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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzertvermittlung«

Es prickelt und brodelt, von Mainstream keine Spur

01.02.10 (Ute Schalz-Laurenze) -
Ungefähr 20 Schülerinnen und Schüler sind im Halbrund auf der Bühne, haben Trommeln, Musikinstrumente und elektronische Geräte bei sich. Dann folgt ein Film, in dem eben diese Schüler von Erinnerungsstücken – Schmuck, Steine, Klamotten – aus verschiedenen Reisen erzählen. Man lernt sie ein wenig kennen, ehe sie das eigentliche Thema des Abends betreten, die „Voids“ des jüdischen Museums in Berlin, dessen philosophisch und politisch gedachte Architektur durch Daniel Libeskind seit seiner Eröffnung 1999 weltberühmt geworden ist. „Void“, das sind im Museum die fünf Leerräume, die unterschiedlich gestaltet sind und zu unterschiedlichem Gedenken anregen. Eines heißt „Gefallenes Laub“, auf dem Boden liegen blättergroße Metallplatten, in die Gesichter gelocht wurden (eine Idee des israelischen Künstlers Menashe Kadisman).

Freiheit für eigene Zugänge statt Lösungen

09.12.09 (nmz) -
Das von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bereitgestellte Preisgeld in Höhe von 47.000 Euro unterstützt dieses Jahr die Realisierung von sechs Konzepten und wird umgehend in die Realisierung der ausgezeichneten Projekte investiert. Am Wettbewerb beteiligt haben sich Konzertveranstalter, Orchester, Ensembles, Theater, Festivals, Musikschulen, allgemein bildende Schulen, Kirchenmusiker/-innen, Blaskapellen und Chöre aus ganz Niedersachsen. Die sechs ausgezeichneten Projekte sind: „Rheingold – Der Film“ vom Musikzentrum Hannover gGmbH in Kooperation mit der Staatsoper Hannover, „I.G.O.R – I Get on Rhythm“ von der Hauptschule Kaiserpfalz Goslar, „Labor Orchester“ von den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, „Klänge, die Springe sprengen“ von Kunst und Begegnung Hermannshof, „Heiderauschen“ von der Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen und „Haltbar gemacht“ vom Ensemble L’art pour l’art.

Respekt vor der Kunst und Respekt vor den Kindern

09.12.09 (Barbara Stiller) -
Mit Musikland Niedersachsen unternimmt erstmals ein ganzes Bundesland den Versuch, seine Musikkultur in ihrer Vielfalt und Breite mit Blick auf aktuelle Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster weiterzuentwickeln und so einer breiten Öffentlichkeit zugängig zu machen. Möglichst vielen Menschen, insbesondere auch jüngeren Zielgruppen, sollen neue Zugänge zur aktiven Teilnahme am musikalischen Leben ermöglicht werden. Zu diesem Zweck hat Musikland Niedersachsen innerhalb von nur einem Jahr einen landesweiten Dienst für Musikvermittlung aufgebaut und in diesem Rahmen nun erstmals den Förderpreis Musikvermittlung in Niedersachsen verliehen. Für die nmz sprach Barbara Stiller mit Projektleiterin Maike Berndt-Zürner.

Den jungen Zuhörern Erfahrungsräume öffnen

04.11.09 (Magnus Gaul) -
Musikvermittlungs-Konzepte sind an den Konzert- und Opernhäusern mittlerweile gang und gäbe. Langsam aber sicher etablieren sich auch an den Musikhochschulen eigens entwickelte und den jeweiligen Profilen der Ausbildungsgänge entsprechende Projekte und Konzertreihen. Einerseits konzentrieren sich diese darauf, Heranwachsende für Musik zu interessieren, wie es etwa bei den Kinder-Uni-Veranstaltungen workshop- und vorlesungsartig geschieht, um ihnen damit einen Eindruck vom Lernen und Lehren an einer größeren Einrichtung zu geben. Zum anderen bieten einige Hochschulen zunehmend regelmäßig interaktive Programme zur Einbindung von Kindern oder auch deren Eltern in den Prozess der Musikdarbietung an, um sie mit den Bedingungen und Arbeitsweisen eines Konzertbetriebes näher vertraut zu machen. Ein wenig von beidem hat der „Zauber der Musik“, ein konzertpädagogisches Projekt, das sich an der Hochschule für Musik und Theater Rostock etabliert hat und im Folgenden näher vorgestellt werden soll.

