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Alle Artikel kategorisiert unter »Forum Musikpädagogik«

Analoges Klavierspiel mit Computeranschluss

30.05.19 (Christoph Sischka) -
Als 1905 die Freiburger Firma M. Welte & Söhne das „Welte-Mignon-Reproduktionsklavier“ auf den Markt brachte, wurden Camille Saint-Saëns, Raoul Pugno, Ferruccio Busoni und Xaver Scharwenka gebeten, Frédéric Chopins Nocturne Fis-Dur op. 15 Nr. 2 einzuspielen, um zu beweisen, dass deren künstlerische Einmaligkeit aufgezeichnet, auf Papierrollen vervielfältigt und mittels der Klaviere beziehungsweise Flügel wiedergegeben werden konnte.

Freie und vorgegebene Impulse

30.05.19 (Heike Eickhoff) -
Die Teilnehmer des diesjährigen Praxistags JeKits trafen sich in der Neuen Aula der Folkwang Universität der Künste in Essen beim Auftritt der jungen JeKits-Künstler. Das bunte, gut gearbeitete und unterhaltsame Programm wurde mit viel Beifall gefeiert – die jungen Instrumentalisten, Tänzer und Sänger genossen ihn am Ende sichtlich.

Das Hören als konstruktiver Akt

30.05.19 (Anke Kies) -
„Guten Tag. Ich bin Ihr Publikums-Observator. Während des Konzerts werde ich Ihr Verhalten beobachten und protokollieren“, erläuterte David Helbich seine Rolle im Projekt „Piano Hero“ von Stefan Prins. Eine Provokation?

Viel Spaß und viel Ernsthaftigkeit

28.05.19 (Irmgard Merkt) -
Mit der U3 vom Hauptbahnhof zehn Minuten in Richtung Barmbek – das ist Ankommen in Hamburg. Elbphilharmonie, Landungsbrücken, St. Pauli. Eine Station weiter, Haltestelle Feldstraße, ist der Ausstieg nicht nur zum Hamburger Dom, dem „größten Volksfest des Nordens“, sondern auch zum Medienbunker. 1942 bis 1944 von Zwangsarbeitern als Flakturm IV zur Luftabwehr und als Luftschutzbunker für die Bevölkerung gebaut, ist der 40 Meter hohe Riese heute ein Kultur- und Medienzentrum, in dem unter anderem Musikgeschäfte, der Hamburger Musikclub Uebel & Gefährlich und im ersten Stockwerk der „resonanzraum“ ansässig sind. Der resonanzraum, mehrfach für Architektur und Programm ausgezeichnet, ist nicht nur Heimat des Ensembles Resonanz, sondern auch Veranstaltungsort für Tagungen und Konzerte wie die Veranstaltung „Soundform“ am 21./22. März 2019.

Interkulturelles Musizieren

04.05.19 (nmz-red) -
Mit dem bundeszentralen berufsbegleitenden Lehrgang „Interkulturelle Ensemblepraxis“ (ab 25. 11. 2019) lädt die Bundesakademie Trossingen ein, sich für die musikalische Praxis mit Stimme und Instrumenten, Klängen, Rhythmen, Liedern und Tänzen aus verschiedenen Kulturen, insbesondere dem orientalischen Kulturraum, fortzubilden.

„Eine richtig krasse Erfahrung“

30.03.19 (Albrecht Dümling) -
Die 1809 gegründete Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität war 1949 nach den Brüdern Wilhelm und Alexander von Humboldt umbenannt worden. Die Ehrung eines Preußenkönigs wurde durch die Ideen von Humanität und Völkerverständigung ersetzt. In diesem Jahr beging die Humboldt-Universität, die zu Recht stolz ist auf ihre Namenspatrone, den 250. Geburtstag des jün­geren der beiden, des Naturforschers Alexander von Humboldt. Die Musikensembles der Universität beteiligten sich gern an den Feierlichkeiten, zumal sie diese mit einem eigenen Jubiläum verbinden konnten: Humboldts Philharmonischer Chor und Humboldts Studentische Philharmonie wurden vor 25 Jahren gegründet.

Vielschichtige Tiefenbohrung

30.03.19 (Andreas Hauff) -
Ein wenig zeigte sich sein Verleger Peter Hanser-Strecker vom Mainzer Schott-Verlag immer noch konsterniert: György Ligeti beschloss sein Spätwerk nicht mit repräsentativen Großwerken wie Opern, Sinfonien oder Solokonzerten, sondern bosselte jahrelang an Klavieretüden herum, die gemeinhin eher als Stoff für Spezialisten gelten. Dass es ihm dabei nicht nur um neue Herausforderungen für zeitgenössische Pianisten, sondern auch um neue kompositorische Wege ging, wissen die Kenner. Mit ihrem Symposium „György Ligetis Klavierwerk“ setzte die Mainzer Hochschule für Musik nicht nur zu einer beachtlichen musikwissenschaftlichen Tiefenbohrung an, sondern verschaffte dem anwesenden Konzertpublikum auch ein seltenes Hörerlebnis.

Wie fit macht Musizieren?

27.02.19 (Pat Christ) -
Seit vielen Jahren geht Eckart Altenmüller, Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Musikhochschule Hannover, der Frage nach, was das aktive Musizieren im Seniorenalter bewirkt. „Fit im Kopf durch Musizieren: Eine Untersuchung zu den Auswirkungen von Musikunterricht auf Denken, Lebensqualität und Hirnplastizität“ lautet der Titel seiner neuesten Studie. 100 Seniorinnen und Senioren zwischen 64 und 76 Jahren nehmen daran teil.

Entfachlichung des Musikunterrichts

27.02.19 (Hermann Wilske) -
Sehenden Auges sind die Kultusministerien in allen 16 Bundesländern Deutschlands in eine Mangelsituation bei der Musiklehrerversorgung im Grundschulbereich hineingeschlittert. Ohne Gegenreaktion hat man den unübersehbaren Geburtenanstieg seit 2011 hingenommen, und was die sich zeitgleich vollziehende Pensionierungswelle anbetrifft, so haben die Prognosen der Statistischen Landesämter darüber auch nicht die geringsten Zweifel gelassen. Man wollte es so.

Was bis zehn nicht gesungen wird, ist verloren

30.01.19 (Andreas Kolb) -
Durch den Fächerverbund MeNuK – Mensch, Natur und Kultur –, in den Heimat- und Sachunterricht, Bildende Kunst, Textiles Werken und Musik jeweils integriert waren, war das Fach Musik an den Grundschulen des Landes Baden-Württemberg mehr als ein Jahrzehnt lang de facto unter den Tisch gefallen. Seit dem Schuljahr 2016/17 ist mit der Einführung eines neuen Bildungsplans Musik wieder Einzelfach an Grundschulen. Eine lange gestellte Forderung von Pädagogen, Musikern und Verbänden ging damit in Erfüllung. Doch noch ist die Welt nicht in Ordnung. Spontan nach Einführung dieses Bildungsplans konstatierte die Schulbehörde: Es herrscht Mangel an entsprechend qualifiziertem Lehrpersonal.
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