Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Kulturpolitik«

Neustart Kultur mit Hindernissen

15.09.21 (Ludwig Greven) -
Dass das gesellschaftliche Leben wieder in gleichem Umfang stattfinden kann wie vor der Pandemie, ist noch Zukunftsmusik. Lockerungen der Corona-Regelungen wie etwa in Baden–Württemberg sind noch die Ausnahme. Nach wie vor sind Musiker und Musikerinnen auf Förderprogramme wie NEUSTART Kultur angewiesen. Eine Momentaufnahme dieser Maßnahme gibt in seinem Report unser Autor Ludwig Greven. Sein Fazit ist jedoch ernüchternd: „Die Musik-Förderprogramme helfen vielen freien Musikern und Orchestern wenig. Während fest finanzierte Ensembles und Festivals relativ gut durch die Coronakrise kommen, gibt es auch im Amateurbereich gezwungenermaßen viel Improvisation und kreative Ideen.“

Relevant im Spiel der Systeme

19.07.21 (Jürgen Oberschmidt) -
„Wohl dem, der, wann der irdische Boden untreu unter seinen Füßen wankt, mit heitern Sinnen auf luftige Töne sich retten kann“, so ruft der „Tonkünstler“ Joseph Berlinger in Wackenroders „Herzergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ (1797) aus. Seine Weltflucht ist eine Reaktion auf das poesielose Gefühl und die rastlose, ausschließlich vom „gemeinen Zweck und Nutzen“ bestimmte Prosa jener Welt, der man zu entkommen suchte.

Bildungschancen, das springende Sternchen

05.07.21 (Robert Göstl) -
Jetzt ist es amtlich: auch die Berufungsinstanz hat die Klage einer Berliner Rechtsanwältin abgewiesen, mit der diese für ihre Tochter den Zugang zum Staats- und Domchor Berlin erstreiten wollte. Auch bei den Thomanern hatte sie dies versucht und ihr „Fall“ wurde in mindestens zwei recht hohen Wellen breit und ausführlich diskutiert: unter stimmphysiologischen, klanglichen, künstlerischen, gesellschaftlichen und juristischen Gesichtspunkten.

Zur sozialen Lage der Künstler und Kreativen

19.05.21 (Alexander Keuk) -
In ihrem 70. Jahrgang will die nmz nicht alles anders machen, aber doch einiges neu. Kosten- und zeitsparende ZOOM-Konferenzen ermöglichen es unserer Redaktion, enger mit den Verbänden der nmz in Austausch über relevante Themen zu kommen. Thema Nummer eins unter den Musikverbänden ist derzeit fraglos die soziale Lage der Künstler und Musiker, die ganz eng mit der großen Frage verknüpft ist: „Welche Aufgabe haben Musik und die Künste in unserer Gesellschaft, inbesondere in Zeiten einer weltumspannenden Pandemie?“ Wie sich die gesellschaftliche Haltung zu Kunst und Kultur im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat und wohin der Weg vielleicht führen könnte – nämlich zu einer neuen solidarischen Gesellschaft –, das ist der rote Faden des Gesprächs des Komponisten und Publizisten Alexander Keuk mit der Soziologin und Hochschullehrerin Dr. Alexandra Manske.

Raumgreifende Partnerschaft

Als Fritz Volbach (1861–1940) kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs vom Rat der Stadt Münster als erster Städtischer Musikdirektor installiert wurde, war seine Aufgabe keine geringere, als „Ordnung in die verrotteten Verhältnisse“ (O-Ton Volbach) zu bringen und ein solides Orchester zu gründen. Dies gelang ihm vortrefflich und in kürzester Zeit. Bereits vor seiner offiziellen Anstellung drängte Volbach überdies auf die Gründung einer Musikschule und erreichte darüber hinaus auch die Anstellung als Professor für Musikwissenschaft an der Universität.

Gegenwart männlich, Zukunft weiblich?

