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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzert«

Was zwischen Zeit und „derzeit“ so passiert

30.04.18 (Georg Beck) -
Man kommt gern. Allein schon wegen dem Ort. Wo sonst darf man als Freund einer zeitgenössischen Musik sich einmal rechtens im Zentrum fühlen? Hier – Köln, Funk­haus Wallrafplatz – ist man es tatsächlich. Mehr Zentrum geht nicht.

Abenteuerliche Flugmanöver, halsbrecherische Luftkurven

30.04.18 (Georg Beck) -
„Erfolg! Geld! Wir beobachten in neuesten Werken, dass die Musik nicht mehr interessiert. Die Musik wird von den Musikern verlassen.“ [Hans-Joachim Hespos]
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Musik als heilige Handlung

11.04.18 (Isabel Herzfeld) -
Sein Auftreten in der europäischen Musikszene passte so gar nicht zum Avantgarde-Gebaren der Siebziger Jahre. Naiv und ungeschützt, gänzlich unintellektuell, manchmal fast peinlich in seiner Offenheit war sein Benehmen, und auch seine Werke bezogen sich befremdlich auf ganz persönliche Anliegen. Nach Studien bei Gottfried Michael König in Utrecht und Karlheinz Stockhausen in Köln gelangte Claude Vivier zu einer Sprache von überwältigender Klangsinnlichkeit und direkter Emotionalität. In seiner kanadischen Heimat erhielt sein Schaffen stärkere Resonanz. Doch irgendwann erdrückte ihn die Enge des dortigen Geisteslebens, so dass er 1982 nach Paris übersiedelte – wo er seinen frühen, gewaltsamen Tod fand.

Schönheit für Fortgeschrittene

06.04.18 (Achim Heidenreich) -
Gibt es den idealen Termin für Festivals der klassischeren Art? Im Grenzland zwischen Bayern und Franken, in der pittoresken Renaissancestadt Neuburg an der Donau, westlich von Ingolstadt, haben sich der renommierte Komponist Tobias PM Schneid, der PR-Fachmann Johannes Seifert, die Kulturmanagerin Katrin Beck und die zwei Mitglieder des Münchener Kammerorchesters Stefan Schneider und Kelvin Hawthorne, so scheint es, genau diese Frage gestellt und sind aufgrund von Vermeidung von Terminüberschneidungen mit anderen bereits etablierten Kulturveranstaltungen vor Ort auf die eher durch keine oder Passionsmusik gekennzeichnete Fastenzeit zwischen Fasching und Ostern gekommen.

Lang und schmerzlos

31.03.18 (Fabian Schwinger) -
Unter der Leitung von Berno Odo Polzer hat sich die Berliner MaerzMusik zu einem Diskursfestival entwickelt. „Time Wars“ war die diesjährige Ausgabe überschrieben, die in einem eigens anberaumten Symposium dem „Krieg zwischen den Zeitlichkeiten“ nachging. Dazu kamen „Reading Groups“, Filme, Workshops und Podiumsgespräche – und ein Konzertprogramm, das den Spagat übte zwischen politischem Anspruch und unverhohlener Eventisierung. Ein elitärer Kulturbürger-Nimbus wurde so zwar unterlaufen, dafür herrschte ein Wohlfühlprogramm für den akademisch gebildeten Großstadt-Hipster.

Wenn die Klappen klickern

31.03.18 (Mathias Nofze) -
Fast unmerklich beginnt das Stück, mit einem leisen, tiefen Ton, dem viel Luft und ein seltsames Schnalzen beigemischt wird. Es folgt ein kurzer, hoher Pfeifton, gepaart mit einem abwärts führenden Glissando. Dann wieder ein paar Pfeiftöne über hauchiger Bassgrundierung. Aus diesem pointillistischen Beginn entwickelt die aus Taiwan stammende Komponistin Ling-Hsuan Huang ihr Stück „The way we talk“ für zwei riesige Bassblockflöten. Diese „Paetzold-Flöten“ muten wegen ihrer kastenförmigen Erscheinung wie dadaistische Klangapparaturen an.

Holzbläserquintett trifft Vocalsolisten

28.02.18 (Egbert Hiller) -
Die bedeutenden Festivals für Neue Musik, zu denen ECLAT in Stuttgart zählt, können Gradmesser musikalischer Entwicklungen sein, in denen sich indirekt auch gesellschaftliche Wandlungsprozesse widerspiegeln. Aktuelle Stichworte in diesem Kontext lauten etwa Digitalisierung und Globalisierung, Neoliberalismus und Populismus, Erderwärmung und Terrorangst, wobei deren Folgen allenthalben spürbarer werden und auch vor dem persönlichen, geschweige denn dem künstlerischen Empfinden nicht haltmachen.

Reine Instrumentalmusik als Stimulans

22.02.18 (Reinhard Kager) -
Als schrammte ein Graphiker seinen Grabstichel in eine Kupferplatte, so tönt am Beginn Hannes Kerschbaumers „schraffur“ für Vierteltonakkordeon und Ensemble. Ein beeindruckend eigenwilliges Stück mit geradezu geometrischen Lineaturen, das bei „Wien Modern“ durch Krassimir Sterev am Akkordeon, das Klangforum Wien und den souverän gestaltenden Emilio Pomàrico am Dirigentenpult zur Aufführung gebracht wurde. Durch vier weitere Kompositionen, darunter drei Uraufführungen, und die Verleihung des Erste-Bank-Kompositionspreises stand der 36-Jährige Südtiroler Komponist im Fokus des Festivals, das im Herbst 2017 bereits zum 30. Mal stattfand.

Preziosen, die für sich sprechen

31.01.18 (Burkhard Schäfer) -
Am 16. Dezember 2007 verstarb Harald Genzmer hochbetagt in München. Anlässlich seines zehnten Todestages veranstaltete die Harald-Genzmer-Stiftung in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater München am 16. und 17. Dezember 2017 ebendort ein Konzertwochenende. Die gebotenen Werke und Interpretationen begeisterten durch die Bank und sogar eine Uraufführung des einstigen Genzmer-Schülers Roland Leistner-Mayer war zu erleben.
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