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Alle Artikel kategorisiert unter »Kulturpolitik«

Mehr Fragen als Antworten

29.11.18 (Philipp Krechlak) -
Die Heidelberg Music Conference (HDMC) beschäftigte sich in ihrer diesjährigen Ausgabe mit den Veränderungen und Umbrüchen im Musikbetrieb, die anstehen, teilweise jedoch bereits voll im Gange sind. Wie reagiert der Musikbetrieb als Ganzes, aber auch jede/-r Einzelne als Akteur innerhalb der Branche auf den gesellschaftlichen Wandel? Welche Publika wollen angesprochen werden? Wie erreicht man diese? Wie kann man stetige Bindungen aufbauen? Nach einem anderthalbtägigen Parforceritt durch die Befindlichkeiten der Klassikwelt aus Zuschauer-, Veranstalter, Journalisten- und Künstlerperspektive steht fest: Es gibt mehr Fragen als zuvor – und Antworten darauf sind bitter nötig. Und sehnlichst gewünscht.

Die Erklärung der Vielen

29.11.18 (Theresa Brüheim) -
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS / WE ARE MANY – EVERY SINGLE ONE OF US / BIZ ÇOGUZ – HER BIRIMIZ: Diese Worte – in weit mehr als diesen drei Sprachen– liest man schon von Weitem, wenn man sich am Morgen des geschichtsträchtigen 9. Novembers dem Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor in Berlin nähert. Vor der Haustür steht ein älterer weißer Kombi über und über geschmückt mit Plakaten und glitzernden Folien – alles in den Farben gold, silber und pink, den Farben Der Vielen.

Sitzen Chormusikwerke in U-Haft?

14.11.18 (Markus Kilian) -
Seit einiger Zeit wird Chormusik von der GEMA nicht mehr ohne Weiteres als Ernste Musik, sondern als Unterhaltungsmusik abgerechnet. Nicht jeder Komponist ist damit einverstanden. Es scheint wie das A und O der GEMA – das U und E. Nicht selten steht die von der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte vorgenommene Trennung zwischen populärer Unterhaltungsmusik und musikalisch anspruchsvoller(er) ernster Musik in der Kritik.

Das digitale Klassenzimmer wird kommen

09.11.18 (Andreas Kolb) -
Die typischen Workshopangebote beim BMU Kongress heißen bis heute „Schulpraktisches Klavierspiel“, „Die Stimme des Schulmusikers“ oder „Trommeln auf allem, was im Klassenraum steht“. Der Tendenz 2018 in Hannover lag aber eindeutig auf der Digitalisierung des Klassenzimmers. „APP Best Practice“, „Einsatz von Tablet im Musikunterricht“ oder „Live Coding mit Pi“ setzten die digitalen musikpädagogischen Trends.

Wasser und Frost als musikalische Medien

01.11.18 ([nmz]) -
Das Faszinosum künstlerischen Handelns kombiniert mit Naturerleben steht im Mittelpunkt des aktuellen Musikvermittlungsprojektes „Pastorale Revisited“ der Münchner White Box Kultur gGmbH. In deren Auftrag brachten Fraser Trainer und Florian Riedl vier Musiker des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und zwei Experten des Nationalparks Berchtesgaden mit 40 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Berchtesgaden und der Münchener Herman-Trieb-Realschule zusammen.

Geschichtsbewusstsein oder Gegenwartsfragen?

Was wissen wir heute über das Musikleben während des „Dritten Reichs“? Das Thema könnte eines der Probleme des laufenden Antrags an die UNESCO sein, die 2020 über die Aufnahme der „Deutschen Theater- und Orchesterlandschaft“ in das Immaterielle Kulturerbe der Menschheit entscheidet. Unter dem Titel „Theater und Orchester im Nationalsozialismus – Zwischen Aufarbeitung und Verdrängung?“ luden die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) und die Hochschule für Musik und Tanz Köln zu einer Bestandsaufnahme ein.

Alles, was Recht ist – und das auch beim Gangsta Rap

20.09.18 (Markus Kilian) -
Unter dem Titel „Rock, Rap, Recht“ fanden sich am 11. August 2018 Juristen wie Musikbegeisterte in Rothenburg ob der Tauber ein, um über Wechselwirkungen zwischen Musik und Recht zu diskutieren. Dabei sezierten die Referenten teils auch vulgäre Beleidigungen des Gangsta Raps.

Gemeinsam an der Verbesserung von JeKits arbeiten

31.08.18 (Bernd Smalla) -
Unter dem Titel „Erfolgsgeschichte oder Trauerspiel? 15 Jahre JeKi und JeKits“ leert Ute Völker, Vorsitzende der ver.di-Landesfachgruppe Musik in NRW, ihr Argumentationsfüllhorn vornehmlich über der zweiten Waagschale, dem „Trauerspiel“, aus, sodass der geneigte Leser aus den persönlichen und nicht repräsentativen Erfahrungen und Einschätzungen Ute Völkers schnell den Eindruck destilliert, JeKi und JeKits, das geht ja gar nicht. Nicht aus der Perspektive der Arbeitsbedingungen für die beteiligten Lehrkräfte und nicht aus dem Blickwinkel pädagogischer Sinnhaftigkeit.

Zwischen Tabubruch, Populismus und RechtsRock

12.07.18 (Thorsten Hindrichs) -
„… was die Echo-Verleiher sagen, ist: eine Diskussion über dieses Thema beschädigt den Preis! Und da muss ich jetzt wirklich mal sagen, nach x Jahrzehnten der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland und nach einem unglaublichen Erfahrungsschatz im Umgang mit solchen Fragen, ist das mit das Erbärmlichste, was ich seit langer Zeit gehört habe!“

Kein Mensch ist illegal

03.07.18 (Barbara Haack) -
Am 7. Juni wurde der Reinhard Mohn Preis der Bertelsmann Stiftung, der in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt leben – Gesellschaft gestalten“ stand, an den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck verliehen. Mit dem Preis wurde Gauck als „Brückenbauer in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft“ gewürdigt.
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