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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzert«

Vom Versuch, unsichere Räume zu bewohnen

16.06.20 (Dirk Wieschollek) -
Während in Pandemie-Zeiten allerorten das Virus jegliche Veranstaltungsaktivitäten in die Knie zwingt, präsentierte sich Witten 2020 als gallisches Dorf in der Lockdown-geplagten Fes­tivallandschaft – und fand statt. Wobei „stattfinden“ in diesen Tagen natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Dass die Verantwortlichen alles daran setzten, die verbliebenen Möglichkeiten bis an die Grenzen des technisch und ästhetisch Sinnvollen auszuloten, darf man Harry Vogt und dem WDR-Team jedoch hoch anrechnen.

Mozart mit behördlicher Genehmigung

27.05.20 (Stefan Pieper) -
Seit Wochen erreichen die Redaktion der nmz Festival- und Konzertabsagen – das Musikleben ist ein Fiasko geworden. Staatliche Hilfen oder zumindest Hilfsversprechen versuchen, die Notlagen betroffener Künstler und Ensembles zu mildern. Dass es bereits vereinzelte Initiativen gibt, einen Exit in ein neues Konzertleben mit Abstand und unter Einhaltung pandemischer Schutzauflagen wieder Musik zu machen und auch ein ausgehungertes Publikum damit zu beliefern, wird auf dieser einzelnen nmz-Berichteseite an zwei Beispielen gezeigt.

Ästhetische Maßnahmen für einen „New Return“

17.05.20 (Anna Schürmer) -
„Welche musikdramatischen Ausdrucksformen müssten erschaffen werden, damit es gelingt, neue Kräfte freizusetzen?“ Ein hochaktueller Kommentar – den Manos Tsangaris und Daniel Ott allerdings bereits Ende November 2019 bei ihrer Pressekonferenz äußerten: einer Zeit also, als ‚Corona‘ noch nichts weiter als mäßiges Bier oder für feinere Geister ein antiker Blumenkranz war.

Die junge Generation versucht sich am Sinfonieorchester

09.04.20 (Juana Zimmermann) -
Seit vielen Jahren schreibt das SWR Symphonieorchester den „Meisterkurs Orchesterkomposition“ aus, um der nächs­ten Generation Komponierender die Gelegenheit zu bieten, intensiv mit einem professionellen Orchester zusammenzuarbeiten.

Proben in der Quarantäne gegen den Corona-Koller

07.04.20 (Andreas Kolb) -
Während der Corona-Shutdown Mitte März unaufhaltsam das gesamte deutsche Konzertleben erfasste, probten weit im Norden, eine gute Autostunde entfernt von Berlin, fünf Performer des Vokalensembles PHØNIX16 aus Berlin und 25 junge bolivianische Musiker des Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos unermüdlich weiter, als ob ihre Uraufführungen am 20. März 2020 zur Eröffnung der MaerzMusik nicht abgesagt worden wären. Zwar hatte die bolivianische Regierung alle Bolivianer im Ausland dazu aufgefordert, innerhalb von 72 Stunden ins eigene Land zurückzukommen. Von Deutschland aus stellte sich dies jedoch schnell als Ding der Unmöglichkeit heraus, da es keine Flüge gab.

Wer Vorbereitung braucht, ist noch nicht da

29.03.20 (Stefan Pohlit) -
Im Rahmen des „Forum N“ des hr-Sinfonieorchesters war für den 30. April ein Konzert unter anderem mit neueren Werken von Nicolaus A. Huber und Samir Odeh-Tamimi geplant. Ob es bei diesem Termin bleibt, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Stefan Pohlit, dessen Orchesterstück „Vapur“ uraufgeführt werden sollte, hat einige Gedanken zum Programm notiert.

Beethoven ist personifizierte Regelverletzung

29.03.20 (Mathias Nofze) -
Das Unvollendete vollenden: viele haben es versucht. Mozarts Requiem lockte zahlreiche Bearbeiter von Süßmayer bis Robert Levin an, Alban Bergs Opernfragment „Lulu“ ließ Friedrich Cerha nicht ruhen, und auch Schuberts „Unvollendete“ zog eine stattliche Zahl von musikalischen „Restauratoren“ an. Immer waren menschliche Hirne mit mehr oder weniger ausgeprägter Stilsicherheit am Werk. In der gegenwärtigen Ära der zumindest partiellen Digitaleuphorie wird auch der Job des Bearbeiters zunehmend dem Kollegen Algorithmus anvertraut.

Aufbruch im Abbruchhaus

28.02.20 (Rainer Nonnenmann) -
Im Haus Severinstraße 194 der Kölner Südstadt existiert im Erdgeschoss noch ein Studio für Kampfsport. Darüber sind jedoch alle Wohnungen leergeräumt, weil bald der Abrissbagger anrückt. Doch bevor er soweit ist, kehrte noch einmal Leben in die verlassenen Gemäuer. Das 2009 von Brigitta Muntendorf gegründete Ensemble Garage startete hier Ende November seine erste eigene Konzertreihe. Drei Jahre lang erhält die Formation vom Land Nordrhein-Westfalen zwanzigtausend Euro für jährlich drei bis vier Konzerte. Weil sich Muntendorf wegen vieler anderer Projekte und ihrer neuen Professur an der Kölner Musikhochschule aus der künstlerischen Leitung etwas zurückziehen wird, entwickeln die neun Musikerinnen und Musiker nun ver­stärkt Eigeninitiative.

Das Programm gibt’s erst am Ausgang

Für Ensembles und Institutionen des Musikbetriebs kann das Beethoven-Jahr 2020 ein echtes Problem sein. Man muss mit, selbst man nicht will, man gerät unter Zugzwang, obwohl nicht klar ist, wohin es gehen soll. Noch so mus­tergültige Aufführungen von Beethovens Werken bestätigen doch nur seinen kanonischen Status, und die jetzt viel beschworene Modernität Beethovens, wie kann sie mehr werden, als nur eine Behauptung? Mögliche Antwort auf dieses Problem: eine Akademie.

Die Provinz lebt, wenn sie schöne Nebenwege hat

28.02.20 (Georg Beck) -
Trier ist anders. Wer von außen kommt, spürt das. Vorausgesetzt, er oder sie hat Distanz zu den Metropolen, die ihre Settings gern als Standards besprechen: So macht man das! – Was aber macht man, wenn man wie die beiden Opening-Kuratoren Bernd Bleffert und Thomas Rath nichts von dem in der Hand hat, worüber normale Veranstalter verfügen?
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