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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzertvermittlung«

Neue Zielgruppen im Fokus

02.07.12 (Barbara Stiller) -
Mit dem Wettbewerb „Musikpädagogik“, der dieses Jahr zum dritten Mal im Rahmen der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen ausgeschrieben war, möchten die RKM und der Stifter des Preisgeldes, der Verband deutscher Musikschulen (VdM), auf die Bedeutung musikalischer Bildung und der musikpädagogischen Ausbildung öffentlich aufmerksam machen. Die RKM bekundet damit einmal mehr ihr Engagement für musikalische Bildungsinitiativen und ihren Anspruch auf Exzellenz in der musikpädagogisch-akademischen Nachwuchsförderung. Im Rahmen des Preisträgerkonzertes des Wettbewerbes der deutschen Musikhochschulen wurden Anfang Juni zwei Förderpreise in der Kategorie Musikpädagogik in Düsseldorf öffentlich verliehen. Einen Förderpreis erhielten Sina Gottbrath und Anne Miebach, beide Hochschule für Musik Detmold, mit ihrem Projekt „Wir singen gemeinsam“. Ein weiterer Förderpreis wurde an Melisa Elgün (Hochschule für Musik und Tanz Köln) für ihr interkulturelles Projekt „Elementare Musikpädagogik in einem türkisch-deutschen Seniorenheim“ verliehen.

Was es heißt, von Cage zu lernen

02.07.12 (Doris Kösterke) -
Die heitere Atmosphäre von Kindern und jungen Menschen, die aus eigenem Antrieb etwas tun, prägte das Projekt „INSIDE AND OUTSIDE – Klangexkursionen in innere und äußere Umwelten“, das vom Institut für Neue Musik und Musikerziehung (INMM) gemeinsam mit den Machern der Ausstellung „A House Full Of Music“ und drei Darmstädter Schulen durchgeführt wurde. Aus dem Vorstand des INMM hatten Margret Trescher, Helmut Bieler-Wendt und Volker Staub für jeweils fünf Doppelstunden mit den jeweiligen Klassen und ihren Musiklehrern zusammengearbeitet, gemeinsam mit ihnen die Ausstellung besucht und geholfen, dort empfangene Anregungen in musikalisch-szenischen Gruppenprozessen umzusetzen, die auf der Mathildenhöhe zur Aufführung kamen.

Den Hörern reinen Wein einschenken

28.04.12 (Hanne Muthspiel-Payer) -
„Musikvermittlung ist in aller Munde. Kein Festival ohne Sitzkonzert, kein Orchester ohne Vermittlungsbeauftragten, kein Konzerthaus ohne Kids Club. Der Reigen an Angeboten und Anbietern unterschiedlichster Couleur ist mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Doch woher kommt dieser Konsens, dass Musikvermittlung das Gebot der Stunde sei? Welche Ziele werden damit eigentlich verfolgt, welche erreicht? Ist die Konjunktur der Musikvermittlung lediglich eine Reaktion auf verschwindende Besucherzahlen? Wie können wir unterscheiden zwischen professioneller Vermittlungsarbeit und Marketing-getriebenen Verkaufsaktionen? Und welchen Stellenwert hat dabei die Partizipation? Ist sie einfach ein weiteres Modewort im Versuch einer publikumsnahen Musikvermittlung? Oder bietet Partizipation wirklich neue Perspektiven, ohne in das klassische Gefälle zwischen Sender und Rezipient zurückzufallen?“

Dialog und Austausch

11.04.12 () -
Jeder Musikvermittler hat etwas zu erzählen. Als klassische „Dialog-Partner“ wie etwa Anne Kußmaul, Studentin des Studiengangs „Musikvermittlung“ an der Musikhochschule Detmold, Facebook-Skeptikerin, Geigerin, engagierte Musikvermittlerin in Dortmund, frischgebackene Bloggerin. Sie hat – mit einem kostenlosen und technisch ganz einfachen Tool – einen Blog eingerichtet. Dort schreibt sie: „Musikvermittlung – ein zugegebenermaßen uncharmantes Wort, das mich zunächst an die gute alte Telefonvermittlung erinnert hat. Was das mit diesem Blog zu tun hat? Viel. Unsere Musiktradition hat sich im Laufe der Zeit immer weiter von den vorherrschenden Hörgewohnheiten entfernt, sodass immer mehr (vor allem jüngere Menschen) den Zugang zur „klassischen“ Musik verloren haben. Als Musikerin und Musikvermittlerin möchte ich diesen wieder zugänglich machen.

Das Medium allein bringt nichts

11.04.12 (Kerstin Unseld) -
Das Festival „Podium“ gehört zu den diesjährigen Preisträgern des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten zeichnet in dem Wettbewerb Ideen und Projekte aus, die die Innovationskraft Deutschlands sichtbar und erlebbar machen. Fragen an den „Podium“-Gründer Steven Walter.

