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Alle Artikel kategorisiert unter »Medien«

Klassikkonzerte für alle

09.03.18 (Barbara Volkwein) -
Allen kulturinteressierten Menschen sei gewährt, an klassischer Musik teilzuhaben, Konzerte zu erleben, die vielleicht sonst nicht zu erreichen wären. Video-übertragungen von Konzerten im Netz und Fernsehen machen es möglich. Sie gibt es in Deutschland von verschiedenen Anbietern: Gesendet werden verschiedene Formate wie Livestreams unikater Werke und Aufführungen sowie konservierte Konzertaufnahmen.

Wie die Gründungsväter sungen ?

06.03.18 (Hermann Wilske) -
Am 15. März findet die Ministerpräsidentenkonferenz in Brüssel (Landesvertretung Bayern) statt und die Landeschefs wollen sich zu den Spar- und Reformvorschlägen der ARD-Rundfunkanstalten äußern. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, dabei müsse auch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) einbezogen werden. Die KEF gibt eine Empfehlung zur Höhe des künftigen Rundfunkbeitrags ab (siehe auch den Nachschlag von Martin Hufner auf Seite 18). Die nmz druckt aus aktuellem Anlass einen Text von Hermann Wilske, Präsident des Landesmusikrats Baden-Württemberg und Mitglied des SWR-Rundfunkrates ab.

Ende einer musikpublizistischen Institution

01.03.18 (nmz-red) -
Die Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ) gibt es bald nicht mehr. Die letzte Ausgabe wird am 1. März erscheinen zum Thema „1918 – Der große Umbruch“.

Codes in analoger und digitaler Wirklichkeit

28.02.18 (Julia Mihály) -
Die Kuratoren Peter Weibel, Lívia Nolasco-Rózsás, Yasemin Keskintepe und Blanca Giménez verfolgen mit einem besonderen Ausstellungsformat das Konzept eines bildungspolitischen Experiments: Das Museum als Ort der Bürgerinnenbildung. Zweihundert künstlerische und wissenschaftliche Exponate setzen dazu auf Interaktionen zwischen Betrachtern und Kunstwerk. Alles findet statt in einer sehr weiträumigen Atmosphäre aus Büro, Labor und Wohnzimmer, in der sich Workstations mit Sitzgelegenheiten und Ausstellungsobjekten abwechseln. Dazu gibt es kostenlose Snacks und Getränke. Und wer zwischendurch eine Denkpause benötigt, kann sich beim Tischtennis verausgaben.

Dritte Tagung des Netzwerks Kultur und Inklusion

31.01.18 (Irmgard Merkt) -
Bewusstseinsbildung ist das Thema des Artikels 8 der UN-Behindertenrechtskonvention. Damit verknüpft ist die Verpflichtung der Unterzeichnerstaaten, „um in der gesamten Gesellschaft, einschließlich auf der Ebene der Familien, das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schärfen und die Achtung ihrer Rechte und ihrer Würde zu fördern“ (Art. 8 a). Noch etwas abstrakt formuliert ist mit diesem Auftrag die Durchführung von Maßnahmen verbunden, die „eine positive Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen“ fördern (Art. 8 c). Sehr konkret wird es dann wenig später „Zu den diesbezüglichen Maßnahmen gehört „die Aufforderung an alle Medienorgane, Menschen mit Behinderungen in einer dem Zweck dieses Übereinkommens entsprechenden Weise darzustellen“ (Art. 8 Abs. 2c).

Musik muss nicht vermittelt werden, gute Musik verführt

22.06.17 (Kristin Amme) -
Kristin Amme ist Redakteurin für zeitgenössische Musik beim Bayerischen Rundfunk. Vorher hat sie in Leipzig und Trento Musikwissenschaft, Soziologie und Komparatistik studiert und als Moderatorin, Autorin und Senderedakteurin für verschiedene Programme des BR gearbeitet (u.a. für das junge Angebot PULS und BR-Klassik). Im Gespräch mit Martin Hufner erläutert sie ihr neues Aufgabengebiet, das sie von Helmut Rohm übernommen hat.

Vergebliche Suche nach Identität

07.03.17 (Albrecht Dümling) -
Richard Wagner war tolerant gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Seine Musik zog Homosexuelle wie den Bayernkönig Ludwig II., Oscar Wilde oder Thomas Mann besonders an. Dagegen wurden ähnliche Neigungen seines Sohnes Siegfried bislang weitgehend verschwiegen oder nur verschlüsselt diskutiert. Siegfried Wagner musste 1915 auf Druck der dominanten Mutter die minderjährige Winifred Williams-Klindworth heiraten, nachdem ihn der Journalist Maximilian Harden öffentlich als „Heiland aus andersfarbiger Kiste“ bezeichnet hatte.

Die Zerstückelung liegt in der Autonomie des Hörers

22.02.17 (Bojan Budisavljevic) -
Schöne neue Klassikwelt. Sie ist vor allem eines: digital. Mit Konzertstreams, Digital Concert Halls, Apps, Aktionen in den sozialen Netzwerken und vielem anderen mehr stellt sich die altehrwürdige Branche des klingend Schönen, Wahren und Guten den Herausforderungen des technologischen wie des sozialen Wandels. Dem Druck des Digitalen begegnet der SWR mit SWR Classic, und ausnahmsweise soll hier nicht von Orchesterschließungen die Rede sein, sondern davon, wie der SWR, einmalig für die ARD, seine Klangkörper, seine Festivals und seine Netzaktivitäten in das alles übergreifende, eben: Netz von SWR Classic ein- und verwoben hat.

Auf der Suche nach sich selbst

21.02.17 (Martin Hufner) -
Auch die Nutzung der „klassischen Musik“ im Rundfunk hat sich unter dem Einfluss und der Verbreitung des Internets verändert. Während man früher das Radio einschaltete, um sich über Kultur zu informieren und Musik zu hören, später sich davon tagesbegleiten zu lassen, reicht es heute nicht einfach aus, das Rundfunkangebot durch einen Stream nur zu doppeln. Musikhören über das Internet statt das Radio einzuschalten, ist immer noch nicht der Normalfall für den Radiohörer. Das Netz bietet andere Vorteile, aber welche sind das? Und wie verhalten sich die Klassikhüter der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten? Eine Suche nach Potenzialen und Defiziten.

Generationenabriss?

17.02.17 (Jonathan Boese) -
Man sagt, das Radio sei tot, besonders für junge Menschen und erst Recht das Klassik-Radio. Das stimmt – zumindest fast. Ich bin 18 Jahre alt und höre und mag klassische Musik. Und mit mir 15 Prozent aller 20- bis 29-Jährigen, sagt die Hamburger Media School. Ich höre in meinem Alltag regelmäßig klassische Musik, aber nie im Radio. Diese linear vorgeschriebene Musikauswahl engt mich ein. Ich möchte selbst bestimmen können, wann ich welches Stück höre.
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