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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzert«

Aus Paul Frankenburger wurde Paul Ben-Haim

29.08.17 (Albrecht Dümling) -
Eine goldene Sonne über einem blauen Meer prangte auf dem Plakat. Das neue New Life Festival wurde wie eine New-Age-Veranstaltung angekündigt. Die Besucher wurden aufgefordert, die hoffnungsgebende Kraft der Musik zu spüren und mitzufeiern. Im Kleingedruckten fand man dann die Information, dass es sich um ein Projekt des Vereins „KOL – Jüdische Musik beleben und erleben e.V.“ handelte. Die jüdische Sängerin und Kantorin Mimi Sheffer wollte damit anlässlich des 120. Geburtstags von Paul Ben-Haim die Musik geflüchteter jüdischer Komponisten vorstellen. Im Zentrum stand die Begegnung mit israelischer Musik unter Beteiligung israelischer Musikforscher und Interpreten. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, der Schirmherr des Festivals, betonte in seinem Grußwort die kulturelle Verbundenheit zwischen Israel und Deutschland.

Ein-Tages-Festival-Format

30.06.17 (Maria Bohne) -
„REVERB – Internationales Festival für Hall, Raum und Musik“ am 16. September 2017 ist ein ungewöhnliches Format, ein Ein-Tages-Festival. Zusammengestellt hat es der österreichische Musiker und Komponist Peter Androsch, der dazu die verschiedensten Künstler einlädt, um Werke unterschiedlichster Epochen und Genres in der Regensburger Minoritenkirche aufzuführen.

Hybride Generation

30.06.17 (Anna Schürmer) -
Was hat die Veröffentlichung von Pink Floyds „Wish You Were Here“ mit den Toden von Boris Blacher und Pier Paolo Pasolini zu tun? Und was der Filmstart von Stephen Spielbergs „Der weiße Hai“ mit der Geburt des kanadischen Dirigenten Yannick Nézet-Séguin? Nicht viel, außer das sich all diese Ereignisse 1975 abspielten. Dem Jahr also, in dem auch Oscar Bianchi und Hans Thomalla geboren sind – jene zwei Komponisten, die am 2. Juni mit Uraufführungen im Münchner Herkulessaal zu Gast waren.

Mit Herz und E-Gitarre

30.06.17 (Anna Schürmer) -
In der Philharmonie im Münchner Gasteig gibt der Schmusesänger der 80er, Chris de Burgh, ein Konzert. Auf der sonnigen Piazza herrscht dagegen Remmidemmi: mit Blechsound, hämmernder Percussion und kreischender E-Gitarre besetzt das Verworner-Krause­Kammerorchester (VKKO) das Celibidache-Forum. Der Dirigenten-Derwisch irritiert Passanten, verwundert Philharmonie-Besucher und begeistert Freunde schräger Klang- und Performancekunst. Das ist frech, erfordert aber auch Mut – und entspricht somit ganz dem aDevantgarde-Festival, das sich in seiner 14. Ausgabe der Parole „coraggio“ gewidmet hat.

Licht und Lichtgestalten

30.06.17 (Michael Kube) -
Licht. Kaum hätten sich die Dresdner Musikfestspiele zum 40-jährigen Jubiläum ein schöneres Motto wählen können, sind mit ihm als Lebenselixier, ­so Intendant Jan Vogler, doch Aufklärung, Freiheit, Transparenz und Energie verbunden. Was das für die Musikfestspiele selbst bedeutet, macht ein kleiner Rückblick deutlich: Standen ab 1978 zunächst Themen des Musiktheaters im Vordergrund, waren es nach 1990 geo­grafische, historische oder auch ideengeschichtliche Schwerpunkte, unter denen das traditionell weit gefächerte Programm subsumiert wurde.

Von der Stille in die Stille

30.06.17 (Verena Großkreutz) -
Ein Kamel, das einen Leichenwagen zieht; eine illustre Trauergemeinde, die dem grotesken Gefährt in Zeitlupe hüpfend folgt, das sich dann ohne Kamel selbstständig macht und über Stock und Stein davonrast: Diese fröhlich-surreale Sequenz entstammte René Clairs 20-Minuten-Stummfilm „Entr’acte“ von 1924, mit dem das Ensemble Ascolta das recht gut besuchte Neue-Musik-Festival „Der Sommer in Stuttgart“ im dortigen Thea­terhaus eröffnete.

„Ich kann nur schlecht die zweite Geige spielen“

30.06.17 (Katja Tschirwitz) -
Viel frischen Wind bringt Evelyn Meining­ ins Würzburger Mozartfest, seit sie im Jahr 2014 die Intendanz des Traditionsfestivals übernommen hat: neue Spielorte, neue Veranstaltungsformate, eine Kooperation mit dem Kissinger Sommer. Auch die zeitgenössische Musik findet zunehmend Eingang in das vierwöchige Festival, sogar in die traditionellen Konzerte im Kaisersaal der Residenz.

Im Altbau Neuland betreten

29.06.17 (Michael Ernst) -
Genau genommen sind es ja drei Konzertsäle, die sich Deutschland in kurzer Zeit geleistet hat. Im Januar (endlich!) die Elbphilharmonie Hamburg, im März (überraschend!) der Pierre-Boulez-Saal in Berlin und nun (beeindruckend!) der neue Saal im Dresdner Kulturpalast. Wenn wir Berlin einmal außen vor lassen – dort gelang Maestro Daniel Barenboim mit dem Pierre-Boulez-Saal im eins­tigen Kulissendepot der Staatsoper schier ein kleines Wunder –, dann sind es vor allem die Kulturtempel in den Partnerstädten Dresden und Hamburg, die aktuell so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Dresdner Festspielorchester war sogar der erste Klangkörper, der beide Räume bespielen konnte.

Vor-Spiel vor dem Vorspiel

31.05.17 (Eckart Rohlfs) -
Alle reden von Musikvermittlung, der Belebung des Kontakts zwischen Werk, musikalischer Darstellung und wenig hörerfahrenen Hörern. Die Aufmerksamkeit des Publikums, der Erlebnisgewinn sollen gesteigert werden. Was spielt sich dabei ab oder was könnte sich abspielen, um auf das musikalische Programm noch besser einzustimmen, das Publikum neugierig zu machen?

Wie von dieser Welt

31.05.17 (Achim Heidenreich) -
Provinz ist da, wo sich das Musik-Jet-Set die Klinke in die Hand gibt, also in den großen Städten: So beschrieb der brillante Autor und intellektuelle Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus vor genau 40 Jahren – lang, lang ist’s her – den Unterschied zwischen einem gewachsenen Musikleben und dem internationalen Musikbetrieb. Beides habe nichts miteinander zu tun.
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