen und aktuellen Themen des Symposions ist die Musik – insbesondere die Neue Musik. Die Musik ist der archimedische Punkt, sie gibt den Rahmen und das Ausgangsmaterial, musikalische Fragestellungen grenzüberschreitend zu diskutieren. Das Pfingstsymposion will Impulse geben aus der Musik heraus und über sie hinaus.

Modelle der Verständigung und Kooperation

01.03.02 (Agnes Helfer) -

„Globalisierung“, „Fundamentalismus“, „Nord-Südkonflikt“ – in der heutigen gesellschaftlichen Diskussion haben sich diese Begriffe schon fast verselbstständigt und werden aus ihrem jeweiligen Verständniskontext herausgelöst, werden zu Versatzstücken.

Rückbesinnung auf geistige Tradition Europas

01.02.02 () -

Das „Europäische Zentrum für wissenschaftliche, ökumenische und kulturelle Zusammenarbeit e.V. – Griechisch-Deutsche Initiative“ wurde 1979 auf Anregung des Würzburger Universitätsprofessors für Byzantinistik und Neugriechische Philologie, Dr. Evangelos Konstantinou, durch eine Gruppe von Professoren, Politikern und Studenten in Würzburg gegründet.

Kürzungen im Bibliotheksbereich?

01.12.01 () -

Anlässlich der Diskussion um die vollständige Kürzung des Landeszuschusses in Höhe von über fünf Millionen Mark für die öffentlichen Bibliotheken im Haushaltsentwurf des Landes Nordrhein-Westfalen (2002) hat die Kulturpolitische Gesellschaft vor einer Rückstufung der kulturellen Grundversorgung gewarnt. Nicht nur im bevölkerungsreichsten Bundesland sei gegenwärtig eine Tendenz zu beobachten, Kulturförderung nach einem Kriterium ihrer Eventfähigkeit zu betreiben. Kulturpolitik werde unglaubwürdig – so der Präsdient der Kulturpolitischen Gesellschaft, Dr. Oliver Scheytt – wenn sie sich der Verantwortung für die kulturelle Grundversorgung entziehe.

Ein vorzügliches Forum für Künstlerinnen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunstfreundinnen und Kunstinteressierte, mit diesem Artikel möchten wir Ihnen das Josephine Beuys Forum (JBF) näher vorstellen.

Unverwechselbare Formensprache

01.10.01 (Agnes Helfer) -

Nicht auf 50 – wie in der letzten Zeit viele Einrichtungen bundesrepublikanischer Vergangenheit – oder 100, nein, auf 150 Jahre seit seiner Gründung blickt der Bayerische Kunstgewerbe-Verein heute zurück. Dieser freiwillige Zusammenschluss von Einzelmitgliedern hat zwei Weltkriege und vier unterschiedliche Systeme überdauert, hat geistige und kulturelle Veränderungen und ungeahnte technische und wirtschaftliche Entwicklungen miterlebt – man denke etwa an die unvermutete Konkurrenz, der Handwerksbetriebe um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch die neue industrielle Fertigungsweise plötzlich ausgesetzt waren. Aber nicht nur auf technische Neuerungen galt es zu reagieren.

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