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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikwirtschaft«

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Musikindustrie zwischen Hoffen und Bangen

24.03.21 (Georg Rudiger) -
Die Kurve steigt langsam an und wird immer steiler. Kurz vor dem Höhepunkt flacht die Linie ab und verharrt auf diesem hohen Niveau, dann fällt sie plötzlich ab. Es folgt eine leichte Wellenbewegung, ehe die Kurve am Ende der Grafik wieder kräftig ansteigt. Eine zweite Welle kündigt sich an. Bei diesem bunten, mit mehreren zusätzlichen Linien versehenen Schaubild geht es allerdings nicht um Infektionszahlen oder Impfquoten, sondern um die Umsatzentwicklung der deutschen Musikindustrie zwischen 1984 und 2019. Man erkennt aus der Grafik des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI), wie der CD-Verkauf ab 1984 in die Höhe schießt und gleichzeitig Schallplatten und Musikcassetten rapide an Marktanteil verlieren.

Die sehr guten Jahre werden kommen

09.03.21 (Christoph Forsthoff) -
„Für uns ist es nicht mehr fünf vor zwölf, sondern eine Minute vor zwölf.“ Mag Maik Klokow auch die theatralen Kniffe seiner Branche nur zu gut kennen, zum Dramatisieren neigt der Geschäftsführer der Mehr-BB Entertainment nicht. Und so ist denn seine Feststellung auch weit mehr als nur ein Hilferuf aus dem Live-Entertainment-Sektor: Denn auf den Bühnen der Großmusicals herrscht seit einem Jahr nicht nur Totenstille, es fehlt nach wie vor auch an jeglicher Öffnungsperspektive.

Nur die Hausmusik kann umsatzmäßig noch punkten

16.02.21 (Georg Rudiger) -
Eigentlich wollte der Schott-Verlag im letzten Jahr seinen 250-jährigen Geburtstag feiern. Bei einem großen Festakt im Mainzer Staatstheater am 17. Mai hätte das Orchester der Stadt als erstes deutsches Orchester nicht aus gedruckten Noten, sondern aus iPads gespielt. Ein großes Fest für die 170 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland fiel ebenfalls ins Wasser.

Digitales Substitut im Hier und Jetzt statt Kunstkonserve

31.01.21 (Roland H. Dippel) -
„Wir bieten Musik in der für Streaming bestmöglichen Klangqualität und mit den höchsten Datenmengen.“ sagt der Cellist Jan Vogler über die von ihm mit Thomas Hesse, ehemaliger Bertelsmann-Vorstand und Sony Music-Manager, gegründete Onlineplattform Dreamstage. Seit unserem Gespräch am Tag nach dem Festlichen Weihnachtskonzert des Dresdner Festspielorchesters im Kulturpalast, das auf Dreamstage am 12. Dezember 2020 live übertragen wurde, ist der digitale Höhenflug der Klassik-Welt schon wieder mehrere Runden weiter.

In den schlimmsten Träumen nicht vorstellbar

31.01.21 (Georg Rudiger) -
Als Constanze Pfeiffer Ende des Jahres 2011 von Hamburg nach Uhldingen zog, waren viele Freunde besorgt, dass sie in der Provinz am Bodensee keine Aufträge mehr bekommen könnte. Das Leben in der Großstadt war für die Konstanzerin nach fünfzehn Jahren zu hektisch geworden.

Den großen Konzernen etwas entgegensetzen

11.01.21 (Andreas Kolb) -
Dass Vertriebe für Compact Discs mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen haben, ist nicht neu. Vielleicht bremst die Corona-Pandemie diese Entwicklung etwas, weil viele Musikliebhaber aller Couleur entdecken, dass sie die Stimme der Callas ja bereits haben oder jederzeit erwerben können. Genauso wie das hohe C von Fritz Wunderlich oder sämtliche Beethoven-Klaviersonaten, eingespielt von Friedrich Gulda oder Swjatoslav Richter.

Chöre auf dem Weg ins digitale Zeitalter begleiten

07.01.21 (Robert Göstl) -
Im Oktober vermeldete der Stuttgarter Carus-Verlag eine Erweiterung seines digitalen Angebots. Neben Notenausgaben stünden nun auch „Zusatzmaterialien für die effektive Proben- und Konzertvorbereitung“ zur Verfügung. Robert Göstl hat mit Ester Petri und Johannes Graulich von der Geschäftsführung des Verlags über diesen digitalen Schwerpunkt gesprochen. Beide ergänzten sich gegenseitig bei ihren Antworten, weshalb diese im Folgenden mit dem Verlagsnamen gekennzeichnet sind.

Gewaltige Sinfonien im Taschenformat

22.10.20 (Patrick Ohnesorg) -
Schon in früheren Epochen war es eine gängige Praktik musikalische Werke für das vorhandene Instrumentarium zu bearbeiten, da nicht jeder Hof und jedes Haus stets ein gesamtes Orchester zur Verfügung stehen hatte. Bis zum Ende der Wiener Klassik wurden Bearbeitungen als legitime Möglichkeit zur Verbreitung von Werken angesehen, da die Musik dieser Zeit eher in strukturellen Formen als in Klangdimensionen gedacht wurde. Diese Praktik ist durch die Pandemie bedingt wieder relevanter denn je: Orchester und Ensembles werden durch Mindestabstände und fehlenden Platz eingeschränkt reduziert, gerade Blasinstrumente und Sänger*innen sind von den Richtlinien besonders betroffen. Musikverlage erkennen dieses Defizit und wirken dem entgegen.

In den Hauptrollen Saal und Elektronik

27.08.20 (Andreas Kolb) -
Deutschlands Opernhauslandschaft ist derzeit eine große Baustelle. Unser Autor Guido Krawinkel beschreibt dies in seinem Artikel auf den Seiten 15 und 16 anschaulich. Über den Komplex „Theater und Architektur“ wird dabei viel gesprochen, die Theaterakustik ist dagegen nach wie vor das Stiefkind. Die Gründe dafür sind vielfältig und rühren weniger aus der Gegenwart, als aus der Geschichte der Musik.
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