Zweierlei Schlagfertigkeiten

05.10.09 (Barbara Stiller) -
Im „Dirigentenforum“ fördert der Deutsche Musikrat talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigentinnen und -dirigenten in den Bereichen Orchester- und Chordirigieren. Einmal in das Dirigentenforum aufgenommen, erfahren die Maestri von morgen ihre zukünftige Berufswirklichkeit praxisnah, indem sie mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten arbeiten. In über 20 Veranstaltungen pro Jahr zeichnet sich das Dirigentenforum der Lebenswirklichkeit seiner Stipendiaten an, nimmt vor allem die oftmals steinigen Berufswege der jungen Leute realitätsnah in den Blick. Eines der zahlreichen Angebote war in diesem Jahr erstmalig ein Kurs zur Einführung in die Konzertpädagogik mit einem Schwerpunkt im Bereich der Moderation. Die Dozenten waren Barbara Stiller (Hochschule für Künste Bremen) und der freie Konzertmode-rator Christian Schruff (Berlin). Im Folgenden schildern sie ihre Eindrücke.

Die Kraft liegt in der Vielfalt und in den Spielräumen

27.08.09 (Ingrid Allwardt) -
Erst kürzlich hat das „netzwerk junge ohren“ (njo) sein ursprüngliches Domizil in den Räumen der Landesmusikakademie Berlin zugunsten eines zentraleren Büros in der Berliner Grünstraße verlassen. Ist das njo nach zwei Jahren auch im Zentrum der Musikvermittler-Szene angekommen? Juan Martin Koch sprach mit der Geschäftsführerin des Netzwerks Ingrid Allwardt.

Barockige Orchesterklänge im Jumpstyle

08.07.09 (Georg Beck) -
Wuppertal, 10. Juni. – Einer dieser Tage, die kommen und gehen wie die Regenwolken, die an diesem Vormittag im Eiltempo über die Stadt ziehen. Schauer, Sonne. Das übliche Programm. Ein gewöhnlicher Mittwoch also? – Nicht unbedingt. Vor allem nicht für die Schulklassen, die vor der Historischen Stadthalle, dem prachtvoll hergerichteten Konzerthaus und ganzen Stolz der Stadt, Aufstellung genommen haben. Grob geschätzt harrt ein halbes Bataillon Schüler im Umfeld der Pubertätsschwelle aufs 4. Schulkonzert der Wuppertaler Sinfoniker. Ein Versprechen soll eingelöst werden: „Barock rockt!“

Und wie sag ich’s meinem Geldgeber?

29.05.09 (Janina Schaefer) -
Seit dem Erfolg des Films „Rhythm is it“ über die Arbeit von Sir Simon Rattle und Royston Maldoom haben große Orchester weltweit einen Boom musikvermittelnder Aktivitäten in Gang gesetzt. Symposien, Publikationen, Kooperationen zwischen Bildungs- und Kulturinstitutionen, Education-Abteilungen großer Sinfonieorchester zeugen von einer sehr lebendigen und vielgestaltigen Musikvermittlungsszene.

Frontfrau auf Griffweite, ohne Saalmikro

03.05.09 (Georg Beck) -
„Was machen wir jetzt?“– Schülerfragen können so gnadenlos ehrlich sein. Wie die des Backfischs mit den schwarzen Locken. Da geht der Finger in die Luft und legt sich schwuppdiwupp in die Workshop-Wunde. Für einen kurzen Moment gerät der Dialog zwischen Salome Kammer und den Schülern der Gesamtschule Brühl ins Stocken. Dabei hat der vorangegangene Auftritt der Sängerin ihr selbst wie dem Ensemble beachtliche Sympathiewerte eingebracht. Berios „Folksongs“ jedenfalls gehen glatt durch im Brühler Musikauditorium. Auf der Bühne top – der Workshop ein Flop? Was wir jetzt machen? Antwort: ein Schulprojekt.

Von der Dynamik eines gelebten Traums

30.04.09 (Thomas Rietschel) -
Ich möchte zu Beginn meiner Laudatio an einen Mann erinnern, – und ich weiß, lieber Herr Abreu, dass das auch in Ihrem Sinne ist – der heute hätte hier sein müssen. Es geht um unseren gemeinsamen Freund, Detlef Hahlweg. Ohne ihn säßen wir wahrscheinlich nicht hier, denn er hat sich unermüdlich bis zu seinem plötzlichen Tod vor zwei Jahren für die Ideen – oder soll ich sagen „für die Botschaft“ – der venezolanischen Jugendorchesterbewegung eingesetzt. Er war wohl der erste, der die Bedeutung dieser Organisation für uns in Deutschland erkannte. 1995 erzählte er uns im Bundesvorstand der Jeunesses Musicales Deutschland mit leuchtenden Augen von etwas ganz Wunderbarem, das er auf einer seiner vielen Reisen in Lateinamerika entdeckt hatte – und zwar in einem Land, von dem damals keiner von uns besonders viel wusste: in Venezuela. Er überzeugte dann schließlich auch im Jahre 2000 die Jeunesses Musicales Deutschland zu dem wahnsinnigen Unternehmen, eine Tournee mit einem in Deutschland völlig unbekannten Kinderorchester mit fast 250 Mitwirkenden zu organisieren, dirigiert von einem noch nicht einmal 18-Jährigen mit dem Namen Dudamel.
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