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Macht oder Andacht?

29.03.21 (Wolfgang Molkow) -
Zum Instrument des Jahres haben die Landesmusikräte 2021 die Orgel bestimmt. Schon seit 2017 sind Orgelmusik und Orgelbau durch die UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Von einem besonderen Platz aus betrachtet nmz-Autor Wolfgang Molkow die „Königin der Instrumente“ – vom Kinosessel aus:

International ist nicht automatisch divers

17.02.21 (Eva Morlang) -
Vielfalt und Weltoffenheit ist erklärtes Ziel vieler Kulturinstitutionen. Auch zahlreiche Orchester und Konzerthäuser haben in den letzten Jahren als Reaktion auf erstarkende rechtsextreme und antidemokratische Kräfte die „Erklärung der Vielen“ unterschrieben. Wer sich von Nazis und Rechtsextremen abgrenzt, wiegt sich in Sicherheit, nicht rassistisch zu sein. Dass diese Vorstellung zu kurz greift, ist im Jahr 2020 allmählich in den öffentlichen Diskurs eingezogen. Alltagsrassismus und Diskriminierung durch Behörden wurden lange mit den USA assoziiert. Nun entsteht ein Bewusstsein dafür, dass es Rassismus auch in Deutschland gibt, und zwar nicht nur in Form vereinzelter Nazis, sondern strukturell.

Expeditionen im Klangraum

25.11.20 (Hans-Jürgen Schaal) -
Erst in den späten 1970er Jahren begann die Musikwelt, Iwan Wyschnegradsky wirklich zu entdecken. In Frankreich und Kanada wurden Konzerte veranstaltet, Berlin lockte mit einem Stipendium als „Composer in Residence“. Der erste Kompositionsauftrag, den Wyschnegradsky in seinem Leben erhielt, war 1979 ein Streichtrio für Radio France. Doch der Komponist starb vor seiner Vollendung.

Überleben in dunkler Zeit

31.10.20 (Isabel Herzfeld) -
Viktor Ullmann, Paul Hindemith, Ernst Toch – diese drei Komponisten stehen exemplarisch für das gemeinsame Anliegen des Vereins musica reanimata und des Schott-Verlags Mainz, Leben und Werk von den Nationalsozialisten verfemter, verfolgter und vernichteter Künstler zu erforschen und der Öffentlichkeit (wieder) zugänglich zu machen. Im Falle des traditionsreichen Verlagshauses basiert diese Arbeit teils noch auf direkten, ausschließlich wegen der durchschlagenden Qualität ihrer Musik geknüpften Beziehungen zu den jeweiligen Tonsetzern.

Eine eigenständige jüdische Stimme in der Sowjetunion

Hätte man sich um 1935 bei Arturo Toscanini, Issay Dobrowen, Hermann Scherchen, Alexander Gauk oder Dimitri Mitropoulos danach erkundigt, was es mit Alexander Weprik auf sich habe, so hätte wohl jeder dieser Dirigenten geantwortet, Weprik sei einer der herausragenden russischen Komponisten der Gegenwart. Sie alle hatten seine Werke dirigiert. Schott und Universal Edition führten ihn im Verlagsprogramm und bestätigten damit, dass er auch in Westeuropa als wichtiger Vertreter zeitgenössischer Musik wahrgenommen wurde.

Vogelwild und unnachahmlich im Studio

29.08.20 (Hans-Jürgen Schaal) -
Er war halb Mensch, halb Mythos – so formulierte es der Produzent Ross Russell. Charlie „Bird“ Parker (1920–1955), das große Idol der Bebop-Anhänger, revolutionierte das Saxophonspiel und schuf die Grundlagen des modernen Jazz. Als Virtuose schien er unübertrefflich – doch sein übriges Leben hatte er nicht im Griff. Parker lebte zynisch und defätistisch, war drogensüchtig und notorisch unpünktlich. Bei seinen Aufnahmesessions kollidierten Genie und Chaos.

Singen im Freien – Hürden und Chancen

27.08.20 (Bernhard König) -
„Chorgesang besteht nicht nur aus Tönen. Chormusik transportiert auch Inhalte. Sie erzählt von Dingen, die Menschen wichtig sind und die es verdient haben, zu einer musikalischen Form überhöht zu werden. Corona hat uns einen atemberaubend rasanten und tiefgreifenden kulturellen Wandlungsprozess beschert, den in dieser Form niemand vorhergesehen und gewollt hat. Binnen kürzester Zeit hat sich das Kultur- und Musikleben neu sortiert – und von dieser Neusortierung wird etwas bleiben. Auch über die gegenwärtige Krise hinaus werden sich die Praktiken der Planung, Produktion und Rezeption von Musik verändern – und dies wiederum wird langfristig auf kollektives Bewusstsein einwirken.“

Mit diesen Ambivalenzen ist schwer umzugehen

04.06.20 (Patrick Hahn) -
Blasinstrumente sind keine Virenschleudern – Abstand halten tut dennoch Not. So kann man verschiedene Studien zusammenfassen, die sich aktuell mit der Frage beschäftigen, mit welchen Schutzmaßnahmen größere Ensembles und Orchester in Zeiten der Corona-Pandemie den Probenbetrieb wieder aufnehmen könnten. Eine Übersicht zum Stand der Forschung und der Empfehlungen.

Wiederentdeckung eines „wahrhaft Freien“

„Wer aber Ohren und Nerven hat, sich auf echte Musik eines modernen Menschen einzustellen, muß Weihestunden erlebt haben von ungewöhnlich nachhaltigem Eindruck. […] Die Tonsprache […] steht jenseits (wie wir sagen möchten über) der alten strengen Tonalität, sie hat sich von den Fesseln und Formen der kadenzierten großen Linien befreit, sie ist dagegen von neuen und eigenen Gesetzen einer zwar ungewohnten aber gediegenen musikalischen Logik getragen. Eine solche neue Ausdrucksweise war aber nötig, wo es galt, ein uraltes Problem [das Zusammenwirken von Musik und Dichtung] in einer höchst persönlichen und genialen Art zu behandeln.“
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