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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzert«

Stockhausen-Schlüsselwerk mit der Generation von heute

31.08.18 (nmz-red) -
Im Sommer 2018 erarbeitet die Lucerne Festival Academy mit INORI und GRUPPEN zwei zentrale Partituren Stockhausens. Das japanische Wort „inori“ bedeutet Gebet, Anrufung, Anbetung.

Ehrfurcht, Übermut und Abgezocktheit

31.08.18 (Juan Martin Koch) -
Premiere beim mittlerweile schon traditionsreichen Jugendorchester-Festival Young Euro Classic in Berlin: Erstmals war mit NYO Jazz eine junge Big Band ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt geladen worden. Ein Ausflug in stilistisches Neuland, der sich gewaschen hatte …

Zeitreisen zwischen Alt und Neu

Alte und junge Besucher haben es sich am Rand eines blauen Quadrats auf Sitzkissen bequem gemacht, weitere dahinter auf Stühlen. Am anderen Ende dieser Schwimmbecken-Bühne stellen sich die Neuen Vocalsolisten auf und stimmen Monteverdi an. Nicht nur ein paar Töne: ein ganzes Madrigal. Stand nicht ein neues Werk, die deutsche Erstaufführung von Annelies Van Parys’ „An Archive of Love“, auf dem Programm? Es kommt noch bunter: „Tristan?“, fragt zaudernd eine Frauenstimme. „Isolde!“, tönt es postwendend zurück: „lülülülülü“, gefolgt von gehauchten, gekrächzten, unartikulierten Lauten. Was parodistisch wirkt, verdankt seine Komik zu guten Teilen Claude Viviers „Love Songs“, die Van Parys munter mit Monteverdi, José-Maria Sanchez-Verdù und eigenen Tönen bis hin zu kurzen Pop-Song-Fragmenten collagiert. Und den unvermittelten Kontrasten. Wir meinen, einzigartig zu sein, will die Komponistin sagen: Doch wir wiederholen in unseren Liebesgeschichten nur die Klischees, die seit ältesten Zeiten besungen werden.

Diskutieren und ausprobieren, vorführen und verwerfen

31.08.18 (Juana Zimmermann) -
Pierre-Yves Artaud schrieb über die Ferienkurse von 1994: „Oh je, weiter diese Affenhitze! Das Wetter hier ist unvorhersehbar. Ein bisschen wie alles, was man hier so treibt: die Stücke, die man hier spielt und ihre Qualität. Das geht rein und raus.“ Und hätten sich seitdem die Örtlichkeiten und Nichtrauchergesetze nicht verändert, so könnte man ihm hellseherische Fähigkeiten zusprechen: „Vom Buffet bis zum Nichtrauchersaal [...] sind gerade mal zehn Meter, doch die kommen einem schier endlos vor. Sie sind es auch, denn ein Gruß und ein Wortwechsel alle 50 Zentimeter, das macht im Durchschnitt 20 Halts von 30 Sekunden [...]“

„Hellhörig riskieren wir wache Ohren“

03.07.18 (Gisela Nauck) -
Würde man den Komponisten Hans-Joachim Hespos darum bitten, sich vorzustellen, bekäme man die karge Antwort: „Ich heiße Hans-Joachim Hespos und mache Musik“.

Orchestrale Quersumme mit acht Hörnern

03.07.18 (Alexander Strauch) -
Mit dem Orchesterkonzert am 7. Juni 2018 begann für die Münchner BR-Konzertreihe musica viva eine Abfolge von Konzerten, die sich ausschließlich einem Komponisten widmen: In der Saison 2018/19 sind das etwa Peter Ruzicka und Beat Furrer. Abgesehen von Miroslav Srnka bleiben jüngere Namen außen vor. In dieser Spielzeit stand nun Helmut Lachenmann im Fokus.

Ränder, Fehler, Flüstertöne

07.06.18 (Georg Beck) -
Die erste Frage, die diesem Festival-Jahrgang galt, war außermusikalischer Natur: Was eigentlich wird genau gefeiert? – Die Presse- und Öffentlichkeitsabteilung des (haupt)veranstaltenden Westdeutschen Rundfunks war sich sicher: „50 Jahre Wittener Tage für neue Kammermusik“. Was eine ziemlich selbstbewusste Überschrift war zu einer Vorankündigung, die dann lus-tigerweise so weiterging: „Fehler im System, folgenschwere Tippfehler und Versehen, die Veränderung bringen – bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik geht es im Jubiläumsjahr um ‚produktive Fehler‘.“

Singen heißt mich das Herz

31.05.18 (Georg Beck) -
Die Zeit vergeht. Wie sie das tut, das hat die jüngste Ausgabe von „Acht Brücken. Musik für Köln“ vorgeführt. Und zwar mit wünschenswerter Klarheit. Dabei hat es die Festival-Dramaturgie verstanden, einerseits Kern und Botschaft des Stücks für alle sichtbar hinzustellen und zugleich ins Überzeitliche zu heben. Man kann das weise, wahlweise geschickt nennen: Geschichte aufarbeiten, ohne Schuldfragen wälzen zu müssen, einfach einen neuen Stand der Dinge verkünden.

Was zwischen Zeit und „derzeit“ so passiert

30.04.18 (Georg Beck) -
Man kommt gern. Allein schon wegen dem Ort. Wo sonst darf man als Freund einer zeitgenössischen Musik sich einmal rechtens im Zentrum fühlen? Hier – Köln, Funk­haus Wallrafplatz – ist man es tatsächlich. Mehr Zentrum geht nicht.

Abenteuerliche Flugmanöver, halsbrecherische Luftkurven

30.04.18 (Georg Beck) -
„Erfolg! Geld! Wir beobachten in neuesten Werken, dass die Musik nicht mehr interessiert. Die Musik wird von den Musikern verlassen.“ [Hans-Joachim Hespos]
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