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Alle Artikel kategorisiert unter »Leitartikel«

Kunst und Wissenschaft zum Abschuss frei

05.06.19 (Martin Hufner) -
Schleichende Veränderungen sind im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich nie ganz ohne Gefahr. So können Grundlagen gesellschaftlichen Lebens mit der Zeit dadurch entwertet werden, dass man sie als selbstverständlich und unverbrüchlich ansieht. So wie das Grundgesetz Deutschlands, das gerade 70 Jahre alt geworden ist. Wenn man aber nicht aufpasst, verschwinden solche Gewissheiten. Die Gefahren drohen von innen wie von außen.

Wahre Werte

31.05.19 (Theo Geißler) -
Berlin war im Mai dem Verband deutscher Musikschulen (ausnahmsweise besonders?) gewogen: Die Sonne bestrahlte eine höchst lebendige, musikalisch denkbar vielseitige Open-Air-Eröffnung für den Musikschulkongress. Wo Licht ist, gibt’s auch Schatten: Wie in einem – im Unterschied zum gallischen recht unfrohen – kleinen Wehrdorf, frei jeden Zaubertrankes, hatten sich matt trommelnd in einem Winkel vermutlich nichtangestellte Musiklehrerinnen und Musiklehrer versammelt, ausgestattet mit transparenten Unmutsbekundungen der besonders schlichten Art.

Teil-Habe

07.05.19 (Andreas Kolb) -
Ob europaweit oder kommunal: Wahlkampf ist nicht nur ein Wettbewerb der besseren Ideen und Programme, sondern auch ein Wettbewerb der Werbeagenturen. Nach den Wahlen folgt die mühsame Zeit des politischen Alltags, in der Politiker mit mehr oder weniger Verve und Glück versuchen, ihre Wahlkampfversprechen in Gesetze umzumünzen. Auch diese Detailarbeit kann man werbetechnisch merklich aufbessern.

App-Tauchen

02.04.19 (Juan Martin Koch) -
Und irgendwann fällt dann dieser aufmunternde Satz: „Musik ist natürlich auch super dazu!“ Für einen Workshop, der eine iPad-Anwendung für das Zeichnen, Animieren und Projizieren in Echtzeit vorstellt, ist der Satz im Prinzip völlig in Ordnung. Im Rahmen einer Musikvermittlungstagung macht er einen aber dann doch stutzig.

Transparente, geregelte Bedingungen

30.03.19 (Tobias Könemann) -
Bis zuletzt war unklar gewesen, ob eine Mehrheit für eine Erneuerung des 20 Jahre alten Urheberrechts zustande kommen würde. Reformgegner und Befürworter hatten protestiert, demonstriert und Lobbyarbeit in ihrem jeweiligen Sinne betrieben. Nun hat das Europäische Parlament am 26. März die Richtlinie über das Urheberrecht im Digitalen Binnenmarkt verabschiedet und damit die Rechtssprechung an digitale Geschäftsmodelle angepasst. Tobias Könemann blickt auf die maximal aufgeheizte Debatte zurück:

Kommunikation auf allen Kanälen

28.02.19 (Carla Maria Bangert) -
Um unseren Themenschwerpunkt Musik­journalismus (siehe nebenstehendes Editorial unseres Herausgebers sowie die Seiten 3 und 17 bis 19) nicht zur reinen Nabelschau verkommen zu lassen, haben wir eine junge Autorin danach gefragt, warum sie Musikjournalismus studiert und worin sie dessen Aufgaben sieht. Ein Perspektivenwechsel:

Klang-Los

28.02.19 (Theo Geißler) -
Nehmen Sie kurz, aber bequem Platz in unserer fantastischen ConBrio-Zeitmaschine. Blättern Sie einmal um – und lassen Sie sich (rechte Seite) fünfzig Jahre zurückversetzen. Mit der Ausgabe 1/1969 wagte unser damaliger Verleger Bernd Bosse wider vielseitigen Rat Kühnes. Er benannte das publizistische Flaggschiff seines Hauses um. Die „Musikalische Jugend“ tauchte in den Untertitel, das Blatt hieß ab sofort „Neue Musikzeitung“.

Emotion und Kontrolle in den Freiräumen

31.01.19 (Anna Schürmer) -
Der Primus inter Pares genießt innerhalb einer grundsätzlich gleichberechtigten Gruppe eine besondere Wertschätzung. Nun bekommt die Szene der Neuen Musik eine Prima inter Pares: Rebecca Saunders, die schon allein deshalb eine Sonderstellung verdient hat, weil sie die erste Komponistin ist, die mit dem Ernst von Siemens Musikpreis den inoffiziellen Nobelpreis der Musik gewinnt – und das 45 Jahre nach dessen erster Stiftung im Jahr 1974.

Leipzig lockt

31.01.19 (Theo Geißler) -
Da irrte ein geschätzter Branchenkenner-Prophet, der vor sieben oder acht Jahren in einer nicht mehr existierenden Musikwirtschafts-Fachzeitschrift vorhersagte, das Ende der Musikmessen sei unausweichlich. Die Präsentation jedweden musikalischen Produktes würde kostengünstig spesenschonend und umfassend informativ ins Internet abwandern. Nun blühen die Showcases der Branche am ehesten noch in China auf. Hierzulande stagniert die Akzeptanz vor allem im kulturell bedeutsamen konservativen Bereich der Musikalie und des Instrumentenbaus auch im eins­tigen Exhibitions-Mekka Frankfurt.

Förderhoch in Tiefdruckgebieten

30.11.18 (Juan Martin Koch) -
Musikschule und Musikhochschule: Eine Silbe nur trennt die Bezeichnungen dieser beiden Institutionen voneinander. Wobei die Silbe „hoch“ bereits unschön andeutet, wo beide und mit ihnen auch ihr Personal im allgemeinen Bewusstsein allzuoft verortet werden: Müht sich hier die Musikschule in den Niederungen der Basisarbeit ab, wird an der Musikhochschule die Exzellenz in künstlerisch schwindelerregende Höhen getrieben. Versuchen hier gescheiterte Solistinnen und Solisten übefaule Teenager bei der auf niedrigstem Niveau montierten Stange zu halten, werden dort handverlesene Elitekräfte von der Crème de la Crème internationaler Instrumental- und Gesangsstars unterrichtet, die sich neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit selbstverständlich stets auf den neuesten Stand der pädagogischen und fachdidaktischen Forschung bringt.
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