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Alle Artikel kategorisiert unter »Internet«

Link-Tipps

01.12.01 (Martin Hufner) -

Das Konzerthaus Wien gehört zu den eher jüngeren Vertretern musikalischer Veranstaltungsorte. Erst seit 1913 finden dort Konzerte unter eigener Regie statt, die durch Veranstaltungen von Gästen ergänzt werden. Seit einigen Jahren hat man sich dort um die Aufbereitung des Archivs bemüht. Nun kann man durch einen Zugriff auf die Datenbank des Archivs einen Einblick über die Gestaltung der Programme gewinnen. Gelistet werden Veranstalter, Ausführende und Programm. Neben interessanten Programmstrukturen erhält man so auch einen ersten Einblick über politische Veränderungen der Programmierungen. Da macht das Suchen und Finden richtig Vergnügen. Eine solide Datenbank, die auszuwerten unbedingt geboten scheint und sowohl geschichtliche wie konzertpädagogische Folgen haben könnte.

Die andere fremdgesteuerte Energie

01.11.01 (Kurt Wehle) -

In der Diskussion um die neuen Medien geistert ein Begriff: „Fremdgesteuerte Energie“. Mit diesem Begriff soll gesagt werden, dass es in der Kritik im Umgang mit den neuen Medien darauf ankäme, möglichst die so genannte „fremdgesteuerte Energie“ aus dem musikalischen Schaffensprozess herauszuhalten. Inhaltlich wird damit unterstellt, dass der kreativ schaffende Mensch seine Ursprünglichkeit (Originalität) verlöre und zunehmend zur Marionette des neuen Mediums würde. Die Kritik beklagt weiterhin, dass damit das seelenlose Musizieren und damit verbunden, die Ausdruckslosigkeit großen Eingang in den musikalischen Schaffensprozess fände. Man wirft dem Computer vor, zu viel dieser fremdgesteuerten Energie zu enthalten, und er damit als Werkzeug für den musikalischen Schaffensprozess möglichst zu meiden sei. Er dürfe nur zum Zweck des Notenschreibens und anderer „niederer Arbeiten“ eingesetzt werden. Alles gipfelt in dem Vorwurf, dass der kreative Umgang mit dem Computer schlichtweg nicht möglich sei, also diametral anerkannten Grundsätzen der Musikerziehung zuwiderlaufe. Die folgende Untersuchung soll zeigen, wie unsinnig dieser Vorwurf ist.

Webwatch

01.11.01 (Martin Hufner) -

Neue alte Lizensierungsformen im Bereich der Musik waren Thema des letzten „Wizards of OS Kongresses“ in Berlin. Alte Freund/Feind-Formeln scheinen ausgedient zu haben, jedenfalls auf Seiten der Open-Source-Bewegung, die sich durchaus mit der Problematik der Übertragbarkeit des Open-Source-Prinzips auf Musik beschäftigte. Open Music heißt im Wesentlichen freie Verwendung und auch Überarbeitungsfreiheit von musikalischem Quellcode. Allerdings sei dadurch auch einer ideologischen Fremdverwertung Tür und Tor geöffnet. Doch im Gegensatz zur üblichen Rechtsdiskussion gehe die Open Music Idee davon aus,„dass nicht das Verbot bei Open Music im Vordergrund steht, sondern die Erlaubnis.“ (Sascha Kösch) Aber auch Ästhetik und Technologie scheinen sich gegenüber zu stehen, wie Mercedes Bunz in ihrem Bericht in der Internetzeictschrift „telepolis“ berichtet: „Software ist ein Format, das immer verbessert werden kann und weiter entwickelt wird. Bei Musikstücken dagegen gibt es einen Moment, in dem der Song fertig ist.“
Infos: http://www.telepolis.de/deutsch/special/wos/9811/1.html

Seltene Musik im Internet keine Seltenheit

01.10.01 (Andreas Heck) -

Als ich am Ende meiner Reise bei dem wenig musikalischen, aber mit Rhythmischem befassten Filmchen auf http://www.ntk.net/media/dancemonkeyboy.mpg landete, wurde mir zuletzt gegenwärtig, dass nur kräftiges Fluchen den Frust über den Auftrag, der mir von einem nmz-Redakteur „vermacht“ worden war, mindern konnte. Denn so selten die Musik sein sollte, die ich im weltweiten Netz aufzuspüren hatte, so verschwommen war mir zu jedem Zeitpunkt, was unter diesem Passus „seltene Musik“ denn zu verstehen sei.

Webwatch

01.10.01 (Martin Hufner) -

Unter http://www.gema.de/information/online_tarife.shtml hat die GEMA ihre neuen Online-Tarife bekannt gemacht. Darunter die Vergütungssätze Internetradio, Klingeltöne, Music-on-Demand mit Download, Websites zu Präsentationszwecken, Websites mit Electronic Commerce, Websites von GEMA-Mitgliedern zu Promotionszwecken von Eigenrepertoire. Gerade der letzte Tarif stellte in der Vergangenheit ein stetes Ärgernis für Künstler oder Verlage dar. Dort gelten im Prinzip jetzt folgende Tarife: Für Websites von Komponisten und Textdichtern ist eine jährliche Vergütung von 25 Euro für 10 Werke oder 20 Werkteile (Dauer bis zu 1.45 Min.) vorgesehen. Für Websites von Musikverlagen ist eine jährliche Vergütung von 200 Euro für 30 Werke oder 60 Werkteile (Dauer bis zu 1.45 Min.) vorgesehen. In beiden Fällen können 50 Prozent der Werke innerhalb eines Jahres einmalig ausgetauscht werden. Die Regelungen gelten für bis zu 50.000 Page-Impressions pro Monat.

