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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzertvermittlung«

Das Kunststück, Neue Musik spielerisch zu erobern

31.10.11 (Magdalene Melchers) -
Einen aufrüttelnden Akzent setzte das auf vier Jahre angelegten Projekt Netzwerk Musik Saar mit einer Tagung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Saar, der Hochschule für Künste Bremen, dem Verband Deutscher Schulmusiker Landesverband Saar sowie dem Netzwerk Neue Musik, einem Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes.

Netze aufspannen, Operncodes entschlüsseln

Die Wiener Philharmoniker und die Salzburger Festspiele führen seit sechs Jahren Operncamps für Kinder und Jugendliche durch. Dieses Jahr beschäftigten sich die Teilnehmer mit Opern von Giuseppe Verdi und Leos Janáček: Macbeth und Die Sache Makropulos versprechen großes Musiktheater und komplexe Vorgaben für die Vermittlung. Die Teilnehmer besuchten die Inszenierungen von Peter Stein und Christoph Marthaler und präsentierten zum Abschluss ihr eigenes Musiktheater: Der Fall McBeth und E.M. forever

Ohne Freunde ist das Leben fad

03.10.11 (Barbara Haack) -
„Bis jetzt wart Ihr Komponisten und konntet Eure Kreativität entfalten. Ab jetzt seid Ihr Performer, Ihr bereitet ein Konzert für Euer Publikum vor. Das bedeutet: Schluss mit Händen in den Hosentaschen, Auf-den-Stühlen-Fläzen, überkreuzten Beinen. Ich will keine überkreuzten Beine mehr sehen.“ Es ist Freitag Nachmittag, der heiße Spätsommer hat auch das 750 Seelen fassende Gebirgsdorf Imsterberg in Tirol erreicht, und Cathy Milliken steht vor 52 Kindern und Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Instrumenten. Seit sieben Tagen haben sie gemeinsam Musik erfunden, improvisiert, mit Klängen experimentiert, Texte geschrieben, Auftrittsrollen verteilt und geprobt. In zwei Tagen soll das, was in der Kompositionswerkstatt „Lautstark“ erarbeitet wurde, konzertreif sein. Und noch sieht es nicht nach einer präsentablen Performance aus. Übergänge misslingen, Texte klingen unverständlich, es wird diskutiert, Reihenfolgen werden verwechselt. Kurz: Es gibt noch viel zu tun.

Klangvolle Dialoge

05.09.11 (bs) -
Das chinesische Märchen „Der Kampf mit dem Tiger“ und das gleichnamige Werk des Leipziger Komponisten Aristides Strongylis waren Ausgangspunkte eines genreübergreifenden Projektes, das im April 2011 im Leipziger Gewandhaus zur Aufführung kam. An dem Gesamtprojekt waren neben dem Orchester des Gewandhauses vier Gruppen unterschiedlicher Kunstsparten beteiligt, die in dieser Konstellation noch nicht aufeinandertrafen.

Musikvermittler in der Friedensstadt

05.09.11 (Dagmar Sikorski) -
Vom 13. bis 20 November findet in Osnabrück das Festival zum „YEAH! – Young Earopean Award“ statt. Im Gespräch mit Juan Martin Koch erzählt Dagmar Sikorski, Mitglied des Kuratoriums des erstmals ausgeschriebenen Wettbewerbs, wie Osnabrück zum YEAH! kam.

Schlagzeuggeflüster und Orchesterklang

30.06.11 (Ernst Klaus Schneider) -
„Wie passt denn das zusammen?“, wird jeder mit der Durchführung von Konzerten für Kinder und Jugendliche Erfahrene fragen. Denn im Familienkonzert „Schlagzeuggeflüster und Orches­terklang“ der Lübecker Musikhochschule sollte scheinbar Unvereinbares miteinander verbunden werden: die 1. Sinfonie von Johannes Brahms und das avantgardistische Schlagzeugkonzert „Traumspur“ von Johannes Fischer: Ein in großen Bögen aus Themen und Motiven sich entwickelndes sinfonisches Werk stand kurzen, assoziativ aneinandergereihten Charakterstücken gegenüber – das Instrumentarium des Sinfonieorchesters einem ungewöhnlichen und äußerst vielfältigen Instrumentarium, das neben traditionellen Schlaginstrumenten für das Musizieren ganz neu Gefundenes integriert: Steine und Bretter, Kuhglocken und Autofedern, „Souvenirs“ aus Burma.

