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Alle Artikel kategorisiert unter »Hochschule«

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Freies Ausloten von Wirklichkeitsbezügen

18.09.18 (Harry Lehmann) -
Die „Künstlerische Forschung“ (KF) ist ein Oxymoron, das zwei Dinge vereint, die sich in der Moderne getrennt haben: die Wissenschaft und die Kunst. Weder sind Künstler bereit, sich wissenschaftlichen Standards und Methodenzwängen unterzuordnen, noch lässt sich wissenschaftliche Reputation dadurch erlangen, dass man in den Künsten erfolgreich ist. Offensichtlich ist, dass sich die Disziplin der KF als Begleiterscheinung der fortschreitenden Akademisierung des Kunst- und Musikstudiums mit PhD-Programmen ausgebildet hat.

Nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung

14.09.18 (Carmen M. Thiel) -
Wie können wir uns als Angehörige einer Musikhochschule produktiv und sinnvoll mit einem Thema auseinandersetzen, bei dem im Musikbetrieb aktuell die Emotionen hochschlagen und in den Medien immer wieder neue Fälle von Machtmissbrauch und sexualisierter Diskriminierung bekannt werden? Es gibt offensichtlich Gesprächsbedarf. Ein Bericht und eine Handlungsempfehlung zu einem sensiblen Thema.

Als Singen gefährlich war

31.05.18 (Pat Christ) -
Vor allem in kirchlichen Kreisen bezogen Jugendliche während der NS-Zeit häufig geheim Position, indem sie oppositionelle Lieder sangen. Über dieses Singen wird seit 50 Jahren am Institut für europäische Musikethnologie an der Uni Köln geforscht. Motor des Projekts ist der heute 86-jährige Musikwissenschaftler Wilhelm Schepping. Die über 500 Lieder, die er seit 1968 gesammelt hat, werden derzeit in ein Online-Lexikon eingestellt. Bis Jahresende soll es vollständig sein.

An der Schneide des Augenblicks

31.05.18 (Gunda Gottschalk) -
Die Lehre zum freien Spiel wird in der Musiker­ausbildung selten hervorgehoben. Dabei wird doch gerade bei der Improvisation in der individuellen künstlerischen Entwicklung ein kreatives Potenzial freigelegt, wie in keinem anderen Fach. Der spontanen Eingebung zu folgen, in der direkten Kommunikation auf Klänge reagieren zu können und neue musikalische Wege zu gehen, sind Fähigkeiten, die jeden guten Musiker auszeichnen sollten. Gunda Gottschalk und Reinhard Gagel geben, ausgehend von einer im Februar in Hannover abgehaltenen Tagung, eine Bestandsaufnahme zum Thema.

Stetig gewachsenes Misstrauen

31.03.18 (Michael Ernst) -
Nach einer unsteten Vergangenheit beginnt an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden eine ungewisse Zukunft: Rektorin Judith Schinker ist Anfang März zurückgetreten. Eine Überraschung war das nicht: Anfang März, unmittelbar vor einer Sitzung des Erweiterten Senats an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, versandte deren Rektorin Judith Schinker eine E-Mail mit dem Inhalt, dass sie nicht länger Rektorin sein würde. Der Nachricht „Ich, Judith Schinker, habe heute meinen Rücktritt (…) erklärt und zugleich mit sofortiger Wirkung die Amtsgeschäfte niedergelegt.“ folgte als knappe Begründung, dass es ihr nicht gelungen sei, „eine Mehrheit des Kollegiums“ auf ihrem Wege „mitzunehmen“.

Wermutstropfen Stellenbefristung

31.03.18 (Juan Martin Koch) -
1997 wurde Rudolf Meister als damals jüngster Rektor an die Spitze der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim gewählt. Der Pianist, der nach wie vor täglich übt und regelmäßig konzertiert, konnte somit im vergangenen Herbst sein 20-jähriges Dienstjubiläum begehen. Besondere Feierlichkeiten gab es nicht, und so ging es auch beim Gespräch sofort in medias res:

Handwerker und Roboter

01.03.18 (Pat Christ) -
„Wer will fleißige Handwerker seh’n...“ Kein einziger der Senioren im Kreis, der das Lied nicht mitsingen könnte. Auch die Kinder stimmen ein. In der Kita haben fast alle das Lied gelernt. Die meisten der Sechs- bis Neunjährigen wissen sogar ungefähr, was ein Handwerker ist. „Und euer Papa? Was macht der denn?“, fragt Barbara Metzger während der Intergenerativen Musizierstunde in die Runde. „Also, meiner macht was mit Computern“, sagt ein Junge. Worunter sich die Senioren wenig vorstellen können.

Im Geist der Ökumene

31.01.18 (jmk) -
Mit einem außergewöhnlichen Konzert haben die Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg und die Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth auf das Reformationsjahr 2017 zurückgeblickt. Unterstützt vom Raselius-Chor der Regensburger Kantorei vereinten sich die beiden Hochschulchöre im Lappersdorfer Aurelium und tags darauf in der Stadtkirche Bayreuth zu einem über 100-köpfigen Ensemble.

Aufbruch zu neuen Konzertformaten

31.01.18 (Wendelin Bitzan) -
Dass die professionelle Musikausbildung im deutschsprachigen Raum noch immer größtenteils in den ritualisierten Lehr- und Berufsausübungsparadigmen des 19. und 20. Jahrhunderts verharrt, ist keine neue Diagnose. An Musikhochschulen wird mehr nach innen als nach außen geschaut: In dem durch Hauptfachunterricht und Üben reglementierten Ausbildungsalltag wird ein stark abgegrenztes historisches Repertoire kultiviert, während der sich wandelnde Arbeitsmarkt eher kritisch beäugt denn als Herausforderung begriffen wird.
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