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Alle Artikel kategorisiert unter »Jazz«

Die Stadt ist der Star

08.12.18 (Ssirus W. Pakzad) -
Mit „Blind Dates“ ist das so eine Sache. Ist man sich gleich sympathisch? Werden Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen? Kommt es zu einem Austausch von Peinlichkeiten? Sind alle Beteiligten heilfroh, wenn das tête-à-tête endlich vorbei ist? Ist er, sie, es, der, die, das Richtige?
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Das Normale ist das Extreme – und umgekehrt

29.11.18 (Martin Hufner) -
Drei Jahre lang darf beim Berliner Jazzfest eine Person das Programm festlegen. Steter Wandel der Perspektiven auf die Welt des Jazz im Rahmen einer bestehenden Vereinbarung ist also garantiert. Auch wenn sich die Gesamtheit der Jazzwelt eher langsam bewegt. Nach drei Jahren mit Richard Williams trat nun Nadin Deventer das Erbe an und drückte dem Fes­tival ihren Stempel auf, soweit die Farbe des Stempelkissens reicht. Im Vorfeld gab es freilich ebenso Wirbel um die Personalie, wie auch in der Publizistik während und nach dem Jazzfest Berlin. Völlig unnötigerweise, denn die Musik machen immer noch die Musiker und Musikerinnen auf den Bühnen.

Sieben Jazzfrauen lassen es knallen

15.11.18 (Stefan Pieper) -
Das Essener PENG-Festival ist in seinem dritten Jahr längst zu einer Marke für aktuelle Musik und die Gegenwart des Jazz geworden. Liegt es am Kollektivgeist der Macherinnen, dass hier alles so rund läuft? Barbara Barth, Marie Daniels, Rosa Kremp, Maika Küster, Mara Minjoli, Johanna Schneider und Christina Schamei treiben ihr Projekt mit kontinuierlicher Leidenschaft weiter. Dass dabei auch dem notorischen Männer-Überschuss in der Jazzwelt begegnet wird, ist fast nur ein Randaspekt – wo es doch in erster Linie um die vielfältigen kreativen Visionen heutiger, junger Jazz-Musikerinnen geht.

Wut über die Ungerechtigkeit

14.11.18 (Barbara Lieberwirth) -
Für die Brexit-Verhandlungen sollte eine schicksalhafte Herbstwoche beginnen. Kurz vor dem EU-Gipfel wurden am 14. Oktober in Brüssel wieder einmal die Türen zugeschlagen, ohne Einigung. Dass die Insel ohne Deal die Europäische Union verlassen könnte, verheißt dunkle Zeiten für viele Menschen südlich und nördlich des Ärmelkanals.

Der Occupanther und der Jazz

31.10.18 (ak) -
Jung, tanzversessen und dennoch auch neugierig auf guten alten Jazz – im Falle des Quintetts Fazer von Bassist Martin Brugger natürlich guten modernen Jazz: So kann man das Publikum in der Unterfahrt charakterisieren, das die ehrwürdige Münchener Jazz-Spielstätte vergangenen Freitag bis auf den letzten Platz füllte. Martin Brugger, der Bassist und Komponist, der schon mit Indie-Musik erfolgreich war, der Film- und Werbemusik komponiert und unter dem Namen Occupanther auch Elektro macht, hatte sein junges Club-Publikum mit in die Unterfahrt gebracht.

Im Jahr der starken Frauen

26.09.18 (Ssirus W. Pakzad) -
Vielleicht sollte es doch mal eine wissenschaftliche Untersuchung geben, die Antworten auf die Frage sucht, warum so viele Jazzmusiker mit Pauken und Trompeten scheitern, sobald sie wohldotierte Offerten erhalten. Sind sie am Ende Opfer ihrer eigenen Ambition?

Der Sohn des Musikschullehrers

26.09.18 (Ssirus W. Pakzad) -
Beim jüngsten Jazzfestival Saalfelden hat der französische Geiger Théo Ceccaldi an einem Tag zwei Gesichter gezeigt. Zwei von ziemlich vielen. Um die Mittagszeit improvisierte er im Kunsthaus Nexus als Viertel des portugiesisch-französischen Quartetts „Chamber 4“ noch ohne jede Vorgabe und spielte eher stille, ätherische introvertierte Musik. Abends aber die Kehrtwende – da ließ er im „Congress“ so richtig die Sau raus. Was er in seinem humorvollen Programm „Freaks“ da an Jazz, Rock, Metal, Klassik, Chanson und Schlager lautstark zusammensetzte, ist fast alles so minutiös wie überraschend angelegt – selbst die exaltierten Ausbrüche sind genauestens getimt.

Der Hype um Meister Yoda

09.09.18 (Hans-Jürgen Schaal) -
Man muss ihn einfach mögen. Der amerikanische Saxophonist Kamasi Washington bläst eine heiße Kanne (wie die Jazzer früher sagten), ist ein genialer Eklektizist und hat eine wichtige politische Botschaft. Außerdem scheint er ein kräftiger, netter Kerl zu sein. Man könnte sich also an seiner verrückten, größenwahnsinnigen, retrofuturistischen Musik einfach erfreuen – und damit fertig. Wäre da nicht dieser Hype, der um ihn gemacht wird.
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