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Alle Artikel kategorisiert unter »Forum Musikpädagogik«

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Der Online-Unterricht bleibt auch nach der Pandemie

22.04.22 (Valerie Probst) -
Den Laptop aufmachen, statt die Tür zum Unterrichtsraum – heute ist das auch an vielen Musik- und Musikhochschulen eine Selbstverständlichkeit. Einer der wenigen positiven Aspekte der pandemiegeprägten Jahre ist die digitale Transformation der Musiklandschaft. Im Vergleich zu anderen lag die Musikbranche bisher um 10 bis 15 Jahre zurück, Anfang März 2020 erlebte auch der Musikunterricht einen unerwarteten Quantensprung. Für den in der Instrumental- und Vokalpädagogik notwendigen Fernunterricht kommen vermehrt Videokonferenzsysteme wie Skype, Zoom und Jitsi zum Einsatz. Etliche Herausforderungen beim Online-Musikunterricht erschweren dabei die Situation. Wenn eine instabile Internetverbindung bewirkt, dass ein durchgängiger Viertelpuls zur Halben mit anschließender Achteltriole wird oder wenn das Programm die Flötentöne in der dreigestrichenen Oktave als Störgeräusche klassifiziert, dann leidet die Qualität des Unterrichts.

Ein Musikschulangebot für Alle

28.02.22 (Juan Martin Koch) -
Im Jahr 2016 hat die Blockflötistin und Musikpädagogin Annabelle Cavalli an der Städtischen Musikschule Lahr das Barockorchester Lahr (BOL) gegründet. Mit dem Ensemble, das kürzlich den 1. Preis beim Jugendwettbewerb der Händel-Gesellschaft Karlsruhe gewann, verbindet die Musikerin eine klare Vision: ein Musikschulangebot, das sich instrumenten- und niveauübergreifend an alle Interessierten richtet.

Mit Rachmaninoff und Skrjabin am Klavier

28.02.22 (Christoph Sischka) -
Wie bei einer Zeitreise 100 Jahre zurück in die Vergangenheit lässt sich heute die Interpretationskunst berühmter Pianistinnen und Pianisten quasi live erleben, als ob man neben diesen auf der Klavierbank sitzen würde und gleichzeitig in die Tasten greift. An der Hochschule für Musik Freiburg fanden in Corona-Zeiten Vorträge und Workshops per Fernübertragung mit dem Staatlichen Rimsky-Korsakov-Konservatorium in St. Petersburg und der Fryderyk-Chopin-Musikuniversität in Warschau statt, bei denen Studierende die Interpretationskunst von Alexander Skrjabin, Sergei Rachmaninoff und weiteren berühmten Pianistinnen und Pianisten der sogenannten „Russischen Schule“ kennenlernten.

Ohne Diskriminierung keine Inklusion

19.01.22 (Jürgen Oberschmidt) -
Die Debatte um Inklusion hat gerade im letzten Jahrzehnt Fahrt aufgenommen, und der moralische Druck lässt durch den Kontext einer Menschenrechtsdiskussion gar keine offene Diskussion zu den sich hier stellenden Fragen mehr zu. Inklusionslogiken sprechen vom Drinnen und Draußen, von geschlossenen Systemen, in die zu inkludieren sei und die sich so gastfreundlich geben, dass man ihren Einladungen gerne folgt. Vorausgesetzt wird dabei, dass alle Menschen die Aktivierungsversuche zur Hebung ihres Potenzials auch dankbar annehmen. Allein die Aussicht auf Teilhabe scheint hier schon die gute Tat zu sein. Aversionen gegen solche Konformitätserwartungen bleiben jedoch in allen Lebensbereichen bestehen, ein Gefühl der „Abgetrenntheit“ kann bereits entstehen, wenn man das Gefühl hat, nur „wenige Schritte abseits der Herde“ zu stehen (Erich Fromm).

Wer kann Inklusion?

14.01.22 (Irmgard Merkt) -
Nichts Geringeres als das: Gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am kulturellen Leben. So will es die Gesetzgebung. Im Prinzip. In der UN-Behindertenrechtskonvention, durch die Bundesregierung im Jahr 2009 ratifiziert, heißt es in Artikel 30, Absatz 1 und 2 recht klar und unmissverständlich: (1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen, gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilzunehmen, und treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen a) Zugang zu kulturellem Material in zugänglichen Formaten haben; b) Zugang zu Fernsehprogrammen, Filmen, Theatervorstellungen und anderen kulturellen Aktivitäten in zugänglichen Formaten haben; c) Zugang zu Orten kultureller Darbietungen oder Dienstleistungen, wie Theatern, Museen, Kinos, Bibliotheken und Tourismusdiensten, sowie, so weit wie möglich, zu Denkmälern und Stätten von nationaler kultureller Bedeutung haben. (2) Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft.

Musikpädagogische Positionen und ihre Berührungspunkte

01.12.21 (Tatjana Dravenau) -
Die Mitglieder des im Jahr 1971 gegründeten Arbeitskreises musikpädagogische Forschung (AMPF) nahmen die Jahrestagung 2021, die wie im Vorjahr von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im digitalen Format ausgerichtet wurde, zum Anlass, das Jubiläum mit einem Rückblick auf fünfzig Jahre musikpädagogische Forschung und deren Diskussion zu verbinden.

Auf den Spuren eines großen Reformers

01.12.21 (Andreas Hauff) -
Einen markanteren Tagungsort hätte man kaum wählen können. Fast im Herzen der preußischen Militärtradition, in den Nebengebäuden jenes Neuen Palais zu Potsdam, in dem Kaiser Wilhelm 1914 die Kriegserklärung unterzeichnete, besann sich der BMU (Bundesverband Musikunterricht) auf die preußische Bildungstradition. Den 100. Jahrestag des Erscheinens von Leo Kestenbergs wegweisender Denkschrift „Musikerziehung und Musikpflege“ würdigte der Verband mit einer Arbeitstagung und der Verleihung der Leo-Kestenberg-Medaille an den Musikkindergarten Berlin.

Den Druck aus der Pflege nehmen

16.11.21 (Pat Christ) -
Man kann beieinandersitzen und im Fotoalbum blättern. Erzählen. Oder singen. All das wirkt zum einen beruhigend, zum anderen aktivierend auf Menschen mit Demenz. Eine noch stärkere Wirkung entfaltet sich, wird gemeinsam „situativ“ gesungen oder erzählt: Mit Bewegung. Und Berührung. Wie stark diese Wirkung ist, darum geht es in der Studie „Homeside“, die seit Herbst 2019 in fünf Ländern läuft. Der deutsche Projektstandort befindet sich an der Hochschule in Würzburg. Projektleiter ist Thomas Wosch.
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