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Alle Artikel kategorisiert unter »CD«

Asymmetrisches Leben: Holligers „Lunea“

22.06.22 (Dirk Wieschollek) -
Künstlerphysiognomien an der Schnittstelle von visionärer Kunstausübung und pathologischer Psyche standen bei Heinz Holliger schon immer hoch im Kurs. Seine jüngste Oper „Lunea“ (2018) kreist um das Leben und Wirken Nikolaus Lenaus (1802–1850), der mit 42 Jahren in einen Zustand geistiger Umnachtung fiel. Was Holliger an Lenau besonders faszinierte, waren aber nicht die prominenten Gedichte, die zwischen Schumann und Berg zu den meistvertonten des 19. Jahrhunderts gehören, sondern die sprachliche Kühnheit von dessen „Notizbuch aus Winnenthal“, gefüllt in der dortigen Nervenheilanstalt mit aphoristischen Texten und Gedankensplittern.

Unerhörtes von Avantgarde-Ikonen

Ist jemand zur Jazz-Ikone geworden, insbesondere post mortem, sind Fahndungsaufträge nach unveröffentlichten Aufnahmen oder Kontakte zu Erben fast garantiert. Abgesehen von der Begeisterung der Sammler und Archivare ist der kulturhistorische Wert manches Fundes genauer zu taxieren.

Es gibt nur einen Hardrockgott

11.06.22 (Sven Ferchow) -
Lassen wir mal das vermeintlich provokative und künstlerisch vorgeschobene Gedöns um Rammstein weg. Konzentrieren wir uns schlicht auf die Musik und die Songs des neuen Albums „Zeit“. +++ Arcade Fire, die – böse formuliert – schon seit sechs Alben mit der Schublade „Indie“ kämpfen, stellen mit „WE“ ihr siebtes Album vor. +++ Gut, dass es die Norweger Röyksopp gibt. Und das neue Album „Profound Mysteries“. +++ Schon ein cooles Album, das Sam Vance-Law mit „Goodbye“ verkaufen möchte. Respekt. +++ Es gibt keine andere, bessere, sinnvollere und bewundernswertere Hardrock-Band als Thunder.

unüberhörbar 2022/06

11.06.22 (Christoph Schlüren) -
Fanny Mendelssohn-Hensel: Klaviertrio d-Moll op. 11, Streichquartett Es-Dur; Clara Schumann: Klaviertrio g-Moll op. 17. The Nash Ensemble. Hyperion +++ Quartet Berlin-Tokyo: Popov, Schulhoff. QBT +++ Légende. Joel von Lerber, Harfe. Claves

Psychedelische Baustellen (mit Gefühl)

19.05.22 (Dirk Wieschollek) -
Malin Bång ist eine Komponistin, die die experimentelle Erweiterung des Instrumentalklanges noch längst nicht ad acta gelegt hat und diese oft im kommunikativen Spannungsfeld großer Besetzungen erkundet. +++ Nach den „Amproprifications“ von Maximilian Marcoll nun die „Amphiference“ von Steffen Krebber, ein Neologismus, der ebenfalls ein speziell entwickeltes Verfahren der Modifizierung von Instrumentalklängen im Hinblick auf bereits bestehende Musik beschreibt. +++ Eine weitere Vinyl-Novität aus dem Hause Umland stammt von Ephemeral Fragments

„Bird“ in der Carnegie Hall

06.05.22 (Marcus A. Woelfle) -
1938 machte Benny Goodman den Jazz in der Carnegie Hall „hoffähig“. Ab 1943 stellte Duke Ellington dort in einer legendären Konzertreihe großangelegte Werke vor, die Signalwirkung hatten: Jazz für den Konzertsaal, nicht für den Tanzboden. Charlie Parkers Aufnahmen in dieser „heiligen Halle“ lassen sich in der 4-CD-Box Complete Carnegie Hall Performances nachhören.

Realistische Bestandsaufnahmen

06.05.22 (Sven Ferchow) -
Höchstwahrscheinlich ist die Zeit der Red Hot Chili Peppers vorbei. +++ Auf den ersten Blick hat die schwedische Rockband The Hellacopters kein Personal ausgetauscht. +++ Es gibt ja für fast jede Musikrichtung einen Referenzwert. Was alternative Gitarrenmusik betrifft, ist Band of Horses ein solcher. +++ Nachdem Slash als Guns’n’Roses-Mitglied etwas unterfordert scheint, vertreibt er sich schon einige Jahre unter dem hölzernen Projektnamen Slash feat. Myles Kennedy and The Conspirators ein wenig die Hardrock-Zeit. +++ Brian Molko und Stefan Olsdal alias Placebo verpassen uns das achte Studioalbum. +++ Hinter Get Well Soon steckt ein deutscher Künstler: Konstantin Gropper, der den Soundtrack zur Netflix-Serie „How To Sell Drugs Online Fast“ schrieb.

unüberhörbar 2022/05

Hans Abrahamsen: Schnee. Lapland Chamber Orchestra, John Storgårds. Dacapo +++ Terence Blanchard: Absence. The E-Collective & The Turtle Island Quartet. Blue Note

Natur und Artefakt

19.04.22 (Dirk Wieschollek) -
Adriana Hölszkys „WeltenEnden“ +++ Annesley Black, 2019 Siemens-Förderpreisträgerin, zählt momentan zu den konzeptionell experimentierfreudigsten Komponistinnen +++ Wenn Peter Ablinger und Erik Drescher zusammentreffen, kommt das in der Regel klanglicher Grundlagenforschung gleich

Alleingänge

Den Eigenschwingungen vertrauend, haben einige Jazzer ohne Begleitung (außer gegebenenfalls durch sich selbst im Mehrspurverfahren) persönliche Sujets dargestellt.
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