Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Konzerte für Kinder«

Ein ästhetischer Aufbruch

01.07.08 (Christian Tepe) -

In Dortmund kann es einem neuerdings passieren, dass der Autolärm auf dem stark belasteten Hiltropwall plötzlich von einem wilden Chor aufgeregter Kinderstimmen marginalisiert wird, die sich lustvoll in ungewöhnlichen Tonfolgen ergehen, wie man sie sonst eher aus der Oper kennt. Wo sich bis vor kurzem noch ein grauer Parkplatz befand, entdeckt das Auge erfreut eine aparte Architektur mit auffallendem Dach in Form eines Schildkrötenpanzers. Sie beherbergt das neue, eigens für Kinder erbaute Opernhaus in direkter Nachbarschaft zur großen Schwester und zum Schauspiel. Soviel ist schon gewiss: Dieses Gebäude wird auch dann noch vor Leben überschäumen, wenn die wohlfeilen öffentlichen Debatten um das Beste für die Kinder längst wieder verstummt sind.

Schnelles Verkleidungstheater

01.06.08 () -

Das Windkind will genauso laut über die Erde fegen wie der größte Wind, es lärmt ganz entsetzlich, gerät außer Puste und … beginnt zu hören – Töne, Klänge, Geräusche. Dabei lernt es Sebastian und Mäxchen kennen, die Cembalo und Cello spielen und genau wissen, woher die Töne, Klänge und Geräusche kommen und wohin sie gehören. Diese seltsame Ordnung verleitet das Windkind zu Streichen – es verwechselt alles, was es hört: Der Bauarbeiter will mit dem Dachdecker schimpfen und singt plötzlich Soprankoloraturen, während die Operndiva auf der Bühne brüllt wie der Bauarbeiter … Nichts stimmt mehr.

Mit Sinnlichkeit und echtem Erleben

01.03.05 (Egbert Tholl) -

Überall Verfall. Deutschland kommt nicht aus dem tiefen Jammertal der Pisa-Studien heraus, die Jugend verliert Werte, Ziele und Kultur. Einerseits. Andererseits wird dagegen von offizieller Seite nicht viel mehr getan, außer das Lamento immer wieder zu wiederholen. Vor ein paar Monaten fand in München im Prinzregententheater ein Symposium zur Bedeutung des Musikunterrichts in den Schulen statt, mit der Quintessenz, dass der zwar ständig abnehme, aber eigentlich immer wichtiger werde. Das beste Argument dafür lieferte ein Personal-Chef einer Münchner Bank: Angesichts der mangelnden Qualität der Berufsschulen bringe man den Auszubildenden am besten selber bei, was sie fachlich können müssten. Nur eines könnte sein Geldinstitut nicht leisten: Denken lehren. Deshalb sei ihm jeder Bewerber lieb, der eine musische Ausbildung genossen habe, denn die ließe offene Sinne und ein waches Hirn erwarten. Der Gedanke an einen möglichen Mehrwert auf dem Arbeitsmarkt dürfte allerdings kaum eine Rolle gespielt haben, als sich vor 15 Jahren in München ein paar Musiker zusammen taten, um das Projekt „Musik zum Anfassen“ zu gründen. Die Idee der Musiker, die sonst in Neue-Musik-Ensembles wie piano possibile zugange sind, war, in die Schulen zu gehen und dort Kinder zu erreichen, die bislang kaum mit Musik in Berührung gekommen sind. „Musik zum Anfassen“ will Kinder der dritten bis siebten Jahrgangsstufe wach machen, bei ihnen Lust an Wahrnehmung wecken. Die Projekte in den Schulen beginnen mit einer Schule des Hörens, mit ersten Versuchen, Geräusche und Klänge aufzuschreiben und zu reproduzieren. Doch die Kinder sollen nicht nur konsumieren, sondern zum aktiven Musikmachen angeregt werden. Dazu basteln sie aus Alltagsgegenständen Instrumente, entwerfen ein Fantasieland und die zu diesem passende Musik und studieren diese schließlich zusammen mit den Musikern ein. Denn „Musik zum Anfassen“ verlässt einmal im Jahr den Klassenraum und präsentiert die Arbeit der Kinder im öffentlichen Konzert.

