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Alle Artikel kategorisiert unter »Konzertvermittlung«

Mit jungen Ohren ins Konzert und durchs Netz

01.06.08 () -

Mit dem Start seines Internetportals www.jungeohren.com geht das „netzwerk junge ohren“ Anfang Juni in eine neue Phase. Hier sollen Protagonisten im Bereich Musikvermittlung die Möglichkeit erhalten, sich der Fachwelt vorzustellen und untereinander in Kontakt zu kommen. Mit der Einrichtung eigener Profilseiten können angemeldete Teilnehmer ihre individuelle Visitenkarte auf www.jungeohren.com anlegen. Durch Querverlinkungen entsteht ein breit angelegtes Netz, das Informationsaustausch und direkte Kontaktaufnahme ermöglicht. Der Bereich der Projekte und Profile – das „netzwerk“ – wird flankiert vom redaktionell betreuten „netzmagazin“, das Informationen, Fachartikel und aktuelle Nachrichten bereitstellt. Beide­ Ebenen sind via Verlinkungen eng miteinander verzahnt. So soll eine effiziente Kontakt- und Kommunikationsstruktur entstehen, die Institutionen, Organisationen, Initiativen, Verbände und Aktive in einem lebendigen Online-Portal zusammenbringt und damit Netzwerkstrukturen im gesamten deutschen Sprachraum entstehen lässt.

„Zukunftskonzert“ – ein Symposium in Wolfenbüttel beschäftigt sich mit Musikvermittlung und Aufführungskultur

01.06.08 (Ludolf Baucke) -

Das Publikum von Konzerten mit klassischer Musik wird älter. Seit langem bestehende Konzertreihen werden wegen schrumpfender Nachfrage eingestellt. Der Arbeitsmarkt für die von den Hochschulen im Übermaß ausgebildeten Instrumentalisten und Sänger verengt sich bei gleichzeitig sinkenden Einkommen. Die Hörerzahlen klassischer Kulturprogramme fallen. Der Tonträgermarkt boomt nicht mehr so wie in früheren Zeiten. Gründe für die Krisenmeldungen werden gesucht und Abwehrstrategien entwickelt.

Im lebendigen Dialog mit jungen Interpreten

01.05.08 (Hermann Regner) -

Der Musikpädagoge und Komponist Hermann Regner wird am 12. Mai 80 Jahre alt. 30 Jahre war er ordentlicher Professor für Musikerziehung am Orff-Institut der Hochschule „Mozarteum“ in Salzburg und dort enger Mitarbeiter von Carl Orff. Er ist Autor zahlreicher Fachveröffentlichungen sowie Mitherausgeber des Unterrichtswerkes zur Musikalischen Früherziehung „Musik und Tanz für Kinder“. Er schuf Kompositionen für Klavier, Schlagwerk, Kammermusikensembles, Bläser und Chor. Wie er einem besonderen Auftragswunsch entsprach, schildert er selbst:

Wahrnehmung ist auch eine Frage der Umstände

01.05.08 (Barbara Stiller) -

„Das Vorhandensein von Ohren ist noch keine Garantie dafür, dass auch gehört wird.“(Murray Schafer)

Von der Überzeugungskraft des Selbermachens

01.04.08 (Boris Kehrmann) -

Der Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie ist bis auf den letzten Sitz gefüllt. Immerhin 1.200 Menschen finden hier Platz. Fast die Hälfte davon singen: Schülerinnen und Schüler aus elf Berliner Gymnasien und Oberschulen sind mit ihren Schulchören zur Liederbörse des Rundfunkchores Berlin gekommen. Die jüngsten Mitsänger sind 10, die Ältesten 17 oder 18 Jahre alt. Als Simon Halsey auf dem Podium erscheint, bricht Jubel los. Seit 11 Uhr probt man bereits zusammen. Man hat sich kennengelernt und ist zu Freunden geworden. Mit angelsächsischem Humor, mimischer Begabung, anfeuernden Rufen und Tipps, die man sofort umsetzen kann, hat der charismatische Brite die wildfremden Jugendlichen schon nach den ersten Einsingübungen vollkommen in der Hand.

Körber-Stiftung und Elbphilharmonie beleben den Dialog zur Rolle der Musikvermittlung an Konzerthäusern

01.02.08 (Juan Martin Koch) -
Als Luxemburg im Jahr 2007 den Titel Kulturhauptstadt Europas tragen durfte, beauftragte die Philharmonie Luxemburg im Rahmen des Großprojekts „Babel 2007“ Violeta Dinescu mit einer Komposition für Orchester und zwei Amateurchöre. In der Mitte ihres Werkes „An den Strömen Babylons“ ließ die Komponistin einen Leerraum. Diesen füllten Schüler aus vier Nachbarregionen Luxemburgs in Workshops mit ihrer eigenen Kreativität. Es entstanden vier Varianten des Stücks, dem somit das Paradox einer vierfachen Uraufführung zuteil wurde.

