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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzert«

Licht und Lichtgestalten

30.06.17 (Michael Kube) -
Licht. Kaum hätten sich die Dresdner Musikfestspiele zum 40-jährigen Jubiläum ein schöneres Motto wählen können, sind mit ihm als Lebenselixier, ­so Intendant Jan Vogler, doch Aufklärung, Freiheit, Transparenz und Energie verbunden. Was das für die Musikfestspiele selbst bedeutet, macht ein kleiner Rückblick deutlich: Standen ab 1978 zunächst Themen des Musiktheaters im Vordergrund, waren es nach 1990 geo­grafische, historische oder auch ideengeschichtliche Schwerpunkte, unter denen das traditionell weit gefächerte Programm subsumiert wurde.

Von der Stille in die Stille

30.06.17 (Verena Großkreutz) -
Ein Kamel, das einen Leichenwagen zieht; eine illustre Trauergemeinde, die dem grotesken Gefährt in Zeitlupe hüpfend folgt, das sich dann ohne Kamel selbstständig macht und über Stock und Stein davonrast: Diese fröhlich-surreale Sequenz entstammte René Clairs 20-Minuten-Stummfilm „Entr’acte“ von 1924, mit dem das Ensemble Ascolta das recht gut besuchte Neue-Musik-Festival „Der Sommer in Stuttgart“ im dortigen Thea­terhaus eröffnete.

„Ich kann nur schlecht die zweite Geige spielen“

30.06.17 (Katja Tschirwitz) -
Viel frischen Wind bringt Evelyn Meining­ ins Würzburger Mozartfest, seit sie im Jahr 2014 die Intendanz des Traditionsfestivals übernommen hat: neue Spielorte, neue Veranstaltungsformate, eine Kooperation mit dem Kissinger Sommer. Auch die zeitgenössische Musik findet zunehmend Eingang in das vierwöchige Festival, sogar in die traditionellen Konzerte im Kaisersaal der Residenz.

Im Altbau Neuland betreten

29.06.17 (Michael Ernst) -
Genau genommen sind es ja drei Konzertsäle, die sich Deutschland in kurzer Zeit geleistet hat. Im Januar (endlich!) die Elbphilharmonie Hamburg, im März (überraschend!) der Pierre-Boulez-Saal in Berlin und nun (beeindruckend!) der neue Saal im Dresdner Kulturpalast. Wenn wir Berlin einmal außen vor lassen – dort gelang Maestro Daniel Barenboim mit dem Pierre-Boulez-Saal im eins­tigen Kulissendepot der Staatsoper schier ein kleines Wunder –, dann sind es vor allem die Kulturtempel in den Partnerstädten Dresden und Hamburg, die aktuell so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Dresdner Festspielorchester war sogar der erste Klangkörper, der beide Räume bespielen konnte.

Vor-Spiel vor dem Vorspiel

31.05.17 (Eckart Rohlfs) -
Alle reden von Musikvermittlung, der Belebung des Kontakts zwischen Werk, musikalischer Darstellung und wenig hörerfahrenen Hörern. Die Aufmerksamkeit des Publikums, der Erlebnisgewinn sollen gesteigert werden. Was spielt sich dabei ab oder was könnte sich abspielen, um auf das musikalische Programm noch besser einzustimmen, das Publikum neugierig zu machen?

Wie von dieser Welt

31.05.17 (Achim Heidenreich) -
Provinz ist da, wo sich das Musik-Jet-Set die Klinke in die Hand gibt, also in den großen Städten: So beschrieb der brillante Autor und intellektuelle Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus vor genau 40 Jahren – lang, lang ist’s her – den Unterschied zwischen einem gewachsenen Musikleben und dem internationalen Musikbetrieb. Beides habe nichts miteinander zu tun.

Das Auge hört mit

31.05.17 (Georg Beck) -
Natürlich sind Musikfeste auch solche für das Auge. Man vergisst es nur immer so leicht. Und doch baut ja jedes Konzert eine Welt – ganz unabhängig davon, welche Partituren gerade auf den Pulten liegen: alte, ältere, moderne, brandneue. Was einzig differiert, ist der Aufwand, der damit getrieben wird, also das Bewusstsein, das man dafür hat – oder nicht. Entsprechend gibt es die Mucken oder das Hochamt und es gibt ganz viel dazwischen, womit wir umstandslos modulieren können in die jüngste Aus­gabe des Klassikers Wittener Tage für neue Kammermusik, in diesem Jahr tatsäch­lich in seiner 49. Ausgabe zu erleben.

Das zeitgenössische Klassenzimmer in Donaueschingen

19.05.17 (Leonie Hong) -
Drei Tage lang sind wir, sechs Schüler/-innen aus Karlsruhe und eine „Einheimische” in Donaueschingen, beim UPGRADE-Festival für Neue-Musik-Vermittlung zusammengekommen, um in einem Strudel aus geballter Produktivität, hitziger Kritiken, poetischen Streams of Consciousness, staubtrockenen Berichten, bunt zusammengewürfelten Videos und kritischen Interviews aufzunehmen, zu schreiben und zu veröffentlichen. Auf dieser Seite finden Sie einige kleine Kostproben. [Yvette Werner]

Ohren und Grenzen öffnen

01.05.17 (Roland Spiegel) -
Sie schuf ein weltweit bedeutendes Forum für möglichst radikale, frei improvisierte Töne – in Schallplattenveröffentlichungen und in einem jährlichen Festival, das sich „Total Music Meeting“ nannte: Jetzt ist der Berliner „Free Music Production“ (FMP) eine aufregende Ausstellung im Münchner Haus der Kunst gewidmet: „FMP: The Living Music“(noch bis 20.8.). Töne und Dokumente für Entdeckungsfreudige.

Musik zum Standhalten, nicht zur Weltflucht

01.05.17 (Georg Beck) -
Das war überraschend. So nicht planbar. Und doch schien dem Festival um- so mehr Plausibilität zuzuwachsen, je mehr es sich mit seiner Programmatik an der Wirk­lichkeit rieb. Mit einem Thema, das wie kein anderes in die Politik gehört, von dieser freilich nur mehr unwillig angefasst wird, da es als ziemlicher Stimmungskiller wirkt, was Politiker gar nicht mögen. Parallel mit dem ersten April-Wochenende, traditionell der Termin fürs Kölner Forum neuer Musik, waren in der Domstadt denn auch nicht nur die Frühblühter raus.
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