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Alle Artikel kategorisiert unter »laut nachgedacht«

Schweizer Rundfunk droht die Abschaffung

12.12.17 (Andreas Kolb) -
Früher dachte man, die Schweizer-Sonderwege seien für die Europäische Union nicht relevant und nahm sie als europäischen Folklorismus zur Kennntnis oder auch nicht. Das hat sich gewandelt, Entwicklungen in der Schweiz werden zunehmend bedeutsam für die EU. Das bezieht sich nicht nur auf das Ende der Schweiz als alpines Refugium für Europas Steuerhinterzieher.

SWR-Fusion

28.03.13 (Gerhard Rohde) -
Die Diskussionen über die geplante Fusion der beiden Rundfunksinfonieorchester des Südwestrundfunks (SWR) gehen weiter. Widerstand gegen die Verschmelzung der beiden Klangkörper zu einem großen Orchester mit Sitz in Stuttgart regt sich vor allem beim Orchester in Baden-Baden/Freiburg, während die Stuttgarter Musiker sich offensichtlich opportunistisch mit ihrem Schicksal abgefunden haben: Ein trostloses Verhalten, typisch für kollektive Vereinigungen.

Ohne Kommentar

08.02.12 (Juan Martin Koch) -
„N.N.“ ist hinter der Funktion „Präsident“ auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC) zu lesen: Regina Görner ist also nicht mehr Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft. Eine offizielle Mitteilung hierzu gab es nicht. Den Rücktritt ihrer erst im April vergangenen Jahres gewählten Präsidentin wollte man seitens der ADC auf nmz-Anfrage hin nicht kommentieren, lediglich der Termin für die Neuwahl wurde mitgeteilt: der 17. Februar. Auch Regina Görner war zu keiner Stellungnahme bereit.

Dr. Thielemann

30.06.11 (Martin Hufner) -
Den einen reißen sie gerade die Doktorhüte vom Kopf, Menschen aus der Politik, die von höchster politischer Stelle aus nachweisen konnten, dass sogenannte Raubkopien nicht nur in der Mitte der Gesellschaft sondern auch weit darüber angekommen sind; anderen werden sie nachgeworfen wie schimmlig Brot.

Nachrichten aus der Welt des Schönen, Wahren und Guten

01.11.06 () -

Vatikanstadt/Bayern: Wie aus gut unterrichteten Kreisen vermeldet, wird Papst Benedikt der XVI. anlässlich seiner Bayern-Visite eine neue Enzyklika mit dem Titel »Voces pueres« (arme Stimmen) vorlegen, die die Bedeutung das Gesanges in der katholischen Liturgie neu bestimmt. Danach dürfen kirchliche Lieder nur noch in geweihten Stätten gesungen werden. Jede stimmliche Betätigung außerhalb von Kirchen und Kapellen wird untersagt. Als Gesangssprache wird wieder »Latein« Pflicht und das Benedictus soll wieder ins Zentrum der katholischen Liturgie rücken. Allein schon papsteshalber. Besonderer Nebeneffekt: Durch den auf Männer beschränkten Gesang lateinisch-sakraler Texte, so die Forschungsstelle des Vatikan, erhalte man ein praktikables und von höchster Stelle abgesegnetes Mittel zur Empfängnisverhütung. Solcher Gesang sei für Frauen einfach nur zum Weglaufen.

Nachschub

01.05.03 (Helmut Hein) -

Oft ist dort, wo man selbst ist, das Elend, und dort, wo die anderen sind, das Glück. Dazwischen liegt dann eine Grenze, die unüberschreitbar scheint. Diese Grenze, die trennt, was nicht zusammen gehört, und die Differenz der Lebenschancen bringen beides hervor: heftige Träume und Sehnsüchte, aber auch Wut, Hass, Aggression.

Vor dem Lauschen steht Kreativität

01.03.03 (Hans-Herwig Geyer) -

Hammer – Amboss – Steigbügel, der kleine „Hammering Man“ sitzt in unserem Ohr und treibt die Schallwellen voran. Musik ist allüberall: Der besternte Gastronom wählt die musikalische Würze zum Fünf-Gänge Menü, auf dem Fahrrad-Ergometer strampelt auch das Ohr noch mit und selbst manch stilles Örtchen wird malerisch vom Soundteppich umspült.

Eine neue Ära der Kooperationen zeichnet sich ab

01.03.03 (Barbara Haack) -

Ein „Ruck“ geht durchs deutsche Musikleben. Nicht zuletzt zeigte sich dies bei der Generalversammlung des Deutschen Musikrates im Februar. Die Delegierten vertrauten die Geschicke des Dachverbandes einem Präsidium an, das sich von früheren Gremien erheblich unterscheidet. Waren in alten Zeiten die „Klassiker“ und Pädagogen mehr oder weniger unter sich, so halten mit Jens Michow und Udo Dahmen nun Musikwirtschaft und Popularmusik Einzug, mit Dieter Gorny und Oliver Schulten gar die dazumal „böse“, weil kommerzielle Musikschiene.

Nachschub

01.03.03 (Helmut Hein) -

Nietzsche stöhnte unter der Last des von anderen schon gelebten Lebens, unter dem Alpdruck der Geschichte. Sein Kampfruf, den sich dann die meisten Avantgarden des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts zu eigen machten, lautete: tabula rasa, reinen Tisch machen, damit das Neue, „Vitale“ eine Chance hat. Aber es war ein gebrochener, paradoxer Vitalismus, der sich da äußerte: der eines Décadents, der an Differenzierungsschmerzen, an Subtilitäten aller Art, an grenzenlosem Verstehen litt. Die blonde Bestie war nur die Maske des Bildungsbürgers, der vom anderen Zustand, von Rausch, Authentizität und Erlösung träumte.

Hörfeld und Musikgeschichtsbild erweitern

01.03.03 (Dieter Glawischnig) -

Unser Hamburger Jazz-Lehrbetrieb fußt seit 1985 auf einem „Zwei-Säulen-Modell“: Neben den Jazzfächern Instrumentales Hauptfach, Theorie (Harmonielehre, Improvisation, Arrangement, Komposition), Rhythmusschulung (mit Gehörschulung/Ear Training), Jazzgeschichte/Werkanalyse und Ensemblespiel haben die Studierenden fast alle klassischen Fächer zu absolvieren, wie sie auch für „nur klassische“ DML-Studenten verbindlich sind, vor allem aber kommen sie in den Genuss von klassischem Unterricht im instrumentalen Hauptfach über sechs Semester, immer noch eine Besonderheit im Rahmen der Jazzprogramme fast aller deutschen Musikhochschulen. Ziel des klassischen instrumentalen Hauptfaches ist ästhetische Kenntnis und individuell größtmögliche technische Beherrschung des Instruments im Bereich der großen westlichen Tradition, bei verständlicherweise stark eingeschränkter Repertoiremenge. (Dazu als Anmerkung: Unsere Jazz-Ausbildung läuft derzeit unter ,DML‘, ist aber de facto ein künstlerischer Studiengang).

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