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Alle Artikel kategorisiert unter »Musik«

Die Verschiedenheit von Menschen

28.08.09 (Irmgard Merkt) -
Ein Plakat fast überall in Linz und fast von Andy Wahrhol: viel hellblauer Hintergrund, Gesicht und Hand des Mannes rosa, Augenbrauen und Mund hellblau, Brille und riesige Basstuba gelb. „kunstzug: eisenwind. Sonntag, 9. August, Abfahrt 12.45 Linz Hauptbahnhof Gleis 21“.

Wurf einer fruchtbaren Zusammenarbeit

28.08.09 (Stefan Rimek) -
So manches altehrwürdige Kultur- und Musikfestival muss sich mittlerweile mit einem unkonventionell orientierten Gegenfestival auseinandersetzen. Für die Bregenzer Festspiele gilt das nicht. Denn erstens sorgt das 1946 gegründete Festival seit Jahren durch zahlreiche Farbtupfer im Hauptprogramm – wie beispielsweise die modernen und selten zu hörenden Opernproduktionen im Festspielhaus – für ein eigenes Gegengewicht zu den zwar oft kreativ, aber doch eher traditionell geprägten Inszenierungen der Musiktheaterwerke auf der riesigen Seebühne. Und zweitens haben die Bregenzer Festspiele die Schiene „Kunst aus der Zeit“, kurz „KAZ“ genannt, die seit 2001 unter anderem auch durch die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Thalia Theater progressive Akzente setzt.

Das italienische Parlament spricht Dada

28.08.09 (Tobias Hell) -
Viele Komponisten hat man in den letzten zwanzig Jahren beim Münchner ADEvantgarde Festivals kommen und gehen sehen. Manche Eintagsfliege, aber immer wieder auch Namen, die uns bis heute regelmäßig im Konzert begegnen. Der Jubiläumssaison hatte man nun das Motto „Spielend“ vorangestellt. Denn neben zeitlosen Themen wie Macht und Geld ist es eben gerade das Spiel, das die Menschen seit Urzeiten beschäftigt, egal ob zur simplen Unterhaltung oder als erbitterter Wettkampf.

Festspiel in der Krise?

28.08.09 (Gerhard Rohde) -
Wenn sich Wirtschaft und Finanzwelt in der Krise befinden, warum darf dann nicht auch ein Festspiel sich eine Krise leisten? Das traditionsreiche sommerliche Festival in Salzburg bleibt von den weltweiten Erschütterungen verständlicherweise nicht verschont, dafür spielen die ökonomischen Grundpfeiler der Salzburger Festspiele für deren Existenz eine zu entscheidende Rolle. Wenn betuchte Besucher aus Fernost, Amerika, Arabien, Russland fortbleiben, sei es aus finanziellen Gründen oder weil sie Furcht vor der grassierenden Schweinegrippe haben, dann hat das Kartenbüro der Festspiele ein Problem und natürlich auch der Finanzchef. Den insgesamt sehr treuen Sponsoren liegt das neue Antikorruptionsgesetz schwer auf dem Gemüt: Kann man noch wie früher dutzendfach Geschäftsfreunde samt Gattinen einladen, ohne in den Ruf der Bestechlichkeit zu geraten – immerhin würden zwei mal zwei Karten in der oberen Kategorie rund eintausendzweihundert Euro kosten zuzüglich Bewirtung und Hotel. Da ist Vorsicht geboten auf beiden Seiten.

Untrügliches Gespür für Stimmigkeit

27.08.09 (Nikolaus Brass) -
Am 29. Juli 2009 nahm der Komponist und nmz-Kolumnist Nikolaus Brass den Musikpreis der Stadt München entgegen. Neben der Würdigung des Preisträgers geriet die Verleihung auch zu einer Gedenkfeier für den einige Tage zuvor verstorbenen Musikpublizisten und nmz-Redakteur Reinhard Schulz. Der hatte die Laudatio auf Brass verfasst, wohl wissend, dass er sie wahrscheinlich nicht selber würde vortragen können. Auszüge daraus lesen Sie auf Seite 5. Nikolaus Brass wiederum verband seinen Dank für den Münchner Musikpreis mit einer Würdigung des Verstorbenen:

Stilkreuzungen, Brüche und Brückenschläge: das Kurt Weill Fest 2009

30.07.09 (Isabel Herzfeld) -
„Der Rhythmus unserer Zeit ist der Jazz”, wusste Kurt Weill bereits 1927. Wer in Europa künstlerisch auf sich hielt, stürzte sich in jenen Jahren auf alles, was an leichter Muse über den großen Teich schwappte.

Risiko ist Pflicht – Ruhrtriennale-Intendant Willy Decker im Gespräch

14.07.09 (Georg Beck) -
Frank Martins „Le vin herbé“, 2007 in der Duisburger Gebläsehalle, war für Willy Decker ein „Schlüsselerlebnis“. Publikum und Kritik waren sich selten einig. Eine Inszenierung, die der Höhe eines Kunstentwurfs gerecht geworden ist (nmz 11/07). Um so größer die Freude, aber auch die Erwartung, als die Nachricht kam, dass Decker nach Jürgen Flimm die Intendanz für die kommenden drei Triennale-Spielzeiten übernehmen würde mit Religion und Spiritualität als thematischem Zentrum.

Lieder von einer Insel

08.07.09 (Gerhard Rohde) -
Zwölf Jahre lang schwieg der Komponist Udo Zimmermann – der Musikbetrieb, dem er als Intendant diente, gestattete keine schöpferischen Freiräume.

Es geht auch ohne Glamourfaktor und Event

08.07.09 (Ilona Hanning) -
Am Anfang waren es fünf Konzerte, dann acht in drei Tagen und seit einigen Jahren vierzehn in vier Tagen. Immer zu Pfingsten strömen gut 8.000 Besucher nach Regensburg, um die Konzerte der Tage Alter Musik zu hören. Die Altstadt, die seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, bietet dazu ideale Voraussetzungen: alte Kirchen, historische Konzerträume. Und genau das haben sich Ludwig Hartmann, sein Bruder Christoph und Stephan Schmid vor 25 Jahren zu Nutze gemacht. Sie wollten Alte Musik in den passenden Räumen darbieten und gleichzeitig dem gängigen Musikbetrieb etwas entgegensetzen: Nicht der Glamourfaktor, nicht das Sehen und Gesehenwerden sollten im Vordergrund stehen, sondern die Musik.

Sich von amerikanischen Träumen bewegen lassen

08.07.09 (Peter Schroeder) -
Neue Musik – für viele Hörer immer noch ein rotes Tuch. Geschmackliche Gewohnheiten ändern sich nur langsam, und weil die gängigen Konzertprogramme zeitgenössische Klänge nur selten anbieten, ist Schneckentempo angesagt. Damit nun Neue Musik nicht völlig in ihrer Nische versauert, haben sich seit einiger Zeit etliche Festivals etabliert, die helfen wollen, das Ohr zu schärfen und unbekannte Ton-Kontinente zu erkunden. Wir denken etwa an „UltraSchall“ (DeutschlandRadio Berlin und RBB), die Wittener Kammermusiktage, die Darmstädter Interna­tionalen Ferienkurse oder die Donaueschinger Musiktage. Seit 1970 widmet zudem der Saarländische Rundfunk (SR) in Saarbrücken jährlich ein Maiwochenende der Neuen Musik.
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