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Berühmt und berüchtigt, vergessen und wiederentdeckt

19.11.21 (Daniele G. Daude) -
Er war Musketier, General, Komponist, Dirigent und Violinvortuose: Joseph de Boulogne, Chevalier de Saint-Georges wurde am 25. Dezember, vermutlich des Jahres 1745 auf der karibischen Insel Guadeloupe, einer französischen Kolonie, geboren. Seine versklavte Mutter Anne Nanon dürfte zur Geburtszeit von Joseph etwa 15 Jahre alt gewesen sein. Wer war dieser einst sehr berühmte französische Musiker? Warum ist er in Vergessenheit geraten und wie wurde seine Musik wieder lebendig? Ja, der Komponist war Schwarz [1], aber ist diese Information relevant für das Verständnis und die Analyse seiner Musik? Welche Bedeutung hatte Saint-Georges für die aufblühende bürgerliche Konzert- und Salonkultur in Frankreich?

Nach der Krise ist vor der Krise

08.11.21 (Felix Linsmeier) -
„Eigentlich hätte diesen Sommer die Politik auf den Tisch hauen müssen“, meldet sich der Pianist Igor Levit als einer von dutzenden Prominenten in einem aktuellen Mobilisierungsvideo auf den Social-Media-Kanälen von Fridays for Future Deutschland (FFF). „Das sagen nicht wir, das sagt die Wissenschaft“, ergänzt der Singer-Songwriter Joris, „Klimaschutz ist wie eine Gruppenarbeit“, meint Wolfgang Niedecken später.

„Wir wollen keinerlei musikalischer Partei dienen …“

23.09.21 (Michael Wackerbauer) -
Zum 100. Geburtstag der Donaueschinger Musiktage (siehe auch Seite 4) blickt die nmz auf die Anfänge des bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Musik im deutschsprachigen Raum zurück. Im Mittelpunkt: der für die ersten Programme verantwortliche „Arbeitsausschuss“ um Heinrich Burkard.

Macht oder Andacht?

08.08.21 (Wolfgang Molkow) -
Zum Instrument des Jahres haben die Landesmusikräte 2021 die Orgel bestimmt. Schon seit 2017 sind Orgelmusik und Orgelbau durch die UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Von einem besonderen Platz aus betrachtet nmz-Autor Wolfgang Molkow die „Königin der Instrumente“ – vom Kinosessel aus:

Musikalische Grundlagenforschung

05.08.21 (Hans-Jürgen Schaal) -
Seine „Lehre von den Tonempfindungen“ (1863) lieferte der Musiktheorie ein wichtiges, belastbares Fundament. Hermann von Helmholtz (1821–1894) gab, so schrieb er, „die wissenschaftliche Begründung der elementaren Regeln für die Konstruktion der Tonleiter, der Akkorde, der Tonarten“.

Offene Ohren verdienen gute Musik

25.06.21 (Thomas Hartmann) -
Über lange Zeit galt das Kinderlied als eine musikalische Kunstform, um die man besser einen weiten Bogen macht. Das ändert sich gerade. Zum Glück, denn bislang wurde das künstlerische und kulturelle Potenzial des Kinderlieds längst nicht ausreichend anerkannt und gewürdigt. Betrachtet man das Musikverständnis von Kindern als einen ungeschliffenen Rohdiamanten, dann ist gute Kindermusik ein geeignetes Werkzeug, um ihn zu einem strahlenden Brillanten zu machen.

„Ganz anders klang, was ich von euch vernahm“

26.05.21 (Julian Lembke) -
„Eine Frauenstimme ist viel flexibler als eine Männerstimme. Diese Feststellung Aribert Reimanns beruht auf über 60 Jahren Erfahrung als Komponist und Liedbegleiter und geht weit über die offensichtlichen Unterschiede wie Klangfarbe und Stimmumfang hinaus. Reimann hinterfragt Geschlechtsidentität und Psychologie seiner Figuren, was sich bis in die musikalische Dramaturgie seiner Werke mitverfolgen lässt. „Die Erfahrung habe ich selbst in meinen 25 Jahren Unterricht gemacht. Ich hatte immer viel mehr Frauen in der Klasse als Männer. Die haben wahnsinnig schnell gelernt, waren sehr bereitwillig, konnten mit der Stimme anders umgehen. Die Männer hatten bis auf wenige Ausnahmen immer keine Lust, waren zu starr oder musikalisch schwächer. Meine Erfahrung war immer für Frauen.“

International ist nicht automatisch divers

17.02.21 (Eva Morlang) -
Vielfalt und Weltoffenheit ist erklärtes Ziel vieler Kulturinstitutionen. Auch zahlreiche Orchester und Konzerthäuser haben in den letzten Jahren als Reaktion auf erstarkende rechtsextreme und antidemokratische Kräfte die „Erklärung der Vielen“ unterschrieben. Wer sich von Nazis und Rechtsextremen abgrenzt, wiegt sich in Sicherheit, nicht rassistisch zu sein. Dass diese Vorstellung zu kurz greift, ist im Jahr 2020 allmählich in den öffentlichen Diskurs eingezogen. Alltagsrassismus und Diskriminierung durch Behörden wurden lange mit den USA assoziiert. Nun entsteht ein Bewusstsein dafür, dass es Rassismus auch in Deutschland gibt, und zwar nicht nur in Form vereinzelter Nazis, sondern strukturell.

Expeditionen im Klangraum

25.11.20 (Hans-Jürgen Schaal) -
Erst in den späten 1970er Jahren begann die Musikwelt, Iwan Wyschnegradsky wirklich zu entdecken. In Frankreich und Kanada wurden Konzerte veranstaltet, Berlin lockte mit einem Stipendium als „Composer in Residence“. Der erste Kompositionsauftrag, den Wyschnegradsky in seinem Leben erhielt, war 1979 ein Streichtrio für Radio France. Doch der Komponist starb vor seiner Vollendung.
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