Die sinnliche Erfahrung von Klang am Instrument

01.10.04 (Juan Martin Koch) -

Zweifellos: das war kein Pflichtbesuch, den Kultursenatorin Karin von Welck zur Geburtstagsfeier des Klingenden Museums Hamburg absolvierte. Nicht nur, dass ihr Grußwort von echtem Engagement zeugte, sie nahm sich auch mehr als zwei Stunden Zeit für die vielstimmigen Aktivitäten, zu denen die Hamburger Jugendmusikschule ihr Haus weit geöffnet hatte. Ein ermutigendes Zeichen, so darf man wohl hoffen, für die Bedeutung, die der Nachwuchsarbeit im Rahmen der Hamburger Kulturpolitik in den kommenden Jahren zukommen soll.

Orchestergraben, verjüngt

01.10.04 (Dirk Jaehner) -

Seit vier Spielzeiten hat das Symphonieorchester der Stadt Münster, das nicht nur für die Symphoniekonzerte, sondern auch als Musiktheaterorchester tätig ist, einen jugendlichen Ableger. Für ein Musiktheaterprojekt pro Spielzeit wird aus Schülerinnen und Schülern von Musikschulen aus Münster und dem umliegenden Münsterland ein Orchester gebildet und von Mitgliedern des Orchesters der Städtischen Bühnen Münster betreut.

Neue Musik braucht Vermittlung

01.06.04 (Ernst-Klaus Schneider) -

Die Musikhochschule Stuttgart hatte im Rahmen des in Breite und Vielfalt beeindruckenden „3. Stuttgarter Musikfest für Kinder und Jugendliche“ erneut zu einem mehrtägigen Symposion eingeladen. Von den Symposien 2000 und 2002 waren wichtige Impulse für die Kinderkonzertpraxis in Deutschland ausgegangen. Nun das Thema: „Wege zur Neuen Musik. Perspektiven der Musikvermittlung“.

Musikalische Begegnungen beim Gang durch den Vogelpark

01.05.04 (Ernst Klaus Schneider) -

Erwartungsvoll strömen hundert vier-bis sechsjährige Kinder mit ihren Angehörigen in das Sommertheater Detmold. Sie kommen in das 5. Konzert der Reihe „Unterwegs mit Klang und Farbe“. 20 Kinder haben aus diesem Anlass Vogelbilder gemalt und eingeschickt; diese hängen, jedes für sich, in einem Pappkarton (leere Kästen aus dem Großmarkt). Wie ein Wolkenkuckucksheim sind die Kartons im Eingangsbereich und vor der Bühne hoch aufgestapelt: Volièren.

György Ligeti kam auch bis Afrika

01.02.04 (Sylvia Systermans) -

„Yamoh, Yamoh. Amba!“, so begrüßen sich Kinder an Afrikas Elfenbeinküste. Der Gruß ist Auftakt eines Ferienworkshops für Kinder und Jugendliche von 8 und 18 Jahren, veranstaltet von der KölnMusik und Offenen Jazz Haus Schule Köln. Was die Wörter bedeuten, ist weniger wichtig. Wohl aber der Spaß am Klang der Silben, dem Rhythmus, der Bewegung, dem Miteinander.

Den Netzwerkgedanken stärken

01.12.03 (Christoph Thoma) -

Kinder und Jugendliche dürfen nicht mehr als Publikum von morgen gesehen, sondern müssen viel mehr heute ernst genommen werden. Daher ist es notwendig, Kinderkonzerte zielgruppenorientiert auf zu bereiten, auf die Gedankenwelt junger Menschen abzustimmen und höchsten musikalischen Qualitätsansprüchen zu unterlegen.

Künstler für das nächste Jahrtausend

01.12.03 (Maike Berndt) -

Flughäfen – Versammlungsorte der besonderen Art. Menschen aus aller Welt kommen und gehen, treffen aufeinander. Ihre Begegnungen haben dabei den Charakter des Schemenhaften, Zufälligen und Meist unbedeutsamen; anders bei „New Earports“.

Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: