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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzert«

Den Beitrag der Ukraine zur Musikkultur erlebbar machen

04.05.22 (Michael Ernst) -
Eine Konzertreise in Zeiten des Krieges? Das Sinfonieorchester Kiew gastiert in doppelter Funktion als künstlerischer und politischer Botschafter in sieben deutschen Konzerthäusern. Nicht trotz, sondern wegen des russischen Krieges. Gute Nachrichten aus der Ukraine sind derzeit kaum zu bekommen. Seit Putins Angriffskrieg auf das Land am 24. Februar 2022 kommen ausschließlich schreckliche Nachrichten und flüchtende Menschen aus der Ukraine.

Zwingende Dramaturgie, unerbittliche Spannung

28.04.22 (Christoph Flamm) -
Manchmal wird die Kunst von der Realität eingeholt. Bei der künstlerischen Planung des Heidelberger Frühlings 2022 hatte niemand ahnen können, dass wenige Wochen zuvor in Europa ein Krieg ausbrechen würde. Auch nicht Walter Nußbaum, Gründer und Leiter des vorwiegend auf zeitgenössische Musik spezialisierten Vokalensembles Schola Heidelberg sowie des ensemble aisthesis.

Im Labyrinth der Bezüge

28.04.22 (Regine Müller) -
In diesen Tagen steht der Sinn eigentlich nach anderen Dingen, als ausgerechnet Fragen zum Fortschritt der Neuen Musik zu diskutieren. Und das schon gar nicht in Berlin, wo Ankommende am Hauptbahnhof mit der neuen mitteleuropäischen Realität des nicht nachlassenden Stroms von ukrainischen Flüchtlingen konfrontiert werden. Und wenn dann beim Spaziergang Unter den Linden die russische Botschaft mit viel Polizeipräsenz großflächig und streng abgesperrt ist, wird der Ernst der Lage unübersehbar. Dennoch nimmt in Berlin der Kulturbetrieb, endlich befreit von den langen Einschränkungen, nahezu unbeirrt seinen Lauf.

Worauf kommt es wirklich an?

28.04.22 (Juan Martin Koch) -
„Man hinterfragt sich in den letzten Wochen noch stärker als ohnehin schon in den vergangenen zwei Jahren.“ Moritz Puschke, Geschäftsführender Intendant des Musikfests ION wirkt im nmz-Gespräch nachdenklich angesichts eines russischen Angriffskrieges in Europa und nach über zwei Jahren Pandemie.

Die Funken müssen wir schon selber schlagen

28.04.22 (Georg Beck) -
Köln, im April – Seitdem „Zeitenwende“ ist, seitdem uns beigebracht wird, dass Aggression doch nur mit Aggression zu bekämpfen sei, seitdem der Bellizismus den Pazifismus ablöst und so ziemlich alles auf den Kopf gestellt ist, was zur zweiten Natur geworden war, in solcherart neuen Umgebung lag es auf der Hand, dass ein „Festival für aktuelles Musiktheater“ daraufhin angesehen würde, wie es sich zum besagten „Aktuellen“ ins Verhältnis setzen respektive aus der Affäre ziehen würde. Eine Erwartungshaltung, die natürlich schon deshalb ungerecht sein musste, weil Musiktheaterproduktionen nun einmal lange Vorlaufzeiten haben, deswegen auch auf nichts reagieren können, was vor ein paar Wochen die Weltlage umgekrempelt hat. So klar dies ist, so klar ist andererseits auch, dass kein Publikum abstrahieren kann von eben diesem „Aktuellen“. Eine Ambivalenz, in der sich auch SPARK wiederfand, das brandneu aus der Taufe gehobene Musiktheater-Festival unter dem Dach von ON Cologne. Man durfte gespannt sein, wie es sich behaupten, ob Funken in nennenswerter Anzahl überspringen würden.