Link-Tipps

01.09.01 (Andreas Heck) -

Inhalt: Musikdatenbank
Adresse: http://www.musicline.de
Sprache: deutsch
Verantwortlich: Phononet GmbH

Raus aus der Oper, rein in die Clubs?

01.09.01 (Janko Roettgers) -

„What a difference a year makes.“ Der Vivendi Universal-Chef Jean Marie Messier sprach aus, was alle Besucher der diesjährigen PopKomm dachten: Was für ein Unterschied. Im letzten Jahr noch hatte die Internetwirtschaft rund 25 Prozent aller Stände gestellt, dieses Mal ließen sich die reinen Dotcoms an einer Hand abzählen. Zwar konnte man schon 2000 erahnen, dass nur die wenigsten der zahllosen Portale und MP3-Plattformen überleben würden. Doch mit einem solch drastischen Einschnitt hatte wohl niemand gerechnet. Fast schien es, als sei die ganze Diskussion um das Internet nur ein vorübergehender Spuk gewesen. Etwas, das ein, zwei Jahre lang allen den Kopf verdreht hatte.

Webwatch

01.09.01 (Martin Hufner) -

In der letzten Webwatch wurde auf eine sozialwissenschaftliche Untersuchung zum Nutzerverhalten bei Musiktauschbörsen hingewiesen. Nun sind die ersten Ergebnisse in der Computerzeitschrift ct (17/2001) veröffentlicht worden. Tenor der Untersuchung: Wer MP3-Files aus dem Internet „zieht“ ist deswegen kein schlechterer CD-Käufer. Die Argumentation der Verwerterlobbyisten, dass der gegenwärtige Einbruch der CD-Verkaufszahlen sich auf die Musik-Tauschbörsen zurückführen lassen, lässt sich durch diese Studien nicht erhärten. „Im Durchschnitt haben typische MP3-User in den vergangenen drei Monaten knapp vier CDs gekauft, ebenso viele wurden verliehen oder ausgeliehen. Entgegen den Befürchtungen der Musikindustrie nimmt die Zirkulation von Raubkopien kein großes Ausmaß an. Eine gekaufte CD wird im Durschnitt lediglich einmal kopiert, ein regelrechter Handel mit selbst gebrannten Tonträgern bleibt bei den durchschnittlichen MP3-Konsumenten aus.“ Siehe auch: http://www.tonspion.de/newsartikel.php3?id=283

Cage im Cyber-Quirl: Internet in der tube

01.07.01 (Martin Hufner) -

Musikalische, gar kompositorische Nutzung von Techniken und Mitteln des Internets sind bisher vor allem auch ästhetisch problematisch. Das weiß man nicht zuletzt aus den Projekten wie der ominösen Internetsinfonie und so mancher virtueller Oper aus der letzten Zeit. Mit großem Brimborium traten da altbackene Kompositionsrezepte auf den Plan, tarnten sich dann mit Begriffen von Interaktivität und Kommunikativität. Das war alles im Endeffekt eine reine Blenderei, die allerdings das Problemfeld von Gruppenwerken und dramaturgischen Leitbildern nachdrücklich problematisierte. Dazu gesellt sich die schöne Aussicht, dass durch den Zugang zu solchen Veranstaltungen über das Internet der klassische Raum des Konzertes verlassen wird. Man muss nicht in Köln oder Sidney persönlich anwesend sein, um an einem „Internetkonzert“ teilhaben zu können. Nur: das ist gar keine neue Erfahrung. Rundfunk und Television, spätestens via Satellit, haben diese Erfahrung längst möglich gemacht. Was das Internet neu ins Spiel bringt, ist die einfache Realisierung eines Rückkanals: dass also Sender und Empfänger ihre Positionen tauschen könnten. So stellt sich die Frage erneut und nachdrücklich, wie denn ein Internet-Stück überhaupt aussehen oder funktionieren könnte.

Webwatch

01.07.01 (Martin Hufner) -

Es vergeht ja schon seit geraumer Zeit kein Tag, an denen die so genannten Internet-Tauschbörsen (Napster, Aimster, MP3.com) unter juristischen Beschuss geraten. Zentral ist dabei immer auch die Frage, ob es sich bei solchen Internetangeboten tatsächlich um einen Tausch handelt. Aus diesen und anderen Gründen untersuchen Soziologen der Universitäten Leipzig und Frankfurt/Oder anhand eines Internetfragebogens das Problemfeld Tauschen oder Kaufen. Nähere Informationen unter: http://viadrina.euv-frankfurt-o.de/~w3pgka/extern/MP3-Umfrage/index.html

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