Einmal herangeführt, droht die Ansichtskarte – Beim Dortmunder Orchester-Kongress ging es auch um Vermittlung

22.06.11 (Georg Beck) -
Dortmund, im Mai. Zwei Tage, drei Panels, zwei Dutzend Referenten, ein Ehrengast. Sicher, vom eigentlichen Kongressgeschehen „Orchester 2020 – Innovative Konzepte für Ausbildung und Praxis“ blieb Pierre Boulez weitgehend verschont. Hauptsache, er war da, ließ sich befragen (vor allem über Paul Klee) und huldigen wie einen König aus Frank­reich. Themen hatte man ja selber.

Punkt für Punkt zum Wettbewerbserfolg

02.05.11 (jmk) -
„Yeah!“ und „jop“: Gleich zwei große Wettbewerbe für Musikvermittlungsprojekte stehen dieses Jahr ins Haus. Während der „Yeah!“ als europaweit augeschriebener Preis eine Neuheit ist und den Anlass für ein mehrtägiges Festival gibt, hat der „junge ohren preis“ bereits eine kleine Tradition begründet. Darüber, dass sich anlässlich der fünften Preisvergabe im vergangenen Jahr eine Diskussion über das Jury-Verfahren entwickelt hat, haben wir in der Dezember-Ausgabe der nmz berichtet. Nun hat das netzwerk junge ohren in einer Pressemitteilung das neue Prozedere offiziell verkündet. Es läuft offenbar darauf hinaus, dass nach einer Vorauswahl einer ersten Jury in einem zweiten Durchgang andere Juroren über die eigentliche Preisvergabe entscheiden. Diese haben dann über die in Frage kommenden Projekte einen einheitlichen Kenntnisstand. Ein auf bestimmte Kriterien bezogenes Punktesystems soll überdies die Beurteilung nachvollziehbarer machen und die Juryinterne Diskussion erleichtern.

Warum der beflissene Bescheidwisser ausgedient hat

31.03.11 (Daniel Finkernagel) -
Seitdem die Musikvermittlungswelle durch unsere Kulturlandschaft rollt, ist das Sprechen über klassische Musik wieder in den Fokus des Interesses geraten. In ungezählten Konzert­einführungen werden Musikerinnen und Musiker vor die Frage gestellt: Was sage ich wie? Sie spüren, Schulfunktonfall und Oberlehrermonolog sind irgendwie out. Was aber soll an deren Stelle treten? Joa­chim Thalmann, Professor im Studiengang Musikvermittlung/Musikmanagement an der Hochschule für Musik Detmold, hat sich darüber mit einem Wanderer zwischen den Welten unterhalten: Daniel Finkernagel, selbst studierter Musikwissenschaftler und Bratschist, ist heute Moderator, betreibt eine Firma, die sich auf die Produktion von Filmen über Themen aus dem Bereich der klassischen Musikkultur spezialisiert hat, und unterrichtet das Fach Rhetorik an der Hochschule für Musik Detmold im Masterstudiengang Musikvermittlung/Musikmanagement.

Wider den grimmigen Belustigungs-Furor: Zu einigen Missverständnissen in der Musikvermittlung

Vermittlungs-Ideen und -Projekte schwallen tsunamigewaltig übers Land. Beinahe täglich sprießen sogenannte „Education Projects“ aus dem Nährboden einer schier unendlichen Vermittlungs-Fantasie, bestreut mit musikpädagogischem Beglückungs-Dünger und begossen mit dem Wasser einer sozialkompensativen Erlösungs-Hoffnung, propagiert mit dem sturen Eifer kultureller Heilsarmeen. Was immer an mehr oder weniger seriösen Bespaßungs-Programmen Eingang findet in Kindergärten, Grundschulen oder Jugendzentren, segelt unter dem Label „Musikvermittlung“, obschon es dabei kaum um die Musik selbst geht, sondern um deren vulgärmethodische Instrumentalisierung.
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