Das Netzkonzert und seine virtuellen Pausengespräche

11.04.12 (Kerstin Unseld) -
Jede Diskussion um ein „Ob“ wird völlig verschwinden. Dafür wird das „Wie“ immer wichtiger. In fünf Jahren? Oder sogar schon in zwei? Oder ist es gar schon passiert? Alles, was es zur Schnittmenge der beiden Themen „Musikvermittlung“ und „Web 2.0“ zu sagen gibt, hat kurze Laufzeiten. Das Netz ist ein schnelles Medium. Und wie schnell reagiert die Klassik, genauer gesagt deren Vermittlung, darauf?

Offenheit und Transparenz verlangen Mut

06.03.12 (Lisa Unterberg) -
Seit 2008 veranstaltet die Körber-Stiftung gemeinsam mit der Elbphilharmonie GmbH Hamburg nunmehr zum dritten Mal das Symposium „The Art of Music Education“ unter der Überschrift „Creating mindsets for Concert Halls“. In Sichtweite zur Baustelle der Elbphilharmonie stellten sich Ende Januar in den Räumlichkeiten der Körber-Stiftung Intendanten von Konzerthäusern gemeinsam mit Musikvermittlern den Zukunftsfragen der internationalen Kulturlandschaft.

Die Blitze der Neuen Musik

08.02.12 (Clemens Matuschek) -
Strahlend steht die Sonne am kristallenen Winterhimmel über dem beschaulichen Ostseebad Heikendorf an der Kieler Förde. Die Schüler des örtlichen Heinrich-Heine-Gymnasiums fiebern dem Wochenende entgegen. Im ersten Stock des schmucklosen 70er-Jahre-Baus aber, im Musikraum, bricht gerade ein ohrenbetäubender Gewittersturm los. Paukendonner rollt, grelle Geigenblitze zucken, von zwei Xylophonen stürzen Tonkaskaden nieder, Klangnebel wabert aus dem geöffneten Flügel, es klappert, heult und pfeift an allen Ecken und Enden. 15 Schüler bearbeiten ihr Instrumentarium mit einer Vehemenz, die selbst dem nordischen Blitz-und-Donner-Gott Thor zur Ehre gereicht hätte. Mittendrin im Getöse stehen der Musiklehrer Heino Tangermann und der Komponist Burkhard Friedrich und strahlen über das ganze Gesicht.

Verklärte Club-Nacht mit Arnold Schönberg

06.12.11 (Ralf Döring) -
Der Blick ins Zuschauerrund verrät: Da ist was schief gelaufen. Während das ans Radiofeature angelehnte Musikvermittlungsformat Concert remarquable des Musikwissenschaftlers Hans Christian Schmidt-Banse im saisonalen Regelbetrieb volle Säle garantiert, sind diesmal kaum fünfzig Gäste gekommen. Dabei hat sich das Yeah!-Festival für Arnold Schönbergs süffig-sinnliche „Verklärte Nacht“ etwas ganz Besonderes ausgedacht. In den angesagtesten, schicksten Osnabrücker Nachtclub, das Alando Palais, wurde Schmidt-Banses Erfolgsformat verlegt, dorthin, wo sich sonst junge Leute dicht gedrängt zu Discobeats in mehr oder weniger feinsinniger erotischer Anspielung üben. An sich ist das kein schlechter Ort für eine Geschichte von Verführung und Verfehlung, von Ehehölle und Ehebruch, die Schmidt-Banse mit Gattin und Co-Autorin Annette Kristina Banse um Schönbergs spätromantisches Werk baut.

Premierenstimmung durchweht die Szene

06.12.11 (Juan Martin Koch) -
Ein enthusiastisches „yeah!“ ist momentan wahrscheinlich das Letzte, was einem beim Blick nach Europa auf der Zunge liegt. Aber in Osnabrück ist die Welt noch in Ordnung, die sichtlich um eine Schärfung ihres Profils bemühte Stadt zeigte sich als Gastgeberin des ersten europaweit ausgeschriebenen Musikvermittlungspreises von ihrer bes­ten Seite, öffnete Schulen und Konzertsäle für ein fünftägiges Festival (siehe unten stehenden Artikel) und lud abschließend ins Schloss, in die frisch renovierte Aula der Universität. Und siehe da, es stellte sich beinahe so etwas wie Premierenstimmung ein, denn vom frischen Wind, der aus manchen der tagsüber präsentierten Nominierungen durch die Szene der üblichen Verdächtigen wehte, blieb ein Hauch von Spannung für den Abend der Preisverleihung übrig.
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