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Alle Artikel kategorisiert unter »Kulturpolitik«

Schrumpfende Spielstättenförderung

31.05.18 (Maria Güntner) -
Der APPLAUS wird jährlich von der Kulturstaatsministerin Monika Grütters an kleine und mittlere Spielstätten für ihre Liveprogramme überreicht und gilt mit einer Gesamtfördersumme von circa 900.000 Euro als höchstdotierter Bundesmusikpreis. Es werden damit knapp 90 Musik-Clubs als Herzstücke der Musik-Infrastruktur gewürdigt, die unter anderem eine Plattform für musikalische Innovationen und Experimente bieten und damit die Musik-Szene beleben.

„Es war die falsche Abwägung“

31.05.18 (Theo Geißler) -
„Den ECHO wird es nicht mehr geben.“ Das verkündete der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am 25. April 2018. Er zog damit die Konsequenzen aus dem Skandal um die Auszeichnung an die Rapper Kollegah und Farid Bang und kündigte einen „vollständigen Neuanfang“ an, „der auch eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach sich zie-he“. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats, und Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Präsident des Deutschen Kulturrats, hatten als Mitglieder des ECHO-Beirats diese Auszeichnung zunächst mitgetragen, waren dann aber aus dem Beirat ausgetreten. Theo Geißler, Herausgeber der neuen musikzeitung, traf sich in Berlin mit Martin Maria Krüger und sprach mit ihm über die Hintergründe, die Ursachen und die möglichen Folgen dieser Entscheidungen.

Zur EU-Datenschutzgrundverordnung

31.05.18 (nmz-red) -
Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) ist nach mehrjähriger Übergangsphase nun zum 25. Mai 2018 in Kraft getreten. Insbesondere im ehrenamtlichen Musiksektor herrscht nach wie Unsicherheit, wie sie umzusetzen ist. Oft fehlt es auch an der Manpower in den jeweiligen Orchestern und Chören.
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Von Rivalen, Rebellen, grünem Gift und Massentauglichkeit

30.04.18 (Franziska Wenzlick) -
Musik fungiert bisweilen auch als politisches Instrument – daran hat sich in den letzten Jahren wenig geändert. Die mediale und allgemeine Besorgnis darüber, dass die NPD seit Anfang der 2000er Schulhof-CDs verteilt, um junge Wähler zu mobilisieren, ist längst abgeflaut. Zu Recht? Immerhin haben CDs im Jahr 2018 wohl bei den meisten Schülerinnen und Schülern einen deutlich geringeren Stellenwert als noch im Jahr 2004. Das Internet ist mittlerweile erste Anlaufstelle in puncto Musikbeschaffung, die NPD hat ihre Relevanz mit dem Erstarken der Alternative für Deutschland größtenteils eingebüßt und letztere hat bisher wenig Interesse an deutschem Rechtsrock anklingen lassen.

Kleine Zahl, nachhaltige Wirkung

30.04.18 (Theresa Brüheim) -
Sucht man bei stiftungen.org, dem Online-Portal des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, nach dem Stichwort „Musik“, werden 529 Einträge gefunden. Das ist allerhand. Und klar ist, mindestens so viele Stiftungen befassen sich im weitesten Sinne mit Musikförderung in der Bundesrepublik Deutschland. Im Mittelpunkt steht dabei vielfach die Förderung mittels Stipendien und Preisen für begabte, junge Musikerinnen und Musiker, die eine Profi-Laufbahn anstreben. Sucht man eben dort nach „Musik + kulturelle Bildung“ wird nur ein Bruchteil, nämlich 76 Ergebnisse, angezeigt.

Im Wettbewerb um die musikalische Bildung

30.04.18 (Lydia Grün) -
Aktuell zum Deutschen Stiftungstag im Mai in Nürnberg legt die nmz eine Ausgabe mit dem Schwerpunkt Stiftungen und kulturelle Bildung vor. Neben einem Überblick über Stiftungen, die im Bereich der musikalischen Bildung tätig sind und einem Leitartikel „Edel und gut sind Stifter, aber sind ihre Stiftungen auch hilfreich?“ zum Thema „Wettbewerbssituation zwischen Kulturstiftungen und zivilgesellschaftlichen Strukturen“ von Olaf Zimmermann auf Seite 1 fragten wir Protagonisten musikalischer Bildung um Statements an.

Wegkommen von der Best-Practice-Rhetorik

05.04.18 (Andreas Kolb) -
Die Bedeutung kultureller Bildung für gesellschaftliche Entwicklungsprozesse sowie die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen ist heute von politischer, gesellschaftlicher als auch schulischer Seite anerkannt. Kulturelle Bildung schafft neue Lernkulturen innerhalb und außerhalb der Schulen und Universitäten. Im Jahr 2013 wurde die Empfehlung zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung der Kultusminis­terkonferenz von 2007 überarbeitet und ergänzt.

Frei, aber beständig: vier paradigmatische Porträts

21.03.18 (Anna Schürmer) -
20 Jahre ICI-Ensemble – seit 10 Jahren im Schwere Reiter: ICI steht für die britischen „Imperial Chemical Industries“, ist das Kürzel einer Aktion gegen Kinderarbeit („International Cocoa Initiative“) und bezeichnet in der Reproduktionsmedizin gewaschene Spermien. – ICI steht aber auch für eine musikalische Plattform, die seit 20 Jahren „International Composers & Improvisers“ in München vernetzt: Vor genau zehn Jahren eröffnete das Ensemble die Arbeit von Schwere Reiter MUSIK; mit „Sonar 2018“, einem „Mikrofestial für improvisierte Musik“, feiert das ICI am 24. und 25. Februar im Schwabinger Kulturzentrum also ein doppeltes Jubiläum.

Aus dem Schatten getreten

21.03.18 (Marco Frei) -
In dem Essay „Lob des Schattens“ entwirft Tanizaki Jun’ichiro 1933 eine Art „ästhetisches Testament Japans“. Es geht um den Umgang in fernöstlichen Kunst und Kultur mit Licht und Schatten. „Ohne Schattenwirkung gibt es keine Schönheit“, schreibt der bedeutende Autor der frühen Moderne. Für Jun’ichiro berührt dies auch eine Klanglichkeit, denn: Das Dunkel berge ebenso eine „unheimliche Stille“ in sich.
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