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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzert«

„Courage“ als Leitmotiv

21.06.19 (Jelena Rothermel) -
Festivalplanung benötigt Zeit. Künstler und Künstlerinnen müssen angefragt, Termine geplant und Spielstätten gebucht werden. Und: Ein Festivalmotto sollte gefunden werden, ein thematischer Schwerpunkt, der die Konzerte überspannt, sie miteinander in Beziehung setzt und im besten Fall auch noch eine Botschaft vermittelt.

Sinfonie der tausend Toten

06.06.19 (Rainer Nonnenmann) -
Die einen schippern aus Langeweile zum Jux übers Meer, die anderen treibt es aus Elend unter Lebensgefahr aufs Wasser. Hier beschweren sich Touristen über mangelnden Service auf einem Kreuzfahrtschiff, dort hört man einzelne Worte und dann ganze Schilderungen von Bootsflüchtlingen. Die schöne bunte Urlaubswelt bekommt Risse und hinein dringt eben das, was sich zur gleichen Zeit am selben Ort abspielt: Das Schicksal von Menschen, die einer Existenz in Armut, Hunger, Krieg und Folter übers Mittelmeer nach Europa zu entfliehen suchen. Auf dem Orchesterpodium der Kölner Philharmonie herrscht schließlich ein Gedränge wie von Flüchtlingen auf einem viel zu engen Schiff. Die Bühne wird zum Boot, in dem alle sitzen, auf Gedeih und Verderb.

Mit Verve, ohne Plattitüden

06.06.19 (Torsten Möller) -
Nicht nur im Konzertsaal spielt die Musik. Mal ging es bei den Wittener Tagen – ganz à la Festival Rümlingen – mit einer Klangwanderung in die Natur, mal spielten Stücke auf einer Fähre oder in einer Straßenbahn, mal gab es Klanginstallationen in Kellergewölben.

Visionäres von Beethoven bis Zhou Long

30.05.19 (Georg Rudiger) -
Kein langsames Werden, keine behutsame Vorbereitung. Die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers Oper „Euryanthe“ startet von Null auf Hundert. Das Orchester legt gleich im Fortissimo los mit einer markanten Punktierung, dem die Streicher energiegeladene Triolenketten folgen lassen.

Starke Meistersinger, seichte Moderne

30.05.19 (Michael Ernst) -
Richard Wagner zu den Osterfestspielen, dazu die Sächsische Staatskapelle Dresden und das alles mit Christian Thie­lemann am Pult – kein Wunder, dass die Musikwelt da nach Salzburg blickt. Riesen Begeisterung und großes Nörgeln gehören dort zum Geschäft.

Kurz vor dem Kontrollverlust

30.05.19 (Juan Martin Koch) -
Zwei Konzerte im Rahmen der musica-viva-Reihe des Bayerischen Rundfunks, keine Uraufführung: Es war ein untypisches Miniatur-Festival Anfang Mai in München: Zunächst elektrisierte das London Symphony Orchestra (LSO) unter seinem neuen Chefdirigenten Simon Rattle die Gasteig-Philharmonie, dem Konzept der „räsonanz“-Konzerte der Siemens Musikstiftung entsprechend, mit modernen Klassikern (Turnage, Birtwistle und Adams), tags darauf durfte Peter Eötvös am Pult des BR-Symphonieorchesters mit jüngeren eigenen Werken gleichsam sich selbst ein verspätetes Ständchen zum 75. Geburtstag geben.

Transkulturelle Energien

30.05.19 (Dirk Wieschollek) -
Seit nunmehr 20 Jahren bilden die Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik (zusammen mit den im Herbst stattfindenden Tagen Neuer Musik in Weimar) so etwas wie die Speerspitze kompositorischer Gegenwart im ansonsten auf diesem Feld nicht gerade reich bestellten Thüringen. Zwei Aspekte waren schon immer eine Art Gütesiegel des Festivals: zum einen der Anspruch, jungen, noch nicht etablierten Komponisten/-innen eine Plattform zu bieten; zum anderen der Wille, über den europäischen Tellerrand hinauszublicken und den Austausch mit anderen Musikkulturen zu suchen.

Das Risiko des inszenierten Wagnisses

30.05.19 (Julia Kaiser) -
Ein Festival der Wagnisse will Podium Esslingen sein. Festivalkurator Steven Walter lädt Künstler/-innen ein, die bereit sind, ihre musikalische Komfortzone zu verlassen. Perfektion beruht hier nicht auf der Anzahl perfekt intonierter Noten, sondern auf dem Jetzt-oder-nie-Moment.

Keine Zeit für Musik ?

09.05.19 (Dirk Wieschollek) -
Es ist mittlerweile eine geflügelte Ansicht, dass die MaerzMusik – bekanntlich seit einigen Jahren ein „Festival für Zeitfragen“ – der Musik leise, aber kontinuierlich den Rücken kehrt und sich vehement dem „Diskurs“ zuwendet. Eine Ansicht, die der mühsame Gang durch die hauseigene Website zunächst bestärkt, sind Konzertveranstaltungen im Gewirr täglicher Installationen, Ausstellungen, Workshops, Reading-Groups und „Thinking Together“-Konferenzen nur noch mit Mühe auszumachen.

Mut zur Erneuerung und Rolle rückwärts

08.05.19 (Andreas Hauff) -
„Mut zur Erneuerung“ verkündet das Motto des 27. Kurt-Weill-Festes in Dessau-Roßlau. Gemeint ist damit in erster Linie die Rückbesinnung auf den Geist der Jahre 1925 bis 1932, als das Bauhaus seinen Sitz in Dessau hatte. Dessen Erbe wird in der Stadt an der Mulde inzwischen sehr bewusst gepflegt. Als Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen des 1919 in Weimar begründeten Instituts sieht man der Eröffnung des neuen Bauhaus-Museums im September entgegen. „Mut zur Erneuerung“ lässt sich aber auch auf die Gegenwart beziehen.
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