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Alle Artikel kategorisiert unter »Forum Musikpädagogik«

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Im flackernden Puls der Zeit

01.11.18 (Andreas Hauff) -
Ein Kongress-Motto soll neugierig machen und einladend wirken, aber auch einen inhaltlichen Schwerpunkt setzen. Hieß es vor zwei Jahren in Kob­lenz noch nachdenklich „Musik erleben – Musik reflektieren“, so jetzt in Hannover weltzugewandt „Im Puls der Zeit – Bildung, Musik, Kultur“. Auf Plakat, Flyer und Programmheft sind dazu eine Gitarre, eine Djembétrommel, ein Notenständer mit der aufgeschlagenen Partitur eines Mendelssohn-Streichquartetts, ein Kopfhörer und zwei Audio-Piktogramme abgebildet – allesamt Koordinaten musikpädagogischer Vielfalt. Doch darüber legt sich eine große EKG-Kurve. Die wirft Fragen auf: Wie schlägt der Puls der Zeit? Und wie der des Musikunterrichts? Ist der Musikunterricht gar der Patient, dem man den Puls fühlen muss? Und wenn ja, wie sind die Überlebenschancen?

Musikunterricht mit Second-Hand-Lehrern?

10.10.18 (Jürgen Oberschmidt) -
Der Philosoph Peter Sloterdijk hat in seiner Essaysammlung „Du mußt dein Leben ändern“ bemängelt, dass sich Schule in einem „Selfish-System“ bewegt und sich in diesem durch das ständige Schmoren im eigenen Saft und ohne nötige Impulse von außen immer wieder selbst erneuert. Einen doch recht zweifelhaften Eingriff in dieses geschlossene System erleben wir derzeit durch Quer- und Seiteneinsteiger, in anderen Lebensbereichen wird dieses Modell mit wechselndem Erfolg praktiziert: In der Unterhaltungsbranche machte uns ein Teamchef ohne Trainerlizenz bereits 1990 zum Fußballweltmeister, ein Schauspieler und Theaterwissenschaftler führte als 40. Präsident die Vereinigten Staaten, der Inhaber eines Mischkonzerns und erfolgreiche Immobilienmakler ist der nicht unumstrittene Nachmieter in Washingtons Pennsylvania Avenue.

Musik muss Kernfach werden

28.09.18 (Hans-Jürgen Schaal) -
Nach Platon ist „die musische Kunst bei der Erziehung am wichtigsten: weil Rhythmus und Tonart am tiefsten in das Innere der Seele dringen“. (Politeia, ca. 370 v.Chr.) Musikunterricht steht auf den Lehrplänen unserer Schulen – aber das muss nichts heißen. An deutschen Grundschulen fallen bis zu 80 Prozent der Musikstunden aus. Wenn Geld fehlt, wenn Räume fehlen, wenn Personal fehlt, dann sparen die Schulen zuerst bei der Musik. Hauptsache, dass Mathematik, die Sprachen, die Naturwissenschaften gelehrt werden – das, was die Schüler später im Leben angeblich wirklich brauchen.

Gegenwart gestalten im digitalen Puls

28.09.18 (Philipp Ahner) -
Tabletklassen, ActiveBoards, Lernplattformen und WLAN fordern aktuell von Schulen beziehungsweise Schulträgern teils viel Geld, teils bleibt der CD-Player und die Deckenbeleuchtung die einzige elektrische Einrichtung der Schule. Technische Ausstattungen und damit verbundene Veränderungen des Unterrichts sind derzeit ein zentrales bildungspolitisches Thema. Der Musikunterricht spielt in diesen Diskussionen und Entscheidungen selten eine Rolle. Man könnte manchmal den Eindruck bekommen, die Transformationsprozesse der Digitalisierung beträfen den Musikunterricht nicht. Aber die Digitalisierung verändert musikbezogene Lern- und Gestaltungsprozesse in Schulen und Lehrkräfte müssen irgendwie damit umgehen. Es lohnt sich daher, einen Blick auf die Veränderungen und auf Umgangsweisen der Lehrkräfte mit diesen zu werfen.

Alte Menschen schaffen Lieder

26.09.18 (Pat Christ) -
Jasmin Eickholt schreibt mit ihren Patienten Lieder. Sie ist nicht die einzige und erste Musiktherapeutin, die über Therapeutisches Songwriting versucht, Depressionen zu lindern und über Lebenskrisen hinwegzuhelfen. Doch allzu oft wird diese Methode noch nicht angewandt. Ganz neu ist die Verknüpfung von Therapeutischem Songwriting mit Positiver Psychologie. Darüber forscht die 33-jährige Dozentin aus Würzburg aktuell an der Universität im australischen Melbourne.

Die Behinderung ist nur ein Teil von mir

19.09.18 (Lucca Keller) -
Vom 12. bis 14. Juli 2018 fand in Salzburg die PreConference der International Society for Music Education (ISME) statt. Mit der Band Vollgas Connected, einem Ensemble der Musikschule Fürth, eröffneten wir die Veranstaltung in der Musikhochschule Mozarteum. Unsere Motivation, an der „Special Music Education and Music Therapy“-Konferenz teilzunehmen lag darin, den zahlreichen Teilnehmern/-innen aus aller Welt durch unsere Musik und durch einen Workshop vorzustellen, wie Inklusion gelingen kann.

Wissen oder Nicht-Wissen

30.04.18 (Andreas Hauff) -
Womit ist heute Staat (oder Stadt) zu machen? Darmstadt macht es vor. Jahrzehntelang stempelte dort die Deutsche Bundespost das Motto „In Darmstadt leben die Künste“ auf nahezu jeden Brief. Heute definiert sich die südhessische Großstadt, in der das Institut für Neue Musik und Musikerziehung seinen Sitz hat, als „Wissenschaftstadt“. Entsprechend erfreut zeigte sich Darmstadts Kulturreferent Prof. Ludger Hünnekens in seinem Grußwort zur 72. Frühjahrstagung des Instituts. Sie stand unter dem Motto „Erkundungen. Gegenwartsmusik als Forschung und Experiment“.

Profilschärfung und Öffnung

31.03.18 (Martina Benz) -
Vom 1. bis 3. März 2018 tagte die Bundesfachgruppe Musikpädagogik (BFG) an der Hochschule für Musik und Theater München. Es handelte sich dabei um eine kooperative Tagung, die gemeinsam mit den musikpädagogischen Verbänden AG Schulmusik und Konferenz Musikpädagogik an Wissenschaftlichen Hochschulen (KMpWH) zum Thema „Veränderungen in der Musiklehrer*innenbildung. Gesellschaftliche, politische und kulturelle Kontexte“ konzipiert und durchgeführt wurde.

Die Kunst des Begleitens

01.03.18 (Heike Henning) -
Anwendungsbezogenes Klavierspiel in seinen vielfältigen Ausformungen ist zentraler Bestandteil eines künstlerisch-praktischen Anforderungsprofils sämtlicher Musiklehrender, seien es Chorleiterinnen, Instrumental- und Gesangspädagogen oder Musiklehrende an Schulen. Die erfolgreiche Umsetzung erforderlicher kontextspezifischer klavierpraktischer Kompetenzen basiert im Besonderen auf der Beherrschung spezieller spieltechnischer, improvisatorischer und stilistischer Fertigkeiten wie etwa der Abrufbarkeit gängiger Begleitmodelle und umfangreicher Stilkenntnis.
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