Über Nono ins Netzwerk

01.12.07 () -

Ingrid Allwardt ist im November mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführerin des „netzwerks junge ohren“ berufen worden. Die promovierte Musikwissenschaftlerin von der Universität Witten/Herdecke wechselt nach Berlin, um zusammen mit Katharina Schwanzer aus ihrem neuen Büro in der Landesmusikakademie heraus Netzwerkstrukturen für Musikvermittlung in Deutschland, Österreich, Schweiz und im angrenzenden deutschen Sprachraum aufzubauen. Damit nimmt der im Mai 2007 von der Deutschen Orchestervereinigung (DOV), der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD), der Deutschen Phonoakademie, des Deutschen Musikverleger-Verbands, dem Verband deutscher Musikschulen, dem Schweizerischen Musikerverband und der Sektion Musik der Kulturgewerkschaft Österreich initiierte Verein „netzwerk junge ohren“ seine Arbeit auf.

Der Freischütz ist eine gute Oper für Kinder

01.10.07 (Ernst Klaus Schneider) -

Dass die renommierten Sommerfestivals sich seit einigen Jahren zunehmend auch um ihr junges Publikum bemühen, wurde hier und da schon einmal publiziert. Das folgende Beispiel aus Salzburg ist ein Zeichen dafür, dass eine „gesunde“ Nachwuchsförderung nicht mehr erst bei „Masterclasses“ für Musikstudierende ansetzt, sondern bereits Kinder die Chance erhalten, durch die Teilnahme an einem sogenannten Musik-Camp in die besondere Atmosphäre eines internationalen Festivals „einzutauchen“.

Wo Picasso und Bacon auf Bartók und Boulez treffen

01.10.07 (Andreas Kolb) -

Als Intendant Michael Haefliger vor sieben Jahren – 52 Jahre nach dem legendären Gründungskonzert Toscaninis in Luzern-Tribschen – die Internationalen Musikfestwochen Luzern in Lucerne Festival umbenannte, betrieb er damit nicht nur Namenskosmetik. Unter seiner Federführung hat sich das Festival in herausragender Weise dem zeitgenössischen Repertoire angenommen. Haefliger und der zuständige Dramaturg für die Moderne, Mark Sattler, denken bei der Programmgestaltung von Beginn an immer auch an die Vermittlung – Ziel ist es, die gewohnte Form des bürgerlichen Musikkonzertes weiter zu entwickeln. 2004 konnte dann die Lucerne Festival Academy unter der künstlerischen Leitung von Pierre Boulez aus der Taufe gehoben werden. Dem Lucerne Festival gelingt damit der Spagat, ein glanzvolles Repräsentationsfestival und gleichzeitig ein Mekka für die Moderne zu sein. Auch in diesem Sommer gab es wieder bemerkenswerte Beispiele progressiver Vermittlung zeitgenössischer Musik.

Kinder sind die Zukunft – auch im Konzertsaal

01.06.07 (Tobias Barth) -

Die im April 2007 von der ARD bundesweit mit großer Resonanz ausgestrahlte Themenwoche „Kinder sind Zukunft“ nahm der Traditionsklangkörper des MDR in Leipzig erstmalig zum Anlass, sich einem konzertpädagogischen Projekt für Grundschulkinder zu widmen. Das abschließend wie so oft einhellig als „außerordentlich gelungen“ bewertete Konzept ist einmal mehr ein Indiz dafür, dass die besten und tragfähigsten Projekte an den Orten entstehen, wo sich die Orchester- und Chormitglieder selbst mit eigenen Ideen an der inhaltlichen Ausgestaltung des Gesamtkonzeptes beteiligen. Zur großen Freude aller Teilnehmenden ließen sich für die Leipziger „Premiere“ ehrenamtlich ein Schlagzeugquartett, ein Bläserquintett sowie vier Choristen des MDR gewinnen, Schulbesuche samt Workshops durchzuführen beziehungsweise eine Woche später an einem Konzert für Schulklassen mitzuwirken. Das an die angelsächsische „Response-Tradition“ angelehnte Konzept wurde für Grundschulklassen entwickelt und enthielt für Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen drei altersspezifisch differenzierte Module: Während die Erstklässler zusammen mit einem Schlagzeuger in erster Linie selbst experimentierend auf der Suche nach unterschiedlich knisternden, rasselnden, rauschenden und klopfenden Klangerzeugern waren, beschäftigten sich die etwas Älteren interdisziplinärer mit den Zusammenhängen von Gedichten und Musik, während die Viertklässler bereits recht eigenständig als „schreibende und malende Komponisten“ zum Verfassen von Partituren aufgefordert wurden. Eine Woche später wurden die Ergebnisse in der konzertbezogenen Profimanier auf die Konzerthausbühne gebracht und in Form einer thematisch stimmigen Zusammenführung der Kinder- und Profimusikerideen umgesetzt. Ob solch aufwendige Produktionen jedoch auch weiterhin ehrenamtlich zu vertreten sind, kann laut Aussage der beteiligten Ensemblemitglieder nur „die Zukunft“ zeigen…

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