30.03.21 (Juan Martin Koch) -
Knapp 40 Prozent der knapp zehntausend Stellen in den deutschen Berufsorchestern sind weiblich besetzt. Dieser Durchschnittswert geht aus einer Untersuchung hervor, die das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) vorgestellt hat.

Stipendien als Corona-Hilfspaket des BKM

30.03.21 (Martin Hufner) -
Das von der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) finanzierte Programm „NEUSTART KULTUR – Stipendienprogramm Klassik“ umfasst zehn Millionen Euro. Umgesetzt wird es vom Deutschen Musikrat in Bonn. Das Programm richtet sich an freischaffende, professionelle Künstler*innen mit Arbeitsschwerpunkt im Bereich der klassischen Musik aller Epochen bis zur klassischen Moderne. Die Bewerbungsphase war vom 29. Dezember 2020 bis zum 17. Januar 2021, am 1. März benannten zehn dreiköpfige Jurys die Stipendiatinnen und Stipendiaten, die mit je 6.000 Euro unterstützt werden. Ziel von NEUSTART KULTUR ist es, die Wahrnehmung der pandemischen Situation als „Chance“ zu sehen, um über „die Bedeutung der eigenen künstlerischen Arbeit zu reflektieren und neue Formen der Produktion, Aufführung und Vermittlung zu entwickeln“. Wir fragten nach: Wie lief das ab, was sind die Ergebnisse? Programmleiterin Irene Schwalb beantwortete die Fragen von Martin Hufner.

Kommt die Notbremse für die Testpiloten?

30.03.21 (nmz (mh/ak)) -
Zum ersten Mal seit dem ersten Lockdown und genau drei Tage vor dem dritten gaben die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko am 20. März 2021 ein Konzert in der Berliner Philharmonie. Nein, es war keine CD-Aufzeichnung, kein Stream, keine Digital Concert Hall – es war ein Live-Konzert vor 1.000 Zuhörerinnen und Zuhörern! Wenig ambitioniert war das Programm mit Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ und Rachmaninows Zweiter Symphonie. Hoch ambitioniert dagegen das Hygiene-Konzept, das die Aufführung überhaupt ermöglicht hatte.

Ein sensibles, ein schwieriges Kapitel

10.03.21 (Andreas Kolb) -
Ein neues EU-Gesetz soll regeln, wer was im Internet verbreiten darf – und was nicht. Es gab viel Protest gegen die neue EU-Richtlinie, die vor allem die Rechte der Urheber stärken soll und die Plattformen wie YouTube und Facebook zwingen soll, stärker gegen vermeintlich illegal hochgeladene Inhalte vorzugehen. Im Fokus der Kritik die Upload-Filter, die angeblich das Ende des freien Internets einläuten. Bis zum Sommer 2021 geht es darum, den EU-Entwurf in deutsches Recht umzusetzen. Am 3. Februar wurde nun im Kabinett ein Gesetzesentwurf zur Reform des Urheberrechts verabschiedet. Und wieder gibt es massive Kritik sowohl von Seiten der Netzpolitik als auch der Verleger und der Musikwirtschaft.

Ganz still ist’s an Europas Türen

07.03.21 (Burkhard Baltzer) -
In unserem Tübinger Haus herrscht Stille. Hinter Hendriks Tür ist seit Wochen kaum mal ein Dudelsack zu hören. Auch keine Geräusche von Skype-Gesprächen, die Hendrik Morgenbrodt vor allem mit den Bandmitgliedern und -gästen von „Cara“ führt. „Cara“ bedeutet im Irischen „Freund“. Wenn die Freunde auftreten, ist kein Rascheln eines Seidenpapiers zwischen ihnen zu hören, alle sind einander ganz nah, sie musizieren unglaublich präzise und feurig. Die Freundinnen und Freunde in der Band stammen aus Deutschland, Schottland und Irland und sonst woher.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: