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Alle Artikel kategorisiert unter »Jazz«

Junge Jazzbands im Stream zu erleben

28.04.22 (nmz-red) -
Seit Ende April werden die Videos der Jazz-Combos, die sich für die Bundesbegegnung Jugend jazzt qualifiziert haben, veröffentlicht. Die digitale Konzertreihe ist auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Musik­rates sowie auf der Website (www.jugendjazzt.de) und auf den Social Media-Kanälen von Jugend jazzt zu finden. Die 18. Bundesbegegnung Jugend jazzt ist vom 26. bis 29. Mai 2022 in der Hansestadt Lübeck zu Gast.

Die Odessa-Suite ist seine große Erzählung

20.04.22 (Stefan Pieper) -
Extrem sei zurzeit der Widerspruch zwischen den im Ukraine-Krieg erlebbaren „dunkelsten Seiten der Menschheit“ und andererseits den vielfältigen Demonstrationen, „wie gut Menschen zueinander sein können“. Der Pianist Vadim Neselovskyi stellte seinem Solo-Recital im Krefelder Theater eine bewegende Ansprache voran. Noch mehr wirkte seine „Odessa-Suite“ wie eine tief persönliche musikalische Erzählung. Über sich selbst und seine Geburtsstadt an der südwestukrainischen Schwarzmeerküste. Über den Reichtum von Kultur an sich und über die Empfindungen der Menschen, die er dort kennt. Die dort gerade in Überlebensangst ausharren und zu denen er in regelmäßigem Kontakt steht...

Zurück in die Präsenz

31.03.22 (Ralf Dombrowski) -
Man könnte es auch lassen. Zwei Jahre pandemische Beschränkungen haben schließlich gezeigt, wie dringend die Welt auf den Jazz gewartet hat. Sie haben aber auch klar gemacht, dass Kultur nach der Befriedigung existentieller Grundbedürfnisse die eigentliche Basis menschlichen Zusammenlebens darstellt.

Nicht Jazzband, sondern Künstlergruppe

24.03.22 (Stefan Pieper) -
Wohin wird alles einmal führen? Wer sind wir überhaupt und warum das alles? Das neue Album der Großformation „The Dorf“ heißt „Protest Possible“ und nimmt es kraftvoll mit solchen Fragen auf. Hinter den Kulissen denken Jan Klare und seine Bandmitglieder über Musik und ihre Intention nach. Die Idee hinter dem Konzeptalbum war es, Autoren zu bitten, Protestlieder zuschreiben, in Zeiten, in denen der Turbokapitalismus mit all seinen Verführungen so vieles aus den Fugen reißt. Natascha Gangl, Wolf Kampmann Lisa Danulat und Jörn Klare schrieben die Texte, die dann das Musikerkollektiv „The Dorf“ zu Liedern verarbeitete.

Grenzüberschreitungen live und digital

07.01.22 (Roland HH Biswurm) -
Berlin im November 1964: eine geteilte Stadt; der Zaun, die Mauer: eine Wunde: hier kommen etliche zu Tode, die derart menschengemachte, menschenverachtende „Grenzen“ überschreiten müssen. Berlin West: Platz der Luftbrücke: hier muß augenblicklich zweimal umsteigen, wer auf der U-Bahn Linie U 6 von Alt-Mariendorf nach Alt-Tegel fah­ren will, um ins „Silent Green“ zu gelangen, dem augenblicklichen Hauptspielort der Berliner Festspiele. Schuld sind Gleisbauarbeiten. 1949 machte die Luftbrücke Berlin-West zur Insel. 15 Jahre später, 1964: die ersten Berliner Jazztage; Jazz, Musik der Freiheit , Musik der Befreiung, der Grenzüberschreitung. Jazz in Berlin, das ist mehr als anderswo: Erforschung, Erlebnis einer Kultur der Grenzüberschreitung.

Jazz gibt es nicht nur in Köln

30.09.21 (Stefan Pieper) -
Wenn es um Jazz geht, dann ist NRW ein Festivalland. Vor allem jenseits der Jazzmetropole Köln sind Festivals ein starker Imageträger und verschaffen oft kleinen oder strukturschwachen Städten eine überregionale Ausstrahlung. Das Moers Festival ist hier das prominenteste Beispiel. Immerhin fanden zu Pfingsten im Moerser Freizeitpark die allerersten Konzerte vor Publikum wieder statt. Der „echte” Neustart einer Live-Kultur auf breiter Ebene ist erst jetzt im ausgehenden Sommer erfolgt – aber damit lässt sich die Friedhofsruhe der Lockdown-Zeit umso nachhaltiger bekämpfen. Jazzjestivals in NRW sind durch sehr diverse Historien, Konzepte und Milieus geprägt. Kreativ und hartnäckig und mit viel privater und öffentlicher Unterstützung haben die Veranstalter ihre Events für die aktuelle Situation passend gemacht und damit auch so manche gute Idee für die Zukunft aus der Taufe gehoben.

Hier spielt die Zukunft mit ihrer Vergangenheit

29.06.21 (Sophie Emilie Beha) -
Es grenzte an ein Pfingstwunder. Kurz vor Beginn wurde bekannt, dass das Moers Festival wider aller Erwarten sogar mit Publikum stattfinden konnte. Zu jeweils vier Open-Air-Konzerten mit Jazz und improvisierter Musik waren auf dem Rodelberg 500 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Unvorstellbar.

Jazzpreise in Berlin, Hamburg und Stuttgart

28.04.21 (nmz) -
rbb Kultur und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa vergeben den Jazzpreis Berlin 2021 an Hannes Zerbe. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen eines öffentlichen Konzertes am Mittwoch, 9. Juni 2021 ab 20.00 Uhr im Berliner Jazzclub A-Trane verliehen. Der am 17. Dezember 1941 in Litzmannstadt geborene Musiker studierte nach abgeschlossenem Studium der Elektrotechnik Klavier und Komposition an Musikhochschulen in Dresden und Berlin. Von 1985 bis 1987 war Zerbe Meisterschüler für Komposition bei Paul-Heinz Dittrich an der Akademie der Künste der DDR. Bereits das Quartett FEZ, das von 1975 bis 1977 in der Besetzung Hannes Zerbe (Piano), Conny Bauer (Posaune), Christoph Niemann (Bass) und Peter Gröning (Schlagzeug) existierte, erschloss dem Jazz in der DDR völlig neues musikalisches Terrain. Hannes Zerbe war 20 Jahre Vorsitzender im Berliner Landesverband des Deutschen Komponistenverbandes.

Sprengung der Vertikale

26.04.21 (Hans-Jürgen Schaal) -
Er blies ein „cooles“ Tenorsaxophon, komponierte Third-Stream-Werke für Klarinette und Streicher und befreite den Jazz aus seinen Gefängnissen und Schablonen. Jimmy Giuffre (1921–2008) setzte in den 1950er-Jahren Entwicklungen in Gang, die in Ornette Colemans Free Jazz münden sollten.

Virtuell, transatlantisch und auf allen Kanälen

11.12.20 (Stefan Pieper) -
Während sich Gesellschaften zu spalten drohen, baut Jazz die Schranken zwischen Kulturen, Nationen und Stilis­tiken ab – das Jazzfest Berlin demonstrierte mit zeitgleichen „Tandemkonzerten“ in Berlin und New York dieses Zusammenrücken vorbildhaft. Die völlige Ortsungebundenheit mangels eines physischen Publikums machte es möglich. Ein Fazit bleibt nach vier langen Tagen und Abenden vor den heimischen Bildschirmen und Anlagen: Diesseits und jenseits des Atlantiks ist große Lust vorhanden, neue musikalische Welten zu erschaffen.
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