Wahrhaftigkeit und Haltung

25.02.22 (Claudia Irle-Utsch) -
Rückblende: Wir schreiben Freitag, den 19. Dezember 1924. Auf dem Programm der Sächsischen Staatskapelle steht im Dresdner Opernhaus neben Mozart und Schumann auch ein Werk von Adolf Busch: das Klavierkonzert in C-Dur, eine Uraufführung, dirigiert von Buschs älterem Bruder Fritz, mit dem Solisten Rudolf Serkin, aber in Abwesenheit des Komponisten. Der tourt durch Italien, lässt sich freilich brieflich berichten, wie sehr sich der große Bruder mit dem Werk „geplagt“ hat, und ist am Ende „furchtbar stolz, dass die Sache gut gegangen ist, vor allem aber, dass Du (gemeint ist Fritz Busch, Anm. d. Red.) das Stück gut findest“.

Ein Häppchen Sterneküche

25.02.22 (Felix Linsmeier) -
Die Tage der Neuen Musik Würzburg haben die Messlatte nach oben gestemmt Vom 25. bis 30. Januar fanden in Würzburg die 23. Tage der Neuen Musik unter dem Motto „Run Time Error” statt. Benannt nach Simon Steen-Andersens gleichnamiger Werkreihe ist die altbekannte Fehlermeldung hier nicht nur musikalisches Programm: Die Fehleranfälligkeit laufender Systeme zeigte sich in dem Festival selbst – der dennoch fast reibungslose Ablauf belohnte aber die mutige Planung. Die kleine Biennale wechselt sich eigentlich jährlich mit den Tagen der Alten Musik ab, musste nun aber – aus wohlbekannten Gründen – aus 2021 nachgeholt werden. Zudem musste das Programm von ursprünglich sechs geplanten Konzerten unfreiwillig auf vier gestutzt werden, da das Philharmonische Orchester des Mainfranken Theaters wegen Infektionsfällen die großen Sinfoniekonzerte kurzfristig absagen musste.

Empathie für Mikrokosmen und Mycelien

25.02.22 (Andreas Kolb) -
Nachdem die letztjährige Ausgabe lediglich digital übertragen werden konnte, wurde das Stuttgarter Neue-Musik-Festival Eclat in diesem Jahr erstmals hybrid ausgetragen. An sechs Fes­tivaltagen waren 21 Veranstaltungen mit mehr als 30 Uraufführungen zu erleben. Neben dem Themenschwerpunkt Belarus stand auch der Begriff des Prekären im Mittelpunkt.

Das Image des One-Hit-Wonders ist ein falsches

28.01.22 (Rainer Sliepen) -
„Ein Mann, der allen alles bot“, so urteilte Professor Andreas Waczkat von der Universität Göttingen über Michael Praetorius (1571 bis 1621). Der Wiederkehr seines 400. Todesjahres wurde an der Stätte seines Wirkens in der alten Residenzstadt Wolfenbüttel mit einem Praetorius-Jahr gedacht. Und dennoch, in der Pop-Musik würde man von einem One-Hit-Wonder sprechen. Denn einer breiten Öffentlichkeit ist der Barockkomponist nur mit einem Werk bekannt: Dem Weihnachtslied „Es ist ein Ros´ entsprungen.“ Dabei zählt der Hofkapellmeister zur Spitzenliga der genialen Komponisten an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert.

Pendler zwischen West und Ost

28.01.22 (Werner M Grimmel) -
Die von der Pianistin und Pädagogin Rita Jans 1986 gegründeten Weingartener Tage für Neue Musik waren 30 Jahre lang ein kulturelles Aushängeschild der Stadt. Bis 2015 wurden jeweils an einem Wochenende Werke eines zeitgenössischen Tonsetzers präsentiert, der selbst anwesend war. Als Jans starb, war die Zukunft des Festivals zunächst ungewiss. Nach sechsjähriger Pause gelang nun eine erfolgreiche Wiederbelebung mit modernisiertem Konzept. Auf Einladung des neuen künstlerischen Leiters Rolf W. Stoll kam Toshio Hosokawa als erster „Composer in Residence“ zu einer dreitägigen Werkschau nach Weingarten.
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